Wenn eine Brücke - bestehend aus Kronen - richtig sitzt, muß man die Zähne darunter nicht reinigen. Die Zähne am Anfang und Ende der Brücke. Dazwischen hat man ja keine Zähne mehr, sonst wäre ja keine Brücke notwendig.

Sag ich jetzt mal aus küchenzahnärztlicher Sicht :-)
Bei einer Schwägerin (noch u70) ist nun bereits das 2. Implantat herausgebrochen.

Feste Brücken überspannen Lücken. Ein Problem dabei ist, dass die Brücke dem Zahnfleisch nicht wirklich dicht aufsitzt (zumal das Fleisch ja auch bissel schwinden kann); der entstehende Spalt kann umständlich zu reinigen sein, wenn sich da mal was reingeklemmt hat.

Abnehmbare Prothesen sind da praktischer. Es gibt da die so genannten Teleskopprothesen, die auf überkronte Zahnstümpfe aufgesetzt werden. Teleskop deshalb, weil die Kronen sich passgenau in die künstliche Zahnbrücke hineinschieben. Dazu braucht es natürlich einen sehr präzise arbeitenden Zahnarzt und entsprechenden Zahntechniker. Der Halt resultiert aus Haftreibung ("verkanten") und ist bombenfest. Aus Gründen der Stabilität sollten natürlich mehrere Stützpunkte (Kronen) einigermaßen verteilt vorhanden sein.
Ja, aber wenn Ende Gelände ist ?
D.h. keine Krone mehr möglich, weil kein eigener Zahn mehr da ist ?

Da kommen dann wieder die Implantate ins Gespräch, weil man mit ein paar Implantaten eine Teleskopbrücke machen kann,

oder eben Vollprothese.


Ich meine aber von einer Bekannten gehört zu haben, daß sie ihre Teleskopbrücke täglich sorgfältig herausnehmen und reinigen soll, und das Einsetzen sehr schwierig ist, da eben alles so genau angefertigt ist. Das führt dann dazu, daß man das Teil eben nicht regelmäßig herausnimmt und alles reinigt.
Das Raus- und Reinnehmen ist kein Problem. Grad weil man es ja täglich macht, hat man den "Anstellwinkel" bald heraus und wird zum Routinegriff.
Das Personal in der Zahnarztpraxis kann da auch Tipps geben, weil die müssen das ja bei verschiedenen Patienten können, denen sie nicht täglich in den Mund langen.
In dem Thread „OP im Krankenhaus“ habe ich am 26.11.2020 und 29.01.2021 von meinen beiden Hüft-OP erzählt.
Ich denke, viele Menschen haben schon die ein oder andere Gelenkprothese und andere Fremdkörper (Schrauben, Platten … nach Brüchen etc.) im Körper.
Es ist wunderbar, wenn es gelingt, damit wieder eine teilweise oder, wie in meinem Fall auch, die volle Beweglichkeit und einen problemlosen, schmerzfreien Gebrauch von Gliedmaßen wieder zu erlangen.
Da mir klar war, dass auch das Thema Zahnersatz irgendwann auch auf mich zu kommen wird und es mir schien, dass Zahnimplantate dabei sind, der neue erstrebenswerte Standard, fast ein 'Must“ beim Zahnersatz zu werden, habe ich kurz nach meiner letzten Hüft-OP angefangen, darüber nachzudenken und mich zu informieren.
Im Bekanntenkreis fiel mir auf, dass es beim Aufbau der Implantate fast immer zu, zumindest vorübergehenden, Entzündungen kam.
Diese verschwanden erst nach teilweise recht langwierigen Antibiotikagaben.
Auch später kam es bei der ein oder anderen Person immer mal wieder zu Entzündungen im Kiefer.

Da ich schon darüber gelesen hatte, dass Karieserreger (verschiedene Bakterienarten) im ganzen Körper zu manchmal sogar lebensgefährlichen Komplikationen und Erkrankungen führen können, erschien mir ein Zahnimplantat als Fremdkörper, der sowohl außerhalb des Körpers als auch innerhalb von ihm ist, wie eine Einfallspforte für Keime.
Es ist bekannt, dass Fremdkörper, welche durch die vor Infektionen schützende Hautschranke durchdringen, z.B.Katheter, Dauertransfusionen etc., immer das Risiko bergen, das Eindringen von Keimen zu ermöglichen. Sie sind für diese Keime wie eine Brücke, ein Einfallstor.
Diese können dann überall im Körper Infektionsherde bilden.
Auch Zahnimplantate sind solche, die Hautschranke durchdringende Fremdkörper.

Bilden sich aufgrund von über solche „Einfallstore“ eingedrungenen Bakterien Infektionsherde an Gelenkprothesen und anderen Implantaten, dann ist die Gefahr sehr groß, dass diese entfernt werden müssen und, wenn überhaupt, erst nach vollständigem Abklingen der Infektion durch neue ersetzt werden können.

Ich bin so unbeschreiblich froh und dankbar dafür, dass die beiden OP bei mir so gut verlaufen und so gute Ergebnisse gebracht haben, dass ich dieses Glück nicht durch ein Zahnimplantat (oder mehrere) in Gefahr bringen möchte!
Auch wenn solche Implantate sicherlich unauffälliger und ästhetischer als andere Zahnersatzlösungen sind!
Ein Zahnimplantat ist nur dann eine Einfallpforte für Keime unterschiedlichster Art, wenn die Reinigung nicht perfekt erfolgt. Da ist die Zahnbürste nur die Basis, Zahnseide, Interdentalbürstchen und evtl Munddusche kommen hinzu. Und deren Benutzung muss erlernt werden.
So wie der Satz" Nur ein sauberer Zahn bleibt gesund" Gültigkeit hat, gilt das auch für das Implantat.
KaffeeundKuchen hat geschrieben: In dem Thread „OP im Krankenhaus“ habe ich am 26.11.2020 und 29.01.2021 von meinen beiden Hüft-OP erzählt.
Ich denke, viele Menschen haben schon die ein oder andere Gelenkprothese und andere Fremdkörper (Schrauben, Platten … nach Brüchen etc.) im Körper.
Es ist wunderbar, wenn es gelingt, damit wieder eine teilweise oder, wie in meinem Fall auch, die volle Beweglichkeit und einen problemlosen, schmerzfreien Gebrauch von Gliedmaßen wieder zu erlangen.
Da mir klar war, dass auch das Thema Zahnersatz irgendwann auch auf mich zu kommen wird und es mir schien, dass Zahnimplantate dabei sind, der neue erstrebenswerte Standard, fast ein 'Must“ beim Zahnersatz zu werden, habe ich kurz nach meiner letzten Hüft-OP angefangen, darüber nachzudenken und mich zu informieren.
Im Bekanntenkreis fiel mir auf, dass es beim Aufbau der Implantate fast immer zu, zumindest vorübergehenden, Entzündungen kam.
Diese verschwanden erst nach teilweise recht langwierigen Antibiotikagaben.
Auch später kam es bei der ein oder anderen Person immer mal wieder zu Entzündungen im Kiefer.

Da ich schon darüber gelesen hatte, dass Karieserreger (verschiedene Bakterienarten) im ganzen Körper zu manchmal sogar lebensgefährlichen Komplikationen und Erkrankungen führen können, erschien mir ein Zahnimplantat als Fremdkörper, der sowohl außerhalb des Körpers als auch innerhalb von ihm ist, wie eine Einfallspforte für Keime.
Es ist bekannt, dass Fremdkörper, welche durch die vor Infektionen schützende Hautschranke durchdringen, z.B.Katheter, Dauertransfusionen etc., immer das Risiko bergen, das Eindringen von Keimen zu ermöglichen. Sie sind für diese Keime wie eine Brücke, ein Einfallstor.
Diese können dann überall im Körper Infektionsherde bilden.
Auch Zahnimplantate sind solche, die Hautschranke durchdringende Fremdkörper.

Bilden sich aufgrund von über solche „Einfallstore“ eingedrungenen Bakterien Infektionsherde an Gelenkprothesen und anderen Implantaten, dann ist die Gefahr sehr groß, dass diese entfernt werden müssen und, wenn überhaupt, erst nach vollständigem Abklingen der Infektion durch neue ersetzt werden können.

Ich bin so unbeschreiblich froh und dankbar dafür, dass die beiden OP bei mir so gut verlaufen und so gute Ergebnisse gebracht haben, dass ich dieses Glück nicht durch ein Zahnimplantat (oder mehrere) in Gefahr bringen möchte!
Auch wenn solche Implantate sicherlich unauffälliger und ästhetischer als andere Zahnersatzlösungen sind!


Das was Du schreibst, hat mir genau so eine Ärztin erklärt.

2016 ließ ich mir Ventile in die Lunge implantieren. Diese sollten das Emphysem verkleinern (haben sie aber leider nicht). Vor zwei Jahren war ich dann wieder im Krankenhaus und mir wurden die Ventile wieder entfernt. Dabei wurden Proben genommen und es wurde festgestellt, dass direkt bei den Ventilen es sich vier verschiedene Keimarten gemütlich gemacht hatten. Drei konnten aufgrund von tagelangen intravenösen Antibiotika-Gaben eleminiert werden, der vierte aber ist resistent.

Grund für diese Besiedlung waren die Ventile, denn wie die Ärztin erklärte, ist jeder Fremdkörper im Körper ein Eingang für Keime jedweder Art.

Von daher hat Deine Überlegung in Bezug auf Implantate seine Berechtigung.

AK
Wenn genügend Knochenmasse vorhanden ist oder aufgebaut wurde (meist im Oberkiefer), erfolgt eine gründliche Kariesbehandlung des restlichen Gebisses, bevor das Implantat in den Knochen eingesetzt wird (unmittelbar davor noch einmal Keimfreimachen der Mundhöhle). Der daran anschließende Heilungsprozess dauert noch einmal eine zeitlang (Kiefer und Zahnfleisch), bevor dann die Krone aufgesetzt wird.
Bei mir ist das jetzt knapp zehn Jahre her, in einer bulgarischen Klinik Nähe Varna gemacht worden, Nachsorge durch deutsche Vertragszahnärzte - und von denen gelobt worden. Bis heute keinerlei Beschwerden.
Die Behandlungsmethoden dürften Fortschritte gemacht haben. Auf jeden Fall lohnt der Preisvergleich (unkompliziert per Internet) und ausführliche Beratung.

Ich habe außerdem ein paar Zähne überkront, so daß alles "fest sitzt" - und bin sehr zufrieden. Kronen sind auch noch eine Möglichkeit, hängt von der Beschaffenheit der Mundinnenhöhle und Zähne ab (gesundes Zahnfleisch!).

Ich würde auf jeden Fall mind. zwei "Fachleute" fragen und Heil- und Kostenpläne vergleichen, zusätzlich im Ausland recherchieren.
Zu KuKs Ausführungen:
Mir wurde bei meinen Knieprothesen (war aber bereits vor 13 und vor 10 Jahren)
quasi "eingebleut", bei allen Arten von Entzündungen bzw. Infektionskrankheiten vorsorglich Antibiotika einzunehmen, um eben einer Infektion der Knieprothesen vorzubeugen. Zum Glück war das nicht oft der Fall. Aber bei Zahnbehandlungen habe ich mir vorbeugend Antibiotika geben lassen, auch bei den Implantaten.
Insgesamt waren da aber einige Jahre am Stück dabei, wo ich nichts brauchte, da nicht krank oder nicht zahnbehandelt.

Bei einer OP vor genau einem Jahr wollte ich wieder vorsorglich Antibiotika, die mir aber vom behandelnden Arzt verweigert wurde. Er hat sich dann ausführlicher erkundigt, und mir mitgeteilt, daß man das zwischenzeitlich anders sehen würde und ich diese vorsorgliche Einnahme von Antibiotika nicht mehr machen solle.

Der Zahnarzt, der mir die Implantate einsetzte, hat mich immer wieder eindringlich davor gewarnt, während und nach der Antibiotikaeinnahme ja keinerlei Milchprodukte zu mir zu nehmen. Und zwar wirklich keinerlei ! Auch keinen Quarkstrudel etc. Die Milch löst irgendeinen negativen Vorgang aus (den ich jetzt vergessen habe). Ich habe mich auch strikt daran gehalten. Blöd war nur, daß ich auch die Kondensmilch im Kaffee weglassen musste.
Filippa1 hat geschrieben: Ein Zahnimplantat ist nur dann eine Einfallpforte für Keime unterschiedlichster Art, wenn die Reinigung nicht perfekt erfolgt. Da ist die Zahnbürste nur die Basis, Zahnseide, Interdentalbürstchen und evtl Munddusche kommen hinzu. Und deren Benutzung muss erlernt werden.
So wie der Satz" Nur ein sauberer Zahn bleibt gesund" Gültigkeit hat, gilt das auch für das Implantat.

Genau so ist es. Völlig richtig.
Eine Zahreinigung zu Hause kann schon 10 Minuten dauern..... also keine 3 Minuten.
Ich mußte auch vor meine Kiefer-OP und einsetzen von 12 Implantaten (auf einmal), Antibiotika einnehmen -.
Die gab man mir in Ungarn - der Arzt selbst - gleich bei der Voruntersuchung sogar mit - mußte sie mir in Österr. gar nicht verschreiben lassen.
Ich habe seit 2008 eine Vollprothese und bin völlig zufrieden damit.
Alles was davor war mit Brücken und Kronen, das hatte sich trotz intensiver Zahnpflege auf die Dauer nicht rentiert.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich mir ein Implantat im Ober- oder Unterkiefer einsetzen lasse. Im Oberkiefer liegt die Wand der Kieferhöhle direkt über der Zahnreihe. Die Knochenwand besonders bei den Backenzähnen dazwischen ist nur wenige Millimeter. Dort ein Knochenaufbau zu versuchen, das halte ich - vorsichtig gesagt - für sehr riskant. Ganz anders dagegen im Unterkiefer, da ist gutes Knochenmaterial für ein Implantat vorhanden. Im Unterkiefer würde ich es mir jederzeit bei Bedarf machen lassen, im Oberkiefer niemals.
Es wäre interessant zu erfahren, wie die jeweiligen Ergebnisse zwischen Ober- und Unterkiefer waren. Ich selbst habe persönlich keine Implantate.

Felix
Mein Ex hatte mit 40 Parodontose am Ober- und Unterkiefer.

Ein Münchner Professor, der ihm empfohlen wurde, setzte meiner Erinnerung nach 6 Stifte in den Oberkiefer nach Knochenaufbau. Zwei hielten nicht. Dass das passieren könnte wurde ihm vorher gesagt. Auf die 4 verbliebenen Stifte wurde ein Gebiss gesteckt. So konnte auf eine Gaumenplatte verzichtet werden.

Am Unterkiefer wurde zuerst ein Professorium geklebt, welches Jahre später durch eine idente Lösung wie oben ersetzt wurde. Der Nachteil des Wartens, durch das Hinauszögern baut sich auch der Kieferknochen weiter ab.

Die Kosten waren allerdings sehr hoch. Mein Ex ist privat versichert. Aber auch so blieb ein hoher Eigenanteil.

Ich selbst habe weder Brücken noch Implantate, nur zwei Keramikinlays seit 20 Jahren. Ich würde mich für Implantate entscheiden, wenn es leistbar wäre.
Ob Kronen, Implantate, Brücken oder Prothetik … in Ungarn, ich war in Sopron, ist man in guten, fachlich hochqualifizierten Händen. Der Preisunterschied zu hiesigen Preisen ist mitunter enorm. Sollten Probleme in der nachfolgenden Zeit entstehen, stehen Vertragspartner hier in Deutschland zur Verfügung.