Eine glückliche Begebenheit

Eine glückliche Begebenheit

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Internetbekanntschaften haben etwas leicht verruchtes an sich. Und dies ist auch das gewaltige Schlachtfeld, auf dem wir zu kämpfen hatten. Da waren Johanna von Orleans und William Wallace Seite an Seite! Nie werde ich den ersten Tag vergessen, an dem wir uns erstmalig begegneten. Wir fuhren zu Burg Hanstein. Ich zeigte ihr auch den in Sandstein gehauenen "Trotzkopf", welcher zur Burg Ludwigstein gerichtet ist, nämlich genau der anderen Talseite gegenüber!

 

Ich erzählte, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob ich sie nicht eventuell mit meinen Interessen und meiner Wissensflut überschütten könnte. Ein strahlend blauer Himmel übergab uns!

 

Wir begingen die Burg und taperten auf den Bergfried hinauf - immerhin eine stattliche Höhe von 35 Metern. Der Ausblick auf das Werratal war gigantisch, und wir hatten eine Weitsicht bis zum Hohen Meissner.

 

Als ich Jutta seitlich anblickte, sah ich dieses "Leuchten" in ihren Augen. Es war nicht nur Begeisterung, sondern vielmehr auch der Hauch des Lebens. "Endlich mal" sprachen sie.

 

Wir fotografierten, lachten! Zu diesem Zeitpunkt hatte weder sie noch ich den Gedanken einer eventuellen Beziehung im Kopf. Wir verabredeten uns alsdann zum kommenden Wochenende zum "Sehusa-Fest" in Seesen (Mittelalterfest es geht um die Schlacht um Seesen)! Ganze 13 Stunden verbrachten wir dort. Wir saßen allein über eine Stunde, und warteten auf das "Feuerspectaculum"! Aber es hat sich gelohnt! Wir hatten einen guten Sitzplatz, und, es war genial und wir haben es genossen!

 

Stundenlange Sparziergänge folgten. Wir gingen durch den Wald und erfreuten uns gegenseitig der Wahrnehmung. Bedauerlicherweise hatten wir mehrere Hindernisse, welche unseren Weg sehr steinig gestalteten: da waren einmal ihre alten Herrschaften, und dann die meinigen.

 

Leute, könntet ihr nur das Strahlen ihrer Augen erfassen, ihr wüsstet, wovon ich rede!

 

Gebeutelt, gedemütigt, ignoriert, nicht wahrgenommen, am Ende aller nervlichen Kraft, aber ein so einfühlsames und liebliches Wesen! Wir lassen uns einfach fallen, und keiner hält uns auf!

 

Es ist ein "Anam Cara"! Anam ist das keltische Wort für "Seele" und Cara das gaelische Wort für "Verwandtschaft", somit verbindet uns eine Seelenverwandtschaft, die über eine "normale" Beziehung hinausgeht. "Nothing compares 2U"!!!

 

In Liebe Peter!

Redaktion, 07.02.2006

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