Zu diesem Thema ein Märchen-Text, den ich vor lägerer Zeit mal geschrieben habe:

Die Suche nach dem Glück

Es war einmal eine Prinzessin, die lebte mit ihren Eltern auf einem kleinen verwunschenen Schloss in einem fernen Land. In diesem Land lebten nur friedliche Menschen und niemand litt Not. Also konnte es sich die Prinzessin gut sein lassen. Sie wurde von den Eltern geliebt und umsorgt, die Diener lasen ihr jeden Wunsch von den Augen ab und sie lebte sorglos in den Tag.

Aber manchmal schlich sich Wehmut in ihre Gedanken. Sie wusste eigentlich nicht so richtig, warum sie traurig war, dieses Gefühl war einfach da. Sie glaubte aber, dass sie diese Gedanken und Gefühle niemand mitteilen durfte. Ihre Eltern wären sicher erstaunt gewesen wenn sie solches vernommen hätten.

Eines Tages, es war jetzt schon der zweite Monat, dass sie so wehmütig war, sass sie im Garten auf einer Mauer und sah den Wolken nach. Da drangen die Sonnenstrahlen durch die Wolken und an einem dieser Strahlen kletterte ein kleiner Kobold herab. Er stellte sich vor die Prinzessin und sprach zu ihr: " Liebe Prinzessin, ich habe bemerkt, dass du oft traurig bist und ich will dir helfen, damit du dich wieder glücklich fühlst. Wenn du das nächste Mal einen Regenbogen siehst, gehe ihm nach bis zum Ende. An diesem Ende findest du einen Zaubersee und wenn du in diesem See badest, dann wirst du wieder ganz zufrieden sein, denn du kannst dort das Glück finden. Du musst es nur erkennen." Die Prinzessin wollte noch fragen, wie das Glück denn zu erkennen sei, aber da war der Kobold schon verschwunden.

Und es dauerte gar nicht lange, da regnete es durch die Sonne und die Prinzessin sah einen wunderschönen Regenbogen. Ohne den Eltern etwas zu sagen schnürte sie ihr Bündel und machte sich auf den Weg. Zuerst durch den Schlossgarten und dann über die Brücke, immer dem Regenbogen nach. Sie kam an Dörfern und Städten vorbei, aber sie konnte sich nirgendwo aufhalten. Sie wollte ja so schnell wie möglich das Ende des Regenbogens erreichen.

Nachdem sie viele Stunden gelaufen war wurde das Land immer weiter und grüner. Am Horizont sah sie das Ende vom Regenbogen und dort glitzerte auch ein See in der Sonne. Das musste der Zaubersee sein, von dem der Kobold gesprochen hatte. Die Prinzessin merkte, wie sie nur so dahineilte. Alle Müdigkeit war verflogen und sie freute sich, endlich das Glück zu finden. Wie es wohl aussah?

Sie lief über die grünen Wiesen und der See kam immer näher und auf einmal bemerkte sie einen grossen Drachen, des am Ufer des Sees lag. Sie erschrak und wollte schon umkehren, als der Drache sie ansprach: "Habe keine Angst, ich bin ein friedlicher Drache. Ich bewache den See und alle, die darin baden. Weißt du, manchmal gibt es böse Tiere und Menschen, die nicht allen wohl gesonnen sind. Sie wollen nicht, dass andere Menschen ihr Glück finden. Ich erkenne diese bösen Tiere und Menschen und lasse sie nicht an das Wasser. Aber du, du bist friedlich und du darfst in dem See baden."

Rasch legte die Prinzessin die Kleider ab und sprang in den See. Wohlig streckte sie die Glieder und tauchte immer wieder unter, um durch das glasklare Wasser bis an den Grund zu sehen. Nach langer Zeit beendete sie ihr Bad, kletterte an das Ufer und bemerkte, dass ihre Haut ganz klar und sauber war und sich ein Schleier von ihren Augen gelöst hatte. Sie zog ihre Kleider an und ging zum Drachen, um sich zu verabschieden. Der Drache wünschte ihr einen guten Heimweg und sagte zum Abschluss: "Glaube mir, jetzt kannst du das Glück erkennen."

Und die Prinzessin lief los und freute sich an den Schmetterlingen, die sich auf den Grashalmen wiegten und sie wusste auf einmal, dass das Glück überall war.
Die Suche nach dem großen Glück macht mich meistens unglücklich.
Das kleine Glück begegnete mir schon oft in den unglücklichsten Momenten. Das war schön.
Wer suchet...der findet :lol:
Die Geschichte hat mir sehr gefallen.
Ist es nicht so, dass man manchmal etwas hat und es nicht wirklich zu schätzen weiss?
Hier wurde das sehr anschaulich geschildert, durch den auf einmal nicht mehr vorhandenen
Schleier vor den Augen.
Irgendein Ereignis im Leben öffnet einem die Augen und man weiss dass man mehr Glück
in seinem Leben hat/hatte als man bisher dachte.
Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit meinem Leben. Oft begegnet mir auch das Glück ... Glücksmomente ... sie sind das Salz in der Lebenssuppe, manchmal lange anhaltend, manchmal nur kurz und trotzdem wunderbare Lichtblicke ...

Heute war ich glücklich, weil direkt bei meiner Apotheke ein Parkplatz frei war. Es regnete.
Danach sah ich bei meiner Tankstelle, dass der Dieselpreis günstig ist. Also habe ich getankt.
Und ich erhielt eine Info, die mir nachhaltig richtig viel Gutes verspricht. Mit Sicherheit.

Das ist doch schon mehr als genug für heute, oder? :D

.
Eine riesengroße Schüssel Herzkirschen, schön süß und dunkelrot - das ist Glück! (heute)
Tarantel60 hat geschrieben: Eine riesengroße Schüssel Herzkirschen, schön süß und dunkelrot - das ist Glück! (heute)



Nach jeder Regenguss kommt wiedermal Sonne uns entgegen....Ich freue mich auf die kommende Zeit :wink:
:P
"Älterwerden mit Freude"


Gruß
alisch
hallo,
danke für euer interesse.
es macht mich nicht stutzig, dass sich nur frauen zum thema aüßern.
männer und gefühle...
hmm.
mfg
bernd
mann muss schon aufpassen,vor lauter blendern erkennt man den wahren diamanten nicht mehr.
eine schöne geschichte,danke
Lesezeichen hat geschrieben: Die Geschichte hat mir sehr gefallen.
Ist es nicht so, dass man manchmal etwas hat und es nicht wirklich zu schätzen weiss?
Hier wurde das sehr anschaulich geschildert, durch den auf einmal nicht mehr vorhandenen
Schleier vor den Augen.
Irgendein Ereignis im Leben öffnet einem die Augen und man weiss dass man mehr Glück
in seinem Leben hat/hatte als man bisher dachte.


Genauso sehe ich es auch. Es gibt Menschen, die "sehen" ihr Glück gar nicht.
Es definiert doch sowieso jeder anders.
Der eine ist erst glücklich, wenn er reich ist, der andere bereits, wenn er keine Schulden hat.
Ich war gestern um 18 Uhr glücklich, als ich die Tür vom Büro hinter mir schloss....Urlaub......
Es sind auch einfache Momente, die glücklich machen können.
Ambe44 hat geschrieben: Zu diesem Thema ein Märchen-Text, den ich vor lägerer Zeit mal geschrieben habe:

Die Suche nach dem Glück

Es war einmal eine Prinzessin, die lebte mit ihren Eltern auf einem kleinen verwunschenen Schloss in einem fernen Land. In diesem Land lebten nur friedliche Menschen und niemand litt Not. Also konnte es sich die Prinzessin gut sein lassen. Sie wurde von den Eltern geliebt und umsorgt, die Diener lasen ihr jeden Wunsch von den Augen ab und sie lebte sorglos in den Tag.

Aber manchmal schlich sich Wehmut in ihre Gedanken. Sie wusste eigentlich nicht so richtig, warum sie traurig war, dieses Gefühl war einfach da. Sie glaubte aber, dass sie diese Gedanken und Gefühle niemand mitteilen durfte. Ihre Eltern wären sicher erstaunt gewesen wenn sie solches vernommen hätten.

Eines Tages, es war jetzt schon der zweite Monat, dass sie so wehmütig war, sass sie im Garten auf einer Mauer und sah den Wolken nach. Da drangen die Sonnenstrahlen durch die Wolken und an einem dieser Strahlen kletterte ein kleiner Kobold herab. Er stellte sich vor die Prinzessin und sprach zu ihr: " Liebe Prinzessin, ich habe bemerkt, dass du oft traurig bist und ich will dir helfen, damit du dich wieder glücklich fühlst. Wenn du das nächste Mal einen Regenbogen siehst, gehe ihm nach bis zum Ende. An diesem Ende findest du einen Zaubersee und wenn du in diesem See badest, dann wirst du wieder ganz zufrieden sein, denn du kannst dort das Glück finden. Du musst es nur erkennen." Die Prinzessin wollte noch fragen, wie das Glück denn zu erkennen sei, aber da war der Kobold schon verschwunden.

Und es dauerte gar nicht lange, da regnete es durch die Sonne und die Prinzessin sah einen wunderschönen Regenbogen. Ohne den Eltern etwas zu sagen schnürte sie ihr Bündel und machte sich auf den Weg. Zuerst durch den Schlossgarten und dann über die Brücke, immer dem Regenbogen nach. Sie kam an Dörfern und Städten vorbei, aber sie konnte sich nirgendwo aufhalten. Sie wollte ja so schnell wie möglich das Ende des Regenbogens erreichen.

Nachdem sie viele Stunden gelaufen war wurde das Land immer weiter und grüner. Am Horizont sah sie das Ende vom Regenbogen und dort glitzerte auch ein See in der Sonne. Das musste der Zaubersee sein, von dem der Kobold gesprochen hatte. Die Prinzessin merkte, wie sie nur so dahineilte. Alle Müdigkeit war verflogen und sie freute sich, endlich das Glück zu finden. Wie es wohl aussah?

Sie lief über die grünen Wiesen und der See kam immer näher und auf einmal bemerkte sie einen grossen Drachen, des am Ufer des Sees lag. Sie erschrak und wollte schon umkehren, als der Drache sie ansprach: "Habe keine Angst, ich bin ein friedlicher Drache. Ich bewache den See und alle, die darin baden. Weißt du, manchmal gibt es böse Tiere und Menschen, die nicht allen wohl gesonnen sind. Sie wollen nicht, dass andere Menschen ihr Glück finden. Ich erkenne diese bösen Tiere und Menschen und lasse sie nicht an das Wasser. Aber du, du bist friedlich und du darfst in dem See baden."

Rasch legte die Prinzessin die Kleider ab und sprang in den See. Wohlig streckte sie die Glieder und tauchte immer wieder unter, um durch das glasklare Wasser bis an den Grund zu sehen. Nach langer Zeit beendete sie ihr Bad, kletterte an das Ufer und bemerkte, dass ihre Haut ganz klar und sauber war und sich ein Schleier von ihren Augen gelöst hatte. Sie zog ihre Kleider an und ging zum Drachen, um sich zu verabschieden. Der Drache wünschte ihr einen guten Heimweg und sagte zum Abschluss: "Glaube mir, jetzt kannst du das Glück erkennen."

Und die Prinzessin lief los und freute sich an den Schmetterlingen, die sich auf den Grashalmen wiegten und sie wusste auf einmal, dass das Glück überall war.



Eine schöne Geschichte - Danke
Glück oder glücklichsein hat nicht immer was mit Liebe zu tun........ich bin glücklich, wenn ich erfahre, dass die Befunde meiner Vorsorgeuntersuchungen alle in Ordnung sind.....mir fällt jedesmal ein Stein vom Herzen........
Das wäre völlig falsch zu denken, Männer haben keine Gefühle. Das würde ich nicht so sehen wollen.
Natürlich haben sie! Nur sie sprechen darüber nicht so ausführlich wie Frauen das gerne tun.
Wenn ein Mann sagt " Ich liebe dich", das soll - solange ohne es jemals noch zu wiederholen - gelten.
Erst wenn er sagt, " Ich gehe, weil ich dich nicht mehr liebe", dann ist erst Sense.
Jedenfalls hat mir das ein Kumpel so erzählt, als ich mich mit meinem Liebesgott haderte....
Überhaupt finde ich, die Glücklichste Zeit war es für mich, als ich mich nicht fragte, was für mich Glück bedeutet.... ja, so war das!
eifel.bernd hat geschrieben: Hallo
"Glücklich sein bedeutet für jeden Menschen etwas anderes und gibt uns daher jede nur denkbare Freiheit und Individualität auf dem Weg zu unserem eigenen Glück und Wohlbefinden."
Warum bin ich es nicht? Bin ich depressiv, erwarte ich zu viel? muss ich mit drogen nachhelfen?
hmm. was macht euch glücklich??
kommt mir jetzt nicht mit der tasse kaffee, der schönen sonne und den lieben kindern..
mfg
bernd



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Ich habe mich mal in Foren umgesehen , und diesen Beitrag gefunden , auch wenn er schon älter ist , finde ich das Thema gut .

Die Frage aller Fragen :
Was macht uns Glücklich ?

Sind es die kleinen alltäglichen netten Kontakte mit Menschen , die wir mögen ?
Ich schrieb einmal ein Plakat "Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden". Das war so eine Collage während einer Reha.
cron