Gepardin, Du hast Recht mit dem Zuchtstop für Menschen, aber mein Kommentar:
Wenn ich immer höre, Rottweiler sind Kampfhunde, so muss ich dem widersprechen. Klar, diese Tiere haben Kraft und sind groß. Der Mensch kann aus solchen Hunden Kampfmaschinen machen, bei richtiger Erziehung sind diese Hunde aber ungefährlicher wie ein Dackel.
Früher waren Rottweiler sogenannte „Metzgerhunde“, die zogen den Wagen des Metzgers. Der konnte sich so einen kräftigen Hund halten. Das normale Volk hätte sich das Futter für so einen Hund nicht leisten können. Es war ein überaus friedlicher und gutmütiger Hund, nicht umsonst heißt es in der Umgangssprache oft, „der hat ein Gemüt wie ein Metzgerhund“.
Jetzt zur Erziehung: Je größer und kräftiger ein Hund wird, desto wichtiger ist die Erziehung. Ich hatte über 35 Jahre Hunde, jetzt hat meine Tochter einen jungen Rottweiler.
Junge Hunde sind von vorne herein immer futterneidig, das sieht man schon im Wurf, wenn sie noch bei der Mutter sind.
Ich habe letztens wieder einmal ein so genanntes „Erziehungsbuch für Hunde“ gelesen. Da gibt es zwar Tipps, wie man es abtrainieren können sollte, aber gleichzeitig heißt es wortwörtlich: „Grundsätzlich muss man den Hund alleine lassen beim Fressen und darf ihm das Futter nicht wegnehmen….“
Wenn ich solche Sätze lese, dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Was machen diese „Trainer“, wenn der Hund auf der Straße etwas frisst, das vergiftet sein könnte?
Unser Rottweiler hat auch gemeint, wie er so etwa 4 bis 5 Monate alt war, er könnte knurren, wenn jemand seinem Futternapf zu nahe kommt. Er hatte aber in dem Alter schon eine ganz anständige Beißkraft. Ich habe ihm das ganz schnell abgewöhnt und es war ganz einfach. Ich nahm einen großen Schinkenknochen wie es sie zu kaufen gibt, setzte mich auf den Boden und hielt den Knochen auf der einen Seite fest und lies ihn an der anderen Seite hin beißen. Es passte ihm zwar nicht, aber wenn er daran kauen wollte, musste er das akzeptieren.
Als nächstes war das Futter dran. Ich setzte mich wieder auf den Boden und stellte mir seine Hundeschüssel zwischen die Beine und lies ihn fressen. Nach 2 oder 3 Tagen konnten das auch meine Töchter machen und sogar meine Frau die immer ein bisschen Angst vor großen Hunden hat. Er weiß, niemand nimmt ihm ohne Grund sein Futter weg, er bekommt es dann auch gleich wieder, aber so war das „Problem“ gleich gelöst. In der Zwischenzeit kann ihm jeder etwas aus dem Maul nehmen ohne Angst haben zu müssen, dass er beißt. Genau so ist es auf der Straße, wenn er schnell etwas aufschnappt, da heißt es nur „aus“ oder „pfui“ und wenn er es nicht freiwillig fallen lässt, wird ihm ins Maul gegriffen.
Er ist jetzt eineinhalb Jahre alt, muss noch viel lernen, meine Tochter auch (sie Hundeführerschein, zusammen Begleithundeprüfung usw.), aber so wie ich das sehe, hat er später dann auch das Gemüt wie ein „Metzgerhund“ und ist alles andere als ein Kampfhund.
PS: Als ich ein kleiner Junge war (in den fünfziger Jahren) hatte bei uns am Rand von München ein Metzger noch zwei Rottweiler und den dazugehörigen Wagen. Dessen Sohn war ein paar Jahre älter, genau so alt wie mein größerer Bruder, wir haben uns noch von den Rottweilern auf dem Wagen ziehen lassen, die haben nie jemanden was getan.
Das ist doch das beste Beispiel dafür, das das Problem am anderen Ende der Leine liegt,
und nicht beim Hund.
Ein Mensch hat einen anderen Menschen erst geschlagen, und danach getötet.. Ich wäre dafür das der Mörder eingeschläfert wird.
Ein Hund wird nicht böse oder bissig geboren. Die Schuld
liegt bei den Geisteskranken (Besitzer)
leonetta hat geschrieben: Ich finde:
In eine Stadt gehören keine ,als gefährlich' klassifizierten Hunde! 
Haben Rottweiler- oder Pitbull- Besitzer Komplexe, daß sie so einen Hund zur Stärkung ihres EGO brauchen?


Ich habe neulich auf FB ein schönes Poster gesehen, dass ungefähr so ging: In den 70iger Jahren wurde der Dobermann als "gefährlich" eingestuft, in den 80iger Jahren der Dobermann, in den 90iger Jahren der Rottweiler, ... jetzt ist es der Pitbull... So ungefähr lief es. Was das ganz fantastisch zeigt, ist jedoch, dass wir Menschen die falschen Entscheidungen treffen, kraftvolle Arbeitshunde in eingeengte, unzureichende Strukturen einzubringen, wie z.B. kleine Wohnungen, wenig Auslauf, mangelnde Disziplin, mangelnde Situationen zur Sozialisierung und vor allem, diesen Arbeitshunden keine Aufgaben zu geben ... und somit kann ein solch kraftvoller wunderbarer Arbeitshund aus dem Ruder laufen. ... Schuld daran ist aber der Mensch, nicht der als "gefährlich" eingestufte Hund! Ich bin neulich vom schlecht erzogenen Dackel meiner Freundin angegriffen worden, und ja, auch das hat weh getan, mein Daumen musste genäht werden und ich bekam eine Tetanus-Spritze! Also auch das ist möglich. (Auch hier liegt die Schuld übrigens bei meiner Freundin, nicht beim Hund, denn sie ist nicht fähig, den Hund zu erziehen, der Hund hat nur reagiert!).

Ich stimme jedoch sehr mit Ihnen überein, wenn Sie sagen, das viele Leute leider diese kraftvollen wunderbaren Hunde aus rein dumpf-egozentrischen und völlig falschen Gründen halten! Leider sind es gerade die, die gar keine Tiere halten sollten. Und ich gebe zu, dass auch ich immer einen Bogen und entsprechende Personen und oftmals Nationalitäten mache, die inmitten Berlin-Stadt Pitbulls & Co. halten, und denen man schon ansieht, dass der Hund eine Verlängerung ihre ... ist! Man kann sich halt keinen Porsche leisten, dann eben einen Pitbull. Es ist so traurig für diese Tiere, mit solchen unfähigen, dummen Typen leben zu müssen! Aber leider wird diesen Tieren nicht geholfen. Das Ordnungsamt lauert allenfalls uns völlig harmlosen Hundebesitzern mit völlig harmlosen kleinen Fusshupen auf, die wir mal so unerlaubterweise im Park ohne Leine lassen ... anstatt sich denen zu widmen, die durch ihre Dummheit solche mächtigen Tiere dann wirklich zur Waffe machen.

Schuld ist aber hier nicht der Hund, sondern unsere Dumpf-Politiker, die nur um des Geldes (Strafzettel) wegen Jagd auf die falschen Leute machen, anstatt sich mit dem potentiell gefährlichen Kruppzeug anzulegen!

Viele Grüsse aus Berlin, Cuatropatitas (P.S. Ich habe 15 Jahre lang auf einer andalusischen Finca mit 18 Hunden gelebt, davon viele "starke Rassen" ... aber gehalten auf einer riesigen Finca mit verschiedenen Aufgaben und langen Wanderungen!).
pesche789 hat geschrieben: Ich habe letztens wieder einmal ein so genanntes „Erziehungsbuch für Hunde“ gelesen. Da gibt es zwar Tipps, wie man es abtrainieren können sollte, aber gleichzeitig heißt es wortwörtlich: „Grundsätzlich muss man den Hund alleine lassen beim Fressen und darf ihm das Futter nicht wegnehmen….“
Wenn ich solche Sätze lese, dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Was machen diese „Trainer“, wenn der Hund auf der Straße etwas frisst, das vergiftet sein könnte?

Was Rottweiler angeht, bin ich ganz bei dir. Das können absolut tolle Hunde sein. Freunde aus meiner Kindheit hatten einen Rottweiler. Er war immer an der Seite der Kinder. Wachsam, aber sehr nervenstark und nicht zu Überreaktionen neigend. Einfach nur präsent.

Dass einem moderne Hundeerziehungsmethoden gewöhnungsbedürftig vorkommen können, kann ich verstehen. Aber ich verspreche, es funktioniert genauso, nur freundlicher. Man kann Hunde am Napf in Ruhe fressen lassen und dennoch tauschen üben, so dass ihnen gefährliches weggenommen werden kann. Genauso kann man üben, dass der Hund Essensreste (oder Gift) erst mal anzeigt, bevor er sie verspeist. Und wenn er doch mal was aufnimmt, können normal sozialisierte Hunde durchaus unterscheiden, ob es einem ernst ist ihnen etwas wegzunehmen oder nicht. Meinem Hund würde ich bei einem Verdacht auf Gift ohne zu zögern in den Rachen greifen.
Um auf das Ausgangsthema zurückzukommen:
Dass das Problem am anderen Ende der Leine sitzt, ist ja hinreichend bekannt. Den Opfern eines Beißunfalles hilft das herzlich wenig, vor allem, wenn er tragisch ausgeht. Ein Hundeführerschein ist ein guter Ansatz, aber offenbar nicht ausreichend. Ich kenne Leute, die ihn haben, aber die Kenntnisse nicht umsetzen. Und diese sind dann auch die, die ausgesprochen frech auftreten. Bei einem befreundeten Ehepaar wird der Hund mit Leckerchen "belohnt", wenn er gebissen hat. Die sehen das als "Ablenkung", der Hund sieht's selbstverständlich anders und ich gehe da natürlich nicht mehr hin. Er bestimmt nämlich, wer zu Besuch reinkommen darf. Die beiden mit ihren Töchtern sehen das ganz locker: wir sind doch versichert.
Die verantwortungsbewussten Hundehalter dagegen haben ihr Tier im Griff und nehmen Beißunfälle nicht billigend in Kauf.
Ich denke, dass regelmäßige Kontrollen von Hundehaltern vor Ort mehr bringen würden (natürlich meine ich nicht die mit den Rehpinschern und Zwergpudeln), um die fähigen von den unfähigen Haltern zu trennen -mit entsprechenden Konsequenzen.
ich hab ja das umgekehrte Problem, meine beiden Bedlington Terrier sehen aus wie Plüsch- Schäfchen und ich muss immer aufpassen, dass sich nicht freilaufende Kinder auf die stürzen.
Cuatropatitas@
Freilich ist immer der Hundehalter schuld,- nicht das Tier!

Wir hatten 15 Jahre lang einen Hund.

Ein Hundeführerschein des Halters hilft wenig - es müsste ein Training für die ganze Familie geben.

Denn oft geht irgendwer der Familie Gassi, der gerade Zeit hat, -
vielleicht ein Kind, das nicht stark genug ist, einen 30kg schweren Hund zu ‚führen‘.
@translation: siehst du, du passt auf!
Einige tun es leider nicht. Der Hund der o.g. Bekannten hat die Hand der Schwägerin blutig gebissen. Sie hatte ihn weder angefasst noch angesehen. Sie saß einfach nur am Tisch und aß ihre Suppe. Ich war dabei. Die Reaktion meiner Bekannten war: die ist selbst schuld. Warum hat sie sich auch Rüden angeschafft, ist doch klar, dass Reiko (der Hund) das riecht und ausrastet. Reiko wurde mit Leckerchen "abgelenkt", versuchte aber immer, an die Schwägerin ranzukommen und biss ein weiteres Mal. Tolle Erziehung! Und alle hatten den Führerschein. Vor mir stand er auch mal unvermittelt. Meine Bekannte traute sich nicht, dazwischen zu gehen, aber zum Glück kam der Mann um die Ecke geschossen und zog ihn weg.
Auch meine Mutter wurde mal Zeuge, wie ein großer Hund auf einen kleinen losging und schwer verletzte. Der kleine Junge (ca 6 oder 7 Jahre), dem die kleine Fellnase gehörte, stand unter Schock und lief weinend mit seinem aus mehreren Wunden blutenden Hündchen weg. Als meine Mutter der (erwachsenen!) Halterin sagte, sie müsste ihrem Hund einen Maulkorb verpassen, wurde diese sehr frech. Es schien ihr keineswegs leid zu tun, was passiert war.
Ich finde das unglaublich!
Manche Leute dürften wirklich keine Hunde halten.
Dein letzter Satz stimmt,
manche Leute.................................
Es sind also doch wieder die Leute am anderen Ende der Leine!!!
Ich selbst habe lebenslange Hundeerfahrung und kann mir nicht erklären,
warum der erwähnte Hund einfach so zugebissen hat. Das ist für keinen
Hund ein normales Verhalten. Als Außenstehender kann man
die Hintergründe nicht beurteilen und sollte sich hüten,
so ein Verhalten zu verallgemeinern.
Ich erlebe das Gegenteil. Ich hatte schon etliche Hunde, die geschlagen,
gequält und in die Tötung abgegeben worden sind,
und da kann ich nur staunen, wie sie doch trotz aller Ängste
wieder Vertrauen zu Menschen
fassen können.
Ich erlebe immer wieder völlig überforderte hundehalter, die mit ihren nicht angeleinten hunden gassi gehen……..wenn sie leute anspringen, „nein, der tut nix, der will nur spielen“, wenn sie mäntel zerreissen, „der spielt ja nur“………usw.
Andererseits gibt es öfters jugendliche mit kampfhunden an der leine und wenn man sich über aufdringliches beschnuppern beschwert, heißt es „reg dich ned auf, oder soll ich ihn auslassen?“
Und weiters gibt es hoffnungslos überforderte kinder, die mit mittelgroßen oder großen hunden an der leine gassi gehen……………. Sie laufen hilflos hinterher, die hunde machen, was sie wollen.
@flesermutzel:
Ich hüte mich vor Verallgemeinerungen. In erster Linie mache ich nur die Beobachtungen, dass, wenn die Hunde komisch sind, sind es deren Besitzer auch, und zwar ganz schön! Mir jedenfalls haben der kleine Junge und sein Hündchen zutiefst leid getan, und wer das anders sieht, muss ein Herz aus Stein haben.

Btw: der Hund meiner Schwiegereltern (ein Retriever) hat auch einen kleinen Hund totgebissen, der sein Schnäuzchen zu nah ans Tor gehalten hatte. Danach wurde das Tor mit Maschendraht besser gesichert.

Die Bekannten kenne ich schon viele Jahre und ich kann versichern, dass die ziemlich einen an der Klatsche haben. Oder ist es normal, wenn Hunde die Rudelführer sind und für Knurren und beißen ein Leckerli bekommen?
Nein, natürlich nicht!

Ich kenne fähige Hundebesitzer, deren Fellnasen gut erzogen sind und nicht auf andere losgehen. Ich habe ja nicht behauptet, dass alle Hundebesitzer grundsätzlich unfähig sind. Aber es bekommen auch nicht alle auf die Kette, einen Hund zu erziehen!
Ich liebe alle Tiere und schließe Hunde selbstverständlich nicht davon aus. Nicht mal Spinnen und Schlangen.
Dann sind wir uns ja eigentlich einig.
Gerade habe ich einen Welpenkurs bei einer sehr fähigen Hundeversteherin hinter mir und habe auch von ihr wieder mal erfahren, was ich instinktiv schon lange weiß. Der Hund spürt die Stimmung des Besitzers und auch die anderer Menschen, nicht nur aus deren Körpersprache, auch vom Geruch her.
So ging es im Kurs auch darum, selbst möglichst locker und gelassen zu bleiben
bei Begegnungen, die den Welpen irritieren können. Hat wunderbar geklappt.
Ist der Besitzer unaufgeregt, nimmt der Welpe die Situation auch als unbedrohlich wahr und reagiert ,,cool''.
Kommen z.B. Spaziergänger entgegen, sind die für meine Hunde uninteressant.
Wenn meine Hunde anfangen, auf sie aufmerksam zu reagieren,
liegt es oft daran, daß diese Menschen entweder Aggressionen oder Angst
haben. Hunde merken das viel schneller als wir Menschen.
Da kann dann ein normal sozialisierter Hund schon mal interessiert
in dessen Richtung schnuppern. Das ist dann leider für manche
Hundephobiker schon Grund zu weiterer Angst.
So biete meine Hundeversteherin nicht nur Kurs für Hunde und deren Besitzer an, auch für Menschen mit Hundephobie. Das halte ich für sehr sinnvoll.
Da kann ich dir nur beipflichten.
Was ich mal sehr bemerkenswert fand:
Ich traf eine alte Schulfreundin wieder, die mich zum Frühstück zu sich nach Hause einlud.
Ich kam also mit den Brötchen, klingelte und ihr kleiner 2-jähriger Sohn öffnete, und... neben ihm stand ein kapitaler Pitbull.
Ich habe mir fast in die Hosen gemacht, aber meine Freundin versicherte mir, der Hund sei die freundlichste Seele auf Erden.
Ich trat also ein, aber wirklich wohl war mir nicht. Diese mächtigen Kiefer... OmG...
Ich weiß ja, dass Hunde sowas merken. Aber es schien, als wolle er beweisen, dass von ihm nichts zu befürchten sei. Er wich nicht von meiner Seite, lehnte sich an mich, schmuste (!) und schlief später auf meinem Schoß.
Der beste Beweis für mich, dass es mit dem Besitzer steht und fällt. :D
Hunde haben ein verdammt gutes Gedächtnis. Begegnet ihnen ein Mensch, der ihnen vor vielen Jahren mal was angetan hat, dann erkennen sie den sofort wieder und erinnern sich auch an das Geschehene. Wurde bereits bei einigen Hundebissen in der Nachkonstruktion bewiesen.