Freizeiterlebnis Bayerischer Wald

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    Der Bayerische Wald im Osten des Bundeslandes ist mit rund 6.000 km² die größte zusammenhängende Waldlandschaft in Zentraleuropa und beinhaltet auch Deutschlands letzten Urwald. Das Mittelgebirge bietet nicht nur eine unvergleichliche Flora und Fauna, sondern mit seinen Städten und Gemeinden auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights, die man als Besucher der Region nicht verpassen sollte. Die Schönheit der Landschaft lädt zum Wandern ein, zu ausgedehnten Bootstouren auf ihren Flüssen oder einfach zu Ruhe und Entspannung. Eine kleine Auswahl der Attraktionen werden im Folgenden kurz beschrieben.

     

    Der Baumwipfelpfad in Neuschönau

    Urlauber im Bayerischen Wald sollten sich - sofern schwindelfrei - die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Naturpark einmal von oben zu betrachten. Der Baumwipfelpfad in der Gemeinde Neuschönau wurde im Jahr 2009 eröffnet und ist mit 1.300 Metern der derzeit längste seiner Art weltweit. In Höhen von 8 bis 25 Metern schlängelt er sich durch den Baumbestand. Höhepunkt ist der so genannte Baumturm. Er wurde in der Form eines Eies gestaltet und umschließt mit seiner luftigen Architektur drei uralte Buchen und Tannen. Von der Plattform in 44 Metern Höhe bietet sich ein atemberaubender Blick über den Bayerischen und Böhmischen Wald. Bei klarem Wetter sind sogar die Alpen zu sehen.

     

    Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling

    Im Museumsdorf Bayerischer Wald kann man tief in die Tradition und Geschichte der Region eintauchen. Auf dem Gelände findet sich eine reichhaltige und repräsentative Auswahl an alten Bauernhöfen aus der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, dazu Mühlen, Sägewerke, Kapellen und alte Haustierrassen. Innerhalb der Gebäude gibt es vollständig ausgestattete Bauernstuben zu sehen, aber auch lehrreiche Ausstellungen zum alltäglichen und kirchlichen Leben der Vergangenheit. Zwischen Ostern und Ende Oktober zeigen Handwerker, wie früher getöpfert, gesponnen, Bier gebraut oder Bienen gezüchtet wurden.

     

    Bootswanderungen im Bayerischen Wald

    Wer Aktivurlaub schätzt, kommt im Bayerischen Wald neben ausgedehnten Fuß- und Rad- auch in den Genuss von aufregenden Bootswanderungen, entweder auf der Ilz oder dem Fluss Schwarzer Regen. Die Ilz ist das letzte Wildwasser in Ostbayern und zieht sich durch eine urwüchsige Landschaft mit Schlössern und Burgen, Wäldern und vielen seltenen, zum Teil geschützten Tieren. Auf dem Schwarzen Regen geht es etwas gemächlicher zu. Hier bieten die örtlichen Veranstalter eine Vielzahl von Touren auf unterschiedlichen Abschnitten an, wobei die klassische Strecke von Pulling bis Regensburg fünf Tagesfahrten umfasst.

     

    Eine Welt aus Glas

    Die Geschichte des Wallfahrtsortes Frauenau ist geprägt durch seine lange Tradition in der Glasherstellung. Die erste Glashütte wurde bereits 1420 gegründet. Noch heute existieren einige Unternehmen. Bei eindrucksvollen Führungen kann die kunstvolle Glasherstellung hautnah erlebt werden. Wie wichtig Glas für die Gemeinde war und ist, zeigen auch die Ausstellungen in den Gläsernen Gärten mit moderner Glaskunst und im Glasmuseum Frauenau, das einen Überblick über die Kulturgeschichte dieses Werkstoffs von den Anfängen in Mesopotamien bis heute zeigt.

     

    Schloss Egg in Bernried

    Einen romantischen Aufenthalt verspricht das Schloss Egg in Bernried mit der ältesten Burganlage in den Vorbergen des Bayerischen Waldes. Im Jahr 1103 zum ersten Mal erwähnt, ist der ehemalige Adelssitz - heute Privateigentum - vollständig erhalten. Ein Großteil der Räume steht Besuchern offen. Schloss Egg ist vor allem bei Brautleuten sehr beliebt, können sie doch im Spiegelsaal standesamtlich und in der hauseigenen Kapelle auch kirchlich heiraten. In einem alten Wirtschaftsgebäude, erbaut 1589, ist ein kleines Hotel sowie ein Restaurant untergebracht. In dessen Räumen und dem angeschlossenen, mediterran angehauchten Garten lässt es sich gediegen speisen. Zum Verweilen lädt im Sommer auch der berühmte Biergarten mit seinem uralten Baumbestand ein.

     

    Veste Oberhaus in Passau

    Von der herrschaftlichen Pracht der Stadt Passau zur Zeit der Fürstbischöfe zeugt bis heute die Veste Oberhaus. Der 800 Jahre alte Komplex umfasst eine Fläche von 65.000 m² und zählt damit zu den größten Burganlagen auf dem Kontinent. Auf einer Terrasse, die noch von Wehrmauern umstanden ist, befindet sich die Batterie Linde. Von hier aus kann man den Dreiflüsseblick genießen, nämlich den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, der vor allem wegen der unterschiedlichen Färbung der drei Wasserläufe beeindruckend ist. Lohnenswert ist ebenfalls der Aufstieg auf den Aussichtsturm, von dem man die Veste, die historische Altstadt von Passau und das Umland ausgiebig betrachten kann. In der Veste befindet sich außerdem das Stadtmuseum, in dem Dauerausstellungen zur Geschichte Passaus und Sonderausstellungen mit kulturhistorischem Schwerpunkt gezeigt werden.

     

     

     

     

    Foto: © Karin Jähne/fotolia.de

     



    Redaktion, 12.10.2017


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