Meine Tochter ist 35 Jahre und leidet an einer Schizophrenie. Sie hatte 1997 und 2007 eine Psychose. 2007 bekam sie die Diagnose "Schizophrenie" gesagt. Für mich und meinen Sohn war das jahrelang eine in Unwissenheit lebende Situation, die sehr anstrengend war. Jetzt wo die Diagnose gestellt ist, erschien mir das als Erleichterung, doch immer wieder taucht etwas auf, wo Aufklärungsbedarf entsteht. Doch wo bekommt man Hilfe? Oft steht man allein mit dem Problem da.
Wer kennt diese Situation und kann mehr dazu sagen? Würde mich über eine Antwort hier bei 50plus freuen.
hallo.
meine nichte hatte diese krankheit .
es gibt eine wunderbare selbhilfegruppe, dort findest du vielleicht hilfe.
weiss nicht wo du zu hause bist.
leider ist diese krankheit in keiner weise heilbar , auch nur wenig verbesserbar.
Schizophrenie ohne Paranoija ist medikamentös so in den Griff zu bekommen, das aber nur bei optimaler Einstellung unter Beachtung der Einnahmerichtlinien des Arztes und regelmässigem Kontakt mit dem Facharzt als Voraussetzung.
Freddy380 hat geschrieben: Schizophrenie ohne Paranoija ist medikamentös so in den Griff zu bekommen, das aber nur bei optimaler Einstellung unter Beachtung der Einnahmerichtlinien des Arztes und regelmässigem Kontakt mit dem Facharzt als Voraussetzung.
Liebes @klaerchen,

ich sende dir ganz viel Kraft, deine Tochter mit ihrer Krankheit zu begleiten.

Warum fragst du nicht einfach in der Klinik nach Adressen für Selbsthilfegruppen und so, die haben sicher Folder und können dir in dieser Beziehung am besten weiterhelfen. Gibt es dort nicht auch Sozialberater, die euch begleiten?

Ich hoffe, deine Tochter wird gut von Ärzten begleitet, denen sie und du vertrauen.

Alles Gute
Lachmaus1
lachmaus1 hat geschrieben: Liebes @klaerchen,

ich sende dir ganz viel Kraft, deine Tochter mit ihrer Krankheit zu begleiten.

Warum fragst du nicht einfach in der Klinik nach Adressen für Selbsthilfegruppen und so, die haben sicher Folder und können dir in dieser Beziehung am besten weiterhelfen. Gibt es dort nicht auch Sozialberater, die euch begleiten?

Ich hoffe, deine Tochter wird gut von Ärzten begleitet, denen sie und du vertrauen.

Alles Gute
Lachmaus1
Hallo!
Kleiner Beitrag über die Grenze: In Österreich gibt es den Psychosozialen Dienst - Betreuung der Betroffenen durch Ärzte und SozialarbeiterInnen und
für die Angehörigen die HPE, eine Selbsthilfeorganisation Angehöriger psychisch erkrankter. Hier kann sich jede(r) beraten lassen. Häufig gibt es auch Treffen der Angehörigen zwecks Austausch. Man fühlt sich dann nicht so allein damit. Bin sicher, dass Du in Deutschland auch entsprechendes findest. umeist wissen die behandelnden Ärzte und Psychiatrien ohnehin die Kontaktadressen.
Jedenfalls wünsch ich Dir alles Gute. Wichtig ist sicher, dass Du nicht nur auf die Probleme der Tochter schaust, sondern immer wieder auch auf Dein eigenes Leben und Deine Bedürfnisse auchtest damit Dir nicht die Luft ausgeht.Alles Liebe und viele :) :) :) :) :) hups
klaerchen hat geschrieben: Meine Tochter ist 35 Jahre und leidet an einer Schizophrenie. Sie hatte 1997 und 2007 eine Psychose. 2007 bekam sie die Diagnose "Schizophrenie" gesagt. Für mich und meinen Sohn war das jahrelang eine in Unwissenheit lebende Situation, die sehr anstrengend war. Jetzt wo die Diagnose gestellt ist, erschien mir das als Erleichterung, doch immer wieder taucht etwas auf, wo Aufklärungsbedarf entsteht. Doch wo bekommt man Hilfe? Oft steht man allein mit dem Problem da.
Wer kennt diese Situation und kann mehr dazu sagen? Würde mich über eine Antwort hier bei 50plus freuen.


Hallo Klaerchen - ich bin bisher noch recht wenig mit dem Thema Schizophrenie in Berührung gekommen, allenfalls theoretisch. Nun habe ich gestern in einer Veranstaltung Ausschnitte aus einem Film zu dem Thema gesehen. Der Film zeigt Treffen von Betroffenen, ihren Angehörigen sowie von Fachleuten (Mediziner, Pflegepersonal); er macht so deutlich, dass nicht nur der Erkrankte selber von der Psychose betroffen ist sondern sein ganzes Umfeld. Meiner Meinung nach müssten eigentlich auch die nächsten Angehörigen fest mit in die Therapie einbezogen werden, zumindest am Anfang.

Mehrfach wurde von Betroffenen wie auch von Angehörigen die gegenseitige Verunsicherung beschrieben. Ein Patient erzählte, wie er vor seiner Mutter immer jegliche Anzeichen eines beginnenden Schubs verheimlicht hat, da er gespürt habe, wie sie ihn dann ängstlich auf Schritt und Tritt beobachtete. Dies habe wiederum ihn enorm eingeengt, er sei seiner Mutter förmlich ausgewichen; was wiederum zu einem völlig verunsichernden Umgang miteinander geführt habe - verunsichernd für ihn und seine Mutter. Und das habe sich schlecht auf die Erkrankung ausgewirkt.

Diese "beobachtende Angst" und ihre negativen Auswirkungen wurde(n) von mehreren Teilnehmern berichtet. Sie ist aber sicher nur eine von vielen belastenden Folgen der Erkrankung. Ich erwähne sie auch nur, weil das besonders eindrucksvoll beschrieben wurde.

Man kann diese DVD bestellen, vielleicht würde es dir ja helfen, vom Erleben anderer Betroffener mehr zu hören und auch, was die Fachleute zu den angesprochenen Problemen meinen. Vielleicht ist das für dich als "Insiderin" aber auch schon bekannt. Hier zwei Links zum Thema.

http://www.verlag.psychiatrie.de/dvds/book/452.html
http://www.psychiatrie.de/bibliothek/fi ... _4070.html

Alles Gute für dich und deine Tochter und für alle, die eventuell noch mit betroffen sind.

Gruß Marcella
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Danke Euch allen, daß ich in meiner Besorgtheit dieser Erkrankung meiner Tochter von Euch eine unterstützende Antwort erhalten habe. Ich werde mir die Links genauer anschauen.
Ich war anfangs mit meinem Sohn zu einer Angehörigengruppe. Das waren 6 Abende, die von Ärzten und Pflegern gehalten wurden. Es ging dabei viel um medikamentöse Behandlung. Richtig von den Ärzten unterstützt zu werden, kann ich nicht sagen. Deshalb ist ein Austausch hier bei 50plus sehr wichtig und ich sah auch keinen anderen Weg, denn ich wohne in einer Kleinstadt, da gibt es nicht allzuviel Selbsthilfegruppen. Also nocheinmal herzlichen Dank.
Eure Klara
Ich kenne Patienten, die in der nächst grösseren Stadt mit einem Arzt und einer Psychologin so ca. 6 bis 10 Patienten ein Jahr mit Hilfe von Rollenspiel und Feedback die Patienten sicherer machen weil sie als erstes die Krankheit annehmen sich ihr stellen und so das Feedback mit ihren Angehörigen aufbauen können und somit ein Rückfall in einen Schub mit grösster Wahrscheinlichkeit verringert werden kann, da bei sensitiver Rückmeldund der Patient lieber einmal mehr als zu wenig zum Facharzt geht und er dadurch nicht in die Psychose rutscht wenn er kurzfristig mit dem Arzt bei Bedarf eine entsprechende Medikation bekommt die den Schub entgegen wirkt.