Kleine Kaffeekunde

Kleine Kaffeekunde

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Für viele Menschen ist eine Tasse Kaffee am Morgen der genussvolle Auftakt für einen guten Start in den Tag. Am Nachmittag mit einem Stück Kuchen genossen, nach einem guten Essen oder einfach zwischendurch ist das anregende Heissgetränk purer Genuss. In zahlreichen Kulturen wird Kaffee gerne getrunken. In nahezu 50 Ländern der Welt wird die Kaffeepflanze kultiviert.

 

 

Die Entdeckung des Kaffees im Ursprungsland Äthiopien

Aus den Samen der Kaffeepflanze werden die später weiter zu verarbeitenden Bohnen gewonnen. Der tiefbraune bis schwarze Kaffee wird je nach Zubereitungsart und Verwendungszweck unterschiedlich stark geröstet und gemahlen. Erst dann kann der Kaffee seinen aromatischen Charakter entfalten und zubereitet werden. Der Geschmacksträger Kaffee wird außerdem in Gebäck, Torten, Süßigkeiten, Pralinen und Konfekt verarbeitet. Äthiopien gilt als Ursprungsland des Kaffees, welcher dort bereits im 9. Jahrhundert bekannt geworden ist. Im 14. Jahrhundert gelangte der Kaffee nach Arabien und ins osmanische Reich. Letztendlich brachte der Sieg über die Türken, die immerhin bis Wien kamen, den Kaffee zu uns nach Europa. Die Legende besagt, dass, nachdem das Beutegut „Kaffee“ sicher gestellt wurde, dort bereits die ersten Kaffeehäuser entstanden. Diese Cafés prägen bis zum heutigen Tag die Stadt Wien sowie die europäische Kultur.

 

Die Kultivierung der Kaffeepflanze und deren Verarbeitung

Die Kaffeesträucher wachsen bis zu vier Meter in die Höhe. Der Reifeprozess der Früchte ist abhängig von der jeweiligen Sorte und beträgt sechs bis zwölf Monate. In den frühen europäischen Kolonien, in Afrika, wo für die Pflanzen ein hervorragendes Klima vorherrscht, wurden Kaffeeplantagen errichtet und der Kaffee nach Europa transportiert. Auch in Asien und in Südamerika begannen die Menschen mit der Anpflanzung von Kaffee. Die Kaffeebohnen werden in den Röstereien geröstet und danach in den Handel gebracht. In Deutschland befinden sich die größten Kaffee-Röstereien im Bremen und Hamburg. Hier beziehen die Händler ihre Ware. Die Kaffeesorten Arabica, Stenophylla, Maragogype oder Excelsa gehören zu den Weltmarktführern, wobei die Sorte Arabica mit mehr als die Hälfte Marktführer Nummer Eins ist. Bei Kaffee wird Wert auf hohe Qualität und sorgfältige Verarbeitung gelegt. Die Preisbildung auf dem Weltmarkt unterliegt ökonomischen und qualitätsspezifischen Kriterien, diversen internationalen Abkommen und einer spezifischen Handelsstruktur. Einige Erzeuger von Bio-Produkten setzen auf fairen und ökologischen Handel. Ökologische Anbauweisen ohne den Einsatz von Pestiziden sind aufwendiger und somit kostenintensiver. Sie bieten jedoch den Vorteil, dass geeignete Maßnahmen zur Verhinderung von nicht mehr zu korrigierenden Bodenerosionen getroffen werden. Mit fairem Handel soll das Einkommen der Bauern stabilisiert werden. Leider beträgt der Anteil von Bio-Kaffee auf dem Weltmarkt noch unter 10 Prozent.

 

Die Zubereitungsarten von köstlichen Kaffeegetränken

Der Kaffee wird in den verschiedenen Ländern nach kultureller und vorzugsweise nach geschmacklicher Neigung zubereitet. Der orientalische Mokka wird staubfein gemahlen. Ein Teelöffel Kaffeemehl wird mit einem Teelöffel Zucker auf eine Tasse berechnet. Die Mischung wird mit entsprechend viel Wasser dreimal aufgekocht und direkt mit dem Satz in der Tasse serviert. In südeuropäischen Ländern, allen voran Italien, wird der Kaffee mit modernen Hochdruckgeräten zubereitet. Auf dem typischen Espresso á la italiano bildet sich ein zarter Schaum aus dem Kaffeeöl, die „Crema“. In Deutschland bevorzugen viele Menschen den Filterkaffee aus der Kaffeemaschine. Auf dem Markt wird auch Instantpulver angeboten. Dieses muss nur noch mit heißem Wasser übergossen werden. Immer öfter kommen Kaffeemaschinen zum Einsatz, die mit praktischen „Pads“ arbeiten. Der Kaffee befindet sich bereits portioniert vorbereitet in einem kleinen Kissen, das nur noch in die Maschine eingesetzt werden muss. Auf Knopfdruck fließt das duftende Getränk in die Tasse.

 

Foto: © amenic181 - Fotolia.com

Redaktion, 07.11.2013

Baschenka
0 | 23.11.2013, 20:21

Als Genusskaffeetrinkerin, während des Tages, jedoch am liebsten am Abend mit einem Stückchen guten Konfekts oder guter Schokolade, bin ich nach einer kürzlich verfolgten TV-Sendung zur Kaffeeproduktion
vollkommen aus der Fassung geraten und frage mich: Nicht mehr Kaffee trinken oder nicht mehr fernsehen. Über zum Trocknen ausgebreitete
riesige Kaffeebohnenflächen bewegte sich eine Sprühmaschine und besprühte alle Kaffeebohnen mit einem Pestizid ( ich glaube, verstanden zu haben, gegen Pilze). Ich war einfach fertig. Als dann auch noch der kurze Einwand kam, dass man über die Pestizidbelastung bei sogenanntem Biokaffee noch keine Aussagen machen könne, da zum Zeitpunkt der Sendung die Laborberichte noch nicht vorlägen, hatte ich keinen Appetit mehr auf Kaffee.






Kaffeebohnen bewegte

Kristallkugel
0 | 07.11.2013, 20:35

und die aller allerschönsten Kaffeehäuser stehen in Wien :-)
Cafe Central - Cafe Weimar - Cafe Schwarzenberg :-)