Eigentlich hatte ich ein Forum gesucht speziell für Großeltern. Habe nichts gefunden und bin hier in diesem Forum gelandet. Vielleicht finde ich hier auch ein bißchen Rat oder Unterstützung.
Ich bin im August 2007 Oma geworden. Es ist das Kind meines Sohnes und ich habe eine Schwiegertochter.
Sie meinten kurz nach der Geburt ich hätte verirrte Gefühle, weil ich gerne meine Enkeltochter öfter sehen wollte. Bis jetzt habe ich sie nur einmal sehen können 3 Tage nach der Geburt. Ich hatte eine große Auseinandersetzung mit meinem Sohn. Daraufhin meinte er, wir sind für ihn gestorben.
Vielleicht hat jemand hier auch solches Erlebnis. Wäre schön, wenn es im Raum Berlin wäre. Würde mich gerne mit jemanden darüber unterhalten, dem es eventuell genauso geht. Das ist jetzt auch nur ganz kurz beschrieben.
Freu mich sehr, wenn ich eine Antwort bekommen würde
lieben Gruß
Nela
Hallo Nela,
ich kann dich gut verstehen.Bin selbst Oma seit Okt.2006 ,der Vater ist auch mein
Sohn und habe auch eine Schwiegertocher- Die Familie wohnt allerdings nicht in Berlin.
Ich liebe meinen Sohn , denke aber , dass man Söhne abgibt. Mit einer Tochter wäre es ein anderes Verhältnis.Ich kann dies bei meinen Kolleginnen beobachten , die eine Tochter haben und auch Oma sind. Vielleicht können wir uns ja mal persönlich darüber austauschen. Denn manchmal bin ich ganz schön traurig darüber.
Herzlichst Monika
:shock: Also Nela, das verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht! Ich selbst habe noch keine Enkel, aber neben mir mehrere junge Paare mit kleinen Kindern wohnen, von denen ich weiß, dass die Großeltern regelmässig ihre Enkel besuchen und auch mal ein Wochenende zu sich nehmen...

Von "verirrten Gefühlen" kann da nun wahrlich keine Rede sein, sofern du ihnen nicht evtl. das Gefühl gegeben hast, dieses Kind als deines anzusehen - was natürlich aus deinen Zeilen nicht hervorgeht. Das kann ich mir eigentlich auch gar nicht vorstellen!

Es würde ich mich an deiner Stelle ja schon brennend interessieren, woher dein Sohn samt Schwiegertochter diesen -sorry! - in meinen Augen "Schwachsinn" haben!

Es ist doch völlig normal, dass man als Oma sein Enkelkind regelmässig sehen möchte, versuche doch nochmal mit deinem Sohn zu sprechen!

Foxi
Hallo Monika, hallo foxi,

das hätte ich ja kaum erwartet, das ich so schnell hier eine Antwort bekommen. Das ist super lieb von euch.
Würde mich gerne mit dir Monika darüber unterhalten. Aber anscheinend hast du doch regelmässigen Kontakt mit deinem sohn. Wenn mein Sohn weit weg wohnte würde ich das alles auch noch akzeptieren. Aber dann kann man sich auch nicht regelmässig sehen. Mein Sohn wohnt nur 15 Autominuten von mir entfernt.
Hallo Foxi. ich habe schon versucht mit meinem Sohn zu sprechen. Aber er wird dann so verletzend. das ich tagelang danach nur noch Heulen muß.
Es gibt eigentlich so viel darüber zu berichten. Kann es kaum alles niederschreiben. In der Schwangerschaft hatte ich mit meiner Schwiegertochter ganz normalen Kontakt. sie schrieb mir fast jeden 2. Tag eine email. Allerdings ging es ihr in der Schwangerschaft nicht so gut. Sie hatte starke Wassereinlagerungen und zu hohen Blutdruck. Für sie war die Schwangerschaft eher eine Krankheit. Ich mußte mir oft auf die Zunge beissen weil ich wußte, das sie mir immer schnell etwas zum Vorwurf macht, was ich für sie falsch sage. Schon eine Woche bevor sie in die Klinik mußte. Sie bekam einen Kaiserschnitt. schrieb sie mir schon, das sie im Krankenhaus keinen Besuch möchte. Nur kurz und dann mit vorheriger Absprache. Da mußte ich schon bis zum 3. Tag warten bevor ich das Kind sehen durfte. Als ich dann am 3. Tag da war, wurde mir schon gesagt, das sie wenn sie aus dem Krankenhaus kommt erst mal 14 Tage Ruhe haben will damit sie selber erst mal mit dem Kind zurecht kommt. Nach 14. Tagen rief ich an und fragte, wann ich kommen kann, da ich die Kleine gerne sehen möchte. ich sagte auch zu ihr, das es nicht lange sein muß. Nur eine halbe Stunde. Mein Sohn kam dann ans Telefon und meinte ich solle nicht so rumnerven. Ich würde schon das Kind sehen, wenn sie es wollen. Er war richtig hart in seiner äusserung. Ich mußte mit den Tränen kämpfen. Am nächsten Morgen bekam ich eine email von meiner Schwiegertochter. In der sie schrieb, das sie den Eindruck hat, das ich mich in verirrten Gefühlen verrenne. Diese ganze email war eigentlich eine Frechheit. Kann das hier gar nicht alles schreiben. Daraufhin meldete ich mich nicht mehr. Kurz vor Weihnachten riefen sie mich an und fragten warum ich mich nicht mehr melde. Ich meinte das ziemlich verärgert bin über diese email. Mein Sohn war dann auch wieder sehr verletzend. Ich konnte nicht mehr reden, da mir die Tränen in die Augen stiegen. Seit dem habe ich nichts mehr von ihnen gehört.
Es ist ganz schrecklich. Ich muß jeden Tag daran denken. Kann auf der Strasse kaum Kinder mit ihren Omas ankucken. Ich hatte mich so sehr gefreut auf mein Enkelkind. Vielen Dank für eure Antworten.
LG
Nela
Hallo Monika,

habe erst jetzt noch mal in dein Profil geschaut und habe festgestellt, das du auch in Berlin wohnst. Das ist ja super. Dann könnten wir uns wirklich persönlich unterhalten.
LG
Nela
Hallo Nela
auch ich bin eine Oma, die ihre Enkel immer gerne um sich hat.
Ich denke, aus meiner Sicht , das man beim erstenmal Oma werden , den Kindern ganz schön auf den Nerv gehen kann, ohne es selber zu merken.
Ich schreibe aus Erfahrung.
Andererseits ist es aber, glaube ich ,total schief gelaufen bei euch.
Ein dummes Wort, was vielleicht nicht so gemeint war, und schon ist es passiert.

Deine Kinder, ich schreibe bewusst Kinder und schließe deine Schwiegertochter damit ein, sind im Moment vielleicht etwas überfordert.
Erinnere dich mal wie es und beim ersten Kind ging.

Lege nicht jedes Wort deines Sohnes auf die Goldwaage, es hilft dir nicht und den Kindern auch nicht.
Sei einfach Oma, höre zu wenn man dich fragt und biete Hilfe an.

In der jetzigen Situation ,spring über deinen Schatten, ruf an als ob es nie den Wortwechsel gegeben hat, sage konkret eine Termin wann du kommen möchtest.
Es bleibt deinen Kindern nur eine Alternative, wenn sie dann auch Ruhe haben wollen, Termin bestätigen oder einen neuen vorschlagen.
Versuch es einfach, zu verlieren hast du nichts mehr, du kannst nur gewinnen.

Viel Erfolg
Gruß sigi, die weiß wovon sie spricht,
:wink:
Hallo, Nela,
ich kann Sigi nur beipflichten.
Ein paar Tipps möchte ich wiederholen / ergänzen:
höre nicht auf, Deinen Sohn zu lieben. Er ist Dein Kind. Sei weiterhin lieb zu Deiner Schwiegertochter. Sie macht Deinen Sohn glücklich. Sie hat ihm ein Töchterchen geschenkt. Sei dankbar + lieb. Junge mütter sind nach der Entbindung manchmal "komisch" - das hat hormonelle Ursache + geht vorbei.
Sei nicht nachtragend. Verzeihe großzügig, gelassen, in Liebe.
Zeige Bereitschaft, ohne zu nerven. "Ich bin immer für Euch da"
Schicke ihnen liebevolle Gedanken.
Gib ihnen Zeit. Bitte um ein Foto.
Und laß dieses blöde SMS-schreiben. Sorry. Wie wäre es mit einem Brief ?

Liebe Grüße an Dich von
Sigi hat recht. Einer Freundin von mir ging es ähnlich wie Dir.sie bat ihre Kinder um Nachsicht und das sie nicht vorhatte sich aufzudrängen.Sie schickte immer mal hübsche Karten und ab und an einen Blumensrauß an die junge Mama. Sie wartete bis sie eingeladen wurde und so langsam ging es voran . Jetzt bekam sie ihren Enkel sogar zum sitten über Neujahr.
Also habe erst mal etwas Geduld und übe dich in Nachsicht.
Ich glaube allerdings schon das du sehr traurig bist, also Kopf hoch,wir Mütter haben doch schon mehr einstecken müßen oder?
Halo nela53!

Ich hatte eine wunderbare Schwiegermutter - leider ging sie mir anfangs fürchterlich auf die Nerven.
Sie meinte alles so gut - und erdrückte mich mit ihrer Fürsorge und damit - mir - in allem helfen zu wollen. Ich fühlte mich eingeengt.

Mein Mann sass zwischen 2 Sesseln. Ich jammerte ihm was vor - und auch meine Schwiegermutter - beklagte sich - wenn etwas nicht so war - wie sie sich das vorgestellt hatte..
Eigentlich war er der Ärmste.

Viel später erkannte ich erst - wie gut meine Schwiegermutter wirklich war und wie wichtig ihr die Familie war.
Aber dazu - mußte ich eben auch erst reifen - und erkennen lernen.

Ich selbst habe aus meinen Erfahrungen viel gelernt - denn ich habe meinen Kindern immer sehr gerne geholfen - aber ich habe mich nie aufgedrängt. Auch heute noch - sie wissen - sie können mit mir rechnen - aber ich bevormunde nicht und lasse sie selbst ihre Dinge entscheiden.
Wenn sie mich etwas fragen - dann sage ich immer:
" Ich würde es wahrscheinlich - so oder so machen..."
Ich sage nie - du mußt das oder das so tun - ....
das erzeugt Druck - und man kann es als Bevormundung empfinden.

Nimm die Jungen an wie sie sind - und gib zu verstehen - daß du dich mit ihnen freuen kannst - und gerne hilfst - wenn sie das wollen, aber das sie keine Angst haben sollen - daß du dich in ihr Leben einmischen willst.

Lerne akzeptieren. Es ist nicht immer einfach.

kundgeba
Hallo nela,

dass Verhältnis zu meiner Schwiegermutter war besser als zu meiner eigenen.
Ich habe sie sehr geliebt und sie hatte mich als Tochter angenommen.

Aber als mein Sohn geboren wurde - mein Mann und ich waren noch Studenten - habe ich in seiner Heimatstadt entbunden. Dann sollte und wollte ich auch noch 2 - 3 Wochen bei ihr bleiben und mich verwöhnen lassen.

Ich war dann wirklich ekelhaft zu ihr. Sie wollte mir jungem Ding helfen und zeigen wie das mit so einem kleinen Baby geht.
Meine damalige Antwort: Das ist mein Kind.! Eifersucht !
Und am nächstem Tag sind wir in unsere Wohnung gefahren.
Meine Schwiegermutter hat dann ab und zu angerufen - mein Blödsinn war vergessen.

Du musst Deinen Kindern Zeit geben - sie sind noch jung und auch etwas dumm.
Ich weiß wovon ich rede - und Siggi hat es auch schon ähnlich beschrieben.

LG Provence
Hallo Nela,
da ich kein Premiummitglied bin ,kan ich dir nicht persönlich antworten. Gerne würde ich mich mit dir austauschen.
lg Monika
Ich gehe am liebsten dann zu Besuch, wenn ich eingeladen werde.
Und ich mag auch keine Besuche, die ich nicht eingeladen habe.

Nicht mal aus der Familie.

Hebbe
Herbert07 hat geschrieben: Ich gehe am liebsten dann zu Besuch, wenn ich eingeladen werde.
Und ich mag auch keine Besuche, die ich nicht eingeladen habe.

Nicht mal aus der Familie.

Hebbe


Meine Kinder können ohne Anmeldung jederzeit zu mir kommen - aber ich gehe nie ohne Anmeldung sie besuchen.

kundgeba
kundgeba hat geschrieben:
Herbert07 hat geschrieben: Ich gehe am liebsten dann zu Besuch, wenn ich eingeladen werde.
Und ich mag auch keine Besuche, die ich nicht eingeladen habe.

Nicht mal aus der Familie.

Hebbe


Meine Kinder können ohne Anmeldung jederzeit zu mir kommen - aber ich gehe nie ohne Anmeldung sie besuchen.

kundgeba


genau so verhalte ich mich auch....................