Die Natur verlangt Bewunderung ebenso Achtung.Der Mensch versucht sie
seinem Vorteil anzupassen,es scheitert an ihrer Unberechenbarkeit.Es ist gut,
dass sie die Stärkere bleiben wird.
Nur durch Angst geht nicht alles verloren ,die Zerstörung ist bereits groß genug.
re.nate hat geschrieben: Natürlich hat es das gegeben, die Aborigines in Australien und die Indianer in der ganzen Welt
haben von und mit der Natur gelebt und nichts hinterlassen, wenn sie weitergezogen sind, als die Reste ihres Feuers und ein paar Tierknochen vielleicht..
Wenn ich durchs Grüne radle, komme ich an einem Bach vorbei, der tatsächlich seinen ursprünglichen Verlauf hat und die Bäume, die ihn säumen, haben sich ihren Platz wohl auch selbst ausgesucht,
Aber überwiegend sind es gemähte Wiesen, bestellte Felder und Gärten. Das ist wahr.
Und ohne Kultur würden wir wohl auch kaum satt.

Ich bin kein Experte wie der BilderBerger-Baum :wink:, aber ich habe als ehem. Bauernhof-Kind
wohl einen natürlichen (komme um dieses Wort nicht herum) Zugang.
Auf barbera hat dieser Urwald eher düster "gewirkt", würde ich mal sagen.
Ich finde, dass Erde nach Moder riecht, muss so sein, weil sich etwas darin zersetzt.
Auch Pilze riechen wie sie nunmal riechen.
Da wär ich eher wie meine Mutter, die mit ihren Worten immer ausdrückte,
dass ihr die "Abgase" eines Pferdes lieber wären als die eines Autos. :)
Wenn sie ihre Geranien umpflanzte, gingen wir in den Wald und holten Baum-Erde
und die roch genau wie unsere Hände nach dem Umpflanzen, für mein Empfinden "richtig".
Und ich bin sicher, in jedem Urwald gibt es zur richtigen Jahreszeit auch ein vielfältiges Vogelkonzert.
Es gibt Spechte, die alte Bäume vorfinden, um eine Höhle zu zimmern, Eulen, gar Uhus zu hören
und überhaupt milliardenfach Leben, winzigstes, kleines bis grösseres ungestörtes
Mikroorganismen-, Bakterien-, Insekten bis Tier-Leben.

Bei meinem Jüngsten sind die grünen Gene auch ziemlich durchgekommen.
Er fährt lieber Rad als Auto und gern irgendwelchen Raubvögeln am Himmel mit der Kamera hinterher. Neulich habe ich ihn gefragt, ob er nicht auch, wie ich, gern mal einen
Blick auf die intakte Natur werfen würde, wie es sie vor ein paar Jahrhunderten noch gab, die
Urwälder mit dicken Eichen und Buchen, natürlichen Flussverläufe, wie man sie auf alten Bildern sehen kann - nur mal so "gedacht"?
Und er meinte: Vielleicht, aber nur wenn er garantiert! zurück könnte, ins Heute.
Die Lebensumstände der Menschen damals reizen ihn wohl nicht so.
Und da würde ich auch nicht tauschen wollen.

Trotz allem, was einem den Mut nehmen könnte, gibt es aber auch heute,
was ich Natur nennen würde:
Ebbe und Flut.
Eine Walnuss, eine Buchecker, eine Kastanie fallen zu Boden und neue Bäume wachsen und leben entsprechend ihrem Programm, genau wie die gepflanzte Kartoffel und das gesäte Getreidekorn.
Eine Frau ist schwanger, der Bauch wächst und nach 9 Monaten hält sie einen winzigen, einzigartigen, perfekten neuen Menschen im Arm.
Ich schneide mich in den Finger und die Wunde heilt - einfach so.
Mein Körper wandelt Nahrung in Energie um.
Ein Stück Erde ist so oder so beschaffen, an Dichte, Nährstoffen und
Zeigerpflanzen siedeln sich gerade da an, zeigen was da so los ist oder nicht.
Der Raubvogel hat sowas wie einen Zoom im Auge.
Der Albatros bleibt einfach in der Luft, fliegt und fliegt und fliegt, ........
Wie macht der das bloss?
Die Erde dreht sich 1000 km in der Stunde schnell und bleibt auf ihrer Bahn,
und Menschlein merkt nix davon.
Auch diese Liste liesse sich A4 fortsetzen oder noch viel länger.

Es ist schon was dran am "Auge des Betrachters". :wink:
oder der Aufmerksamkeit - für.



Re.nate, ick könnt Dir knutschen! :D
Gemach, Gemach.
<< nimmt den Knutsch mal für die Schreibe. :)
Ja, bei der Liebe zur Natur kann die Fabuliererei schon mal ganz schön loslegen.
Aber der Kern ist echt.
Allerdings, die grüne Tapete nochmal zu lesen, löst nicht gerade Begeisterung aus.
Immer diese Scrollerei!? :(

Besser etwas eigene Natur- Filosofie .:wink:
re.nate - einfach wunderbar geschrieben !

die " grüne Tapete "

nicht dein Licht unter den Scheffel stellen :wink:
re.nate hat geschrieben: Gemach, Gemach.
<< nimmt den Knutsch mal für die Schreibe. :)
Ja, bei der Liebe zur Natur kann die Fabuliererei schon mal ganz schön loslegen.
Aber der Kern ist echt.
Allerdings, die grüne Tapete nochmal zu lesen, löst nicht gerade Begeisterung aus.
Immer diese Scrollerei!? :(

Besser etwas eigene Natur- Filosofie .:wink:



Na gut, hier etwas von der eigenen "Filosofie":

Reigen des Lebens

April, April,
weißt Du was ich will?

Ich will mich mit Morgentau benetzen;
ich will das Rot der Sonne seh´n,
ich will die Sorgen mir zerfetzen;
und mit off´nem Herzen durch den Frühling geh´n.

Ich will den Mai freudvoll begrüßen,
den Juni den ich heiß ersehnt,
ich will mit Julirosen grüßen,
im August der Liebe zur Verfügung stehn.

September bringt die Wehmut mir,
Oktober güld´nen Wein,
November in der Stille hier,
Dezember dann im Kerzenschein.

Im Januar will ich Pelze weben,
im Februar bei den Sternen tagen,
im März will ich die Saat dem Bauern geben
und den April werd ich dann fragen:

April, April, weißt Du was ich will?
Ich will…

daVinnci
schon damals erkannt ?
*****

Die Gelehrten in unserem Jahrhundert haben vergessen, daß die Theorie der Praktik ihr Dasein zu danken hat und daß die Natur war, ehe es Regeln gab!

Karl von Eckartshausen
(1752 - 1803), studierte Philosophie und bayerisches Recht, wurde dann Hofrat und Hausarchivar
latulipa hat geschrieben: re.nate - einfach wunderbar geschrieben !

die " grüne Tapete "

nicht dein Licht unter den Scheffel stellen :wink:


@re.nate

latulipa spricht mir aus dem Herzen!
daVinncis Reaktion gestern machte mich neugierig, und ich las nochmal Deinen wirklich sehr schönen und berührenden Beitrag darüber, welche Glücksquelle Natur trotz voranschreitender Zerstörung immer noch ist.
(Als ich ihn zuerst las, war ich wohl emotional nicht wirklich offen für die 50plus-Posts, sonst hätte auch ich gleich begeistert reagiert, und Dir das mitgeteilt, falls ich noch einen Schuß frei gehabt hätte. )

Also fabuliere bitte weiterhin ab und zu!
„Die Natur“, so dehnbar der Begriff, so endlos
“genüsslich“ auch die Schwärmereien und die
Lobeshymnen über sie.

ABER

Was ist mit ...

Jenem der im Moor versank,
Die, die dort im Fluss ertrank?

Und, was war mit der Variola,
roch die nach ner Gladiola?

Was mit Vulkan Vesuv’s Gespei,
begrub doch Wesen von Pompeji?

https://www.youtube.com/watch?v=E_6wkYeE7Lw

Natur bedeutet doch auch noch, Gegenüberstellung, Aufmerksamkeit, Masshaltung,
Anpassung, Vorsichtsmassnahmen, Herausforderung, “unendliche“ Ressourcen und,
und .......
Wo fängt das alles an, mehusae?
In jedem einzelnen Menschen. Wie er gestrickt ist, so sieht er die Welt.
Und so hat alles für jeden auch eine etwas andere Bedeutung,
wenn man sich auch hier oder da näher kommen bis fast übereinstimmen kann.

Natürlich (immer dieses Wort!) könnten die Menschen in Italien auch heute noch böse Überraschungen erleben. Die Vulkane sind ja nicht tot.
Und auch ich bin ein Mensch, dem es über 30 Grad ungemütlich wird
und der es 30 unter Null gar nicht mehr aushält, und der arm dran ist wenn im Winter die Heizung ausfällt.
Meine Oma hatte früher öfter den Spruch
"Herr bewahre uns vor Feuer- und Wassersnot."

Die Not könnte riesengross werden, wenn die Meeresspiegel steigen.
Nur ein Beispiel.

Man kann -tagesformabhängig :wink: - fürs Fabulieren begabt sein, und trotzdem Realist.
gerade deshalb finde ich den Thread gut - gerade weil es so viele Facetten der Natur - und des Begriffes Natur - gibt.... :wink:
Ja re. Nate, tatsächlich ist der Mensch so natürlich wie das Tier und die Pflanzen
und manchmal hart wie ein Stein.
Jetzt fragt sich aber schon, wie er sich zu seiner Umwelt verhält und da meine ich
dies nicht im moralischen sondern im filosofischen Sinne.
Wollen wir zum Beispiel erkennen, dass ein Tier dem Menschen näher steht als er
das sehen will?

Ein Anderer meinte auch in gewissen Situationen, allerdings „nur scherzhaft“:

Heiliger Florian beschütze uns(er Dorf) zünd’s andere an.

Natürlich schäbig, nicht?
Der philosophische Sinn ist mir irgendwie nicht gegeben, mehusae,
und er wird sich in diesem Leben auch wohl nicht mehr einstellen. :wink:

Aber wenn ich als Mensch an der Fleischtheke vorbeikomme, ist mir durchaus bewusst,
"was" dahinter steht.
Das Verhalten anderer kann auf mich wirken, als wären sie hart wie Stein.
Aber bei näherem Zusehen, Erfahren seiner Lebensgeschichte, kann sich manches er- klären.

Man stelle sich vor, man sei eine Nacht irgendwo eingesperrt mit einem als "hart" eingeordneten -
Metzger bis gar - Terroristen. Er würde einem von sich erzählen und man würde am Ende der Geschichte einen Menschen finden?
ich kenne einen Metzger, der seinen Beruf im Familienbetrieb ausübt....
selber mag er anstatt Fleisch lieber Süßes......
als seine Pferde verunglückt sind hat er geweint......
genauso ein Aussiedlerhof-Bauer.....als seine Kätzchn immer wieder von den Jägern abgeschossen wurden, sagte er, dass er keine Kätzchen mehr wolle - und auch ihm standen die Tränen in den Augen....
Natur ?

Es gibt nichts schöneres als mit der Natur verbunden zu sein.
Sie berühren,aber nicht zerstören. Sie zu hören und zu riechen.
Es ist ein Ort wo jeder Mensch sich neue Energie holen kann.
Und das nur mit Augen,Nase und Ohren, einfach nur erleben.