@Kundry hat doch völlig Recht. Es IST Tierquälerei, Katzen isoliert in einem Zimmer zu halten. Draußen haben sie ihre Freiheit und können Mäuse fangen. Völlig naive Pseudo-Tierliebe sowas. Dann noch mit klassischer Musik beschallen. Nee, wirklich, voll daneben. Lass die armen Tiere frei.
.... damit man sie so schnell wie möglich vom Asphalt abkratzen kann! Oder ein bekloppter Jäger was vor die Flinte bekommt....
@Kirsche,
das freie Leben ist nun mal gefährlicher, aber auch aufregender. Wir Menschen haben Angst vor der Freiheit, Tiere nicht. 
Aber du hast doch gelesen, dass der Lebensraum dieser Katzen zerstört wurde.
Kirsche, trotz allem kann man eine wildlebende Katze nicht n einen geschlossenen Raum sperren.. man hätte die Katzen wie ich schon sagte in einen Reitstall oder auf einen Bauernhof vermitteln müssen..das habe ich noch jedes Mal geschafft.. der Kater hätte sich auch schwer verletzen können, als er gegen die Fenster gesprungen ist. Für mich ist das in hohem Maße stümperhaft was da gelaufen ist, wie Roadrunner schon sagt, fehlgeleitete Tierliebe...Weidenzweig als Igelexpertin würde auch sehr harsch reagieren, wenn jemannd hier einen Igel zum Haustier machen würde...auch Igel werden zu Hauf Opfer des Straßenverkehrs, trotzdem sperrt man sie nicht ein ...sicher kann man wildlebende Katzen vertraut machen und auch in meinem Haushalt haben schon zwei gelebt, die nachdem sie vertraut waren, mehr im Haus waren als draußen, als hätten die Angst ihr schützendes Heim zu verlieren..allerdings hat dieses Vertraut machen etwa ein halbes Jahr gedauert, und da war kein Zwang, anfangs war die Tür immer auf, sie konnten kommen und gehen..und später kannten sie die Katzenklappe, so daß sie auch da nie eingesperrt waren.

Ich habe ja Weihnachten die Geschichte der Katze Debbbie in einem Blog gepostet... auch diese Katze zog die Freiheit einem sicheren warmen Plätzchen vor..und die involvierten Menschen waren klug genug, sie nicht zu zwingen
Ich will jetzt dieses Thread nicht aufleben lassen, sondern wollte nur schreiben, wie es mit den beiden ehemaligen Straßenkatzen so weitergegangen ist.

Die kleine graue Katze ist noch immer bei mir. Sie teilt sich 2 große Zimmer mit Flur + vernetztem Balkon mit 2 ebenfalls aufgenommenen lieben Kater-Brüdern (auch von der Straße).
Alle 3 haben zusätzlich jeweils 1/2 Tag Zugang zu einem großen Außengehege. Die Vermittlung gestaltet sich schwierig. Die Katze hatte mehrere Interessenten, allerdings waren nicht die richtigen Menschen dabei. Es wurde auch viel gelogen. Leute, die erzählten, sie hätten Haus+Garten, hatten eine 1,5 Raum-Wohnung (für 4 Personen) im 4. Stock mit unvernetztem Balkon. Viele ältere Personen meldeten sich (80J aufwärts!!!), die junge Katzen haben wollten.Und dann natürlich die an stark befahrenen Hauptstraßen Wohnenden, die sich mindestens jedes Jahr eine neue Katze holen, weil die vorherige überfahren wurde. Es war wirklich schlimm!!!!!!
Die beiden Kater (ca. 2J.) hängen sehr aneinander, einer kann ohne den anderen nicht sein, es ist rührend. Leider ist es fast unmöglich, die beiden zusammen zu vermitteln. Ich muss mich wahrscheinlich dazu durchringen, sie eventuell einzeln abzugeben.
Nun, es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die drei gut untergebracht sind.

Und was ist mit dem vormals so schwierigen Kater? Der ist jetzt das ganze Gegenteil, lässt sich streicheln, schnurrt und antwortet, wenn man mit ihm redet. Wir machen täglich Leckerli-Suche-Spiele und er liebt sein großes Außengehege. Aber nur bei schönem Wetter!!!! Wenn es draußen kalt ist, genießt er die Wärme im Zimmer, man sieht es ihm richtig an.
Er hat auch so seine Rituale z.B. früh nach der Fütterung gehts raus und dann werden erstmal ordentlich die Krallen geschärft. Das macht er jeden Tag, immer. Und er liebt Kätzinnen, da miaut er wie ein kleines Kätzchen.

Und jetzt kommt das Beste:
Anfang nächster Woche wird er in ein neues, schönes Zuhause umziehen. Er hat dort ein Haus mit Garten und eine liebe Katze in seinem Alter als Gesellschaft. Mir sind die Tränen geflossen vor Freude. Mein Katerli wird nicht mehr alleine sein. Die Frau hat keine Probleme damit, dass er FIV-pos. ist. Natürlich mache ich mir auch ein wenig Sorgen, denn der Süße ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe aber, dass alles gut geht und die beiden Miezen sich vertragen. Die Bekannte, die ihn nimmt hat mit Katzenschutz zu tun und wohnt auch nicht weit weg. Ich kann also, wenn es nötig ist, dort auch mal Katzensitter sein.

Und da sieht man mal wieder, dass man auch scheue Straßenkatzen nie aufgeben sollte. Man muss ihnen nur Zeit geben. Und auch selbst viel Zeit investieren!!! Aber es lohnt sich.
Aus dem dünnen, zerrupften Straßenkater, der ängstlich war, ist ein lieber, stolzer, selbstbewußter, anhänglicher Kater geworden. Ich bin froh, dass er nicht irgendwo auf einem Reiterhof o.Ä. als "Anonymus" gelandet ist.
Aber das ist wohl Ansichtssache.

Auf alle Fälle werde ich erstmal noch nicht umräumen, falls es nicht klappt, was ich aber nicht glaube. Ich werde jedenfalls gaaaanz doll die Daumen drücken.
Hallo ...mein Kater Benny war auch ein Straßenkater....und ich habe ihn aus der Katzennothilfe Saarbrücken bekommen, und dort hat mann ihn angefüttert...und das hat 3 Jahre gedauert bis er überhaupt mal sitzen geblieben ist wenn jemand näher kam. und dann nach einem Jahr da war er verletzt hatte die ganze Unterlippe aufgerissen .da ist sie mit ihm zum Tierarzt hat ihn auch gleich Kastrieren gelassen ...da wurde es besser und er war nicht mehr so wild....dann habe ich ihn bekommen und ich brauchte auch noch 6Mon. bis er sich anfassen ließ...
Heute sind wir die besten Freunde ....und mit meiner Tochter sie wohnt auch im Haus fast zwei Jahre gebraucht bis er sich nicht mehr versteckte.....
ja so war das mit meinem Benny.....heute ist er 9Jahre alt....und ein richtiger Schatz
hallo @weidenzweig es ist ganz toll wie du den verwilderten kater mit geduld gezähmt hast,
aber wenn er jetzt woanders hinkommt hat er hofentlich nur "gesicherten"freigang da er ja
FIV-pos.ist, die neue besitzerin wird dies wohl wissen! ist auch ihre katze pos. sonst wäre ene
vergesellschaftung nicht gut, da sie sich anstecken kann, für diese krankheit gibt es keine impfung
und sie muß auch nicht ausbrechen.
alles gute für den kater !!

es ist ganz toll was bei den igeln leistet, meine ganz große hochachtung dafür.
LG ilonca
Katzenfrau04 und Ilonca, DANKE!
Heute war der Umzug des FIV pos.- Katers in sein neues Zuhause.
Ich hatte letzte Nacht noch 2 Stunden bei ihm verbracht, mich sozusagen verabschiedet und auch (als olle Heulsuse) nicht nur eine Träne vergossen. Katerli hat mich angeblinzelt und geschnurrt.
Er hatte schon 2 Tage vorher ein homöop. Mittel gegen Angst ins Futter bekommen und war sehr entspannt.

Wir hatten vorab schon mehrere Varianten entwickelt, wie das Einfangen des Katers vonstatten gehen sollte. Hat natürlich alles nicht geklappt und wir haben es dann immer sofort beendet, bevor Stress entsteht.
Dann kam plötzlich eine günstige Situation, wir reagierten beide sofort und schwupps war der Kater in einem Umsetzer. Bis auf ein wenig Fauchen und Brummen war nix gewesen.
Das ist auch bei den Aids-Tieren wichtig, denn durch Stress kann die Krankheit ausbrechen und dieses Risiko wollte natürlich niemand von uns eingehen.
Das Transportieren, die Autofahrt und der Einzug - alles ging relex vonstatten. Ich glaube, die Globuli hatten auch einen großen Anteil daran.
Im Wohnzimmer der Frau war in einer Nische in Fensternähe ein riesiger Käfig aufgebaut mit Katzenklo und noch viel Platz für Futter, Wasser und dem Umsetzer, in dem als Unterlage seine kuschlige Lieblingsdecke liegt. Obenauf liegt seine 2 Lieblingsdecke, so dass er auch auf dem Umsetzer sitzen kann.
Die kleine Katze, die seine Freundin werden soll, kam gleich an und hat alles inspiziert. Sie hat noch nicht einmal gefaucht und das will schon was heißen, meinte meine Bekannte.
Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl. Die Katzen sind jetzt einige Stunden allein und können Kontakt aufnehmen. Und da mein Katerli ein echter Frauenversteher ist, wird wohl alles klappen.
Er bleibt erstmal einige Tage im Käfig zur Eingewöhnung und kann sich dann in dem Häuschen frei bewegen. Die Katze wird ihm sehr bei der Eingewöhnung helfen, glaube ich.
Ich werde auf alle Fälle täglich informiert und habe ein gutes Gefühl.
Da ich nun nicht gerade ein Freund von Katzen bin, war ich heute aber doch geschockt, als ich das las.
Da haben Jugendliche mit einem Kater Fussball gespielt, und ihn sehr schwer verletzt. Er wird wohl nie wieder richtig laufen können.

Wer erinnert sich noch an ähnliche Vorkommnisse in seiner Jugend? Mir fällt ein, die Jungs haben immer Frösche aufgeblasen...... :(

Was macht Kinder so grausam ? Wer vermittelt ihnen solche Dinge.......oder schlummern sie in jedem von uns?
Heute mal wieder eine Info zum ehemaligen Straßenkater (FIV pos.).

Er war im neuen Heim (im Wohnzimmer) ca. eine Woche zur Eingewöhnung in einem riesengroßen Käfig untergebracht. Dann wurde der abgebaut und das Tier dürfte sich erst frei im Wohnzimmer bewegen, nach ca. 14 Tagen dann in dem gesamten kleinen, überschaubaren Haus.
Die Katze, die dort auch lebt (eine ziemliche Zicke), wollte sich anfangs mit ihm anlegen aber der Kater war sehr cool, hat höchsten mal die Pfote gehoben und gefaucht. Das half und jetzt mögen sich die beiden.

Im März dürfte der Kater das erste Mal in den Garten und er erkundete alles sehr langsam und vorsichtig. Da er bereits vom Fenster aus den Garten schon kannte, war es auf alle Fälle leichter für ihn.

Er hat jetzt einen neuen Namen und ist dort richtig zu Hause.
Ich war schon 2 x Catsitter und weiss, dass alles gut ist. Mein Katerli ist sehr entspannt.
Beim ersten Sitting kannte er mich kaum noch aber beim 2. Mal war ich länger dort und ich glaube, da kam die Erinnerung. Ich sprach ganz leise zu ihm und wie damals schaute er mich an, schloss die Augen und schnurrte ein wenig. Das habe ich der neuen Besitzerin aber nicht erzählt.
Die ist leider manchmal etwas hektisch und geht mit dem Kater völlig anders um. Das Tier akzeptiert sie aber sie kann ihn noch immer nicht streicheln und schnurren tut er auch nicht.
Aber das muss auch nicht sein. Wichtig ist, dass der Kater ein schönes Zuhause hat, geliebt wird, sich wohlfühlt und ein gutes Leben hat. Er kann durch eine Katzenklappe rein und raus, wann er will, hat also auch seine Freiheit.

Eine Blutentnahme b. TA hat kürzlich ergeben, dass seine Bauchspeicheldrüsenwerte nicht in Ordnung sind, jetzt bekommt er täglich eine Tablette ins Essen. In diesem Zusammenhang hat ihn eine andere Ärztin untersucht und festgestellt, dass er ein Projektil im Bauch hat.
Das wurde entfernt, lag zum Glück nicht besonders tief. Vielleicht hat es deshalb auch noch kein TA bemerkt.
Eine Rücksprache mit den beiden Frauen, die ihn damals immer fütterten ergab, dass ungefähr 2-3 Jahre, bevor er zu mir gebracht wurde, er ca. 1 Woche nicht an der Futterstelle erschien, was sehr ungewöhnlich war. Alle dachten schon, er wäre überfahren worden. Als er dann wieder auftauchte, ging es ihm zwei Wochen lang sehr schlecht, er schleppte sich regelrecht zum Futter. Das hatte bestimmt was mit der Schußverletzung zu tun.

Ja, Straßenkatzen leben gefährlich!!!
Aber er wurde gerettet und ich bin froh, dass ich dabei helfen konnte und er jetzt den Rest seines Lebens genießen kann. Ich hoffe, dass er noch eine langes, glückliches Leben hat.

Die kleine graue Katze ist jetzt sehr kuschelig und auch zu Besuchern ganz lieb. Leider war bisher noch immer kein passender Kandidat dabei.
Vor einigen Tagen hat sich aber eine Familie gemeldet, die meiner Meinung nach gut geeignet ist. In 2 Tagen schaue ich mir das eventuelle neue Zuhause an. Hoffentlich klappt es. Da hätte die Mieze Haus und Garten und eine einfühlsame Familie, die Katzen wirklich mag.

Die beiden Kater kann man wiklich nur zusammen vermitteln. Ein Versuch, nur einen zu vermitteln ging schief.
Also, weitersuchen. Ist nicht einfach, die richtigen Leute für 2 Tiere zu finden, denn auch die Tierheime sind voll...