nun dick,

am end' sollte man die mühe einteilen...

es bleibt der sandkasten, in dem man lernt,
mit dem im augenblick gefügigen seine förmchen
zu bilden.

alles gute
A.
@A.: Die Frage nach der Freiheit kann ich nicht zuordnen.
In welchem Zusammenhang ist sie betroffen / wird sie eingeschränkt?

PS: Nix für ungut, aber den Firlefanz konnte ich ja so nicht im Raum stehen lassen.
Oder wie der Hesse sagt: "Ei, isch bin doch net ihne ihrn Hannebampel!
dick01 hat geschrieben: Sigmund Freud - Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen des Schwachsinns.
Dass wir in einer kranken Gesellschaft leben hat schon Erich Fromm vor mehr als einem halben Jahrhundert festgestellt. Es gibt auch Wege der Heilung. Aber die Medizin schmeckt bitter und so will sie unsere Gesellschaft nicht nehmen.


Welche?
Müssten wir nicht endlich die Werte für uns überdenken, diese dann vor allem den Kindern mitgeben - im Elternhaus wie in den Schulen? Dort zieht man künftige Generationen (und solche Bands) heran...
Bildung ist eben nicht nur Vermittlung von Wissen und Erziehung ist nicht nur Ernährung und Versorgung. 
@N. In der Tat, das müssten wir. Aber das Bildungssystem etc. gehört zum "gesellschaftlichen Überbau" (schöner Begriff, hab ich schon lang nicht mehr benutzt) und eine Reform kann nur tiefer ansetzen.
"Wege aus einer kranken Gesellschaft" enthält durchaus entsprechende Ansätze. Aber uns ist das "Haben" immer wichtiger als das "Sein". Und so wetteifern wir um den Titel "Reichster Toter auf dem Friedhof".

@A. Nur um nicht missverstanden zu werden: Ich habe meine frühen Lebensjahre in einer Diktatur (DDR) verbracht und wäre bei den ersten, die sich gegen ein Verbot solcher Bands wehren würden.
Dick schrieb:

"Wege aus einer kranken Gesellschaft" enthält durchaus entsprechende Ansätze. Aber uns ist das "Haben" immer wichtiger als das "Sein". Und so wetteifern wir um den Titel "Reichster Toter auf dem Friedhof".
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Wer ist wir ??

Du kannst doch „Sein“.
Laß doch das „Haben“ aus deinem Leben raus.
Mal sehn ob dir das auf Dauer besser gefällt.

Immer diese Schwarzmalerei, ohne Eigeninitiative. Freiheit fällt nicht vom Himmel runter. Die muß man sich erarbeiten, oder aufm Sozialamt beantragen.

Oder machs wie ich. Ich bin selbstständig, keiner kann mir reinquatschen, aber machen muß jeder was, wenn er essen will und sein Leben nicht unter kranker Gesellschaft verleben will.

Niemand kann von dir verlangen, den üblichen Arbeitnehmertrott mitzumachen, sofern du was besseres auf die Füße bringst.
Und die DDR ist tot, aber viele schuften heute noch dafür, den Murks dieser Republik zu beseitigen.

Vielleicht ists ja in Rußland, USA, Arabien,Asien,Australien oder sonstwo besser.

Aber vergiß nicht, du nimmst dich immer selber mit !!!
Eine sehr interessante Thematik und Matthiasurich hat die Dinge durchaus auf den Punkt gebracht. Was auch sehr sichtbar ist, ist unser Umgang mit der Schöpfung und die Verballhornung des Problems mit unsinnigen burokratischen Regelungen, die mit der wissenschaftlichen Facherkenntnis nicht konform laufen :mrgreen: Es geht nur noch um die Wahrnehming des Menschen als Konsumenten, nicht mehr um das, was ihn eigentlich als Individuum ausmacht.Selbst in der Bedürfnispyramide von Ishikawa ist das ganze Leben des Menschen auf einen flachen Punkt geregelt, er muss dies, er braucht das, eben eine Arbeitskraft oder gesellschaftliche Nummer, wo eigenständiges Denken und die Entwicklung dessen keine Rolle mehr spielt. Mit dem Sterben einer Kultur, geht auch das Sterben von vielen interessanten Entwicklungsmöglichkeiten verloren. Wir verdanken es der Aufklärung/ Sansculottismus durch alle Zeiten, das wir davon heute profitieren, aber es ist beängstigend,dass die Kulturen zurück gedrängt werden und eine Vereinheitlichung stattfinden soll. Ich glaube, wenn unsere Welt monoton genug geworden ist ohne Impulse neuer Entwicklungsmöglichkeiten, wird man schon noch auf altes Wissen zurück greifen, oder es hat inzwischen die moderne Art der Bücherverbrennung stattgefunden. :mrgreen: Da werden wir eben nur noch gelenkt, anstatt selber zu denken. Früher konnten die Menschen sich noch improvisativ selbst behelfen, jetzt ist alles so unübersichtlich und bürokratisch festgezurrt, das man hilflos ist. Man schafft Abhängigkeiten und gewinnt damit die Kontrolle über uns alle und damit ist der freien geistigen Erfaltung ein Riegel vorgeschoben, ein Diktat ganz anderer Natur, wo es sich leichter in einem Heer von Menschen befinden läßt :mrgreen: Spätestens wenn es heißt, wir sind Bumndesstaat von Euiropa, wissen wir, das unsere über Jahrzehnte gewachsne Kultur dem Untergang geweiht ist. Wer war Goethe, wer war Freliggrath, wer war da Vinci, alles Müll von gestern und im einstimmigen Chorgesang bewegen wir uns an der Leine und beten die Götzen der Gier an. Irgendwie wird es weiter gehen, aber sehr viel trostloser.l
«Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.»

Dies ist die älteste mir bekannte Klage über die Jugend, zu finden auf einer ca. 3000 Jahre alten babylonischen Tontafel (Das Zitat ist die Übersetzung jenes Textes). Worauf deutet das hin?
- von der babylonischen Kultur ist soviel nicht mehr übrig und davon steht das meiste wohl im Britischen Museum. So wird es mit unserer Kultur auch gehen.
- im Großen macht es die nächste Generation aber stets recht gut, bringt die Menschen vorwärts und bügelt den Mist der Vorgänger (also unseren) wieder aus.

Es ist halt schade um unsere Kultur, aber so ist der Lauf der Geschichte.
hoffentlich wird die zukunft nicht so schlimm wie sie jetzt schon ist!
leider nicht von mir, sondern von karl valentin!

.
Eine weitere Glanzleistung unserer Generation möchte ich hier noch etwas pointiert vorstellen:

Die Kartoffelaufgabe im Laufe der Zeiten

Realschule 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM. Berechne den Gewinn!

Sekundarstufe 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern? (Rechenschieber nicht erlaubt)

Sekundarstufe 1980:
Korrektur der Formulierung (Identische Neuauflage von 1970):
Ein/e Bauer/in verkauft einen/e Sack/in Kartoffeln/innen einem/er Kunden/in für DM 50,-. Die Erzeuger/innen Kosten betragen 4/5/innen des Erlöses. Wie hoch ist der/die Gewinn/in des/der Bauern/in? (Keine Taschenrechner/innen verwenden)

Gymnasium 1990:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Solanum tuberasum für eine Menge Geld (=G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G=g gilt: Die Menge der Herstellungskosten (=H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie ein Bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge X für folgende Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

Freie Waldorf-Schule 1995:
Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu.

Integrierte Gesamtschule 1999:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,-. Die Erzeugerkosten betragen 40,-. Der Gewinn beträgt 10,-. Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus anderen Kulturkreisen darüber. Waffen sind dabei nicht erlaubt.

Schule 2005 (nach der Bildungs- und Rechtschreibreform):
Ein agrargenetiker ferkauft ein sagg gatoffeln für 6,25 €. Die kosden bedragen 5 €. Der gewin bedregt 1,25 €. Aufgabe: margiere den term gardoffeln und maile die losung im pdf-format an classenleerer@schule.euroba

Jor 2010:
Sorrie, es gipt keine gartoffeln meer! Nur noch pom fritt bei mc donels. Es lebe der fordschridd!
:lol: