Liebes 50plus Team!
Huch, nun habe ich die Info bekommen, dass 3 von meinen Backenzähnen rechts weg müssen (keine Knochen mehr da) und 2 links. Da gibt es nur die Möglichkeit sich Implatate machen zu lassen oder herausnehmbare Brücken. Mir graut davor, denn Fremdkörper im Mund wir mir bestimmt zu schaffen machen.

Wer hat Erfahrungen und Empfehlungen wie es ist mit Implataten (außer dass sie sehr teuer sind)?
Sind da die Zahnartzpreise unterschiedlich?
War schon mal jemand in Polen (Stettin) in der Klinik?
Freue mich über eure Erfahrungen... :D .
Ich habe auch Implantate und bin sehr zufrieden. Sie halten schon viele Jahre. Herausnehmbares käme für mich nicht infrage. Aber wie du schon sagst...es ist auch eine Kostenfrage.
Wenn kein Knochen mehr da ist, sind Implantate sinnlos, weil kein Fundament, oder extrem aufwändig, weil der Kiefer erst mal verstärkt werden muss.

Lass dich von einem kompetenten Zahnarzt beraten. Die Lösungen sind natürlich auch unterschiedlich kostenintensiv.
Ich habe drei Implantate, zwei davon mit Knochenaufbau weil der Knochen nur noch hauchdünn war.

Diese Implantate sind eine wunderbare Erfindung unserer Zeit. Ich bin total zufrieden, ich müsste echt überlegen wo die Implantate sind, also überhaupt kein Fremdkörpergefühl.

Und noch eine Überlegung am Rande, ob es zutrifft weiss ich nicht: ich habe mal gelesen, dass man mit jedem Zahn, den man verliert, auch ein bisschen den Biss und die Kraft im Leben verliert. Mit Implantaten passiert das nicht, da sie bombenfest sitzen und sich 100% wie eigene Zähne anfühlen.
Man sollte allerdings regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung vornehmen lassen.

Der einzige Nachteil sind in meinen Augen die hohen Kosten aber nach Polen würde ich nicht gehen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Fälle, bei denen sich altersbedingt durch Knochenabbau die Plantate gelockert haben und entfernt werden mussten.
Implantate mit Knochenaufbau sind eine langwierige und nicht ganz schmerzfreie Prozedur, die sich schon mal über ein Jahr hinziehen kann.
Ich bin mit meinen Brücken sehr zufrieden.
Du bittest um unser Schwarmwissen, nun meine Erkenntnisse:
Zahnimplantate finde ich besser wie ein Gebiss, aber wie geschrieben, ist das halt auch eine Kostenfrage!
Erstversorgung im Ausland? Vor einigen Jahren hätte ich das als "nogo" benannt! Aber mittlerweile kenne ich einige, die ihre "Zahnsache" in Ungarn, Bulgarien, der Türkei ... perfekt gelöst bekamen!
Viele Zahnarztpraxen im Ausland arbeiten auch mit Arztpraxen, meist in Großstädten, in Deutschland zusammen, so dass auch hier Service vorhanden ist!
Für mich gäbe es nichts anderes als Implantate.
Was ich nicht ganz verstehe, sind die betreffenden Zähne geschädigt oder ganz und gar locker?
Wenn nicht, würde ich eine 2te Meinung einholen.
Ist ein Knochenaufbau erforderlich, gibt es sicher unterschiedliche Verfahren.

Grundsätzlich ist der Behandlungzeitraum mit Implantaten länger.
Nach dem Zahnziehen 1/2 Jahr zur natürlichen Knochenbildung warten.
Danach wenn nicht genug Kieferknochen vorhanden, alleiniger künstlicher Knochenaufbau oder Einsetzen des Implantates mit gleichzeitigem Knochenaufbau.
Nach einem weiteren 1/2 Jahr Behandlungsende mit Aufsetzen der Krone.
:wink:
Wenn kein Knochen mehr da ist kann Dir niemand was implantieren. Womöglich- 5 Zähne auf einmal rausnehmen? Brauchst Du einen anderen Zahnarzt!
Seit ich Implantate habe, die ältesten schon 15 Jahre und inzwischen 10, habe ich keine Entzündungen mehr und infolgedessen auch keine Zahnschmerzen. Die sind bombenfest und wie eigene Zähne, muss man nur zwei Mal jährlich professionell reinigen lassen.
Es gibt eine Zahnzusatzversicherung, die die Kosten übernimmt. Ich musste keine Zuzahlung leisten.
ich würde auf alle Fälle eine Zweitmeinung einholen.

Mir wollte ein Zahnarzt vor mehr als 10 Jahren 6 Zähne ziehen und 4 Implantate machen.
Bis jetzt habe ich ein einziges Implantat (gemacht vor 5 Jahren)

und mein neuer Zahnarzt meint, daß ich auch die nächsten 10 Jahre keine größeren Probleme mit meinen Zähnen haben werde
ich war gerade heute beim Zahnarzt und habe mich für Kronen entschieden und für die Lücke eine Brücke die mit den Kronen verbunden werden.
Die Kosten halten sich im Rahmen. Wobei ich auch eine Zusatzversicherung habe und die Kostenaufstellung jetzt noch hinschicken muss. Bin mal gespannt wieviel die davon Übernehmen.
wenn's der letzte Backenzahn ist, nützt eine Brücke nicht viel
.......die muß ja irgendwo befestigt werden

und wenn Brücken möglich sind, warum herausnehmbar?

ich blick da nicht so richtig durch
Ich habe mich vor drei Jahren mit dem Thema beschäftigt. Von Kindheit an hatte ich schlechte Zähne und somit schon sehr früh Brücken und Kronen.
Als die 2 Kronen rechts unten, die hintersten beiden Backenzähne, kaputt waren, habe ich einen großen Aufwand betrieben, um herauszufinden, ob wieder Kronen oder Implantate für mich besser seien. Es hat sich allerdings herausgestellt, daß ein Zahn ganz raus musste, der letzte, und da sowieso nur ein Implantat infrage käme.

Zuerst würde ich, wie dir bereits geraten, die Meinung mehrerer Zahnärzte einholen. Auch als "Kassenpatient", ohne privat versichert zu sein, kannst du getrost mehrere Zahnärzte aufsuchen, ohne Probleme zu bekommen. Empfehlen würde ich dieses Quartal 2 Zahnärzte und gleich im nächsten Quartal nochmal zwei. Laß dich beraten und dir jeweils Kostenvoranschläge machen, die du selbst bezahlst. Die kosten nicht viel. Meine kosteten für 2 Zähne zwischen 12 und 20 Euro. Laß dir Kostenvoranschläge für die "Regelversorgung" der Krankenkasse und für Implantate machen. Und evtl. welche, in denen du dir Regelversorgung selbst aufbesserst, in dem du mehr selbst bezahlst.

Die Krönung bei mir war ein Zahnarzt, der pro Krone 2.500 Euro wollte. Kronen NUR aus dem 3-D-Drucker, die wollte er vor meinen Augen drucken. D.h., also 5.000 Euro für zwei Kronen.

Die Zähne ließ ich bei einem Kieferchirurgen ziehen. Zahlt die Kasse.

Danach schickte ich die Bilder und die Kostenvoranschläge nach Ungarn in zwei verschiedene Zahnarztpraxen.
Auch das wollte ich ausprobieren.

Allerdings war ich zu der Zeit eh öfter in Wien. Meine Wahl fiel auf eine Praxis in der Nähe von Wien, gleich nach der Grenze, ca. 3/4 Autostunde entfernt.
In diesem Ort halten auch täglich Züge von Deutschland aus., d.h. man wäre nichts aufs Auto angewiesen.
Dort sind im ganzen Ort viele Zahnarztpraxen. Meine war supertoll ausgestattet, hatte im Wartezimmer iPads, völlig modern alles, ein Zahnarzt war Deutscher, ein anderer sprach perfekt deutsch.
Sie haben mir alles gut erklärt, waren sehr fürsorglich, ich war keine Nummer, sondern eher VIP. :-) Es war alles picobello sauber und hygienisch und die Ärzte truge OP-Kleidung samt Masken.
Den Kassenanteil haben sie, wie bei uns auch, direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Natürlich nachdem vorher der Heil-und Kostenplan eingereicht und genehmigt worden war. Meine Krankenkasse hat noch eine "Bearbeitungsgebühr" erhoben, obwohl sie heftig an mir gespart haben. Aber so sind sie.

Die eigenen Kosten konnte ich bar oder mit EC-Karte bezahlen. Muß man halt vorher absprechen.

Es hat alles wunderbar geklappt. Ich habe mich aber auch an alle Anweisungen gehalten.
Insgesamt musste ich dreimal hin. Zum Setzen der Implantate, (am nächsten Tag natürlich nochmal nachschauen), nach einem halben Jahr zum Abdruck nehmen,
und 14 Tage später zum Einsetzen der Kronen auf die Implantate. Knochenaufbau war nicht notwendig.

Gespart habe ich praktisch mit 2 einfachen Implantaten nichts. Wenn man jetzt dreimal die Fahrt Hin- und Zurück und die Kosten für einige Hotelübernachtungen zugrunde legt, dann lohnt sich das finanziell bei 2 Implantaten noch nicht.
Das hebt sich quasi auf.

Aber ich weiß jetzt, wie alles abläuft.


Allerdings sieht man ja jetzt, welche Nachteile es auch haben kann. Jetzt zum Zahnarzt ins Ausland dürfte nicht so toll sein. Wenn die überhaupt geöffnet haben.
Und wenn schnell was ist, musst du hier einen Zahnarzt haben.

Aber ein Teil zum herausnehmen kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen. Aber das hängt natürlich auch vom Zustand deiner Zähne und deines Kiefers ab. Das kann nur ein Arzt beurteilen.
@jacaranda
Es reichen durchaus nur einige vorhandene Zähne im vorderen Bereich des Kiefers an denen die Brücke befestigt/aufgesetzt wird. An der Stelle der fehlenden Backenzähne wird die Brücke mit Kunststoff unterfüttert und direkt auf den Kiefer aufgelegt.
Herausnehmbar zur Reinigung der Teile, die direkt ohne zusätzliche Befestigung auf dem Kiefer aufliegen.
Ein Auseianderspreitzen der Brückenteile beim Kauen wird verhindert durch eine Verbindung von einer Seite der Brücke zur anderen aus Edelstahl die direkt an den Gaumen gelegt wird.
aha, Danke!.........wieder was dazu gelernt :D