Fernbeziehung: Liebe auf Distanz in Zeiten von Corona

Fernbeziehung: Liebe auf Distanz in Zeiten von Corona

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In den verschiedensten Lebensbereichen stellt uns Corona vor massive Herausforderungen. Es ist dabei nicht verwunderlich, dass auch der private Raum betroffen ist und wir in Sachen Emotionalität und Liebe ebenfalls unsere Päckchen zu tragen haben. Gerade innerhalb einer Fernbeziehung können die Hürden, welche uns derzeit begegnen, zu großen Schwierigkeiten werden. Wir wollen darlegen, welche Schwierigkeiten hier auf den Plan kommen und auch die Chance beleuchten, die in der Überwindung aller Schwierigkeiten steckt.

 

 

Wenn nach der Partnersuche die räumliche Distanz bleibt

 

Es ist ein wunderschönes Gefühl, wenn die Partnersuche erfolgreich war. Wenige Dinge sind größer, als das Verlangen, die Zeit nun gemeinsam zu genießen und sich voll in die endlich vorhandene Zweisamkeit zu stürzen. Das Kennenlernen und das ineinander Verlieben ist eine so intensive Zeit, in welcher das Zusammensein von elementarer Bedeutung ist. 

Die Entscheidung für eine Fernbeziehung kann in einer solchen Situation auch ganz bewusst getroffen werden. Schließlich wird uns der jeweils Andere sehr wichtig und wir nehmen dafür auch gerne in Kauf, weitere Wege zurückzulegen und so einen gewissen Aufwand zu betreiben. Die Mobilität der Menschen, die sich mit dem Individualverkehr viel Freiheit errungen haben, war nie so groß, wie sie heute prinzipiell ist. Jedoch macht die Pandemie auch hier vielen Planungen einen Strich durch die Rechnung. 

Eine räumliche Distanz, die zunächst nicht überbrückt werden kann, weil Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gelten oder unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern das Zusammentreffen verhindern, kann besonders zu Beginn einer Beziehung sehr herausfordernd sein. Gerade hier gilt es, sich nach Alternativen des Austauschs umzusehen und so zu verhindern, dass das frische Gefühl der Verbundenheit schnell wieder verschwindet. Möglich wird dies auch durch die vielen technischen Varianten, die heute glücklicherweise zur Verfügung stehen.

 

 

Kleine Geschenke erhalten das Gefühl der Wertschätzung

 

Wenn wir eine andere Person besonders vermissen, dann tut es gut, bei Zeiten auch eine gewisse Wertschätzung zu erhalten. Was ansonsten oftmals auch über liebe Worte beim Zusammensein funktionieren konnte, muss heute auf alternativen Wegen geschehen, so lange die Regierungsdekrete den direkten Kontakt einschränken. 

Ein liebevoller Brief, der aufzeigt, wie sehr man den Menschen vermisst kann hier eine große Wirkung erzielen. Es ist sehr nachvollziehbar, dass dieser weit mehr als bloß eine kleine Geste ist. Gezeigt wird der Grad des Vermissen und vor allem auch jener, welcher der Person den besonderen Platz im eigenen Leben aufzeigt. 

Eine weitere Möglichkeit, sich die Liebe immer wieder zu zeigen, ohne beieinander zu sein, kann über personalisierte Geschenke gelingen. Die Individualität dieser kleinen Dinge, die beileibe nicht immer viel kosten müssen, zeigt ebenfalls eine besondere Wertschätzung und Mühe bei der Auswahl des Geschenks. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und die Liebe, dies gilt heute mehr denn je, denn die Möglichkeit, sich in sehr regelmäßigen Abständen zu sehen, ist insbesondere in Fernbeziehungen derzeit oftmals eingeschränkt. 

Wer nach Alternativen sucht, wie man das wohlige Gefühl füreinander aufrechterhalten will, der wird jedoch heute mehr Möglichkeiten haben, als es in der Vergangenheit der Fall gewesen wäre.

 

 

Nun ist auch der Glaube an die Beziehung gefragt

 

Eine Frage der Einstellung scheint ebenfalls von enormer Bedeutung zu sein, wenn es darum geht, eine Fernbeziehung auch in Zeiten der Pandemie erfolgreich fortzuführen. Das sogenannte Mindest und die Bereitschaft, sich trotz der Entbehrungen ganz nah sein zu wollen, spielen eine enorme Rolle. Gelingt es denjenigen, welche derzeit eine schwierige Fernbeziehung führen, die positiven Emotionen und Gefühle füreinander dennoch zu erhalten, kann es möglich sein, in Zukunft gestärkt aus dieser schwierigen Zeit hervorzugehen. 

Ein wichtiger Faktor und Hoffnungsschimmer kann dabei die Tatsache sein, dass trotz des noch nicht absehbaren Endes der Pandemie irgendwann eines kommen wird. Es handelt sich also nach wie vor nicht um eine dauerhafte Situation, sondern um eine, die irgendwann ein Ende nehmen wird. Kann man sich eine gemeinsame Zukunft danach vorstellen und sehnt sich nach wie vor danach, dem Partner wieder so nah wie möglich zu sein? Dann lohnt es sich sicher auch in diesen schwierigen Zeiten, einander in Gedanken treu zu sein und gemeinsam dafür zu arbeiten, dass man gemeinsam gestärkt aus den Herausforderungen dieser Tage hervorgeht.

 

 

Eine Erinnerung an die überwundene schwere Phase kann am Ende dauerhaft stärken

 

Diejenigen unter uns, die eine Fernbeziehung führen und die Herausforderungen durch Corona am Ende meistern werden, könnten für sich und für die Beziehung sehr gestärkt aus der Phase hervorgehen. Schließlich sind es viele widrige Umstände, mit denen diese Menschen heute konfrontiert sind. Probleme gemeinsam zu meistern, das schweißt seit jeher zusammen und es wird auch für die Beziehung immer wieder ein positiver Katalysator sein. Gerade wenn man in Zukunft vor neuen Herausforderungen stehen wird, die in nahezu jeder Beziehung über kurz oder lang auf uns warten, kann die Erinnerung an das gemeinsam Überwundene stärken. Die Situation als Chance für die bestehende Fernbeziehung zu begreifen, hilft sicherlich bei der aktuellen Bewältigung sowie für die Fortführung der Beziehung nach der Pandemie.

 

 

Foto:St.art / stock.adobe.com/

Redaktion, 13.01.2022