Provision ist reine Verhandlungssache wie beim Pferdekauf; die Ausflüchte nach: es ist so geregelt oder landestypisch... ist alles nur Wunschdenken der Makler. Deshalb ist es am besten man macht einen Provisionsvertrag mit dem Makler.
@ ramtam, das ändert nichts daran, dass die Kaution gesetzlich auf zwei Monatsmieten begrenzt ist.
Die Höhe der Mietkaution ist in § 551 BGB geregelt und darf maximal 3 Kaltmieten betragen.
Vermieter können die Kaution nach Beendigung des Mietverhältnisses noch bis zu zwölf Monate einbehalten.
Ich schrieb etwas von Provision.
erstaunlich wieviel Unsinn so kursiert.

Bürgerliches Gesetzbuch
Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse (§§ 241 - 853)
Abschnitt 8 - Einzelne Schuldverhältnisse (§§ 433 - 853)
Titel 5 - Mietvertrag, Pachtvertrag (§§ 535 - 597)
Untertitel 2 - Mietverhältnisse über Wohnraum (§§ 549 - 577a)
Kapitel 1 - Allgemeine Vorschriften (§§ 549 - 555)
§ 551
Begrenzung und Anlage von Mietsicherheiten

(1) Hat der Mieter dem Vermieter für die Erfüllung seiner Pflichten Sicherheit zu leisten, so darf diese vorbehaltlich des Absatzes 3 Satz 4 höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne die als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesenen Betriebskosten betragen.
Recht im Überblick
Maklerprovision

Die Maklerprovision darf höchstens zwei Monatsmieten betragen, ohne Nebenkostenvorauszahlung, plus Mehrwertsteuer. Mieter müssen den Makler aber nur bezahlen, wenn

Mieter und Makler einen so genannten Maklervertrag abgeschlossen haben, in dem die Tätigkeit des Wohnungsvermittlers und dessen Provision vereinbart wird,
der Makler eine Mietwohnung nachgewiesen oder vermittelt hat,
der Mietvertrag über die vermittelte Wohnung oder nachgewiesene Wohnung auch tatsächlich abgeschlossen worden ist.



Maklerprovision gibt es also nur, wenn der Makler erfolgreich gearbeitet hat.

Trotz Maklervertrag, Maklertätigkeit und Abschluss des Mietvertrages bekommt der Makler keine Provision, wenn durch den abgeschlossenen Mietvertrag lediglich das laufende Mietverhältnis fortgesetzt oder verlängert oder erneuert wird, wenn die vermittelte Wohnung eine Sozialwohnung oder sonstige preisgebundene Wohnung ist, wenn der Wohnungsvermittler gleichzeitig Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der Wohnung ist bzw. wenn Wohnungsvermittler und Eigentümer, Verwalter oder Eigentümer der Wohnung rechtlich oder wirtschaftlich eng miteinander verflochten sind.

Weitere Informationen finden sich in der Broschüre des Deutschen Mieterbundes "Geld sparen beim Umzug".

Natürlich wird von Maklern schon mal versucht eine höhere Provision zu erhalten.
Niemals wird aber ein Makler einen Vertag über eine höhere Forderung als zwei Kaltmieten abschließen. Weß er doch das er sich damit ins Unrecht setzt. Was aber nicht schriftlich vereinbart ist, muss auch nicht gezahlt werden.
Die Kaution kannst du auch als bankbürgschaft (aval) deiner hausbank hinterlegen.kosten p. a. ca.3-4%, ist verhandlungssache.oder wie schon geschrieben in 3 raten zahlen. lg
woraufwartestdu
Moderator Regionalgruppe Trier
woraufwartestdu hat geschrieben: Die Kaution kannst du auch als bankbürgschaft (aval) deiner hausbank hinterlegen.kosten p. a. ca.3-4%, ist verhandlungssache.oder wie schon geschrieben in 3 raten zahlen. lg


Das ist ziemlich vage ausgedrückt. Es kommt wohl darauf an, von welcher Seite aus man die Kaution sieht.
Ist es von Vermieterseite, sollte die Bankbürgschaft bei der Hausbank des Vermieters sein, und der Mieter die Avale zahlen. Was natürlich recht wachsweich ist, da beim Auszug der Vermieter nur bedingt den Zugriff auf die nötige Kaution bekommt. Nämlich dann, wenn der Mieter u.U. in eine Privatinsolvenz gegangen ist.

Als Vermieter ist man auf der sicheren Seite (schließlich dient sie zur Regulierung von Schäden während der Mietzeit), wenn die Kaution bei der eigenen Hausbank auf einem Mietkautionskonto hinterlegt wird. Dafür ist eine Ausweiskopie des Mieters notwendig. Die Kaution wird verzinst und erhöht sich somit im Laufe der Zeit. Der Mieter muss diesen Auszug über Zinsen und einbehaltenen Steuern jährlich erhalten, da er sie in seiner Steuererklärung anzugeben hat.
Der Mieter hat somit auch einen Nachweis, dass der Vermieter die Kaution angelegt hat, und nicht selbst kassiert.
Da man nicht weiß, wie das Mietverhältnis sich entwickelt, ist es in der Gegenwart sinnvoll 3 Monatskaltmieten zu verlangen. Ob der Markt das hergibt ist wiederum eine andere Frage, und das muss der Mieter für sich entscheiden, ob der das möglich machen kann, oder ob er die Wohnung unbedingt anmieten möchte.

Für Vermieter ist es angebracht sich rechtzeitig vorher beim zuständigen Haus- und Grundbesitzerverein kundig zu machen. Die helfen für kleines Geld :idea:
Die Mietervereine helfen ihren Mietern, sind allerdings schon mal recht träge in ihren Tätigkeiten.