"Was beruhigen könnte: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf der Straße plötzlich von einem wildfremden Hund angefallen werden, ist sehr gering. 90 Prozent der Beißopfer kennen den angreifenden Hund, er ist entweder der eigene oder etwa ein Nachbarshund."

Die häufigste Bisse kommen von Schäferhunden.
Ich war selbst ein Opfer davon - Nachbars Schäferhund wollte sein besoffenes Herrchen verteidigen und hat mir seinen Reißzahn ins Kinn gerammt.
Die Narbe habe ich immer noch....

Man sollte nie vergessen, dass auch das putzigste Kuschelhundchen vom Wolf abstammt und dass das genetische Programm in manchen Situationen stärker ist als die beste Erziehung.
Durch die strenge Hundeverordnung in Hessen (10 Rassen werden aufgeführt) habe ich seit vielen Jahren keinen "Listenhund" mehr gesehen.
Gibt es so eine Verordnung in Österreich auch?
Ich stimme Leonetta und Babsy zu, diese Art von großen, starken Hunden sollten in der Stadt nicht gehalten werden.
Man muss auch berücksichtigen, welche Körperkräfte ein Hund hat oder entwickeln kann und welche der dazu gehörige Mensch. Das muss im Verhältnis stehen.
Einen Hundeführerschein halte ich für sinnvoll.

Als Kind wurde ich auch einmal von einem Schäferhund gebissen und habe noch heute leichte Angst, wenn mir einer zu nahe kommt.
In Österreich ist das in jedem Bundesland anders geregelt.

In Wien müssen die Halter von Listenhunden eine Hundeführerscheinprüfung positiv absolvieren, im Burgenland jedoch gibt es keinerlei Einschränkung.

Es gibt mir zu denken, dass Leute aus der "Szene" ziemlich stolz ihre gefährlich aussehenden Hunde in der Öffentlichkeit präsentieren.
Und ich weiß, dass diese Hunde oft an kleinen herrenlosen Hundchens ihre Aggressivität austoben dürfen.
Da passieren ziemlich grausliche Sachen im Verborgenen.
Barbera u Babsy:

Ich in ganz eurer Meinung!

Ich hoffe, daß nun, nach dem schrecklichen Tod des Kindes, Maßnahmen - Ausbildung u Kontrollen - unternommen werden -per Gesetz!

Und ein Zuchtstop der -von Tierärzten- als gefährlich eingestuften Hunde.
Die Tierheime sind voll mit Bitbulls, Rottweiler... usw, weil die Halter überfordert sind!
Es kann jeder dort einen Besuch machen!
kein hund ist wirklich böse, das machen ausschliesslich die halter, ich finde es schlimm, es immer auf die hunderassen zu projezieren. die halter müssten viel strenger kontrolliert werden. ich selbst hatte immer hunde, die groß waren . aber mit der richtigen erziehung war es nie ein problem
Man verlangt Kontrolle.

Okay, aber wer soll die machen, wenn noch nicht einmal die Massentierhaltungen und Schlachthöfe ordentlich kontrolliert werden
können ?

Und die Haltung eines Hundes vom Körpergewicht des Halters abhängig
machen zu wollen halte ich für unterirdisch.
Kinder sollte man natürlich nicht mit großen Hunden auf die Spielwiese schicken, obwohl sie, wenn sie richtig erzogen wurden, durchaus damit umgehen können.
Meine sind mit Tieren aufgewachsen, Beißunfälle gab es nie.
@ hannah,

es machen nicht immer die Halter.
Es macht auch die Lebenserfahrung der Hunde.
Und da wir ein Einwanderungsland sind, auch, was Hunde betrifft, schwappt auch da ein gehöriges Aggressionspotential ins Land.

Hunde zu importieren sollte verboten werden. Wir haben selbst genügend obdachlose bzw. herrenlose Hunde.
Es müßte einfach ein Gesetz her,
das die Zucht und Einfuhr von "Listenhunden" verbietet , basta !

....denn je strenger die Auflagen sind, desto agressiver werden doch
diese Hunde, die sich nie austoben - mit Artgenossen spielen können, Maulkorb tragen müssen usw.

Meiner Meinung nach sollten auch Schäferhunde ausschließlich für Polizei und Zoll gezüchtet werden dürfen.
für zoll brauchst du keine schäferhunde. in südafrika sind beagles die zollhunde.
ich hatte 36 jahre schäferhunde und keiner war gefährlich, warum, ganz einfach, weil sie erzogen waren und mit viel liebe in die familie integriert wurden bzw waren
Persönlich habe ich nur gute Erfahrungen mit Hunden gemacht.

Der Schäferhund in meiner Kindheit, ich war etwa fünf Jahre alt, hat mich nicht wirklich traumatisiert. Wahrscheinlich habe ich mich damals falsch verhalten, weiß es aber nicht mehr.

Daher kann ich eigentlich nicht mitreden.

Allen einen schönen Tag :D
flesermutzel hat geschrieben: Erst mal eine Frage: Was verstehst Du, Leonetta, unter gefährlichen Hunden?
@Utilein muß ich zustimmen. Wenn ein Kind gebissen wird, geht das durch alle Schlagzeilen, aber wenn Eltern ihre Kinder mißhandeln oder tot prügeln, was täglich passiert, wird das nur noch selten am Rande erwähnt. Ich halte manche Menschen für viel gefährlicher als Hunde!
Auch ist die Gefahr, bei einem Autounfall verletzt werden oder zu sterben , ungleich viel größer, hat man deshalb Angst davor, mit einem Auto zu fahren?

Warum sollen nur Hundebesitzer auf diese Neurosen reagieren, warum nicht der Betroffene selbst?


Recht hast Du, flesermutzel. 100 %ig ! Recht und ganz besonders hierbei:

[quote="flesermutzel"]Erst mal eine Frage: Was verstehst Du, Leonetta, unter gefährlichen Hunden?

Wenn ein Kind gebissen wird, geht das durch alle Schlagzeilen, aber wenn Eltern ihre Kinder mißhandeln oder tot prügeln, was täglich passiert, wird das nur noch selten am Rande erwähnt.

Ich halte manche Menschen für viel gefährlicher als Hunde!

Auch ist die Gefahr, bei einem Autounfall verletzt werden oder zu sterben , ungleich viel größer,
hat man deshalb Angst davor, mit einem Auto zu fahren?

Warum sollen nur Hundebesitzer auf diese Neurosen reagieren, warum nicht der Betroffene selbst?[/quote]
......liebe Hannah....
darf ich Dir ein wenig widersprechen......?

Wie Barbera schon richtig geschrieben hat,
bei manchen Rassen(Kampfhunde),
läuft ein genetisches Programm ab.
Also: es liegt in den Genen.
Auch in Deutschland gibt es noch Hundekämpfe(nicht nur in Indien),
natürlich hinter vorgehaltener Hand,weil strafbar.
Die besonders scharf gemachten Hunde,
deren Welpen,tragen schon dieses defekte Gen in sich,
so ist es dann ja auch erwünscht.
Viele dieser Hunde werden irgendwann eingeschläfert,
weil sie einfach nicht mehr therapierbar sind.

@Hannah
am Zoll findest Du alle möglichen Hunde,
vorwiegend mittelgroße........auch Beagles .
lg
..hannah.. hat geschrieben: kein hund ist wirklich böse, das machen ausschliesslich die halter, ich finde es schlimm, es immer auf die hunderassen zu projezieren. die halter müssten viel strenger kontrolliert werden. ich selbst hatte immer hunde, die groß waren . aber mit der richtigen erziehung war es nie ein problem


Jetzt habe ich mir wirklich mal diesen Thread angetan.
Nun, ich hätte es auch lassen können, denn ich bin voll und ganz ..hannah.. s Meinung (s. Zitat).
Hier wird etwas zum Problem gemacht, was nicht das Problem ist. Der Halter ist das Übel und ganz sicher nicht die armen, elenden Hunde, die aus Tötungsstationen gerettet und hier vermittelt werden.
Glauben diejenigen, die hier nach einem Haltungs-/ Importverbot schreien, wirklich was sie da schreiben?
Wird ein Hund, dem keine Grenzen gesetzt wurden, der die meiste Zeit des Tages auf sich allein gestellt ist, auch wenn er ein niedlicher kleiner Schnuckiputz ist, nicht auch zu einem frustrierten Beisser?
Hunde, gleich welcher Rasse, sind nicht aus sich heraus aggressiv, ausser sie sind krank. Sie werden durch falsche Haltung und/oder Erziehung dazu gemacht.
Verteufelt man manche Rassen, indem man sie aus den Städten "entfernt", wählt man damit gewiß das falsche Mittel!

Was mich da so sicher macht? Jahrelanger beruflicher Umgang mit vermeintlich verhaltensgestörten Hunden und ihren Haltern!
Es gibt Leute, die meinen, dass es besser sei gewisse Hunderassen gar nicht mehr zu züchten, weil sie halt so gefährlich sind. Und dann gibt es Leute, die der Meinung sind, dass gewisse Hunderassen von Natur aus agressiver sind als andere. Es gibt gewisse Idioten, denen bekannt ist, dass gewisse Hunde recht groß und schwer sind oder halt über eine enorme Beisskraft verfügen. Und solche Idioten achten bereits bei der Zucht darauf, nur die Tiere zu verwenden, welche halt in ihrem Wurf die dominantesten sind, um so Nachzucht zu haben die eben genau dieses Merkmal aufweist und dadurch auch immer sehr ruppig im Umgang mit seinen Geschwistern war, und somit sich, wie ja beabsichtigt, auch etwas schneller scharf machen lässt. Also man ist darauf den Tieren ein gewisses Potential an Agressvität anzuzüchten. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich Kind war, waren so manche Hunderassen recht wenig bekannt. Und wenn man mal hörte, das Menschen, oft Kinder von Hunden schwer verletzt wurden, dann war es meist durch deutsche Schäferhunde. Ich kannte zu jener Zeit Leute, die Rottweiler hatten, und mit denen konnte man als Kind bedenkenlos und prima spielen. In England werden Stafford Terrier auch Nanny-Hunde genannt, weil man sie eigentlich als Bewacher und Spielgefährten für kleine Kinder gehalten hat. Und sollte man wirklich bestimmte Hunderassen verbieten, dann suchen sich besagte Idioten, andere Hunderassen und manchen mit denen dasselbe. Deutsche Doggen un Bernhardiner gelten ja eigentlich als freundlich, aber bringen auch einiges auf die Waage und können ebenso zubeißen wie ein Mastino oder Bullterrier, aber sie gelten nicht als gefährlich, weil sie eher selten für diese Zwecke missbraucht werden, aber sich durchaus eignen würden. Auf unserer Nachbarschaft gibt es einen Wolfsspitz der total agressive und durchgeknallt ist und alles und jeden anfallen und beißen würde, und das nur weil seine Besitzer aus Dummheit diesen Hund total falsch erzogen haben..
Also es liegt immer am Besitzer wie ein Hund tickt. Ich bin aber auch der Meinung, dass man Hunde nicht einfach überall frei herumlaufen lassen sollte, da es Menschen gibt, die wirklich Angst haben.
Ein sehr emotionales Thema ...
Im Moment erziehe ich meine sechste Deutsche Dogge. Sie ist etwas mehr als zwei Jahre alt, wir haben 5 Erziehungskurse à 10 Lektionen besucht, es ist der brävste Hund, den man sich vorstellen kann, aber noch ungestüm und temperamentvoll, was mich bei seiner Grösse und 56 kg in die Pflicht nimmt.
Meine Doggen waren immer gefleckt ... also ähnlich wie Dalmatiner. Dalamtiner ist Walt Disney, das ist jöööö. Relativ wenig Leute hatten Angst vor ihnen.
Jetzt habe ich eine schwarze Dogge, das ist ein Zerberus, die ist gefährlich ... die Reaktion der Leute auf einen Hund derselben Rasse, bei dem die Fellfarbe andere Emotionen auslöst, erstaunt mich.

Alles andere ist in den Kommentaren schon gesagt.
Der Halter macht das Verhalten des Hundes. Ein bewegter, mental ausgelasteter und in seiner Rangordnung gut erzogener Hund ist nicht gefährlich.

In der Schweiz müssen Hundebisse gemeldet werden. Leider habe ich nur eine Statistik von 2010 gefunden ... die "Rangliste der Top 10" mit den meisten Hundebissen, und man staune!!
Rottweiler 47 Bisse
Jack Russel 61
Golden Retriever 70
Berner Sennenhund 91
Border Collie 92
Labrador 94
Belgischer Schäfer 98
Appenzeller Sennenhund 141
Deutscher Schäfer 214
Mischlinge, keine Rasse feststellbar 281
Alle die schwer angefeindeten "Kampfhunde" sind statistisch nicht relevant
Wieso redet niemand vom "gefährlichen"Labrador oder Golden Retriever?
http://www.20min.ch/diashow/diashow.tmpl?showid=167079

Ich finde es interessant, mal emotionslos die Tatsachen sprechen zu lassen.