Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten trotz fortgeschrittenen Alters

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    “Yes we can“ klingt es lautstark aus dem Seminarraum. Nein, es handelt sich nicht um eine politische Veranstaltung. Im Saal sitzen Personen um die 50 Jahre alt. Ein gemeinsames Ziel führt sie zusammen: Sie wollen sich fortbilden und den beruflichen Aufstieg nochmals gezielt vorantreiben.

     

     

     

    Alter schützt vor Wissen nicht: Weiterbildungen ermöglichen Karriere

     

    Sein Leben lang lernen – so lautet die Weisheit aus Politik und Wirtschaft. Tatsächlich lernen die Menschen ihr ganzes Leben lang. Voraussetzung ist, dass man sie auch lässt. Denn viel zu oft werden fortgeschrittene Arbeitnehmer als “zu Alt“ oft sogar als zu wenige lernfähig abgestempelt. Viele Tätigkeiten werden dann jungen Kollegen und Kolleginnen zugeteilt, nach der Einstellung, dass Junge das besser können und schneller lernen als ihre älteren Kollegen.

     

     

    Lernfähigkeit auch im Alter hoch

     

    Ein Irrtum, wie die Wissenschaft festhält. Denn die Lernfähigkeit älterer Menschen ist nicht schlechter als die der Jungen. Etwas langsamer vielleicht. Doch Tests haben gezeigt, dass bis zum 70. Lebensjahr die Unterschiede bei der Lerngeschwindigkeit gegenüber jungen Menschen derart gering sind, dass sie für eine betriebliche Personalentscheidung keinen sachlichen Grund liefern. Chefs sollten sich also über das Potential in ihrem Betrieb konkrete Gedanken machen.

     

     

    Ältere Mitarbeiter bieten viel latentes Potential

     

    Die Praxis hegt gegen ältere Mitarbeiter viele negative Vorurteile. Dabei besitzen ältere Mitarbeitern nicht nur viel Fachwissen, sondern auch Resilienz und viel Kompetenz in anderen Bereichen. Die wird aber von Chefs in der Regel kaum beachtet. Anstatt dieses Potenzial mit geeigneten Maßnahmen wie zum Beispiel Kursen, Seminaren oder praktischen Lehrgängen zu fördern, fällt der Blick immer wieder auf das Geburtsdatum. Hat man ein bestimmtes Alter erreicht, lohnt sich die Förderung nicht mehr.

     

    Doch wo genau liegt das Potenzial von älteren Arbeitnehmern? Sie haben sich bereits entwickelt und verfügen über eine ausgereifte Persönlichkeit. Jüngere haben das noch vor sich. Im fortgeschrittenen Alter können Mitarbeiter auch neues Wissen leichter einordnen, da ihnen ihre Erfahrung hilft. Das verschafft ihnen bei der beruflichen Weiterbildung gegenüber Jüngeren sogar Vorteile. Davon sind mittlerweile immer mehr Firmenchefs überzeugt.

     

     

    Berufliche Karriere für Ältere – Unterstützung kommt von allen Seiten

     

    Der Wandel in der Grundhaltung gegenüber Arbeitnehmern über 50 kommt nicht von ungefähr. Der demografische Wandel bringt einen Mangel an Facharbeitern mit sich. Das treibt vielen Unternehmern Sorgenfalten auf die Stirn. Werden keine jungen Nachwuchskräfte gefunden, müssen die älteren länger arbeiten. Aber auch zum Einschulen der von jungen Arbeitskräften werden die älteren Kollegen benötigt. Das hat auch die Politik erkannt und unterstützt die Fortbildung Älterer mit verschiedenen Maßnahmen.

     

     

     

    Große Konzerne haben eigene Weiterbildungsprogramme, kleine Betriebe setzen auf externe Bildungseinrichtungen bei Spezialisten

     

    Während große Konzerne bei der Fortbildung ihrer älteren Mitarbeiter auf vorhandene Strukturen zurückgreifen können, sind kleine Unternehmen auf Hilfe von außen angewiesen. Hier bieten Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel die WBS, Training, Kurse und Seminare zur Fort- und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer an. Die finanzielle Unterstützung kommt dafür z. B. vom Amt für Arbeit.

     

     

    Kurse kosten Geld werden aber vorteilhaft gefördert

     

    Weiterbildungskurse sind nicht kostenlos zu buchen. Können und wollen sich Unternehmer und Arbeitnehmer die Weiterbildungen nicht leisten, gibt es Geld durch Fördermöglichkeiten vom Staat. Dazu bietet sich eine Förderung mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) an. Gefördert werden durch die AVGS

     

    ·      Ausbildungen von Arbeitssuchenden

    ·      Arbeiter und Angestellte, die von einer Kündigung bedroht sind

    ·      Ausbildungssuchende

     

    Mit Fortbildungen zur späten Karriere

     

    Wer sich über Voraussetzungen und Ausmaß der Förderung näher informieren möchte, sollte sich mit seinem Berater der örtlichen Niederlassung des Amtes für Arbeit zusammensetzen. Auch die Bildungseinrichtungen bieten gute und umfangreiche Beratungsgespräche zu Aufstiegsmöglichkeiten mit Hilfe von Fortbildungen an. Meister- Bachelor- und Masterabschlüsse sind nur einige Beispiele, die auch im fortgeschrittenen Alter den Aufstieg in höhere Positionen ermöglichen. 

     

     

    Foto: (c) Monkey Business / fotolia.com 



    Redaktion, 04.10.2017


Mariedp 0 | 04.10.2017, 17:19

  • Mariedp
  • Eins kann ich bestätigen:
    lebenslang lernen ist angesagt UND
    ich finde dies, außerdem ganz spannend!!!

chauchat 1 | 04.10.2017, 17:42

  • chauchat
  • Schön & gut.
    Ich möchte mich jedoch nicht bis zum letzten Tropfen auspressen lassen, sondern Ressourcen für meine höchst persönlichen Interessen und Bedürnisse haben, die ich während meiner beruflichen Tätigkeit vernachlässigen musste.
    Also:
    Rente ab 70 - nein danke !!  

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