Mit meinem Hausarzt hab ich
großes Glück:
Er schaut auf den Patienten, - mich,-
und nimmt sich Zeit für die Anliegen....
Die Wartezeit kann schon mehr als
1 Stunde betragen......
adimus hat geschrieben:
Gundulabella hat geschrieben:
...und manchmal tun sie mir leid.....vor allem die Hausärzte .....
irgendwie ist das Fließbandarbeit.....

Medikamente verschreiben und zum Facharzt überweisen - für ein Gespräch mit dem jeweiligen Kranken ist keine Zeit mehr da.....
.


Ja, das ist tatsächlich eine ungesunde Entwicklung bzw. Tatsache, mir tun da eher die jeweiligen Kranken leid...


Zeit müssen ja vor allem die Patienten mitbringen, vorrangig für den Aufenthalt im Wartezimmer:
"Die Wartezeit, die man bei Ärzten verbringt, würde in den meisten Fällen ausreichen, um selbst Medizin zu studieren." - Dieter Hallervorden


es liegt dennoch nicht an den Ärzten sondern an dem Ärztemangel und der wird noch schlimmer werden....
(50 plus ist öffentlich - deshalb hat mir die dpa verboten, ihre Nachrichten reinzusetzen)

hier nochmal
Pressestimme: 'Allgemeine Zeitung' zum Ärztemangel
(Überschrift kopieren und bei google reinsetzen, dann kommt der (kurze) Bericht)
In der heutigen Welt wird fünfmal mehr in Medikamente für die männliche Potenz und Silikon für Frauen investiert als für die Heilung von Alzheimerpatienten. Darausfolgernd haben wir in ein paar Jahren alte Frauen mit großen Titten und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von denen kann sich daran erinnern wozu das gut ist.
Drauzio Varella, Arzt und Autor
:lol:
Klasse!

Bild
nun "verirr" ich mich mal zum Jahresschluss bei Eugen Roth und seinen Gedanken zu Krankheit und Gesundheit....

@adimus - danke für das nette Zitat :lol:

„Was bringt den Doktor um sein Brot? a) Die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf daß er lebe, uns zwischen beiden in der Schwebe.“

„Wir sind auf unsre Ahnen stolz: Ihr Blut, in unsern Adern rollts! Jetzt kreist oft Blut in unsern Bahnen, Von Leuten, die wir gar nicht ahnen.“

„Ein Mensch wollt immer recht behalten: So kams vom Haar- zum Schädelspalten!“

„Es beugt lieber sich der Tor vor der Krankheit - als ihr vor“

„Ja, der Chirurg, der hat es fein:
Er macht dich auf und schaut hinein.
Er macht dich nachher wieder zu;
auf jeden Fall hast du jetzt Ruh.
Wenn mit Erfolg, für längere Zeit,
wenn ohne – für die Ewigkeit.”

„Ausweg
Wer krank ist, wird zur Not sich fassen, gilt's dies und das zu unterlassen.
Doch meistens zeigt er sich immun, heißt es dagegen was zu tun.
Er wählt den Weg sich, den bequemen,was ein- statt was zu unternehmen!“

„Rekordsucht
Der Patient es gerne sieht, wenn für sein Geld auch was geschieht,
und daß, gar wenn's die Kasse zahlt, man oft ihn badet und bestrahlt,
ihm Tränklein massenhaft verschreibt, Ihm Salben auf den Rücken reibt.
Ja, selbst wenn er vor Schmerzen winselt, will er den Hals gern ausgepinselt.
Er wird die Ärzte tüchtig preisen, die ihn dem Facharzt überweisen.
Sei es bewußt, sei's unbewußt - Das Wandern ist des Kranken Lust.
Erschöpfen würde er die Kraft, wenn's ging der ganzen Wissenschaft,
nicht um Gesund zu werden, nein - nur um der kränkste Mensch zu sein.“

„Konsultation
Wird ein Familienmitglied kränklich, so zeigt sich jedermann bedenklich
und - was auch ganz vernünftig - rät, zum Arzt zu gehen, eh's zu spät.
Man gibt so lange keine Ruhe, bis jener schwört, daß er es tue.
Man fragt ihn sanft, man fragt ihn grob, zum Schluß fragt man ihn nur noch: ob?"
Er kann dann schon Gedanken lesen: Ob nämlich er beim Arzt gewesen?
Je nun, er geht denn auch zum Schluß, weil er doch einmal gehen muß.
Fragt dann der Arzt schon in der Türe Ihn höflich, was ihn zu ihm führe.
Kann er es sagen ganz genau: "Nur der Befehl von meiner Frau!"

Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor
sonnenkind@ Dank dir für den wunderbaren Beitrag mit Texten von Eugen Roth!
und auch dir Gundulabella und Adimus!

Ich möchte noch beifügen: es wäre unfair, wenn man über 'die Ärzte' schreiben würde, - also pauschaliert.

Ich habe während meiner Berufstätigkeit hunderte Ärzte kennengelernt:

1/3 war mit Herz, Leib und Seele für die Patienten da.- es war ihre Berufung.

Für 1/3 war der Arztberuf nicht so, wie sie ihn sich während dem Studium vorgestellt haben,- aber sie tun ihre Pflicht.

1/3 hätte lieber etwas anderes studieren sollen.... sie haben nicht genug Empathie und Liebe dem Menschen gegenüber. Der Mammon reizt...

Ich habe Halb- Wien und große Gebiete außerhalb besucht.
In Wien konnte ich mir die Ärzte aussuchen, die den besten Eindruck
auf mich machten. Ich hatte den Vergleich.
Leider (für sie positiv) gingen sie der Reihe nach in Pension.
Meine vorige Hausärztin war liebevoller, als eine- meine Mutter......
Ich bin noch mit ihr befreundet.
Sie ist nun 79 Jahre alt.....
Der Eugen Roth

ist noch nicht lange genug tot,
als dass man ihn zitieren dürfte
@Leonetta 18.12
vielleicht ist genau das eines der Ärzte-Probleme ?