Hallo „Süchtige und Co´s
Wie wäre es einen extra Thread für
diesen sensiblen Themenkreis zu eröffnen.?
Einen Thread wo über Süchte im
Allgemeinen, Ursachen, Wirkungen
und Folgen geschrieben werden kann.
Die beiden zurzeit bestehenden zwei Threads sind
ja zu spezifisch ausgeschrieben.
Sollte ein reger Zulauf erfolgen kann eventuell
ein spezieller Themenkreis, wie früher einmal,
von der Administration eingerichtet werden.
Alle Suchtthemen können hier behandelt werden.
Der Thread dient dem Erfahrungsaustausch, soll
Hilfsangebote anbieten, eigenes Erleben wiedergeben,
„Betroffenen und Co – Abhängigen“ einen positiven Weg
und Umgang mit der jeweiligen Sucht aufzeigen.
Überwiegend wird es die Sucht „ Alkoholismus“ sein,
aber nicht nur. Alle die Gesundheit schädigenden Süchte
können angesprochen werden.
Meine Bitte ist:
Aufgrund der Ernsthaftigkeit des Themas wird darum gebeten
von unsachlichen Bemerkungen oder Verwitzelungen
Abstand zu nehmen.


froggy, überlege dir gut, ob es dir auch verträglich scheint, leuten, die einer völlig anderen wahrheit gewiss sind, als es deine ist, den raum zu schreiben, auf den sie einen anspruch haben, auch zu geben?

bisher habe ich davon nichts bemerkt - nur dass, willkommen der ist, der dem "club"  der unheilbaren beigetreten ist.

herzliche grüße
von
hester 
Es ist ja nur ein Vorschlag von mir.
Und eigentlich sollen ja nur Betroffene ein Forum haben wo der beschriebene Austausch erfolgen kann.
froggybln hat geschrieben: Es ist ja nur ein Vorschlag von mir.
Und eigentlich sollen ja nur Betroffene ein Forum haben wo der beschriebene Austausch erfolgen kann.



du hast mich nicht richtig verstanden froggy,

das meinte ich schon; du schriebst ja:

zit: "Der Thread dient dem Erfahrungsaustausch, soll Hilfsangebote anbieten, eigenes Erleben wiedergeben, „Betroffenen und Co – Abhängigen“ einen positiven Weg und Umgang mit der jeweiligen Sucht aufzeigen."


was ich meinte ist, kannst du es anerkennen, wenn andere - andere positive erfahrungen weitergeben, als die - die du bereits kennst?

hester  
na logo, jede Erfahrung ist wichtig und kann für andere hilfreich sein.
froggybln hat geschrieben: na logo, jede Erfahrung ist wichtig und kann für andere hilfreich sein.



das klingt gut.

dann wünsche ich dir viel erfolg zu  deinem aufruf.


grüße von
hester 
froggybln hat geschrieben: na logo, jede Erfahrung ist wichtig und kann für andere hilfreich sein.


ich find es gut...egal ob co oder trocken oder eben noch abhängig...
viele leute brauchen rat...und hilfe...
und es ist ja so...jeder darf freiwillig hier schreiben...und manche eben nur lesen...
aber es gibt ihnen wieder ein stein für ihren weg auf dem sie gehen können...

den süchte gibt es viele...menschen die sich traun darüber zu reden dagegen recht wenig...
denn es ist doch viel einfacher in der sogenannten heilen welt zu leben...
alles wird unter den tisch gefegt...dort darf es liegen bleiben...
aber weit gefehlt...
dieser schmutz der da unten liegt,holt uns immer wieder ein...und macht zu den problemen die eh da sind den menschen noch kränker...

ich selbst hab meine co-abhängigkeit viele jahre verschwiegen und andere für dumm erklärt...
aber mit dem wissen von heute...weiss ich es besser...
denn es wurde leichter...mein leben, als ich darüber geschrieben, in foren, mit kollegen geredet und mit meinem täglichen umfeld klar schiff gemacht hab...
nur so konnten menschen mich auch verstehn...warum ich manchmal so und nicht anders gehandelt hab...
ich mußte es aber erst schrittweise lernen und das über eine lange zeit...
manche sagen ...das hätte ich schon eher haben können...
doch ich sag...nein...dann könnte ich das jetzt und hier in meinem leben nicht so ruhig geniessen...

und ich wünsche froggy noch viele freiwillige stimmen hier...

sonnige grüße aus der lausitz
Leider ist der Alkohol eine Sucht, die oft nicht wahrgenommen wird. "Was ist schon ein Bier oder so..." Aber es werden immer mehr. Diese Erfahrung hat doch wohl jeder von uns schon gemacht. In fröhlicher Runde erst mal ein Glas zum Aufwärmen und dann weiter. ......
Aber noch schlimmer, als der Alkohol ist für mich der Tablettenkonsum. Man sieht es ja nicht. Und keiner merkt es und trotzdem ist man Mental anders drauf. Die Einen zur Beruhigung, die Anderen zum Aufputschen und dann braucht man wieder welche zum Einschlafen. Kein Alkoholgeruch...kein Schwanken und ein Assi wird man deswegen auch nicht gleich. Und die Ärzte sehen DAS ja ein und verschreiben das Zeug auch noch. Wie ist es mit Schmerzen --erst eine, dann noch eine usw.....
Ich nehme mich davon nicht aus. Durch manchmal unerträgliche Schmerzen, liegt das Zeug überall rum.
lilith

kann ich nachvollziehen. Viele Ärzte verschreiben einfach ohne sich um eventuelle Folgen Gedanken zu machen.Und, die Tablettensucht ist tückisch, besonders betroffen sind Pflegeberufe, oder alle Berufe
welche ständig Negativerlebnisse haben.-Feuerwehr-Polizei usw.
Alkohol ist leider durch den Geruch wahrnehmbar, aber Tabletten erkennt nur ein Fachmann an den Augen, oder am sonstigen merkwürdigen Verhalten.
Nach meiner Erfahrung ist es schwerer von dieser Sucht wegzukommen als vom Alkohol.
ja und wenn dann alkohol und tablettensucht zusammenkommen...
so ist es dann selbstmord auf raten...
und sojemanden von beidem abzubringen ist ein kunststück....an dem ich dann fast mit untergegangen bin...
ich hab gelernt...das nur jeder für sich selbst es schaffen kann oder eben auch nicht...von dem zeug wegzukommen...
ein außenstehender oder angehöriger hat keine chanse, wenn derjenige selbst für sich das nicht will...



sonnige grüße aus der lausitz
Ich rede/schreibe als Blinde von Farben, würde ich mich hier beteiligen.
All zu gern würde ich wissen, ob man nicht doch schon "vorher" helfen kann. Ehe sooo viel Schaden angerichtet wird und der/die Betroffenen im sogenannten Dreck liegen.
Vielleicht würde eine Gesetzesänderung helfen.. die von der Freiwilligkeit einer Entgiftung abkommt.
Ist der Schritt vollbracht, denkt der Betroffenen vielleicht über Langzeittherapien nach.
(ganz so blind nicht....habe so ein Problem an der Backe und bin eine VorzeigeCoAbhängige)
wildcat53 hat geschrieben: Ich rede/schreibe als Blinde von Farben, würde ich mich hier beteiligen.
All zu gern würde ich wissen, ob man nicht doch schon "vorher" helfen kann. Ehe sooo viel Schaden angerichtet wird und der/die Betroffenen im sogenannten Dreck liegen.
Vielleicht würde eine Gesetzesänderung helfen.. die von der Freiwilligkeit einer Entgiftung abkommt.
Ist der Schritt vollbracht, denkt der Betroffenen vielleicht über Langzeittherapien nach.
(ganz so blind nicht....habe so ein Problem an der Backe und bin eine VorzeigeCoAbhängige)


was heißt in deinen augen "Vorzeige-Coabhängige"?
und die freiwillige entgiftung abschaffen...ist in meinen augen nicht klug...
denn wer es wirklich will, der geht zur entgifftung...aber mit zwang, das bringt garnichts....
ich geh immer davon aus...nur wer es wirklich ernst mit sich selbst meint und wer es für sich SELBST tut, der oder die jenige schafft es auch....
um so mehr druck von außen kommt...umso mehr ausreden und blokaden werden bei dem abhängigen aufgebaut...(bestimmt keine formel für alle...ist halt meine erfahrung)


sonnige grüße aus der lausitz
Wildcat

" Keine Hilfe ist die beste Hilfe"

Klingt brutal, ist aber so. Nur wenn ein Abhängiger keinen Ausweg mehr hat, wenn er - leider -ganz unten ist, oder fachlich gesagt: seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, ist er bereit etwas für sich zu tun.
Die Krux der Co´s ist, sie helfen, aber solange ein Abhängiger Hilfe bekommt sieht er keinen Grund aufzuhören. Fallen lassen ist der richtige Weg. Ein Abhängiger verspricht, lügt und betrügt.Er kann nicht anders, die Sucht ist stärker. Er ist ein großartiger Schauspieler ohne jemals diese Ausbildung erhalten zu haben.
Auch Co´s sind sind süchtig, sie leiden an der Sucht helfen zu müssen.
Nur sie gehen daran ebenfalls kaputt.
Sucht ist Unfreiheit.
Doch um überhaupt Therapie mit Aussicht auf Erfolg machen zu können, muss man bei dem Patienten wenigstens einen Funken Freiheit annehmen, denn sonst könnte sich der Patient gar nicht dazu entscheiden, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen!
Schon das Wort RÜCKFALL oder KONTROLLVERLUST hat etwas Überfall artiges an sich, und wird heute gemieden. Auch SUCHTDRUCK gehört dazu und sollte man am besten meiden.
Wir sagen heute lieber, dass jemand sich entschieden hat, zu trinken, oder wir sprechen von Vorfall, statt Rückfall.
Das sind ganz wichtige Momente für jemanden, der seine ganze Persönlichkeit, seine Willenskraft etc. durch Alkohol verloren hat.
Sorry, meinen Eintrag von vorhin hab ich wieder gelöscht, Nikotinsucht ist zu unbedeutend gegenüber Alkoholsucht.