Die gesundheitlichen Risiken der Fettleibigkeit ab 50 Jahren

Die gesundheitlichen Risiken der Fettleibigkeit ab 50 Jahren

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Rund 50 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer sind übergewichtig. Jeder Fünfte ist fettsüchtig, wobei die Tendenz steigend ist. Dies sind besorgniserregende Fakten, da sich dahinter zahlreiche gesundheitliche Risiken verbergen. Laut Untersuchungen essen insbesondere die über 50-Jährigen zu viel. Nachfolgend werden die gesundheitlichen Gefahren und Folgen der Fettleibigkeit in diesem Alter, die Ursachen, die mögliche Behandlung und die Vorbeugemaßnahmen erläutert.

 

Folgen der Überernährung - Diabetes mellitus Typ 2

Viele Mediziner fürchten, dass die ernährungsbedingten Krankheiten massiv zunehmen werden. Wer unter Übergewicht leidet, schadet grundsätzlich seiner Gesundheit. Die Krankheit Diabetes mellitus Typ 2, die auch als Alterszucker bezeichnet wird, nimmt dramatisch zu.

Dabei handelt es sich um eine typische Erkrankung der Überernährung sowie einer mangelnden Bewegung. In früheren Jahren trat sie erst im höheren Alter auf, doch heutzutage erkranken bereits Kinder daran. Bei Menschen, bei denen der BMI-Wert über 30 beträgt, demzufolge von einer Fettleibigkeit gesprochen wird, ist das Diabetes-Risiko im Gegensatz zu Normalgewichtigen 30 Mal so hoch.

 

Steigender Blutdruck

Neben der Zuckerkrankheit steigt bei einem Übergewicht auch das Risiko für weitere Begleit- und Folgeerkrankungen an, wenn der Wert auf der Waage steigt. Am häufigsten kommt es zu Bluthochdruck. Das Risiko für einen Herzinfarkt ist selbst mit einem mäßigen Übergewicht (BMI-Wert zwischen 25 und 29) im Vergleich zum Normalgewicht bereits doppelt so hoch.

Zudem ist das Risiko für Fettstoffwechselstörungen, Abnutzungserscheinungen, insbesondere des Knie- und Hüftgelenks sowie der Wirbelsäule, für Gallensteine, Gicht und Atemaussetzer im Schlaf erhöht. Des Weiteren erkranken übergewichtige Frauen häufiger an Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs, während die Männer, die unter Übergewicht leiden, öfter vom Darm- oder Prostatakrebs betroffen sind. Viel diskutiert wird darüber, ob das Übergewicht zu einer verkürzten Lebenserwartung führt. Laut Düsseldorfer Studie liegt jedoch eine erhöhte Sterblichkeit vor, was insbesondere Männer betrifft.

 

Wie wird der BMI-Wert (Body-Maß-Index) berechnet?

Der Body-Maß-Index (BMI) beschreibt das Verhältnis der Körpergröße zum Körpergewicht. Dieser Wert wird folgendermaßen berechnet: Das Körpergewicht (Kilogramm) wird durch die eigene Körpergröße (Meter) zum Quadrat geteilt.

  • 18,5 - 24,9 Normalgewicht
  • 25 - 29,9 Übergewicht
  • ab 30 Fettleibigkeit (Adipositas)

 

Ursachen für Fettleibigkeit - Hoher Fettanteil in der Ernährung

In erster Linie ist für die erhöhte Energiezufuhr der hohe Fettanteil in der Ernährung verantwortlich. Die über 50-Jährigen nehmen rund 35 Prozent der Energie in der Form von Fetten auf. Um Übergewicht zu vermeiden, wird jedoch empfohlen, maximal 30 Prozent der Kalorien als Fett zu verzehren.

Dies bedeutet, dass der Speiseplan pro Tag nicht mehr als etwa 75 Gramm Fett enthalten sollte. Neben der aufgenommen Menge der Fette spielt auch die optimale Auswahl eine entscheidende Rolle. Den größten Fettanteil machen bei den über 50-Jährigen die gesättigten Fettsäuren aus, die überwiegend in tierischen Fetten enthalten sind, beispielsweise Fleisch und Wurst, Butter und Milchprodukte, Kokosfett, Backwaren und fettreiche Süßigkeiten. Höher als 10 Prozent sollte der Anteil dieser Fette möglichst nicht betragen, um erhöhte Blutfettwerte und Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zu vermeiden.

 

Fettleibigkeit behandeln und vorbeugen - Gesunde Ernährung und Bewegung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist der wichtigste Faktor, um Übergewicht und Fettleibigkeit zu verhindern. Der Speiseplan sollte viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie mageres Fleisch und fettarme Wurst enthalten. Letzteres sollte zudem nicht zu oft verzehrt werden. Zudem ist es empfehlenswert, auf fett- und zuckerhaltige Speisen, Weißmehlprodukte sowie Fast Food möglichst zu verzichten.

Auch sehr wichtig ist es, pro Tag mindestens 1,5 Liter zu trinken, wobei der Flüssigkeitsbedarf im Sommer noch höher ist. Gut geeignet sind Wasser, Kräutertee oder Saftschorlen. Von zuckerhaltigen Getränken wie Cola oder Limonade wird abgeraten. Bei einer sinkenden körperlichen Aktivität fällt eine schlechte Ernährung, beispielsweise mit Fast Food oder zahlreichen verarbeiteten Produkten umso mehr ins Gewicht.

Die Freizeit sollte daher genutzt werden, um sich körperlich zu bewegen. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig, beispielsweise ein Spaziergang, eine Radtour, Nordic Walking oder ein Besuch im Schwimmbad. Es ist sehr einfach, schrittweise ein wenig mehr Gesundheit in den Alltag zu bringen.

 

Fazit

Wenn die Zahl der fettleibigen Menschen über 50 in den kommenden Jahren im gleichen Tempo ansteigt, wird es im Jahr 2030 80 Prozent mehr adipöse Menschen geben, wie es noch 2009 der Fall war. Auch das Gesundheitssystem könnte dadurch an seine Grenzen geraten. Wer bis ins höhere Alter gesund bleiben will, sollte daher unbedingt Übergewicht vermeiden. Hierfür genügt es bereits, die Ernährung umzustellen, sich mehr zu bewegen und auf die Gesundheit zu achten. Der Körper wird es danken.

 

Photo (c): JPC-PROD / shutterstock.com

Marianna, 09.07.2015

FrauBlau
0 | 21.03.2019, 15:35

BMI hin oder her ... Es braucht weder eine Personenwaage noch einen Spiegel. Ein Blick am eigenen unbekleideten Körper herab, dazu Ehrlichkeit mit sich selbst, so ist mit bloßem Auge zu erkennen, ob man übergewichtig ist oder nicht. Ein verhältnismäßig dicker Bauch bei ansonsten schlanken Menschen kann ein Hinweis auf Organfett sein.

venus008
0 | 13.12.2017, 23:56

Bin happy, für dieses Problem eine gute Lösung gefunden zu haben :-)
Habe vor gut 4 Jahren in 3 Wochen 7 kg verloren, ohne zu hungern oder Kalorien zu zaehlen, sogar ohne viel Sport zu treiben. Das bester dabei ise, dass ich seither keine Allergien mehr habe.

Anna_Lena0000
0 | 18.10.2017, 13:38

Dieser Artikel ist veraltet
Ich empfehle das Buch "Essen nicht vergessen" von Dr. Heilmeyer zu lesen.
Wie wir Alzheimer und Herz- und Kreislauferkrankungen verhindern oder wenn schon aufgetreten, wirksam bekämpfen.
Das große Problem sind nicht die Fette sondern die Kohlehydrate und hier vor allem Zucker und Weißmehle.
Ein Probelm sind auch die gehärteten Fette. Sehr wichtig ist auch der Lebensstil.

Mariedp
0 | 10.07.2015, 12:12

gesunde Ernährung = ausgewogen, von allem etwas und in Maßen :)
80 % Rohkost, na ja, wer es verträgt........

Shekinah
0 | 10.07.2015, 11:16

Danke Kirsche für deine Ausführungen. Du hast mir die Arbeit abgenommen, denn genau darauf wollte ich auch hinweisen.

Mariedp
4 | 10.07.2015, 05:29

die BMI Angaben sind für alle 50+ nicht korrekt,
das kann man, wenn manfrau sich denn für das Thema interessiert, überall nachlesen.
BMI 27 ist ab 50+ immer noch Normalgewicht und nicht Übergewicht.

Katze_Kruemel
6 | 09.07.2015, 22:33

Sehr einseitig betrachtet. Die Ursachen sind vielfältig und keineswegs nur auf falsche Ernährung zurückzuführen. 

KirscheBerlin
8 | 09.07.2015, 21:50

Man nennt es das "Paradoxon der Intensivmedizin":
Ärte auf den Intensivstationen beobachten schon seit längeren, dass im Gegensatz zur herrschenden Lehrmeinung die Sterblichkeit ihrer Patienten bei Herzinfarkt, Schlaganfall und Dialyse geringer ist, wenn sie übergewichtig sind!

KirscheBerlin
13 | 09.07.2015, 21:46

Dieser Artikel negiert so ziemlich alles, was Forscher im letzten Jahrzehnt über die Ursachen von Fettleibigkeit herausgefunden haben! Schon allein der BMI ist unwissenschaftlicher Blödsinn einer Amerikanischen Versicherung! Aber jeder plappert es unreflektiert nach!

Ich empfehle zu diesem Thema die Veröffentlichungen von Udo Pollmer, Gunter Frank und Achim Peters zu lesen! Auch Giulia Enders "Darm mit Charm" zeigt erstaunliche neue Erkenntnisse zum Thema Übergewicht!