Ach Fledermauserl, ein Prof. Dr. irrt doch niemals, odrrr..?

Mich würde vor allem interessieren, wer denn mit wir gemeint ist, die sich so sehr interessieren für die Gesundheit von uns. Und die Siezerei ist für mich auch nicht zwingend gesundheitsfördernd. Ich bleibe bei meinem eigenen Gesundheitsplan.
chauchat hat geschrieben: Gibt es eigentlich einen vernünftigen Grund, warum das empfohlene "Idealgewicht" mit zunehmendem Alter auf der Skala höher angesetzt wird ?
Dabei verliert doch der Mensch peu a peu an schwerer Muskelmasse, selbst wenn er sein Aktivitätslevel nicht reduziert, also müsste er weniger wiegen.


früher wurde stur nach Statistiken (Gewichtstabellen) gegangen, die für junge Leute zugeschnitten waren.....

in den letzten Jahren sagen einem die Ärzte immer öfters, dass man ab 50 keine Abmagerungskuren mehr machen dürfte, da man dann bei Krankheiten nichts mehr zum zulegen hätte.....

ansonsten - egal wieviel jeder von uns wiegt.......es ist wichtig, dass wir uns unsere Muskulatur einigermaßen erhalten ....denn die Muskulatur stützt das Skelett und sorgt dafür, dass wir beweglich bleiben können...
Wer nicht gerade zu den ganz Dünnen gehört, nimmt im Alter meistens zu. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und bei gleich bleibender (oder besserer Ernährung) setzen sich Fettpölsterchen fest. Ein bisschen Reserve für Krankheitsfälle ist m.E. ja auch nicht schlecht, sofern nicht zu viel Gewicht die Gelenke belastet. Blutdruck und Cholesterin verdienen sicher mehr Aufmerksamkeit.

Wirklich Neues ist mir bisher in diesem Thread nicht aufgefallen!
Hallo Prof. Dr. F.,

tatsächlich überlege ich immer wieder mal, auf einen Fastentag jede Woche umzusteigen. Nur habe ich mich im Laufe der vergangenen Monate an diese Speedweeks gewöhnt und es mir damit quasi "gemütlich" gemacht. Jetzt haben Sie mich wieder ins Grübeln gebracht (like).
Während der Speedweek schaut das so aus - es gibt pro Tag:

2 Eier
1 Salatgurke oder 200 g Tomaten
1 g hochdosiertes Fischöl (Kapsel)
100 g Protein
Zusätzlich dürfen 150 Kalorien verzehrt werden.

Wenn ich also beispielsweise Hähnchenbrust esse, so rechne ich die darin enthaltenden Kalorien aus Kohlenhydraten und Fett zusammen und ziehe diese von den 150 Zusatzkalorien ab. Das im Fleisch enthaltende Eiweiß geht auf das Protein-Konto. Magerquark ist auch super; mit Wasser verdünnt kann man das schön fluffig schlagen.
Die Eier und Gurken sind extra, werden also nirgends dazu gerechnet.

Insgesamt komme ich damit an einem Tag auf ca. 750 Kalorien. Klingt vielleicht etwas kompliziert, aber in der Praxis hatte ich das schnell raus.

Während der Speedweek schränke ich zudem die Cardioeinheiten etwas ein und gebe, wenn der Körper entsprechende Signale setzt, weniger Gas. Um den Kreislauf in Schwung zu halten, achte ich auf viel Alltagsbewegung. Je mehr Alltagsbewegung, um so weniger macht sich die Speedweek körperlich auf unangenehme Weise bemerkbar.

Eine Überwindung ist es eher nicht. Vor dem ersten Tag habe ich allerdings immer Respekt. Aber da sage ich mir: einfach machen, Schritt für Schritt. Gleichzeitig erlebe ich diesen ersten Tag auch als eine Art Cut (schlechte Gewohnheiten, die sich gerade wieder einschleichen wollten, werden, zack, rausgerissen).

Aktuell bin ich wieder in einer Speedweek und ich kann mich bisher an drei Momente erinnern, da ich etwas "Hunger" verspürte. Doch jedes Mal war es kein echter Hunger. Eher hatte ich das Gefühl, mich würden vielleicht Stoffwechselprozesse narren. Das registriere ich und dann ist es schon fast wieder vorbei und vergessen.

Mein erstes Getränk am Morgen ist ein halber Liter Grüntee. Tagsüber trinke ich viel Wasser und dünnen Tee nach Geschmack. Für den Genuss gibt es ein oder zwei Tassen schwarzen Kaffee.

Viele Grüße
Bonbonchen

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Hallo Gundulabella,

ich bin Deiner Meinung, wir müssen möglichst viel von unserer Muskulatur erhalten. Nicht nur als Stützapparat, sondern auch weil Muskelmasse den Grundumsatz erhöht, was es wiederum leichter macht, sein Gewicht zu halten oder auch zu verringern, wenn notwendig. Also ran ans Eisen! Ein paar Stunden Anstrengung (über die Woche) und im Gegenzug so viele Vorteile für den Rest jeden Tages ... ich finde, das ist ein gutes Geschäft.

Zur Sache mit dem "etwas nachzusetzen haben". Inzwischen habe ich die Idee im Kopf, statt Not-Fett anzusammeln, lieber Muskelmasse aufzubauen. Der Körper scheint ja eh gerne darauf zurückzugreifen. So habe ich etwas nachzusetzen, und solange der Vorrat vorhanden ist, genieße ich den Vorteil des höheren Grundumsatzes und vor allem die darin liegende Kraft und Beweglichkeit.

Ich gebe aber zu, der Weg dahin ist - vor allem anfangs - ein echt beschwerlicher. Zumindest wenn man von dort kommt, wo ich herkomme. Das war kein Spaziergang. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Hätte ich schon früher gewusst, wie sehr das mein Leben zum Positiven hin verändert, dann ... Ja, so ist das leider. Aber wie heißt es so schön: besser spät als nie.
41acul hat geschrieben: ....Dabei ist Eiweiß bei der Ernährung - besonders bei der Gewichtsabnahme - das Schlüsselproblem: Es lässt sich im Gegensatz zu Fett und KH nicht speichern. Ein Erwachsener benötigt zur "Reparatur" = Regeneration seines Organismus die Eiweißmenge von 400g Fleisch oder 10 Eiern usw. täglich. Das sind etwa 1,3 g pro kg Körpergewicht Trockensubstanz (400 g Fleisch enthält 100 g Eiweiß Trockensubstanz)....
Prof. Dr. F.


Die benötigten Eiweißangaben von 400 g Fleisch, bzw. 10 Eiern sind so nicht korrekt.

10 mittelgroße Eier bringen grad mal ca. 65 g Eiweiß.

Bei Fleisch ist nach der Quelle zu unterschieden. Es ist ein Riesenunterschied, von welchem Tier und von welchem Körperteil es stammt.

Eine Hähnchenbrust bringt viel mehr an Eiweiß als z.B. eine Rinderbrust.

Auch die Angabe über die benötigte Eiweißmenge von 1,3 g/kg Körpergewicht ist so pauschal nicht korrekt.

Es wird je nach Alter, körperlicher Aktivität, Körpergewicht, etc., berechnet. Grob gesagt 0,8 bis 2,0 g/kg Körpergewicht.


Just my two pence
Das ist ja alles gut und schön, aber sicher nicht für die grosse Anzahl älterer Menschen, die gesundheitlich bedingt sicher keine Hochleistungen mehr erbringen können. Ein bisschen Lebensfreude sollte doch schon noch erlaubt sein.
Hallo bonbonchen,
gratuliere, ihrer Speedweeks sind sehr gut aufgebaut. Die Art der Nahrungsaufnahme - besonders der schwierige Eiweißanteil - ist nahezu perfekt getroffen. Sie müssten sich nicht umstellen. Es geht jetzt eigentlich nur noch um den psychologischen Faktor: die innere Überwindung . Unser Motto ist ja hier: "50plus, gemeinsam das Leben genießen" . Alternativ zu Speedweeks gibt es noch die Möglichkeiten des Intervallfastens, entweder 16:8 - acht Stunden essen, 16 Stunden nur kalorienfreie Flüssigkeit - oder einfach abends nichts, oder 6:1 - sechs Tage normal essen und ein Tag fasten, hier bezeichnet mit nullern.
Aufgefallen ist bei meiner Arbeit und dem Meinungsaustausch auf den vielfältigen Threads hier, dass der Gedankenaufwand oder Willensaufwand für die "Nuller" und damit die Belästigung der Lebensqualität deutlich größer ist als bei den Intervallformen 16:8 oder "abends nix". Ein Beispiel 16:8 wurde dankenswerterweise in dem Thread "Intervallfasten" über Monate mitgeteilt. Acht kg Körpergewicht wurde da mit einer Leichtigkeit an Gewicht verloren, das würde zu unserem Motto: "das Leben auch genießen", vorzüglich passen. Die überwiegende Anzahl der Nuller scheitert anscheinend langfristig an der Barriere der immer wieder drohenden Kasteiung. Ein weiterer Vorteil scheint auch zu sein, dass der Körper und die Essgewohnheiten sich bei den Intervallformen besser anpassen. Eine gesündere Lebensweise könnte zur Gewohnheit werden. Man hat uns in die Städte gesetzt, die Evolutionsbiologie hatte in diesen 10000 Jahren noch keine Gelegenheit, unser inneres Programm dafür anzupassen. Deshalb muss die Vernunft helfen.
Wenn ich abnehmen wollte, dann würde ich 16:8 nehmen - unter Beachtung der Eiweißzufuhr - und mich dann abends freuen, wenn der Reinigungsdienst der Zellen für mich aktiv wird. Manche berichten dann über ein leichtes Ziehen im Bauch.
Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihren Beitrag für uns. Er hat mich klüger gemacht.
Prof. Dr. F.
Hallo WildRose07,
Ihr Bericht zum Thema Eiweiß ist vollkommen richtig. Besser könnte ich speziell dieses Thema nicht beschreiben. Wenn sich schon diese Gelegenheit jetzt ergibt: In der Altersmedizin ist es ein riesiges Problem, die geforderten 1,2 g/kg Körpergewicht einzuhalten. Vermeidung von Osteoporose, Muskelabbau mit Frailty - Syndrom usw.. Auch das müsste m.E. auch erwähnt werden: Bei aller Begeisterung für Eiweiß, dauerndes Zuviel führt zu Nierenschädigung. Für Vorgeschädigte gelten deshalb andere Regeln.
Prof. Dr. F.
Schade,
dachte ich doch wirklich, wir könnten etwas Neues über
ganzheitliche Medizin erfahren.
Dabei versteht unser Dr. Prof. anscheinend ausschließlich Fastenkuren darunter,
äußert sich nicht einmal darüber, für welche Menschen sie nicht
geeignet sind. Mediziner??? :wink:
Ich selbst jedenfalls bin auf der Grenze zum Diabetes,
hatte mehrmals Unterzucker.
Da wäre z.B. eine Fastenkur nicht nur nicht angebracht,
sie könnte wirklich gefährlich werden.
Das gilt aber auch für viele andere Menschen.

Aber ,wir' würden ganz gern von einem Mediziner Dr. Prof.
mehr über die anderen Aspekte der Ganzheitsmedizin erfahren.
Bitte - danke!
Ja, der menschliche Körper braucht Eiweiss zum Leben.
Trotzdem kann es nicht schaden, sich immer wieder mal bewusst zu machen,
was das eigentlich ist - Eiweiss.
Entweder ein Stück Fleisch vom Tier - gehe also ruhig auch mal zur Rubrik Tiere+Natur
"Tiertransporte" so lange man es aushält , oder pflanzlich
also Soja aus Monokulturen
http://www.faszination-regenwald.de/inf ... g/soja.htm
(das wohl tonnenweise in dem ganzen Almased + Co. steckt)
oder der aus Hülsenfrüchte+Getreide, Kartoffeln+ Ei etc.

Nur mal so - um den Fokus hier etwas zu erweitern.
Für mich ist das ursprüngliche Thema auch entgleist.
Diäten und Fastenmodalitäten sind bei Essen & Trinken schon öfters behandelt worden.
Ernährung ist nur ein kleiner Teil der Ganzheitsmedizin, Naturmittel und fernöstliche Praktiken kamen bisher noch nicht zur Sprache.
Ihr seid aber ungeduldig!
Prof. Dr. F.
Ich würde auch unbedingt auf den mündigen Patienten setzen, wie Shekinah
(der sich natürlich im Net nicht verwirren lassen darf)
und im Falle von Abnehmen es ein paar Nummern einfacher gestalten.
Auf mich wirkt die Welt mit diesem ganzen Körperkult langsam ein bisschen kirre.
Bewegung, die Spass macht und gut tut ( Prof. Grönemeyer "Turne bis zur Urne!" :wink: )
alles gut und richtig, aber nur ein Teilaspekt des Lebens.

Meine Oma hatte im Alter von 78 Jahren einen schweren Herzinfarkt.
Der Hausarzt hat sie nur mit einer Spritze direkt ins Herz gerettet, werd ich nie vergessen.
Sie kam ins Krankenhaus, wurde auf " f.d.H. Zucker und Fett" gesetzt,
aß von da an die letzte Mahlzeit jeweils um 17 Uhr, nahm 2 Kleidergrössen ab
und ist recht muntere fast 98 geworden. :)
41acul hat geschrieben: Ihr seid aber ungeduldig!
Prof. Dr. F.



ja sicher, wir haben nicht mehr so viel Zeit, der Sensenmann kommt schon langsam näher. :shock: :roll:
Nichts zu danken Fledermauserl, der Prof. Dr. Dr. selig (ehemaliger Direktor der Klinik, in der ich gearbeitet habe) hat mir rechtzeitig alles beigebracht, was für mich wichtig ist. Schade dass er nicht mehr lebt, sonst könnte er ja mal seine Sicht der Dinge hier kundtun.

Naja, vielleicht meldet er sich ja mal aus dem Jenseits, wer weiss.