Da ich noch 2 unrenovierte (ehemalige Kinderzimmer) frei habe, die immer mal für tierische Notfälle eingesetzt werden, hatte ich mich bereiterklärt, von Katzenschützerinnenn drei Tiere einer betreuten Futterstelle aufzunehmen, da dort bald die Bagger für Planierarbeiten anrücken. Ich ging davon aus, dass diese Tiere, 2 Katzen und ein Kater bereits kastriert waren und hatte geplant, dass die beiden Mädels das größere, der Kater das kleinere Zimmer erhalten.

Nachdem ich innerhalb kürzester Zeit alles katzengerecht hergerichtet hatte, erhielt ich kurz darauf die erste Katze. Es war eine ausgesetzte, die bereits länger auf der Straße leben musste.
Diese Mieze wurde innerhalb von einer Woche zutraulich. Ich verbrachte mit ihr viel Zeit, wir hörten beide Mozart, ich erzählte ihr Geschichten und wir spielten viel. Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab, dass die Katze geschätzte 3 Jahre und nicht kastriert war. Kurz darauf erkrankte sie und ich musste mit ihr zum Notarzt. Es wurde dort auch gleich ein großes Blutbild mit allen Tests (FIP, FIV usw.) gemacht. Bis auf stark erhöhte Entzündungswerte konnte zum Glück nichts Negatives festgestellt werden. Es dauerte 14 Tage bis die wunderschöne, graue Mieze wieder gesund war.

Etwa eine Woche nach Eingang der 1. Katze wurde der Kater eingefangen. In Absprache mit meinem TA brachte man ihn gleich zur Untersuchung dorthin. Da auch er, wie befürchtet, nicht kastriert war, wurde das gleich erledigt. Während dieser OP mussten auch einige vereiterte Zähne gezogen werden.
Der Kater ist ca. 8 Jahre alt, ziemlich groß und außerordentlich scheu.
Er wurde mir, nach der OP noch leicht betäubt, in einer Katzenfalle gebracht. Dazu erhielt ich von einer Bekannten eine übergroße Transportbox, die ich unter einem Tisch positionierte, der als Sichtschutz mit Decken behängt war. Die Eingänge wurden aneinandergestellt und so lief der Kater nach einer Stunde in die Box, die ich dann erstmal verschloss.
Am nächsten Tag, als ich sie öffnete, drehte der Kater durch. Er sprang gegen die Fenster, riss die Gardinen runter und fiel mit dem Rücken auf die Erde. Dann fand er zum Glück die Box und verkroch sich dort. Ich war ziemlich geschockt und schloss schnell die Kiste. Dann legte ich den gesamten Fußboden vor den Fenstern mit den Matratzen von 2 Gästebetten aus, um eventuelle weitere Stürze abzufedern. Ein weiser Entschluss. Immer wieder versuchte das Tier, über die Fensterfront zu entkommen. Die Verletzungsgefahr war enorm und ich hilflos, die Katzenschützerinnen leider nicht erreichbar. Mir dämmerte so langsam, auf was ich mich da eingelassen hatte....
Ich musste die komplette Gardinenanlage (einschließlich der Befestigungshalter und der Stangen) abmontieren, da der Kater immer wieder dorthin hochspringen wollte.
Dann beklebte ich die Fenster mit Mustern aus Papierkrepp. Er riss jetzt nur noch mit den Pfoten (meistens über Nacht) das Papier ab, sprang aber nicht mehr gegen die Scheiben.
Nach ca. einer Woche wurde er etwas ruhiger. Ich ging in dieser Zeit nur ins Zimmer, um ihm Futter zu bringen und ab und an den Recorder (mit Entspannungsmusik) einzuschalten.
Silverster war für uns beide nochmal eine krasse Herausforderung...
Der jetzige Stand:
Die Aufkleber werden von den Fenstern nur noch selten abgekratzt, wir hören oftmals beide zusammen Musik (Sichtkontakt), ich rede mit ihm, ohne dass er faucht, sein Futter erhält er 2x täglich ca. 1m von mir entfernt und kommt dann meistens gleich zum Fressen angelaufen.
Er sitzt oft auf dem Fensterbrett oder dem Kratzbaum, bewegt sich im Zimmer, hat schon (ohne mich) mit Bällchen gespielt. Manchmal gibt es Rückschritte aber ich glaube doch, der Weg ist richtig.

Jetzt meine Fragen:

1. Kann mir jemand noch Tipps zum Umgang mit dem Kater geben?

2. Wenn jetzt die 3. Katze (die sicherlich auch unkastriert ist) gebracht wird, kann ich die in das Zimmer zu der anderen bringen? Könnte es da Beißereien geben? Wie gehe ich vor? Sollte ich die neue Katze erstmal im Zimmer in einem großen Käfig (wie Krankenkäfig im Tierheim) unterbringen?
Sollten sich beide Tiere vor der Kastration erst kennenlernen? Sollten beide Tiere dann am selben Tag kastriert werden (meine Idee)?

Wenn ihr mich jetzt verrückt haltet, dass ich mich überhaupt dazu bereiterklärt habe, es wollte kein Tierheim in der Nähe diese Tiere aufnehmen. Das TH Berlin nimmt nur Berliner Katzen auf.

Ist ein langer Beitrag aber vielleicht liest ihn ja der eine oder andere Katzenfreund und gibt mir Ratschläge.
Übrigens, haben die "Fütterfrauen" auch kaum Ahnung, wie man Straßenkatzen sozialisiert.
Und - mir wurde versprochen, dass die Tiere innerhalb der nächsten 5 Monaten vermittelt werden.
Leider habe ich da so meine Zweifel bekommen...
Liebe Weidenzweig,
das wird eine schwierige Geschichte und kann dir leider nur empfehlen,
mal im Internet unter "sozialisieren von Strassenkatzen" zu schaun.
Dort sind einige Vereine aufgelistet wo dir sicher geholfen werden kann.

Wünsche dir viel Glück und Erfolg für deinen respektvollen Einsatz!

Grüsse
Jeanne46
ich kann Dir nur raten, ein Katzenforum zu befragen.

Z.B: Katzen-forum.net

Dort erhälst Du super Empfehlungen von Zusammenführungerfahrenden. 
Jeanne46,
da hast Du Recht, das wird ne echte Aufgabe! Ich habe ja Erfahrungen mit Straßenkatzen aber das waren immer welche, die krank, unterernährt oder verletzt in meinem Garten aufgetaucht sind und sich dann langsam draußen an mich gewöhnen konnten.
Auf jeden Fall werde ich sowas sicherlich nicht mehr in dieser Form übernehmen, denn obwohl es auch ziemlich interessant ist, es überfordert mich doch vielleicht etwas, denn ich habe ja auch noch andere Interessen. Aber - ich schaffe das! :wink: Hoffentlich...

Marionlein,
das von Dir empfohlene Forum kenne ich (ist gut), bin dort auch registriert. Dort hatte ich bereits nachgeschaut aber nichts gefunden, was ich verwenden konnte. Ich will morgen nochmal woanders recherchieren.
Eventuell fahre ich in der nächsten Woche mal ins Tierheim Berlin. Ich bin im dortigen TSV Mitglied und da wird man mir sicherlich ein Beratungsgespräch nicht verweigern.


Ich werde in Abständen immer mal berichten, wie es so läuft mit meinen Pfleglingen. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen.
Weidenzweig,
hoffe dass dich ein Beratungsgespräch wieder etwas weiter bringt.
Kann dich gut verstehen,das du deine anderen Interessen auch pflegen möchtest.
Aber diese Katzen verlangen einen Fulltimejob.

Drück dir die Daumen!
Jaenne 46 Strassenkatzen
Jede Katze hat ihren eigenen Charakter, heisst jede ist total anders.
Strassenkatzen einzusperren ist Tierquälerei.
Der Transport in der Box vom Einfangen zum Tierarzt muss sehr schnell erfolgen.
Die Kastration muss in einer witterungsgünstigen Zeit erfolgen.
Das Einfangen braucht sehr viel Zeit, es muss immer wieder nachgesehen werden
ob das Tier sich gefangen hat.
Sofort dann zum Kastrieren, Tierarzt spritzt Beruhigungsmittel, die Katze bleibt in der abgedeckten Box
etwa 2 Tage, Wasser irgendwie langsam/ruhig in die geschlossen Box schieben. Kein Futter!
Nach dem 2-3 Tag die ganz abgedeckte Box zum Tierarzt, Wunde ansehen.
In der Regel ist alles ok wenn der Tierarzt gut und sauber gearbeitet hat. War bisher bei mir immer so.
Die Katze wieder an den Einfangort bringen und in die Freiheit entlassen.An ihre alte Futterstelle vwenn vorhanden.
Die Tierheime sind übervoll mit Katzen, wer eine möchte nimmt sich keine Strassenkatze.
Strassenkatzen/Hunde gehören nicht in die Wohnung, sind fast Wildtiere.
Und wer einmal mit der Fütterung fremder verwilderter Tiere angefangen hat sollte die Fütterung niemals ruckartig beenden, stets langsam beenden!!
Nachtrag: wenn der Tierarzt zur "Wunde ansehen" Beruhigungsmittel gespritzt hat muss das Tier
auf jeden Fall danach einige Stunden in der Box bleiben. Info beim Arzt einfordern
Mein Hinweiss bezieht sich auf eine weibliche Katze.
Ich wurde von einer Userin gebeten , mich hier mal einzubringen, was ich hiermit tue.

Ich bin etwas sprachlos über die Blauäugigkeit mit der hier vorgegangen wurde und wird. Wie kann man auf die Idee kommen verwilderte Katzen in einer Wohnung einsperren zu können, kein Wunder, daß der Kater Kleinholz aus dem Zimmer gemacht hat.


Auf jeden Fall sollte man die dritte Katze direkt nach dem Einfangen erst mal zum Tierarzt bringen, untersuchen, kastrieren, entwurmen und entflohen und erst dann zu Dir. Eigentlich muß jedes gefangene Tier erst mal ein bis zwei Wochen allein gehalten werden ( Quarantäne), sonst besteht die Gefahr, daß man Krankheiten einschlept. Sind die anderen entflohht, sonst hast Du Dir sicher mehr als nur drei Katzen ins Haus geholt.

Was die Zähmung angeht, spielen viele Faktoren eine Rolle, ist es eine Katze, die früher mal mit Menschen gelebt hat, nur verwilderte, weil sie ausgesetzt wurde oder sich "verlaufen" hat, dann wird sie mit etwas Geduld sehr schnell zahm und zutraulich werden. Dies scheint bei Deinem ersten Zugang der Fall zu sein.

Bei Katzen, die Menschen nur von weitem kennen, wird es schwer, bei manchen unmöglich. Solche Katzen kastriere ich nur und dann werden sie entweder wieder an die Fundstelle gebracht oder, wenn das wie in Deinem Fall nicht möglich ist, am Besten an Reitställe oder Bauernhöfe vermittelt, wo sie weiter als wilde Katzen leben können.

Es ist möglich auch verwilderte Katzen zu zähmen, aber das braucht viel Geduld und dauert Monate oder Jahre. Und mache Katzen sind dann auch nur zutraulich dem Menschen gegenüber, der sie vertraut gemacht hat , bleiben anderen gegenüber aber weiter mißtrauisch.

Eine Freigängerkatze in der Wohnung einzusperren, ist meiner Ansicht nach Tierquälerei, ebenso wie ich es als Tierquälerei empfinde, solche Katzen in ein Tierheim zu sperren, es sei denn dieses Heim hat ein großes Freilaufgehege für wilde Katzen. Das Tierheime verwilderte Katzen nicht aufnehmen, ist schon aus diesem Grund verständlich, aber sie bekommen für diese Katzen auch keine Gelder, da verwilderte Katzen herrenlos sind und die Gemeinden nur für Fundkatzen einen bestimmten Betrag zahlen ( der in der Regel viel zu gering ist).

P.S. Übrigens finde ich den Threadtitel falsch gewält..Straßenkatzen sind sozialisiert, die haben ihre Reviere und vertragen sich untereinander i.d.R recht gut, von kleiner Revierkämpfen abgesehen, wohingegen Verhaltensstörungen bei Wohnungskatzen nicht selten sind.
Kundry,
vom Prinzip her hast Du recht. Ich hätte mich sicherlich nicht darauf einlassen sollen und mir hat auch niemand so richtig gesagt, was da auf mich zukommt. Heute sage ich mir allerdings, es hätte schlimmer kommen können, denn es läuft im Moment relativ gut.

Die beiden Tiere haben jeweils ein eigenes Zimmer mit Schleuse (Quarantäne gesichert, Betreten nur mit Schuhschutz, Desinfektion) und haben mit meinen eigenen Katzen nichts zu tun.

Die Katze ist ganz lieb und verschmust, wird in 2 Wochen kastriert. Die wurde ja auch bereits blutmäßig getestet. Alles gut.
Dieses Tier kann sicherlich gut vermittelt werden an Leute mit Haus und Garten.

Bei dem Kater wird es mit einer Vermittlung schon etwas problematischer. Mal sehen, wie sich sein Verhalten entwickelt. Er hat schon in den 3 Wochen hier riesige Fortschritte gemacht, knurrt und faucht zwar ab und an noch manchmal aber eher defensiv, ängstlich. Wenn ich ihn füttere, kommt er meistens gleich angelaufen und der Teller steht beim Fressen ganz dicht neben mir. Er fasst langsam Vertrauen.
Jetzt kratzt er auch nicht mehr an den Fensterscheiben, sondern sitzt oft auf dem Fensterbrett und schaut nach den zahlreichen Vögeln im Garten.
Auf jeden Fall soll er eine Chance bekommen. Wenn ich nach ca. einem halben Jahr merke, dass er kein Vermittlungskandidat wird, suche ich für ihn ein Tierheim im Grünen mit riesigem Auslauf oder eine entsprechende Alternative. Und übernehme dann auch finanziell die Patenschaft.

Die 3. Katze werde ich nicht nehmen. Das tut mir unendlich leid, da die Futterstelle in Kürze planiert wird. In dieser Gegend kann man leider auch keinen alternativen Futterplatz einrichten, da es dort dann keine Grünfläche mehr geben wird sondern nur noch Straßen. Ich hatte mir das selbst (vor meiner Zusage, die Katzen aufzunehmen) angesehen. Wer dort nach Futter sucht, wird überfahren...

Übrigens wurden meine beiden Pfleglinge bereits vor dem Einfangen von den Fütter-Frauen entfloht, das war eine Bedingung von mir.
Zum Tread-Titel: Ich meinte da die Sozialisierung mit dem Menschen. Hätte es sicherlich anders ausdrücken können.
Weidenzeweig, tue mir einen Gefallen, suche jetzt schon ein Plätzchen für den Kater..auf einem Bauernhof oder besser in einem Reitstall.. er leidet, auch wenn er nicht mehr an dem Fenster kratzt...wilde Tiere in Gefangenschaft resignieren, leiden aber trotzdem unendlich. Ihn ein halbes Jahr einzusperren ist einfach grausam.

Vielleicht findest Du für die andere Katze gleich ein Plätzchen mit.... ich wohne leider viel zu weit weg, sonst würde ich für beide Tiere, auch die noch nicht Gefangene, ein Plätzchen suchen ...vielleicht kontaktierst Du auch die umliegenden Tierärzte, , kann sein, daß Dir auch dort geholfen werden kann.
Kundry,
ich werde mit Sicherheit jetzt nicht überstürzt und schon gar nicht im Winter, Plätze für beide Katzen suchen, weil Du meinst, dass die Katzen leiden. Das sehe ich nämlich etwas anders.

Die Katze fühlt sich hier wohl. In der nächsten Woche wird sie kastriert und erhält danach ihre Impfungen. Hier läuft die Suche nach einem Zuhause schon jetzt an. Das übernimmt eine der Katzenschützerinnen, die darin Erfahrung hat. Wenn passende Menschen (Die müssen auf alle Fälle Haus + Garten haben.) gefunden sind, können sie sich das Tier ja schon jetzt anschauen.

Auch der Kater leidet nicht. Zumindest jetzt nicht mehr. In den ersten Tagen war er natürlich verstört, wird aber jetzt langsam neugierig, pfotelt schon an den kleinen Bällchen rum und benutzt sehr intensiv den Kratzbaum.
Ich habe eher den Eindruck, er genießt, dass er nicht mehr frieren und sich durchkämpfen muss.
Wenn ein Tier leidet, sieht das anders aus. Ich habe schon seit 35 Jahren Katzen, immer aufgenommene Steuner und doch auch etwas Erfahrung. Ich war lediglich anfangs überfordert mit der Situation, jetzt habe ich ein gutes Gefühl.
Mach Dir mal keine Sorgen, ich bin kein Tierquäler.
Auf alle Fälle lasse ich den Kater nicht ein halbes Jahr im Zimmer!!!! Falls es mit einer Unterbringung nicht klappt, kommt er im Frühling erstmal hier bei mir in ein großes Außengehege mit integriertem Gartenhaus. Der Bauplan ist fertig und der Handwerker auch schon geordert.
Ich habe aber trotzdem die Hoffnung, dass er zu einer Familie mit Haus und Garten könnte. Hab da auch schon nette Leute ins Auge gefasst... Und auch mein TA ist informiert.
Weidenzweig, ich meinte die nicht die Katze, die schon bei Dir ist, sondern die, die noch nicht gefangen wurde...die überlaßt Ihr jetzt also ihrem Schicksal :-(... den Kater, das kann ich natürlich aus der Ferne nicht abschließend beurteilen, aber für mich hört sich das, was Du über ihn schreibst eher nach Resignation an..ich muß da leider an den Aal Aalfred denken, von dem die Besiotzer auch meinen, ihm was Gutes zu tun, indem sie ihn am Leben lassen und ihn seit fast vierzig Jahren in ihrer Badewanne halten... Ich kümmere mich seit nahezu 50 Jahren, auch um wilde Katzen..aber bitte, ich habe meine Meinung dazu gesagt, mache es wie Du meinst, ich kann es eh nicht ändern
Kundry,
ich habe mich sehr über Deinen letzten Beitrag geärgert.
Du vergleichst mich hier mit jemandem, der einen Fisch 40 Jahre in der Badewanne hält? Das ist ja wohl eine Frechheit!!!

Für die 3. Katze kann ich eine Einzelhaltung über einen längeren Zeitraum nicht gewährleisten und auch nicht eine Kastration/Behandlung am Tag des Einfangens, denn die Katzen kommen ja immer erst am Abend zur Futterstelle und da ist der TA nicht mehr da.
Das ist es doch, was Du geschrieben hast und ich habe einfach nur mal für mich die Konsequenzen gezogen, weil ich dies nicht absichern kann und habe den Katzenschützern die Aufnahme der 3. Katze mit dieser Begründung abgesagt.
Ich mache jetzt nicht bedingungslos das, was andere User hier schreiben aber, da ist ja auch was dran.

Du schreibst auch:
".die überlaßt Ihr jetzt also ihrem Schicksal" :-(
Dazu möchte ich sagen, dass ich die 3. Katze nicht ihrem Schicksal überlasse, denn ich habe mit der ganzen Geschichte eigentlich nichts zu tun. Ich habe 2 Tiere aufgenommen und damit habe ich den Katzenschützern schon einen großen Gefallen getan, zumal ich auch die Kosten trage. Um die andere Katze müssen sich jetzt die Frauen selbst kümmern und die werden sicherlich eine Lösung finden.

Und noch zu einem Deiner Kommentare:
"...-den Kater, das kann ich natürlich aus der Ferne nicht abschließend beurteilen, aber für mich hört sich das, was Du über ihn schreibst eher nach Resignation an."

Ich denke, mit Ferndiagnosen sollte man vorsichtig sein!

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Ich habe mich jetzt übrigens mit einer Katzenpsychologin in Verbindung gesetzt und mit ihr einen Termin vereinbart und das Tierheim wird mir sicherlich auch Ratschläge geben. Das ist auf alle Fälle besser, als mich hier verunsichern und beleidigen zu lassen.

Für mich ist dieser Thread damit beendet!
Vielen Dank allen, die hier still mitgelesen haben.
hallo weidenzweig, habe deinen eintrag erst heute gesehen und kann dir zu deiner haltung
zum kater nur gratulieren. da er in der zeit bei dir schon etwas vertrauen gewonnen hat, würde
ich ihn nicht noch einmal dem streß einer anderen umgebung aussetzen und wenn du die
 möglichkeit für ein außengehege mit gartenhaus hast, würde ich dies auch anbieten. denn er
 er sich doch relativ rasch an dich gewöhnt.

 ich wünsche dir alles gute mit den beiden !!!

 LG 
In meiner Familie wurden 3 wild lebende Katzen aufgenommen, deren "Revier" mitten in der Großstadt aufgrund von Baumaßnahmen zerstört wurde. Sie konnten also nach der Kastration nicht mehr an ihren alten Platz zurück! Außerdem war es ein eisig kalter Winter, Silvester stand vor der Tür.... so nahmen meine Eltern zwei Katzen und ich einen Kater auf.
Die Tiere reagaierten zwar nicht panisch, ließen aber auch zuerst niemanden an sich heran.
Nach und nach wurden sie aber zutraulich. Sie hatten zwar nur einen gesicherten Balkon, den sie gerne nutzten. Im Winter jedoch (und das habe ich auch bei zwei meiner Katzen beobachtet, die ich Jahre später aufgenommen habe) genossen sie es, nicht hinaus zu müssen! Sie steckten nur mal ihr Näschen in den Wind und waren dann schnell wieder an ihrem warmen Plätzchen! Genauso wenn Schnee lag: nicht ein einziges mal habe ich ihre Spuren im Schnee gesehen!
Ich denke mal, dass die Katzen sehr wohl ihren "Wohlstand" zu schätzen wissen, besonders, wenn sie kennen gelernt haben, sich bei Kälte und Hunger durchzuschlagen zu müssen.

@Weidenzweig, meine Hochachtung für dein Engagement!
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