Hallo Ritschi,

du hast recht, Schlaganfall,Herzinfarkt passieren auch im Bett, es gibt ja auch Hausnotrufgeräte, gerade für alleinstehende zu empfehlen, aber dazu fühle ich mich doch zu jung.
Wie sollte denn so eine Notfall-Checkliste aussehen?

Viele Grüsse
chille

Gut, chille,

fangen wir an:

1) Wo soll die Checkliste liegen in wie vielen Kopien?
Antwort: fast überall. Im Auto und Schlafzimmer ganz bestimmt,
aber auch im Bad; denn dort rennen wir ja meist hin, wenn es uns nicht so gut geht. Der Körper gibt Alarm, wir haben "Schiss". Das Funktelefon sollte möglichst ständig am Köper getragen werden, dafür gibt es Clips.

Die Liste sollte im PC ständig ergänzbar sein und immer wieder neu ausgedruckt werden können; denn Rufnummern können sich ändern, aber auch meine Erkenntnisse, was wichtiger ist und was weniger. Die Liste sollte also nach Prioritäten gegliedert sein und nicht einfach als Zettel irgendwo unter Zeitungen und Magazinen verschwinden, sondern in Folie gut sichtbar angebracht sein, z.B. am Nachtspind seitlich, so dass ich sie zur Not im Liegen lesen kann.


Frage-1) Wo liegt das Funktelefon - ist es eingeschaltet und griffbereit - ist der Akku voll?

Frage-2) Ist das Auto fahrbereit, genügend Spritt im Tank, um zur Not alleine in die Klinik zu fahren?



Du und die Anderen dürfen die Liste weiterspinnen, ok?

LG
Ritschi

Hallo Ritschi,

vielen Dank, vorab. Deinen 2. Punkt würde ich aber nicht in meine Liste aufnehmen, dies wäre mir zu riskant, wie sehen dies die anderen?

LG
chille
@chille - ich glaube es kommt immer darauf an - generell kann man es sicherlich nicht verneinen - haben sich viele schon auf diese Weise selbst recht gut helfen können.
Ich würde auf jeden Fall die Rettung rufen.
Aber wir haben ein gutes Rettungsnetz - iich lebe in der Stadt - aber wie sieht das am Lande aus?

Ja, so ist das Kundgeba!

Weil Jede/r in einem anderen Umfeld lebt, muss er seine eigene Checkliste so gestalten, dass sie den örtlichen Bedingungen angepasst ist.
In der Pampa kann ich vermutlich stundenlang warten, bis ein Notarzt da ist, wenn er überhaupt kommt. Von Neufünfland habe ich da so einiges gehört: denn selbst wenn er kommt, ist noch lange nicht sicher, ob ein Krankenhaus ihn auch aufnimmt. Da könnte vielleicht der Hausarzt eher helfen.

Jedenfalls würde ich mir dann überlegen, notfalls selber rauszufahren und spätestens an der Aufnahme des KH gekonnt zusammenzubrechen. Denn dann müssen sie Dich aufnehmen, alles Andere wäre unterlassene Hilfeleistung. Aber auch das kann in der USA (neulich kam es durchs TV) mitunter nichts nützen. Erst als die Frau schon tot in der Notaufnahme lag, hat man sich um sie gekümmert: zu spät.

Aber zurück zur Liste:


3) Habe ich alle meine Ausweispapiere dabei? Krankenkassenkärtchen?
4) Habe ich einen Taschenkalender bzw. Papiere dabei, in denen steht, wer zu verständigen wäre, falls es mir dreckig geht? Für mich z.B. wäre das sehr wichtig, weil meine Tochter nicht mehr in D lebt, es also zwecklos wäre, sie als nächste Angehörige zu suchen.
5) Weitere medizinische Infos über z.B. Operationsrisiken (z.B. Bluter), Hep-C, etc. wäre sicher auch gut, wenn ich nach einem Schlaganfall gar nicht mehr ansprechbar bin.


Schreibt mal hier weiter bitte, Ihr habt sicher noch ganz andere Ideen,
auf die ich gar nicht komme,
weil ich ein Mann bin.
@Hallo kundgeba und Ritschi,

ihr habt natürlich recht, wenn man ländlich wohnt ist das mit dem Auto völlig o.k., hatte ich nicht bedacht.
Was haltet Ihr eigentlich von einer Patientenverfügung, oder hat vielleicht schon jemand eine?

Danke für die bereits aufgeführten Punkte, z.B. Telefonnr. von meinem Sohn,hatte ich bis jetzt auch nicht bei mir,wird sich jetzt ändern.
LG
chille
Toll, was hier schon zusammengetragen wurde. Die Geschichte mit der Frau in der Notaufnahme gibt es auch in Youtube zu sehen. Unglaublich!

Frau stirbt in der Notaufnahme-Krankenhaus NY
http://de.youtube.com/watch?v=6TCtkG5iBUo
Eure Ideeen sind wirklich gut!
Möchte nur eines vermerken.
Man braucht gar nicht das allerschlimmste - wie Infarkt oder Schlaganfall - "ausdenken".
Jüngst habe ich selbst erfahren, wie schnell das mit dem "Nichts können" kommen kann. Noch nie im Leben habe ich 12 Stufen aus einer anderen Perspektive erlebt! Und dann lag ich halt da...
... man muss scheinbar so alt werden, um ein paar Wirbeln zu brechen..

Es kommt immer auf die Situation an, gegen Alles kann sich kaum jemand absichern, ein Ende wird es geben. Das wissen wir aber auch.
Gerade deswegen. Warum sollte man die Zeit bis dahin mit all zu viel Angst verbringen...(?)

Tara
ich hatte auch schon 2mal einen kleinen herzanfall, der sich so äußerte, dass angst, übelkeit und schweißausbrüche über einen kommen und man kann nicht viel klare gedanken fassen. ich schaffte es aber jedes mal asprin reinzuschmeissen und habe mich dann wieder hingelegt. für alle fälle habe ich mir dann korodin gekauft und diese tropfen stehen immer im bad. ja ins bad geht man in so enem fall immer zuerst. 1. Die Tropfen sind ein pflanzliches Arzneimittel, in 100g Lösung sind 2,5 D-Campher aus dem chinesi-
schen Campherbaum enhalten, außerdem Weißdornbeeren-Extrakt (97,3g) Ethanol 93 Vol. %. Sie erleichtern zusätzlich die Atmung und verbessern die Sauerstoffaufnahme.


... ja man merkt langsam, dass man endlich ist. nach und nach sterben leute die man kannte um uns herum. ohne negativ zu sein, sollte man sich doch mit dem tod beschäftigen, denn der ist der höhepunkt unseres lebens. die kritische zeit ist in der tat die zeit der wechseljahre. man muss sich schon mit dem tod beschäftigen, denn jeder stirbt, ob früher oder später.

je mehr ich mir bei beerdigungen gedanken gemacht habe, je mehr wurde mir bewusst, dass man nicht um die person die gerade gestorben ist, weint, sondern darum, dass einem das eigene ende vor augen geführt wird. man weint vielleicht weil man nun alleine ist, weil einem die person fehlt. um die person selber nicht, denn die hat es schon geschafft, was wir noch vor uns haben.