10 Starköche kurz vorgestellt

10 Starköche kurz vorgestellt

4 | 6803 Aufrufe

Essen ist ein Genuß, Essen ist Kunst, Essen ist Lebensfreude pur. Und so werden jedes Jahr keine Mühen gescheut, um die besten Köche zu ermitteln. Die Stars unter den Küchen genießen den gleichen Status wie angesagte Schauspieler oder Sportgrößen. Viele pilgern in die Tempel der Koch-Götter, um sich an den erlesenen Gerichten zu laben. Essen beim Starkoch - ein Highlight ganz besonderer Art. Wer aber sind diese Starköche, bei deren Namen so viele in Verzückung geraten?

 

Paul Bocuse

Einer der bekanntesten Köche der Welt ist der Franzose Paul Bocuse. Ganze 46 mal wurde er hintereinander mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Paul Bocuse brachte die Haute Cousine in jedes Esszimmer. Er war außerdem ein ausgebufftes Marketing-Genie, der als erstes seinen Namen mit Delikatessen und Küchenutensilien vermarktete. Kochstars wie Eckart Witzigmann und Heinz Winkler gingen bei dem Meister der klassischen, feinen Küche in die Lehre.

 

Eckhart Witzigmann

Als erster Koch im deutschsprachigen Raum errang Eckhart Witzigmann 3 Michelin-Sterne. Nachdem er sich in seinem Lokal Aubergine sogar zum Jahrhundertkoch hochkochte, hat er die Kochschürze mittlerweile an den Nagel gehängt. Heute schreibt er Bücher, lehrt an Universitäten und unterstützt als Berater.

 

Ferran Adrià

Kochen als Kunst - von Ferran Adrià bis zur Vollendung praktiziert. Adrià stellte die Küchengesetze auf den Kopf: Festes wurde flüssig, Heißes kalt. Experimentelle Kochkunst par excelence. Ferran Adrià gilt als der Begründer der Molekularküche und in seinem Restaurant El Bulli kamen Stickstoff und Alginat, Spritzen und Bunsenbrenner zum Einsatz. Viele Star-Köche machten hier Station. Nach der Schließung von El Bulli will der fünfmal zum besten Koch der Welt gewählte Adrià sich seiner Stiftung widmen.

 

Jean Roca

Die Schule des Ferran Adrià durchlief auch Jean Roca. Sein Restaurant Celler de Can Roca wurde 2013 zum besten Restaurant gekürt. Die ganze Familie ist hier in zwei Restaurants in Girona am Werk. Roca verbindet eine kreative Bauernküche mit Molekularküche und kreiert kleine Kunstwerke auf dem Teller, die an Dalí oder Miró erinnern.

 

Heston Blumenthal

Ein echter Autodidakt ist Heston Blumenthal, der nie eine Restaurantfachschule besuchte oder eine Kochlehre absolvierte. Auf einer Frankreichreise begeisterte er sich für gutes Essen und fürs Kochen und eröffnete bereits im Alter von 30 Jahren sein erstes Restaurant.

 

Alain Ducasse

Ganze 24 Restaurants mit insgesamt 21 Sternen führt Alain Ducasse. Sein Name wird mit höchster Küchenphilosophie verbunden - "Zurück zum Wesentlichen", heißt seine Devise. Avantgarde-Küche ist nicht so sein Ding, er setzt auf klassische französische Küche. Alain Ducasse betreibt eine Kochschule und schreibt Bücher. Nur nur noch zu besonderen Anlässen nimmt er den Kochlöffel selbst in die Hand, wie der Hochzeit von Fürst Albert II von Monaco.

 

Harald Wohlfahrt

Ebenfalls mehr der klassischen Küche und einer konstanten erstklassigen Qualität zugetan, ist der Deutsche Harald Wohlfahrt. In seiner Schwarzwaldstube in Baiersbronn kommen nur die besten Zutaten in die Küche.

 

Heinz Winkler

Sogar mit dem Bundesverdienstkreuz für seine Kochleistungen ausgezeichnet, wurde der Südtiroler Bauernsohn Heinz Winkler. Er residiert in Aschau im Chiemgau und seine Spezialität sind leichte Saucen mit Zimt, Orangen oder Fenchel. Zwanzig mal bekam er drei Michelin-Sterne. Er setzt bei seinen Kreationen weniger auf Effekte und mehr auf Aromen. In seinem Restaurant "Residenz Heinz Winkler" serviert man erlesene Spezialitäten mit Blick auf die Alpen.

 

Nadia Santini

So langsam wird es Zeit, dass eine Frau die Koch-Szene betritt. Die Italienerin Nadia Santini kocht südlich des Gardasees im eigenen Familienbetrieb "Dal Pescatore" nicht nur ausgezeichnete Pasta-Gerichte. Als einige der wenigen Frauen schaffte sie es, sich in den Koch-Olymp hochzukochen. Vor kurzem erhielt sie den Titel "Beste Köchin der Welt". Nadia Santini setzt weniger auf raffinierte Avantgarde-Zubereitungsmethoden und perfektioniert stattdessen ihre Gerichte der klassischen italienischen Küche und ihre Kochmethoden. Dies ist der Meisterin gelungen.

 

Joël Robuchon

Zu den neuen Wilden zählt der Franzose Joël Robuchon, der 1996 demonstrativ den Schlüssel seines drei-Sterne-Restaurants in die Seine warf. Zur Zeit hält er 26 Michelin-Sterne gleichzeitig und betreibt 17 Restaurants sowie Teesalons und Boutiquen in Europa, USA und Asien. Er trägt den erst viermal von Gault-Millau vergebenen Titel "Koch des Jahrhunderts".

 

So vielseitig wie die Gerichte und ihre Zutaten und die Restaurants, in denen sie serviert werden, sind auch ihre Schöpfer. Wer nicht die Gelegenheit hat, eins der exquisiten Restaurants zu besuchen, kauft sich ein Kochbuch der Kochstars und lässt sich für den heimischen Tisch inspirieren.

 

Foto: © Kzenon - Fotolia.com

Redaktion, 18.09.2014

nimandwillmich
0 | 21.09.2014, 01:27

Hier gibt es genug Experten,die wissen was sie wollen,warum  mach ihr hier kein köheklub auf,mit allen vorbereiungen die ein event in der Gastronomie und alles was dazugehört mit eingebunden, auf ,Lokalitäten gibt es genung.mfg

Shekinah
1 | 19.09.2014, 18:10

Ich koche auch in einer "Sterneküche". Decke blau gestrichen und goldene Sterne drauf gepinselt.

bellabimba44
0 | 19.09.2014, 09:34

Ja @katinka, mich zum Beispiel.

Wann kann ich meine GAKK*-Punkte nach ausgiebiger Prüfung des Produktes vergeben??? (smile smile)


*Was für ein Wort, hihi

(GAKK = Gehobene Anspruchsvolle Küchen-Konversation)

cloudy
1 | 19.09.2014, 08:03

Wenn ich gute, frische Zutaten in die Finger bekomme,
bin ich eine "sehr gute" Köchin.
Jahrelanges gern ausgeübtes Kochen und Ausprobieren macht aus (fast) jedem einen guten Koch, der sich auch noch mit Beschaffenheit, Vitaminen und Wirkstoffen der Produkte auskennt (und das ist gar nicht so schwer).

Im übrigen ist sehr oft das Einfache das richtig Gute...
Ein frischer Fisch (oder ein Steak) vom Grill mit gutem Brot oder einer Folienkartoffel, knackiger Salat und ein gutes Dressing....
mhhhhh *sabber*

katinka5353
20 | 19.09.2014, 00:27

Ich bin auch eine gute Köchin, interessiert es jemanden?

galantix
9 | 19.09.2014, 00:18

ich ergänze mit Vergnügen weiter:

auf diese Liste gehört unbedingt Jamie Oliver, der mit seiner unkomplizierten Herangehensweise ans Kochen vielen Mut machte, sich über gutes Essen Gedanken zu machen und selbst neue Wege auszuprobieren.
Tim Mälzer sollte ebenfalls nicht fehlen, der mit seiner lockeren Art viele Barrieren beim Nachkochen überwindet.
Das Konzept einer feinen Küche verbindet sich weiterhin mit Johann Lafer, der hier schon etwas gehobene Ansprüche zufrieden stellen will.
Ebenfalls erwähnenswert ist unbedingt Björn Freitag, der eine bodenständige feine Küche pflegt und dabei vieles was unter gesunder Ernährung verstanden wird, kritisch hinterfragt. 
Christian Rach und Frank Rosin gehören ebenfalls in diese Riege ernsthafter  Kochvorbilder. 

Grüße an die Redaktion von

galantix