Trennkost - Dauerhaft schlank ohne Diät

Trennkost - Dauerhaft schlank ohne Diät

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Übergewicht ist ein leidiges Problem der heutigen Gesellschaft. Fast jeder dritte Mensch hat sich bereits an mindestens einer Diät probiert, oftmals jedoch ohne den gewünschten Erfolg. Kalorien zählen, viel Sport und eine komplette Ernährungsumstellung - dazu fehlt Übergewichtigen meist die Disziplin und der Wille. Wer abnehmen und dauerhaft schlank bleiben möchte, muss sich jedoch gar nicht mit langwierigen Diäten herumplagen, denn es gibt viele andere Methoden, die zu einer schlanken Silhouette verhelfen. Dabei muss auf leckere Nahrungsmittel überhaupt nicht verzichtet werden und Sport wird lediglich zur Nebensache. Das Zauberwort heißt Trennkost, welche sich schon seit Jahren sehr bewährt hat. Diese speziell entwickelte Ernährungsform ist keine wirkliche Diät, sondern ein bewusstes Umstellen des Essverhaltens, wobei gewisse Nahrungsmittel einfach nicht miteinander kombiniert, also getrennt, werden. Dies führt dazu, dass der Körper besser verdaut und weniger Fett gespeichert wird.

 

Was genau ist die Trennkost?

Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei dieser Ernährungsumstellung sämtliche Kost getrennt. Was sich erst einmal kompliziert anhört, ist eigentlich relativ simpel, denn Nahrungsmittel werden in drei Hauptgruppen aufgeteilt, tabellarisch geordnet und können dann entsprechend kombiniert werden. Menschen, die sich an der Trennkost probieren möchten, dürfen fast alles essen, was ihnen vorschwebt, müssen jedoch darauf achten, dass gewisse Lebensmittel nicht gemeinsam verzehrt werden.

Erfinder dieser Methode war der Mediziner Howard Hay, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts selbst mit Übergewicht zu kämpfen hatte und zudem an einer schweren Nierenerkrankung litt. Für ihn lag die Ursache vieler Zivilisationskrankheiten in der Übersäuerung des Körpers durch die gleichzeitige Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten. Dadurch ist die Verdauung gestört, Menschen leiden an Völlegefühl und Verstopfungen. Diese Tatsachen seien nicht förderlich für eine Gewichtsreduktion, so Hay, weshalb er begann, sämtliche Nahrungsmittel auf ihre Inhaltsstoffe zu prüfen und zu trennen. Damit hatte er damals großen Erfolg. Er wurde wieder gesund und fühlte sich ausbalanciert. Mit der Genesung verlor er auch viele Kilos, woraufhin er offiziell die Trennkost begründete.

Sämtliche Nahrungsmittel werden in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe bezeichnet Hay als die neutralen Lebensmittel, Gruppe zwei bilden die Eiweiße und die dritte Gruppe sind sämtliche Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Kohlenhydraten. Diese drei Hauptgruppen werden nun tabellarisch geordnet und können verschiedenartig kombiniert werden.

Zu den neutralen Lebensmitteln zählen zum Beispiel die meisten Gemüsesorten, Salate, einige Obststorten, Öle, Milchprodukte mit einem Fettgehalt von mindestens 60 Prozent, Pilze und Erdnüsse. Natürlich gibt es noch viele weitere Produkte, die man in Trennkost-Tabellen unter dem Begriff “Neutrale Lebensmittel” findet. Neutral heißen sie deshalb, weil sie gleichmäßig viel Eiweiß und Kohlenhydrate beinhalten. Sie würden den Verdauungsprozess im Körper nicht stören und können mit Lebensmitteln der anderen beiden Gruppen gut kombiniert werden.

Zu der Eiweiß-Gruppe gehören Fleisch, Fisch, Milchprodukte mit einem Fettgehalt von unter 50 Prozent, Joghurt und Quark, Käse- und Sojaprodukte, fast alle Früchte, Eier und Nüsse. Auch hier ist die Liste natürlich nicht vollständig. Eiweiße (Proteine) sind wichtig für den menschlichen Organismus und sollten täglich verzehrt werden. Sie sollten jedoch nur gemeinsam mit Lebensmitteln der natürlichen Gruppe kombiniert werden, damit es nicht zu einer exzessiven Bildung von Magensäure kommt.

Gruppe drei bilden die Kohlenhydrate. Dazu gehören mitunter Brot, Kuchen, Weizenmehlprodukte, Nudeln, Kartoffeln, Mehl, Reis, Zucker und zum Beispiel Bananen. Auch Kohlenhydrate sind förderlich für den Körper, dürfen jedoch auch nicht in zu großen Mengen und zusammen mit Eiweiß eingenommen werden, damit es zu keiner Übersäuerung des Körpers kommt.

 

Wie läuft die Trennkost ab?

Anhand dieser drei Gruppen und ihren Lebensmitteln können Menschen nun einen optimalen Trennkost-Ernährungsplan zusammenstellen. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass immer nur zwei Gruppen kombiniert werden dürfen, und zwar die Gruppe eins (Neutrale Lebensmittel) mit der Gruppe zwei (Eiweiße) und Gruppe eins mit Gruppe drei (Kohlenhydrate). Keinesfalls dürfen Lebensmittel der Gruppe zwei (Eiweiße) und drei (Kohlenhydrate) kombiniert werden.

Dabei ist es völlig egal, was sich auf dem Teller befindet, so lange man sich an die entsprechenden Trennkost-Regeln hält. Wichtig ist es, dass man am Tag sowohl die Eiweißgruppe, als auch die Lebensmitteln mit viel Kohlenhydraten in die Ernährung einbezieht. Zwischen dem Verzehr beider Gruppen sollten in jedem Fall mindestens drei Stunden vergehen, damit eine reibungslose Verdauung stattfinden kann.

 

Vorteile der Trennkost

Keine Kalorien zählen und essen, was man möchte - schon allein dies sind Aspekte, die viele Menschen begeistern und zur Trennkost anregen. Der Körper ist nach einiger Zeit sehr ausbalanciert, der Verdauungsprozess läuft reibungslos, saures Aufstoßen und Sodbrennen sind Vergangenheit. Ein toller Nebeneffekt (für viele Übergewichtige wohl das Hauptziel) ist eine konstante Gewichtsreduktion, ganz ohne viel Sport und Verzicht. Die Ernährung ist gesund und führt nicht zu Mangelerscheinungen des Körpers, wie es bei anderen Diäten häufig der Fall ist. Der Mensch fühlt sich nach einiger Zeit sichtlich wohl, Prozesse im Körper befinden sich im Gleichgewicht und die Waage wird wieder zum besten Freund - die Trennkost ist nicht umsonst sehr beliebt und wird von Ärzten häufig empfohlen.

Redaktion, 11.08.2011

henkelino
0 | 09.11.2017, 09:34

SO wunderbar detailgetreu habe ich noch niemals darüber gelesen !
@ - Herbstzeitlose - Habe geschmunzelt und genickt und freue mich trotzdem, über die Trennkost hier zu lesen!
Ich bin dabei, habe mit Roggenvollkornknäcke begonnen und jegliches Brot und Weißmehlerzeugnisse aus meinem Speiseplan genommen.
Ein Anfang - ich konnte Völlegefühl und Blähungen schon etwas reduzieren. Ein gutes Gefühl, ich werde versuchen, diese Trennkost zu verwirklichen.
Danke für die Info

Herbstzeitlose365
1 | 30.09.2011, 22:12

Ich habe zu wenig Fachwissen über die Trennkost, jedoch las ich vor einiger Zeit einen Bericht, in dem ein Wissenschaftler den Nutzen so erklärte: ursprünglich ist der Mensch Jäger und Sammler gewesen. Erlegte er ein Tier, so aß er sich daran satt, ohne Beilagen. Fand er Beeren oder anderes Obst bei seinen Wanderungen - denn er war ja noch nicht sesshaft - genoss er natürlich von dem Fund soviel, wie es nur ging. Da "trennte" die Lebensweise die Kost fast automatisch. Das Elend begann erst mit:

1. Am Anfang bedeckte Gott die Erde mit Brokkoli...
Am Anfang bedeckte Gott die Erde mit Brokkoli, Blumenkohl und Spinat, grünen, gelben und roten Gemüsesorten aller Art, dass Mann und Frau lange und gesund leben konnten.

Und Satan schuf Mövenpick und Bahlsen. Und er fragte: "noch ein paar heiße Kirschen zum Eis?" Und der Mann antwortete: "Gerne" und die Frau fügte hinzu: "Mir bitte noch eine heiße Waffel mit Sahne dazu." Und so gewannen sie jeder 5 Kilo.

Und Gott schuf den Joghurt, um der Frau jene Figur zu erhalten, die der Mann so liebte. Und Satan brachte das weiße Mehl aus dem Weizen und den Zucker aus dem Zuckerrohr und kombinierte sie. Und die Frau änderte ihre Konfektionsgröße von 38 auf 46.

Also sagte Gott: "Versuch doch mal meinen frischen Gartensalat. "Und der Teufel schuf das Sahnedressing und den Knoblauchtoast als Beilage. Und die Männer und Frauen öffneten ihre Gürtel nach dem Genuss um mindestens ein Loch.

Gott aber verkündete; "Ich habe Euch frisches Gemüse gegeben und Olivenöl, um es darin zu garen". Und der Teufel steuerte kleine Bries und Camemberts, Hummerstücke in Butter und Hähnchenbrustfilets bei, für die man schon fast einen zweiten Teller benötigten. Und die Cholesterinwerte des Menschen gingen durch die Decke.

Also brachte Gott Laufschuhe, damit seine Kinder ein paar Pfunde verlören. Und der Teufel schuf das Kabelfernsehen mit Fernbedienung, damit der Mensch sich nicht mit dem Umschalten belasten musste. Und Männer und Frauen weinten und lachten vor dem flackernden Bildschirm und begannen, sich in Jogginganzüge aus Stretch zu kleiden.

Daraufhin schuf Gott die Kartoffel, arm an Fett und von Kalium und wertvollen
Nährstoffen strotzend und der Teufel entfernte die gesunde Schale und zerteilte das Innere in Chips, die er in tierischem Fett briet und mit Unmengen Salz bestreute. Und der Mensch gewann noch ein paar Pfunde mehr.

Dann schuf Gott mageres Fleisch, damit seine Kinder weniger Kalorien verzehren mussten, um trotzdem satt zu werden. Und der Teufel schuf McDonalds und den Cheeseburger für 99 Cent.

Dann fragte Luzifer: "Pommes dazu?" und der Mensch sagte "Klar - ´ne extra große Portion mit Majo!" Und der Teufel sagte "Es ist gut". Und der Mensch erlitt einen Herzinfarkt.

Gott seufzte und schuf die vierfache Bypassoperation am Herzen.

Und der Teufel erfand die gesetzliche Krankenversicherung.

KirscheBerlin
0 | 11.08.2011, 21:47

Ich kenne Leute, die haben mit Trennkost zugenommen!
Es gibt keinen pysiologisch nachvollziehbaren Grund, Eiweiße und Kohlehydrate zu trennen! Wohl aber haben neueste Forschungen den Zusammenhang zwischen dem Insulin und dem Fettstoffwechsel herausgefunden: bei gleichzeitiger Aufnahme von Kohlehydraten und Fetten werden die Fette sofort in den Fettzellen deponiert! Die Kohlehydrate werden mitunter schnell abgebaut, was dann zu erneuten Hunger führt, obwohl genügend Kalorien aufgenommen wurden! Deshalb wäre die Trennung von Fett und Kohlehydraten sinnvoll. Aber das wusste man in den 20er Jahren natürlich noch nicht...

ulrike9
0 | 11.08.2011, 19:57

die sustro sängerin stefanie werger hat auch super mit trennkost abgenommen , ist schon einige jahre her , hat damals eine menge kochbücher verkauft , aber wenn ich mir ihre neuesten fotos anschau , ist sie genau so rund wie früher

Snoopy_
0 | 11.08.2011, 18:37

vermutlich muss jeder Mensch selber herausfinden, was für ihn persönlich das Beste ist
meist isst man eben zu viel - die heutige Ueberflussgesellschaft fördert das ja geradezu
und ich lass mich gerne über neue wissenschaftliche Erkenntnisse informieren, denn ich mag ja schliesslich auch Eis und Schokolade!

hondafee
0 | 11.08.2011, 18:01

Seit zwanzig Jahren leben ich mit Trennkost. DAs tut auch meinen alten Knochen gut.