Nick2017 hat geschrieben: als Betroffener kann ich meine Empfindungen nur so beschreiben:

Nicht dass Sterben ist das schlimmste. Sondern, dabei zusehen zu müssen, wie jemand, den du liebst, stirbt. Während du weißt, dass Du dich niemals davon erholen wirst. Und die unwiderufliche Gewissheit, den Rest deines Lebens, mit diesem Tod leben zu müssen.


Als Betroffene kann ich Dir nur sagen, dass der Zeitpunkt kommt wo man gelernt hat zu akzeptieren, der gliebte Mensch ist zwar körperlich nicht mehr anwesend, aber im Herzen lebt er weiter.
Es heißt nicht umsonst "Trauerjahr" - Du brauchst die Zeit der Trauer, des Loslassens und Finden einen eigenen Weges.
Wenn Dir Trauergruppen/Gesprächskreise nicht zusagen, setze Dich an den PC und schreibe alles, was Dir auf der Seel liegt runter - schreie, weine, schimpfe, fluche - versuche so mit Deiner Gefühlswelt ins Reine zu kommen.
Es klingt "banal", aber der Tod gehört nur mal zum Leben. Wir alle werden eines Tages diesen Weg gehen, der eine früher, der andere später - es ist der Zug des Lebens.
Von Herzen wünsche ich Dir viel Kraft, um Deinen Weg zu finden.
Vielleicht hilft das ein wenig zu verstehen

https://www.youtube.com/watch?v=hEOlyyeSii0
"Leben bedeutet: Jeden Tag ein Stückchen sterben. "Richtig" gestorben bedeutet ewig leben" daVinnci

Was meine ich mit "richtig" sterben? Mit richtig sterben meine ich, mit dem richtigen Bewusstsein hinüber gehen.

Wir trauern immer um uns selbst, über unseren Verlust und das dürfen wir auch.

Meine Erkenntnis: Es gibt keinen Tot, nur tote Körper und....das "Diesseits" und das "Jenseits" ist ein großes Ganzes! Hüben wie Drüben gelten die selben Schöpfungsgesetze.
Das Sterben ist eine Geburt im Jenseits.

Und wir nehmen nur das mit was wir gegeben und innerlich erlebt haben.

Den Weg zu Antworten auf meine Fragen fand ich 1982 durch einen Vortrag in Essen von Dr. jur. Richard Steinpach, Wien, mit dem Titel: "Warum wir nach dem Tode leben und welchen Sinn das Leben hat." Dieser Vortrag führte mich zum Werk: "Im Lichte der Wahrheit - Gralsbotschaft".

PS: Wenn wir GOTT die Ehre der Vollkommenheit geben, dann ist es viel, viel leichter mit dem Verlust eines geliebten Menschen um zu gehen.
Nick2017 hat geschrieben: als Betroffener kann ich meine Empfindungen nur so beschreiben:

Nicht dass Sterben ist das schlimmste. Sondern, dabei zusehen zu müssen, wie jemand, den du liebst, stirbt. Während du weißt, dass Du dich niemals davon erholen wirst. Und die unwiderufliche Gewissheit, den Rest deines Lebens, mit diesem Tod leben zu müssen.


Ja...genauso ist es.........mein Mann ist vor 15 Tagen verstorben während ich bei ihm saß. ...

Ich fühle mich wie ein Vogel mit nur einem Flügel.......aus der Bahn geworfen..................ich weiß nicht wie ich das schaffen soll...........................und ich dachte immer, ich bin stark...........
@Lulumanu - lass deiner Trauer einfach ihren Raum - du brauchst das jetzt.

Es ist ein Ventil - dass dein Körper zur Zeit braucht - also weine und du wirst sehen - die Tränen werden einmal versiegen, weil dein Lächeln wieder oberhand gewonnen hat.
Also lasse dann zum richtigen Zeitpunkt auch immer wieder dein Lächeln zu.
Du wirst sehen - dein Lächeln wird oberhand gewinnen - und die Tränen - die dir geholfen haben - deine Trauer zu bewältigen - werden wieder versiegen.
Jemanden nicht mehr leiden zu wissen, gibt Trost und Rückhalt.
Noch einmal mit allen Ängsten, Schmerzen, jeglicher Hilflosigkeit
die letzte Zeit zurückholen wollen, das wünscht sich wahrscheinlich
niemand.

Es war genug und so wie es jetzt ist, ist es gut.
Gut für das Liebste, was wir verloren.
Gut, dass wir begleiten durften.
Gut, wenn uns der Blick nach oben Kraft schenkt.