Hallo,
Mich würde interessieren wer alles Redwoods, Sequoiadendron Giganteum und Sequoia Sempervirens in seinem Garten hat. Bei mir wachsen 2 Giganteum und ein Sempervirens. Der Sempervirens entgegen der Meinung von Botanikern der TU München - Botanischer Garten Nymphenburg. Sie wachsen nördlich des 50° Breitengrades und auf 540 m über NN. in Oberfranken.
Grüße
an alle Dendrologen
Werner
gehts auch auf deutsch :?: :cry:
Mammutbäume
Hallo,
Es scheint so daß niemand einen dieser Giganten in seinem Garten oder Wald gepflanzt hat. Bei uns in DE sind sie auf der Insel Mainau zum ersten mal angepflanzt worden, in Frankreich wachsen sie fast in jedem Ort vor dem Bürgermeisteramt. Es wäre schön wenn dies auch bei uns möglich wäre.
Wer welche bestellen will www.pflanzmich.de da gibt es welche aber erst wieder im August.
Grüße
Werner
Man müsste halt mal mit seinem Bürgermeister reden - möglich wäre das sicher.
Die Dinger taugen halt nicht für den Vor- oder Reihenhausgarten, weil auf Dauer etwas zu groß.
Hallo BucheW
Ich habe meinen Bürgermeister auch nicht gefragt, trotzdem wachsen 2 Sequoiadendron Giganteum und ein Sequoia Sempervirens in meinem Garten und mehrere andere in meinem Wald auf 600 m. Auch die Californische Flusszeder Calocedrus Decurrens und der Riesenlebensbaum Thuja Plicata wachsen bei mir in Stammbach.
Ich mag halt nicht das 08/15 Sortiment in meinem Garten
Grüße
Werner
dazu muss ich mal was sagen

wer mit offenen augen durch die kommunen fährt, sieht sehr wohl mammutbäume in gärten, ebenso in parks wie dem der uni hohenheim, und einige im welzheimer wald, also dem schwäbisch-fränkischen wald. diese bäume sind noch ziemlich jung im vergleich zu den gewaltigen am pazifik und im sequoia- nationalpark.

hier gibt es sehr feine unterschiede zwischen redwoods und seqouias. sequoias werden ein paar meter größer als redwoods und haben ein schlankeres format. ich habe sowohl die redwoods am pazifik wie auch die sequoias in nevada besichtigt.

selber habe ich seqouias aus samen gezogen, was ein sehr schwieriges unterfangen ist da sie in den frühbäumlichen jahren nicht gerade willig im wachstum sind. leider gingen sie trotz oder vielleicht gerade wegen liebevoller pflege hinüber.
prinzipiell hallte ich nichts von anpflanzungen dieser bäume in unseren wäldern. ein schöner gepflegter mischwaldbestand von einheimischen hölzern finde ich besser.

:wink:
Hallo Schleiereule,
Dort wo du wohnst gibt es Sequoien, da muß man nicht mit offenen Augen die Gegend betrachten. aber bei uns in Bayern/Franken ist absolute Fehlanzeige. lediglich im Festspielpark von Bayreuth gibt es zwei S Giganteum die in den 1950er Jahren gepflanzt wurden. Da Mammutbäume in Versteinerungen aus der Zeit vor den Eiszeiten in unserem Gebiet belegt sind, versuche ich nur sie wieder hier anzusiedeln.
Ich habe auch versucht Mammutbäume aus Samen zu ziehen, aus 500 g Samen von S.Sempervirens ist ein Baum übrig geblieben der 3 m erreicht hat.
Ich habe noch einen aus "Burls" gezogen, der auch schon 2 m hoch ist. Die Chance daß dies funktioniert liegt nach Angaben des Verkäufers bei 1:1000,
Grüße
Werner
Schwindeggerbua hat geschrieben: Dort wo du wohnst gibt es Sequoien, da muß man nicht mit offenen Augen die Gegend betrachten.


doch, doch, wer kennt schon wirklich die baumarten ??

Schwindeggerbua hat geschrieben: Ich habe auch versucht Mammutbäume aus Samen zu ziehen, aus 500 g Samen von S.Sempervirens ist ein Baum übrig geblieben der 3 m erreicht hat.
Ich habe noch einen aus "Burls" gezogen, der auch schon 2 m hoch ist. Die Chance daß dies funktioniert liegt nach Angaben des Verkäufers bei 1:1000,
Grüße
Werner


oh da war wohl meine trefferquote besser. naja, ich habe noch ein tütchen aus californien für weitere experimente.

einige baumarten haben wohl über jahre ein gewisses bedürfnis ihre wurzeln richtig anwachsen zu lassen und so erklärt sich auch der vermeintliche stillstand im wachsen.
mein jüngster bekam eine pinie geschenkt, die im garten gepflanzt wurde. sie benötigte fast 10 jahre ehe sie los legte und nun geht sie so richtig ab. sie steht in konkurrenz zum holunder der bereits mind. 6m aufweist. :wink:
Hallo Schleiereule,
Jetzt hechele ich aber deinen Antworten hinterher.
Es gibt eine website www.jonsteen.com in californien, die haben Anzuchtsets für Mammutbäume, da ist die Chance auf Erfolg größer. Im Moment habe ich wieder 2 Sets im Eisschrank, da müßen sie noch vier wochen bleiben, danach werden sie gefüllt mit der beiliegenden Erde und dann gesäät. Manchmal keimen drei bis vier Mamutbäume darin.
Grüße
Werner
schleiereule04 hat geschrieben: wer mit offenen augen durch die kommunen fährt, sieht sehr wohl mammutbäume in gärten, ebenso in parks wie dem der uni hohenheim, und einige im welzheimer wald, also dem schwäbisch-fränkischen wald.

Richtig, dort muss es mal einige recht experimentierfreudige Förster gegeben haben, und man steht plötzlich und unvermutet vor ausgesprochen exotischen Gewächsen.

Allerdings werden diese Versuche nicht weiter verfolgt, da diese Baumarten ein ungünstiges Kosten-/Nutzenverhältnis aufweisen, wie ja Eure Erfahrungsberichte auch zeigen. Moderne Forstwirtschaft arbeitet so weit wie möglich mit Naturverjüngung, und die kommt nun halt mal von den einheimischen "08/15"-Baumarten, denn Forst-Pflanzungen sind teuer und werden v.a. noch bei der Eiche gemacht, weil die sich zwar schlecht verjüngt, aber hochwertiges Holz liefert.

Exotenbäume im Garten machen Sinn, wenn der Platz dafür da ist, wobei ich es lieber mit dem Ginkgo halte wegen seiner wunderbaren Herbstfärbung. Im Wald ist es Spielerei, die sich kaum auszahlt, es sei denn, man findet einen gleichgesinnten Liebhaber beim Holzaufkäufer, der mit den seltenen Stämmen was anfangen kann.

Der Natur zurückgeben, was die Eiszeit bei uns ausgerottet hat - das höre ich öfters von Forstleuten, aber bei der Wiederbesiedlung mit Wisent und Mammut ziehen sie dann doch nicht so recht...
Schwindeggerbua hat geschrieben: Hallo Schleiereule,
Jetzt hechele ich aber deinen Antworten hinterher.
Es gibt eine website www.jonsteen.com in californien, die haben Anzuchtsets für Mammutbäume, da ist die Chance auf Erfolg größer. Im Moment habe ich wieder 2 Sets im Eisschrank, da müßen sie noch vier wochen bleiben, danach werden sie gefüllt mit der beiliegenden Erde und dann gesäät. Manchmal keimen drei bis vier Mamutbäume darin.
Grüße
Werner


ach noe, das mache ich nicht. ich kaufe die samentütchen und sehe was sich ergibt. mir wurde gesagt, aussäen in warme erde und das ergibt für mich auch sinn. das letzte mal waren zwar die kleinen bäumchen hinüber, dafür hatte ich wunderschönes blühendes moos :wink:
Hallo Fagus,
Also unser Förster am Weißenstein stand der Wiederansiedlung von Baumarten aus der Zeit vor den Eiszeiten aufgeschlossen gegenüber. jetzt wachsen schon 6 Mamutbäume in den Wäldern um den Gipfel und es sollen mehr werden.
Der experimentierfreudige Förster in Baden war der Markgraf von Baden auf der Insel Mainau. Er hatte sich von seinen Reisen nach Nordamerika Samen von Mamutbäumen mitgebracht und auf der Mainau ausgesäät. Dann hat er natürlich seine adligen Freunde mit diesen Bäumen versorgt. desahlb sind am Rhein so viele Mamutbäume zu sehen.
Grüße
Werner
FagusW hat geschrieben:
Allerdings werden diese Versuche nicht weiter verfolgt, da diese Baumarten ein ungünstiges Kosten-/Nutzenverhältnis aufweisen, wie ja Eure Erfahrungsberichte auch zeigen. Moderne Forstwirtschaft arbeitet so weit wie möglich mit Naturverjüngung, und die kommt nun halt mal von den einheimischen "08/15"-Baumarten, denn Forst-Pflanzungen sind teuer und werden v.a. noch bei der Eiche gemacht, weil die sich zwar schlecht verjüngt, aber hochwertiges Holz liefert.


deine worte - ich kenne sie von forstleuten aus dem thüringer wald. sie mögen mittlerweile einen gemischten forst, d.h. wieder mehr laub- als nadelhölzer. naturgemäß säen die sich selber aus und bei den nadelhölzern bleiben immer sogenannten samenbäume stehen, die für nachwuchs sorgen.


FagusW hat geschrieben: Exotenbäume im Garten machen Sinn, wenn der Platz dafür da ist, wobei ich es lieber mit dem Ginkgo halte wegen seiner wunderbaren Herbstfärbung. Im Wald ist es Spielerei, die sich kaum auszahlt, es sei denn, man findet einen gleichgesinnten Liebhaber beim Holzaufkäufer, der mit den seltenen Stämmen was anfangen kann.



exotenbäume sind spielerei. naja mit ginko hab ichs nicht so. wenn anlässlich des stuttgarter weihnachtsmarktes die früchte des ginkos zertreten werden und man sich ob des gestankes wundert....
ich steh eher auf einen schönen kirschbaum und der kann sehr wohl im wald sein :wink: eine wildkirsche hat abartig süsse früchte.
Hallo FagusW,
Mir fällt gerade noch ein, unser Förster war sehr angetan von der Tatsache daß Mamutbäume resistent gegen den Borkenkäfer sind. Die Borkenkäfer haben gegen die 30 cm starke Rinde keine Chance, die in der Rind enthaltenen Tanine töten die Borkenkäfer bevor sie ihr Ziel erreichen. In Borkenkäfer geschädigten Regionen sicher eine Alternative zu herkömmlichen Nadelbäume. Zum anderen ist Redwoodholz sehr widerstandsfähig gegen Verrottung und gegen Feuer. Redwood Holz hat durchaus seinen Wert für den Forstbetrieb.
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hallo Schleiereule ,
das mit den Früchten des Ginkos kenne ich, sie stinken fürchterlich, trotzdem gelten sie in Japan als Delikatesse
Grüße
Werner