Shekinah das ist richtig!

 
Shekinah hat geschrieben: Tarantel für dich schon. Aber leider für viele Andere nicht. Und deshalb werde ich dieses Thema weiterhin nicht totschweigen, das tun nämlich noch allzu Viele.


    So sehe ich es auch - für mich auch ein sehr wichtiges Thema und auch ich werde mich bei solchen Themen immer gerne zu Wort melden - vielleicht hilft es die Akzeptanz zu verbessern.
Das Thema ist wichtig, allerdings muss man das nicht mit knirschenden Zähnen angehen, finde ich
 Also entspannt euch dabei wenigstens  

http://youtu.be/hzisbxMx04c 
Hannaos hat geschrieben: Transsexuelle
sind Menschen, die in dem Geschlecht, in dem sie geboren wurden, nicht zu Hause sind. Der Konflikt zwischen Seele und Körper kann zu schweren psychischen Belastungen bis hin zum Suizid führen. Hilfe bekommen Sie bei Psychologen und geschulten Medizinern, die nach klarer Diagnose gegengeschlechtliche Hormone verordnen. Teilweise erfolgen später noch geschlechtsangleichende Operationen.
Unabhängig von Operationen können sie nach entsprechenden Gutachten eine Personenstands- und Vornamensänderung vornehmen lassen und haben somit vor dem Gesetz das Geschlecht gewechselt.

Seelisch Transsexuelle
streben im Gegensatz zu Transsexuellen keine geschlechtsangleichende Operation an, auch wenn ihnen bewusst ist, dass sie mehr dem anderen als dem geborenen Geschlecht angehören. Teilweise begeben sie sich nach ärztlicher Verordnung in eine Hormontherapie.
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Liebe Hanna,

ich versuchs jetzt mal.......zu ergründen :D

isses so wie folgend ?

wenn ich mich in einen transsexuellen Menschen einfühle, dann wird einem schlagartig klar, dass es nur dessen Geist ist, der sich leben will.
So wie jeder Mensch sich selbst verwirklichen will ...
Nur bei Transsexuellen ist dies natürlich sehr schwierig, denn wer sich selbst leben will, so wie er sich fühlt, der wird dies auch an seinem Körper tun wollen.
(Kleidung, Schminke, Haare usw.)

Ich glaube jeder von uns kennt das, wir gehen Klamotten kaufen und wollen uns das kaufen in dem wir uns wohl fühlen.
Jeder von uns weiss, wie unwohl man sich fühlt, wenn man zum Bsp. berufsbedingt was anziehen muss, das so gar nicht zu einem passt.
(Blöder Vergleich, aber mir fällt grad nix anderes ein)
Die Seele möchte sich auch auf körperlicher Seite sichtbar machen und ich vermute hier liegt das Problem.

Vermutlich geht's auch mehr ums leben wollen - als ums zeigen.wollen.
Mehr um den Punkt - innere und äussere Harmonie - als um Provokation.

Und ich vermute genau das könnt der Punkt sein, der so schwer für andere zu verstehen ist.
Aus irgendeinem Grund fühlen sich manche angepisst, wenn jemand sich selbst leben will..... :shock: im schlimmsten Fall fühlen sie sich noch provoziert, weil da halt jemand anders ist.

Was ich aber noch nicht versteh - was ist der Unterschied zwischen einem Transsexuellen und einem seelisch transexuellen Menschen?
Hat der seelisch transsexuelle Mensch ein anderes Verhältnis zu seinem Körper als der Transexuelle Mensch ?
Hallo Dragonfly,

Du hast vollkommen Recht.
Transsexuelle möchten gerne in Ihrem Wunschgeschlecht leben und natürlich sich auch so kleiden. Gleich ob es sich um Mann zu Frau oder Frau zu Mann TS handelt. Der innere Drang kann gewaltig sein. Im Rahmen einer Geschlechtsanpassung werden - wie schon geschrieben - gegengeschlechtliche Hormone verabreicht oder sogar operative Eingriffe vorgenommen.
Trtanssexuelle streben eine weitestgehende Anpassung an; eben inklusive Kleidung, Hormone und OP.

Seelisch Transsexuelle hingegen haben vom Inneren her auch den Drang, im anderen Geschlecht zu leben, lassen sich aber nicht operieren. Meistens gehen diese Menschen bestenfalls nur bis zur Hormontherapie. Sie schaffen es aber oft auch, gelegentlich noch in Männerkleiduntg oder unisex gekleidet aufzutreten

Der Begriff "seelisch transsexuell" ist nicht "offiziell". Erst in den letzten Jahren kam diese Bezeichnung auf. Zudem sind die Grenzen sehr fließend und die Menschen natürlich auch sehr verschieden. So findest Du hier alle "Grautöne" (siehe meinen Eröffnungsthread) vertreten.

Eines ist aber bei allen gleich: Sie fühlen sich im falschen Körper und streben zeitweise oder ganz das Leben im anderen Geschlecht an.
Dragon, der "seelisch transsexuelle" Mensch hat sich meist mit seinem Körper arrangiert, auch wenn er seelisch unter starkem Druck steht. Das ergibt sich meist aus der Erkenntnis, dass die bestehenden Probleme meist nur durch andere abgelöst würden, sich also nur verlagern bei einer Geschlechtsanpassung (nicht -veränderung). Ich kenne Transsexuelle, welche die ganze Prozedur hinter sich haben und gerne alles Rückgängig machen möchten, weil sie jetzt noch mehr Probleme haben als vorher, einfach nur andere. Und die Suizidalität ist immer noch erschreckend hoch.
Auf Erotikportalen gibt es mehr Transsexuelle und Transvestiten, als Frauen. Vielleicht wäre so eine Plattform ja was für die Themenerstellerin? Zumindest um Gleichgesinnte zu treffen.
Nein wäre es mit Sicherheit nicht. Auf so eine Idee kann nur kommen, wer nicht begriffen hat, um was es ihr geht.

Schon der Ausdruck "Gleichgesinnte" verdeutlicht das Unverständnis. Transsexualität ist keine Gesinnung und es geht nicht um Sex, sondern um die persönliche Existenz.

Warum ich das weiss? Weil ich tagtäglich auf einer entsprechenden Plattform Menschen betreue.
Stelle mich bitte nicht als doof dahin, denn jeder Mensch ist anders. Es war nur ein Vorschlag, mehr nicht. :roll:
Hallo Hanna,

mein Sohn hat hat sich mir gegenüber geoutet, sein seelisches Geschlecht ist weiblich.

Ich danke dir ganz herzlich für diesen offenen und mutigen Beitrag!


...Ich habe so ein komisches unwohles Gefühl, bei dem Gedanken..... :oops:
Hallo Hanna,

Solchen Menschen, die so offen sind wie DU, wird es gelingen,das zu finden, was sie suchen! Sich verstecken , führt m.E. in Schwierigkeiten und Selbstzweifel!
Eine gute FReundin ist Dir sicher... Dein seelenvoller, wunderbarer Hund! :D

Danke für Deine Geschichte voller Mut und Zuversicht,bin berührt davon!
Bleib wie DU bist,alles Gute und ganz viel Glück!! :wink:

swimmy
Liebe Hanna

Vielen Dank für deine Auf-Erklärung und auch mir den Spiegel vorhalten, mir der doch sooo tolerant ist :oops:

Hintergrund: vor langer Zeit, gab noch kein www, war in meinem Bekanntenkreis einen ER wollte aber eine Sie sein, wie ich mich erinnere "nur" Hormontherapie.
Ich war weniger an den Sprüchen, Witzen über sie/er beteiligt, aber ernst nehmen konnte ich sie/er nicht.

Was nun schlimmer wahr, die blöden Sprüche oder das nicht ernst genommen werden als Person, kann ich nicht beurteilen :oops:

Auf jeden Fall fühle ich mich im nachhinein ziemlich versch.......en über mein Verhalten!
Die seelische Qual die wir ihr angetan haben ist ja Folter höchsten Grades.
Also Aufklärung, vorallem auf deine Art, tut not!! und zwar allen!!

LG
Jürg

PS: solche Tröööts ohne kindisches, mimosenhaftes Gezänk, wie vielfach zu lesen ist,
könnten mich zu einer Premium Mitglied werden lassen :wink: :mrgreen:
Liebe Hanna,

mit deinem Eingangstext gibst du mit Sicherheit Menschen, die das gleiche wie du empfinden wie du, Mut. Wobei auch sehr viel Mut dazu gehört sich hier zu outen.

Kindermund

Mädchen 10 Jahre
"du bist doch ein Junge wieso hast du heute eine Brust?"

Junge 13 Jahre
"Ich weiß nicht wer ich bin, geboren als Junge, innerlich ein Mädchen.
Bitte verrate mich nicht, dass ich ein BH anhabe, bekomme sonst Prügel.
Ziehe den BH nachher aus und verstecke den, bevor ich nach Hause gehe"

das Mädchen
"ich verrate nichts, das bleibt unser Geheimnis, wir sind doch Freunde."

Das Mädchen war ich. Wir haben uns nach der Schule aus den Augen verloren.
Für mich war es von da an selbstverständlich, dass er immer wieder mal einen BH angezogen hat. Wir haben nie darüber geredet wie man das bezeichnen soll, wir wussten es nicht.. Wir waren Freunde und ich mächtig Stolz, dass ich sein Geheimnis mit ihm teilen durfte. Es war für mich etwas normales, wenn auch geheim.

Durch dieses Erlebnis habe ich als Erwachsene nie ein Problem damit gehabt, wenn ein Mensch sich zu dies oder anders hingezogen gefühlt hat. Allerdings wurde erst in den 90 Zigern vieles öffentlich gemacht, auch dass man danach einiges über das Thema in Google finden und lesen konnte. Nicht immer Positiv, leider.

Vorurteile findet sich selbst heute noch, im Zeitalter des modernes Mensches. Das Thema ist zweitrangig, es wird abgeurteilt ohne sich Gedanken zu machen ob richtig oder falsch.
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Sehe gerade deinen thread
grüsse an dich und wuffi
in den norden 
Liebe Hanna,
Ich bin überzeugt dass Menschen mit ausreichendem IQ gibt, die Dich unterstützen werden.
Hier in OL kann man Gender studieren. Gerade hier gibt es sehr viele junge Menschen, die sich dazu bekennen. Finde ich gut. Es wird sich zukünftig viel bewegen, auch Mobiles (die Dinger an der Zimmerdecke :) ) ziehen ihre Kreise.
Schau Dir die ewig Gestrigen an, die heute die re. Demos dominieren, die Wahlen unterstützen, bei denen ich mich nur noch schütteln kann. Die werden wir zwar nicht los, aber sie begegnen uns glücklicherweise nicht überall.
Ich gebe Unterricht in einer Berufsfachschule. Da war eine Mittzwanzigerin aus Russland. Sie erzählte das in ihrem Heimatland Menschen mit anderen Neigungen auf der Straße geschlagen werden. Da war ich beinahe platt, fragte sie dann, ob denn in ihrem Heimatland auch Grippekranke, oder Behinderte geschlagen werden? Ich erklärte ihr das schlagen wohl weder zur Gesundung, noch zu einer anderen Neigung führen kann.
Wir haben Länder die sind in diesen Themen maßlos unterentwickelt und andere Länder, die sind uns voraus.
Alles was dem Menschen nicht so bekannt ist, macht ihm Angst und stößt dadurch auf Gegenwehr.
Unserem Land fehlt die offene Kommunikation, die von allen gleich verstanden wird.
LG Julchen :)