filofaxi hat geschrieben: Wer davor seine Augen verschließt, um das Übel nicht sehen zu müssen, macht sich bereits selber damit schuldig, selbst wenn er nichts hätte dran ändern, sondern nur darauf hinweisen können, um zu verhindern, dass dieser Zustand eines Tages nicht nur als völlig normal, sondern sogar als ideal gilt, weil man auf diese Weise ruhig weiterschlafen kann, nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, bzw nicht wissen will, macht mich nicht heiß!“



Mir wird hier viel zu leicht und zu umfassend von Schuld geredet, Schuld kann man nur für etwas sein, was man mit den eigenen Sinnen und vor Ort selbst Tun oder Lassen kann. An dem in China umfallenden Sack Reis kann niemand anderes schuld sein als der Mensch vor Ort, folglich kann auch mein Protest gegen umfallende Reissäcke in China schuldfrei machen. Es ist ja möglicherweise die Aufgabe des jetzigen Evolutionsschrittes mit dieser sogenannten "Schuld" leben zu müssen ohne jemals selbst etwas an den herrschenden Umständen ändern zu können.
Vielleicht erkläre ich Japan ja den Krieg, weil sie wieder Wale jagen wollen.
sonnenkind hat geschrieben: Jacaranda, es ging mir beim Zitieren nicht um exakt übereinstimmende Zeitfenster oder Abläufe, sondern um eine Relation der Bedeutung von uns "Normalos".

Wie BilderBerger auch ähnlich schrieb.....sich selbst und seine Bedeutung einfach nicht überbewerten..Und was ich mit "im Fluss sein" meinte...In den letzten zwei Jahren war mir, zum Beispiel, überwiegend wichtig, einem meiner Kinder Stütze und Hilfe zu sein.

Jetzt ist dieses Thema (zum Glück) kein Thema mehr und ich kann mich neu aufstellen und mir ansehen, was mir aktuell wirklich wichtig in meinem Leben ist.



und mir ging es darum, daß es (für mich) Themen gibt, die immer (mehr oder weniger) wichtig sind @Sonnenkind
filofaxi: Bin ganz deiner Ansicht.
@ Fumaria1

….Mir wird hier viel zu leicht und zu umfassend von Schuld geredet, Schuld kann man nur für etwas sein, was man mit den eigenen Sinnen und vor Ort selbst Tun oder Lassen kann. …..

In der Pflicht der Tilgung einer Schuld zur Zwecke des Schadensausgleichs ist man immer dann, wenn jemand Anderem durch das eigene Dazutun oder durch ein Versäumnis ein Schaden entstanden ist – ganz gleich, ob vorsätzlich oder aus Versehen.

…..An dem in China umfallenden Sack Reis kann niemand anderes schuld sein als der Mensch vor Ort, folglich kann auch mein Protest gegen umfallende Reissäcke in China schuldfrei machen. ….

Wenn dein Aufruf dazu beitrüge, dass die Verursacher eines Schadens bereitwilliger würden, Schadensausgleich zu leisten, würdest du dich eines Versäumnisses wegen mitschuldig machen, deinen Teil zum Schadensausgleich beizutragen.

…..Es ist ja möglicherweise die Aufgabe des jetzigen Evolutionsschrittes mit dieser sogenannten "Schuld" leben zu müssen ohne jemals selbst etwas an den herrschenden Umständen ändern zu können.
Vielleicht erkläre ich Japan ja den Krieg, weil sie wieder Wale jagen wollen. ….


Vielleicht kannst du aber auch gerade jetzt im Alter die Pflicht des Weisen erfüllen, für eine diplomatische Lösung des Problems zu werben, um der radikalen Unvernunft geltungssüchtiger junger Heißsporne entgegenzuwirken und so das Schlimmste verhindern helfen, wie es seit Menschengedenken im Ältestenrat bislang üblich war.
filofaxi hat geschrieben: Vielleicht kannst du aber auch gerade jetzt im Alter die Pflicht des Weisen erfüllen, für eine diplomatische Lösung des Problems zu werben, um der radikalen Unvernunft geltungssüchtiger junger Heißsporne entgegenzuwirken und so das Schlimmste verhindern helfen, wie es seit Menschengedenken im Ältestenrat bislang üblich war.


So wie mit der Schuld sehe ich auch das mit der Pflicht, die kann nur aus sich selbst heraus entstehen, weil man vor Ort mit den eigenen Sinnen die Situation erfassen und analysieren kann. Eine Pflicht der Weisen ist zwar eine schöne Metapher aber nur ein Trick um andere für etwas aufzuhetzten was man selbst nicht ändern kann.
@ Fumaria1

…..So wie mit der Schuld sehe ich auch das mit der Pflicht, die kann nur aus sich selbst heraus entstehen, weil man vor Ort mit den eigenen Sinnen die Situation erfassen und analysieren kann.....

Die Pflicht, einseitige Schuldverhältnisse zu begleichen, ergibt sich in der Tat aus dem beidseitigen Befolgen eines gemeinsamen Abkommens sowohl unter gleichberechtigten, einander wohlgesonnenen Verhandlungspartnern, als auch unter ungleichen Partnern, wie dem Gesetzgeber, dessen Gesetze zu befolgen, des Volkes erste Pflicht ist, um nicht gewaltsam zum Gehorsam gezwungen zu werden.

Dienen seine Gesetze jedoch nicht dem Wohl des Volkes, sondern nur dem des Gesetzgebers selber, besteht im Interesse der Allgemeinheit auf Seiten jedes Einzelnen die wohlbegründete Pflicht des zivilen Ungehorsams.

Die Pflicht hingegen, das Zustandekommen einseitiger Schuldverhältnisse von vorneherein zu verhindern, dient dazu, dass es gar nicht erst zu einer dauerhaften, einseitigen Schädigung kommt, die man am Ende gar nicht mehr ausgleichen kann - wozu es in allen Kulturgemeinschaften mannigfaltige, hilfreiche, soziale Verhaltensregeln gibt.

….Eine Pflicht der Weisen ist zwar eine schöne Metapher aber nur ein Trick um andere für etwas aufzuhetzten was man selbst nicht ändern kann. ….

Wer Menschen gegeneinander aufhetzt, statt sie miteinander zu versöhnen, und den Krieg auch noch als optimale Problemlösungsstrategie für Ratsuchende anpreist, die auch noch in Zukunft auf friedliche Weise miteinander zusammenleben müssen, wenn sie überleben wollen, ist nicht weise, sondern ein ideologisch verblendeter, zynischer (menschenverachtender) Schwachkopf, der mehr Schaden als Nutzen damit anrichtet.
Hallo Sonnenkind, warum wertest Du Dein Sein so ab? Auch wenn sich in 500 Jahren niemand mehr an uns erinnert, sind wir trotzdem ein Sandkorn im Gefüge der Welt. Wir haben sie mit unserem Leben bereichert und den Fortbestand gesichert. Ich fühle mich wohl bei dem Gedanken, Teil des Ganzen zu sein. Das macht mich nicht größer, aber auch nicht kleiner als ich bin.
"Wer sich also der sozialen Verpflichtung gegenüber seinen Nachkommen bewusst ist, weil es Niemand Anderen sonst gibt, der die Voraussetzungen dafür schaffen kann, dass es seinen Nachkommen wohl ergeht, und sie lang leben auf Erden, wird nicht egoistischerweise nur nach dem Motto leben: „Erst komm ich und danach erst die Anderen“, oder sagen: „Nach mir die Sintflut!“,
Ich bin davon überzeugt, daß sich viele Menschen in der zivilisierten Wert dieser sozialen Verantwortung bewußt sind."
Filofax Aussage kann ich nur bestätigen. Veränderung beginnt bei uns selbst. Auch wenn es in der Welt ungerecht zugeht, haber ich die Möglichkeit in meinem begenzten Rahmen fair zu handeln, meinem Nachbarn zu helfen , Flüchtlingen beizustehen, wenn es darum geht, sie in ihrer neuen "Heimat" ankommen zu lassen, Menschen für ihr Andersein, nicht abzuwerten, meinen Kindern den Weg ins Leben zu erleichtern, ohne sie am Selbständigwerden zu hindern und trotz meiner Bemühungen, nicht immer alles richtig zu machen, mal den falschen Weg einzuschlagen und wenn ich die falsche Richtung erkenne, diese zu korrigieren, ...
digeridoo hat geschrieben: Hallo Sonnenkind, warum wertest Du Dein Sein so ab? Auch wenn sich in 500 Jahren niemand mehr an uns erinnert, sind wir trotzdem ein Sandkorn im Gefüge der Welt. Wir haben sie mit unserem Leben bereichert und den Fortbestand gesichert. Ich fühle mich wohl bei dem Gedanken, Teil des Ganzen zu sein. Das macht mich nicht größer, aber auch nicht kleiner als ich bin.


Es war absolut kein Gedanke daran vorhanden, mein Sein abzuwerten....

Es ging um Verhältnismäßigkeiten im Allgemeinen.
Was in meinem Leben bis heute immer wichtig war, ist der Mut seine Träume auch wahr zu machen und sie zu leben.
Träumen finde ich wichtig und Mut auch.

Manche Träume konnte ich leben, andere wieder nicht. Nicht unbedingt aufgrund fehlenden Mutes, sondern aus ganz unterschiedlichen, anderen Gründen.

An manchen Stellen hatte das Leben eben mal etwas völlig Anderes für mich vorgesehen.

Oder vielleicht habe ich auch in zu großen oder falschen Dimensionen geträumt.

Mir ist wichtig im Leben, auch, wenn Träume sich mal nicht, oder ganz anders erfüllen, das annehmen zu können und zufrieden zu sein.

Träume möchte ich haben, bis mir der Deckel ins Gesicht fällt.
Vielleicht sind die Träume von heute schon die Arbeit am nächsten Leben in der Anderswelt.