Ach neee, ich liebe mein Handy und technische Gadgets bzw. die richtigen Apps dazu und das ist (noch) eine schöne nützliche Spielerei. :wink:
Von Samsung darf man in absehbarer Zeit Neuigkeiten aus dem KI-Bereich erwarten: Es geht um KI-Prozessoren.
KI-Prozessoren - Der Wettstreit um neue Spezial-Chips ist in vollem Gange. Das Ziel: die Funktion unseres Gehirns nachzuahmen. Eigentlich ist die Idee, die Funktionsweise des menschlichen Gehirns in Form künstlicher neuronaler Netze nachzubilden, nicht gerade neu. Dazu wird es wahrscheinlich so schnell nicht kommen, denn die bisherigen Fortschritte auf diesem Gebiet führen seit einiger Zeit zu ethischen Diskussionen, wie mit der künstlichen Intelligenz in Zukunft umgegangen werden soll. Das wird auch höchste Zeit.

Digitale Assistenten, sind auf die Rechenzentren ihrer Anbieter angewiesen. Sie erfordern eine Internetverbindung, und der notwendige Up- und Download der Daten kostet Zeit, was diverse Anwendungsbereiche ausschließt. Als erster Hersteller hat deshalb Huawei mit dem Mate 10 ein Smartphone herausgebracht, dessen Prozessor mit einer speziellen Recheneinheit für künstliche Intelligenz, ausgestattet ist. Auch Apple hat den neuesten iPhones eine KI-Einheit spendiert. Sie soll nach einer gewissen Lernzeit das Gesicht des Nutzers zuverlässig erkennen, auch wenn es mit Brille oder einen Bart verändert ist.
''Der Mensch ist in diesem Spiel die Manipulationsmasse, eine aus Maschinensicht unzulängliche, aber steuerbare Komponente. Diese Entwicklung lässt sich weder aufhalten, noch wirksam steuern.''
Das sehe ich ebenso, Sumsum; es heisst ja auch nicht umsonst 'Human Resources'. Nomen est Omen!

''Philosophisch sind die knallharten Optimisten des Silicon-Valley leider eher nicht bewandert, sonst würden sie manchmal innehalten und darüber nachdenken, was sie da gerade tun.''
Die Philosophie von 'Silicon-Valley' scheint sich einzig auf die Erschaffung einer eigenen, gott-ähnlichen, digitalen künstlichen Welt zu beschränken – eben mal ein bisschen Schöpfer spielen… und nebenbei eine handvoll Dollars zu generieren.

Sieht so aus, das die Entwicklungen immer mehr auf 'Matrix-ähnliche' Verhältnisse zusteuern. Die Immersion in der virtuellen Realität macht gewaltige Fortschritte und der Verschmelzung der realen und virtuellen Welten sind immer weniger Grenzen gesetzt.


''Der Begriff der Immersion bezeichnet den Prozess des Eintauchens eines Users in eine virtuelle Realität. Durch die visuellen Stimuli tritt das Bewusstsein des Menschen in den Hintergrund; stattdessen empfindet er die virtuelle Realität als real. Im Falle einer besonders starken Immersion wird der Status “Präsenz” genannt. Eine Immersion findet beim Anschauen eines Filmes zwar genauso statt, jedoch in geringerem Grad. Durch die Interaktion – beginnend bei Video-Spielen bis hin zu VR-Brillen – des Users mit einer virtuellen Realität, ist eine stärkere Intensität der Immersion möglich. Maßgebend für die Immersion ist dabei nicht die Realität, sondern die Erfahrung. Die Wahrnehmung des Users wird vom Erlebnis getrieben – es entsteht eine subjektive, alternative Realität.''

''Forscher aus der Neurologie und VR-Experten sprechen bereits von einer Virtual Psychology, denn durch die Immersion lassen sich Denkmuster und somit die Wahrnehmung von Realität verändern. Forscher haben herausgefunden, dass User, welche in der virtuellen Realität einer Minderheit angehören, danach ihrer Umwelt toleranter begegnen. Die Identifikation mit Superhelden wiederum führt nachweislich zu einem sozialeren Verhalten. Kritiker warnen vor einem unbedachten Einsatz von VR-Technologie – die Risiken des andauernden Einflusses von VR seien noch nicht bekannt und einschätzbar. Wie sollen Menschen bei einer zunehmenden Verschmelzung von VR-Technologie im Alltag zukünftig zwischen virtueller und tatsächlicher Realität unterscheiden? Was passiert, wenn die Technologie in die falschen Hände gerät und zu manipulativen oder gar zu Folter-Zwecken eingesetzt wird? Psychologen sehen bereits jetzt Erfolge bei der Anwendung von VR zur Behandlung von Phobien oder Traumata. Doch wo gelindert werden kann, könnte womöglich auch Schaden verursacht werden.''

Quelle http://neoavantgarde.de/post-for-vernetzt/
Um Lösungen mit Künstlicher Intelligenz ranken sich zahlreiche Mythen und Unwahrheiten. Der Business-Software-Spezialist IFS deckt nun die größten Irrtümer auf.

https://www.internetworld.de/technik/5- ... 31970.html
Mit den rasanten Entwicklungen in verschiedensten Bereichen der KI steigt auch die notwendige Dringlichkeit deren Regulierung auf globaler Ebene und es muss die ebenso dringliche Frage, inwieweit sich der Einsatz und die Anwendung künstlicher Intelligenz mit dem humanitären Völkerrecht konform ist, gestellt und geklärt werden.

Wenn man davon ausgeht, wie bis anhin der Umgang mit dem sogenannten humanitären Völkerrecht durch Regierungen und Konzerne gehandhabt wurde und wird, kommen doch eher berechtigte Zweifel auf, ob sich dies im Zusammenhang mit der Anwendung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz anders verhalten wird und den Worten und Buchstaben konkrete Taten und Umsetzungen, sowie deren Einhaltung (im Sinne des Völkerrechts) zum Wohl der Menschheit folgen werden.


Nachfolgend einige Auszüge aus dem Artikel ''Künstliche Intelligenz – ein Fall für das Völkerrecht''

''Unter dem Titel ''Das globale Ringen um die Zukunft der künstlichen Intelligenz'' haben jüngst Wissenschaftler der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) eine Analyse herausgegeben, die sich mit genau dieser Frage befasst: Wie muss KI reguliert werden, damit die Maschine am Ende dem Menschen dient und nicht umgekehrt. Darin verdeutlichen die Autoren zunächst, dass ein globaler Regulierungsrahmen ideal wäre. Schließlich handelt es sich bei KI um eine globale Entwicklung: China hat bereits massive Investitionen angekündigt, um den Vorsprung der USA aufzuholen. Auch in Russland steht die Entwicklung der KI hoch auf der Agenda. Am Mittwoch zog die EU-Kommission nach und regte umfassende Investitionen an, die jene der Mitgliedsstaaten ergänzen sollen. Vor allem Frankreich und Deutschland haben bereits ambitionierte eigene Pläne am Start.''

''Dass Maschinen über das Leben von Menschen entscheiden ist also weit mehr als Science Fiction. Doch schon die partielle Übertragung von Entscheidungen über Gewaltanwendung an Maschinen würde, so die SWP-Autoren, „in grundlegender Weise die Schutzmechanismen des humanitären Völkerrechts“ infrage stellen.''

''Folgt man der Argumentation von Dickow und Jacob, ergeben sich vor allem drei Regulierungsziele: Erstens braucht es Transparenz darüber, wer wie und zu welchem Zweck KI einsetzt. Zweitens muss sichergestellt werden, dass KI in sensiblen Bereichen menschlicher Kontrolle unterworfen bleibt. Und drittens müssen die Verantwortlichkeiten eindeutig geklärt werden – zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Hersteller und Anwender.''

https://www.euractiv.de/section/digital ... lkerrecht/



''KI kann das Beste oder das Schlimmste sein, was die Menschheit jemals erfunden hat. Es kommt darauf an, was man daraus macht''. Steven Hawking
Tja, was einerseits Begeisterung auslöst, stellt die Menschheit andererseits vor bedeutende ethische Probleme.
Das große Potenzial der KI für die Menschheit bietet zwar enorme Möglichkeiten, aber sie ist auch ein "Acker, auf dem unwiderstehliche Desaster-Szenarien sprießen."

Viele KI-Forscher fordern deshalb, die Entwicklung unter staatliche Aufsicht zu stellen. Und auch Mark Zuckerberg räumte ein, dass es für Social-Media-Unternehmen "gewisse Regulierungen" geben müsse, auch wenn dadurch das Wachstum auf dem Markt ausgebremst werden könnte.
Macht KI Menschen dumm?
Wenn Roboter uns mehr und mehr alltägliche Tätigkeiten abnehmen (z. B. Auto fahren, kochen) werden wir diese Fähigkeiten gar nicht mehr erlernen (müssen). Das scheint mir ein wichtiger Aspekt bei der KI-Diskussion zu sein.
Wir würden zunehmend hilfloser werden und abhängig von den (programmierten) Talenten der Automaten.
Schon heute haben jungen Menschen kaum noch ausreichend handwerkliche Fähigkeiten, um sich selbst zu helfen, vom kochen ganz zu schweigen.
@roadrunner27 hat geschrieben: Macht KI Menschen dumm?

Vielleicht ist das ja eine durchaus erwünschte Kolateralerscheinung, mit der sich die Masse leichter manipulieren lässt?

Ein schönes Beispiel dafür zeigte schon Aldous Huxley's Vision aus dem Jahre 1932 mit 'Brave new World', besonders mit der Darstellung der Gamma-Typen. Dumm und 'dauer-fröhlich'. Die nächste Stufe, die Delta-Typen sind dann nur noch dumm und abgestumpft.

Es hängt u.a. wohl auch sehr viel davon ab, wie oft und lange sowie auf welche Art und Weise digitale Medien und Geräte verwendet werden. In seinem vieldiskutierten Buch 'digitale Demenz', über das ziemlich heissumstritten debattiert wird, greift der Autor Manfred Spitzer auch die damit verbundene und nicht ganz unerhebliche Suchtfrage auf. Natürlich stösst er mit seinen Erkenntnissen und Warnrufen nicht nur auf Begeisterung, zumal auch viele kommerzielle und wirtschaftliche Interessen mit dieser Entwicklung einhergehen.

Zitat Buchdeckel: ''Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Die von ihm diskutierten Forschungsergebnisse sind alarmierend: Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Nervenzellen sterben ab, und nachwachsende Zellen überleben nicht, weil sie nicht gebraucht werden. Bei Kindern und Jugendlichen wird durch Bildschirmmedien die Lernfähigkeit drastisch vermindert. Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg. Spitzer zeigt die besorgniserregende Entwicklung und plädiert vor allem bei Kindern für Konsumbeschränkung, um der digitalen Demenz entgegenzuwirken.''
https://www.droemer-knaur.de/ebooks/778 ... ale-demenz
@Adimus
In seinem vieldiskutierten Buch 'digitale Demenz', über das ziemlich heissumstritten debattiert wird, greift der Autor Manfred Spitzer auch die damit verbundene und nicht ganz unerhebliche Suchtfrage auf. Natürlich stösst er mit seinen Erkenntnissen und Warnrufen nicht nur auf Begeisterung, zumal auch viele kommerzielle und wirtschaftliche Interessen mit dieser Entwicklung einhergehen.

Das Problem an Spitzers Darstellung ist, dass er die Neuen Medien pauschal als schädlich verurteilt. Ein Medium selbst kann nicht dumm machen, höchstens dessen falsche Nutzung, Computer sind schon heute Teil unserer Lebenswelt, deshalb sollte man sie nicht verdammen, sondern lernen, mit ihnen umzugehen.

Bei der KI haben wir das Problem, dass nur ökonomisch gedacht wird. Da erleben wir die Reinform als Globalisierungswahn mitsamt den negativen Folgen, die sozialen Belange werden vernachlässigt und/oder ausgehebelt.
Die KI hat Schöpfer und das sind nicht so sehr die mit den Programmen beschäftigten Informatiker, sondern die rein ökonomisch denkenden Konzernbosse, die sich an den Begehrlichkeiten der Wirtschaft orientieren. Die zwangsläufige Folge wird sein, dass Menschen sowohl in der Arbeitswelt als auch in privaten Bereichen mehr oder weniger vollständig von "intelligenten Maschinen" gesteuert werden, d. h., dass sich Menschen frreiwilig dem unterwerfen, was ihnen von KI-Computern als Anweisung vorgegeben wird.
Schon jetzt können wir dies bei der Betrachtung der Handy-Welt sehen, Div. unangenehme Begleiterscheinungen der Sicherheitspolitik usw.

Meiner Ansicht nach, ist die KI eine Bedrohung, weil sie real am Ende der Kette die Maximierung natürlicher Dummheit bewirkt und Menschen versklavt, gleichzeitig aber von einer Mehrzahl Menschen als positiver Fortschritt verkannt wird.
Ja, Sumsum, ich denke auch, dass Manfred Spitzer es zu einseitig aus der Gehirnforschung heraus betrachtet und etwas über das Ziel hinausschiesst - der Vorteil besteht wohl eher darin, dass die Diskussion darüber stattfindet und angeregt wird, was auch nötig scheint.

Die Bezeichnung 'Maximierung natürlicher Dummheit' finde ich sehr kennzeichnend und trifft so ziemlich den Kern der Sache. Es sind ja nicht die KI oder die digitalen Medien die 'dumm' machen könnte, das hängt wohl eher an der Art und Weise von deren Einsatz, Nutzung und Anwendung ab.

Das Sucht- und Abhängigkeitspotenzial der digitalen Medien, welches enorm ausgeprägt ist, wird jedoch geflissentlich ignoriert und leider nur sehr stiefmütterlich angegangen und nur ungenügend thematisiert, was dann wohl wieder an den kommerziellen Interessen v.a. der Konzerne und der 'Überwachungsindustrie' liegen dürfte, da diese erheblich davon profitieren. Das Orwell'sche Motto 'Sklaverei gleich Freiheit' lässt grüssen. Da besteht noch ausserordentlich viel Aufklärungs- und Handlungsbedarf.

Wen's interessiert, dem kann ich das lesenswerte Buch 'Mensch 4.0 – Frei bleiben in einer digitalen Welt' von Alexandra Borchardt wärmstens empfehlen.

''Die digitale Welt verändert nicht nur Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, sie schafft auch einen neuen Menschen. Ständig vernetzt scheint er der Mittelpunkt eines selbst gestalteten Universums zu sein. Tatsächlich aber werden wir manipulierbar, abgelenkt und getrieben. Wie verändern die neuen Technologien unsere Sicht auf die Welt? Können wir mehr mitbestimmen, oder werden wir zu nützlichen Idioten ökonomischer und politischer Interessen?'' Alexandra Borchardt
@Adimus:
''Die digitale Welt verändert nicht nur Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, sie schafft auch einen neuen Menschen"


Der technologische Fortschritt des 21. Jahrhunderts - die vierte industrielle Revolution ist nicht mehr aufzuhalten, das steht fest.
In nahezu jeder Branche werden Prozesse immer mehr automatisiert. Zu all dem kommt die starke Vernetzung, die intern und extern, abteilungs- und branchenübergreifend ganze Unternehmensstrukturen aufbricht.
Der Markt und die Industrie verändern sich.

Im 19. und 20. Jahrhundert beruhte der Erfolg der industriellen Revolutionen auf der leichten Beschaffung von Rohstoffen und der Auslagerung von Arbeitsplätzen. Bei der kommenden neuen industriellen Revolution konkurrieren viele Nationen und Milliarden Menschen miteinander. Nicht die Rohstoffe und die Arbeitskraft stehen dieses Mal im Vordergrund, sondern die Automatisierung der Arbeit.

Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass für viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte die Arbeitslosigkeit (nicht nur in Deutschland) enorm steigen wird, weil viele Berufe durch Maschinen und Computer ersetzt werden.
Die Berufe, die dann wegfallen, wird es nie wieder geben. Die Menschen, die dann ohne Arbeit dastehen werden, müssen aber auch weiterhin an der Gesellschaft teilnehmen können und darum braucht es schon heute politische Lösungen.
Sowohl in der Bildung als auch in der Weiterbildung verlangt die aktuelle Entwicklung eine Revolution, doch die lässt noch auf sich warten. Mittlerweile sprechen sich aber immer mehr Politiker und Konzernchefs für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus.
Doch wie soll das finanziert werden?

Philip Kovce (Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph):
"Das bedingungslose Grundeinkommen ist tatsächlich lange als ein Thema weltfremder Idealisten oder wohlmeinender Humanisten abgestempelt worden. .
Die Industrialisierung führte dazu, dass wir die Handarbeit den Maschinen überließen. Die Digitalisierung führt dazu, dass wir die Kopfarbeit den Computern überlassen. Damit hätten wir nun den Kopf frei, um das Herz in die Hand zu nehmen.
Jeder Einzelne wird seine Arbeit künftig selbst bestimmen müssen. Dafür ist ein bedingungsloses Grundeinkommen hilfreich: Es lässt uns Arbeit besser erkennen und engagiert ergreifen. Dass in unserer Überflussgesellschaft Existenzangst herrscht, weil wir noch immer am Erwerbszwang festhalten, ist nicht nur unnötig, sondern auch unmenschlich."
Ja, liebe Sumsum, da hast Du allerdings ausserordentlich wichtige und äusserst brisante Aspekte über die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz und Robotik angesprochen. Diese und ebenso die zitierte Aussage von Philip Kovce sollten durchaus ernst genommen werden.

Die durch KI-Technologien anstehenden Umwälzungen und die damit einhergehende ansteigende Erwerbslosigkeit wird voraussichtlich zunächst vor allem weniger gebildete Menschen mit tieferen Einkommen betreffen, die bis anhin schon immer die Ersten waren, deren Jobs gestrichen wurden, wenn neue Technologien ins Spiel kamen. Vorerst wird es wohl eher 'geringer qualifizierte' Tätigkeiten wie z.Bsp. Chauffeure, Verkäufer, Callcenter-Mitarbeiter u.v.a. treffen, aber auch 'höher qualifizierte' Berufe wie z.Bsp. Bankangestellte, Chirurgen, Journalisten u.v.a. werden früher oder später vom Arbeitsmarkt verdrängt werden. Es wird in naher Zukunft für den Menschen vieles davon abhängen, wie hoch die Möglichkeit und Bereitschaft vorhanden sein wird, um um- und dazuzulernen sowie sich weiterzubilden und sich auf neue Berufe und Anforderungen einzustellen. Diejenigen die das nicht können oder wollen, werden wohl 'ins leere Glas gucken' müssen.

Mit der zu erwartenden und steigenden Erwerbslosigkeit wird das Thema BGE künftig immer aktueller, wenn nicht gar zur Not-wendigkeit werden. Nebst der Frage der Finanzierung wird vor allem auch die Auswirkung auf den Menschen und wie dieser und auch die Gesellschaft als solches grundsätzlich damit umgehen, untersucht werden müssen. Auch wenn die Schweizer Bevölkerung das BGE vor 2 Jahren noch deutlich ablehnte, ist dieses noch lange nicht vom Tisch. Die Zeit dafür scheint noch nicht reif, sie ist aber sicher reif genug, um mögliche Varianten zu prüfen und zu testen und Versuche damit durchzuführen. Je früher, desto besser; Ideen und praxisorientierte Vorschläge dazu gibt es mittlerweile ja schon mehr als genug.
"Das Massenkontrollsystem ist bei Facebook bereits gegeben" und "Google ist das größte Machtsystem in der Geschichte der Menschheit": Der Bestsellerautor und Philosoph Richard David Precht hat über die Gefahren gesprochen, die bereits in unseren digitalen Welten bestehen.
https://www.youtube.com/watch?v=BMnzOixRgFU
Das ist ja der Fehler, den die meisten Autoren von solchen Dystopiaromanen immer gemacht haben, die dachten, man müsste die Leute dazu drängen, sich überwachen zu lassen, dabei muss die Nutzung der betreffenden Systeme nur das Leben angenehmer machen. Da "Faulheit" und der Wunsch nach weniger Aufwand wohl fast immer Triebfedern des Fortschrittes waren, leider unschlagbar. Ob ich überhaupt wissen will, was Google über mich weiß?
Musst du auch nicht, Google freut es :wink:
Diese über Jahre angehäufte, detaillierte Profilsammlung über Milliarden Menschen ist eine Gefahr an sich. Denn was passiert, wenn die Aktionäre mehr Geld wollen oder wenn Google an einen anderen Konzern verkauft würde? Was passiert, wenn die Daten in richtig böse Hände geraten? Und: Welche Regierung, welcher Geheimdienst wäre nicht scharf auf diese Informationen? 2012 gab es über 42.000 staatliche Auskunftsersuchen an Google, mal nebenbei bemerkt.

Vor Jahren wechselten viele Nutzer vom Internet Explorer auf den Browser-Firefox, um sich vom Software-Riesen Microsoft zu befreien. Doch wie frei ist Firefox wirklich, wo doch der Löwenanteil der Firefox-Finanzierung von Google kommt?
(aus Digitalcourage - Big-BrotherAwards)
In diesem Zusammenhang, weil Du "Digitalcourage" erwähnt hast, @Sumsum. Auf deren Webseite werden viele Tipps zur sog. "Digitalen Selbstverteidigung" gegeben.

https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung

Das Problem:
"Normale" user, und das sind die allermeisten, trauen sich nicht, von Anbietern vorinstallierte Programme und Einstellungen zu verändern.
Außerdem ist es bequemer und vertrauter, die gängigen Standards zu nutzen, bei denen man evtl. auch jemanden um Hilfe bitten kann, wenn man nicht weiterkommt.
Aspekte wie Datensicherheit und Datenschutz treten da erstmal völlig in den Hintergrund, solange man nicht selbst betroffen ist. Misstände, die für Menschen nicht direkt erfahrbar, fühlbar oder ersichtlich sind, werden verdrängt, siehe Umweltproblematik.
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