Piriformes Syndrom ist eine Verlegenheitsdiagnose. Niemals diese Diagnose ohne vorheriges MRT oder CT. In 99% ist es bei den beschriebenen Beschwerden ein Wurzelreizsyndrom von der Wirbelsäule. Auf einem einfachen Röntgen-Durchleutungsbild (a.p.) kann man den Muskel gar nicht sehen. Die Hüftgelenke schon.
Was machen die mit Euch!
Felix
Persönlich erlebt: Frau erleidet am Samstag deinen massiven Bandscheibenvorfall mit Schmerzausstrahlung ins Bein - Druck auf N. Ischiadikus. Nach Stunden lassen die Schmerzen nach und das Bein wird immer unbeweglicher. Montag erste Vorstellung in der Klinik, sofortige Operation. Das Bein blieb auf Lebenszeit gelähmt. Sehr seltener Fall, es geht um die Schäden dazwischen, Blasenlähmung, Gangstörungen usw..
Nach Anwendung aller bildgebenden Verfahren inkl. Myleographie können Neurochirurgen noch nicht sichtbare Überraschungen erleben. Zum Bleistift, dass ein Osteophyt so stark mit der Rückenmarkhaut verwachsen ist, dass die Ausführung der geplanten OP garantiert zur vollständigen Lähmung führen würde. Da ist der Abbruch der OP und weiterhin "nur" inkomplett gelähmt weiterzuleben doch das kleinere Übel.
Liebe Shekinah: da bin ich voll bei Dir. Doch das ist auch extrem selten. Schon wieder ist ein Drücken von Dir angesagt. Mit uns wird es schon.
Felix
Ich sage auch nie wieder Zirkuspferd schön, versprochen.
Sorry, ich antworte auf die Frage, was die mit uns machen:
Ich kam im letzten Jahr aus dem Urlaub mit starken Schmerzen, die ich so nicht kannte. Meine Hausärztin, die meine Wirbelsäule und die Problemen kennt, verschrieb mir Physiotherapie. Sie fügte einen vorherigen Bericht mit. Der Physiotherapeut erklärte einige Tage später, dass er mich auf Grund des Berichtes, der etwa ein Jahr alt war, nicht behandele. Daraufhin machte ich einen Termin bei einem Neurologen, den ich zwei Wochen später wahrnehmen konnte, Nervenbahnleitung ok. Der fand nichts. :? Daraufhin bestand ich darauf, ein MRT bei einem Radiologen erstellen zu lassen. Die mir bekannten Schmerzmittel halfen kaum. Das MRT zwei Wochen später erstellt, zeigte eine knöcherne Flavumzyste, die das Rückenmark erreichte. Eine Op war dringend erforderlich.

D fragst, was die (Fach)Leute mit uns machen?
Aufnahmetermin in der Uni-Klinik Münster fand dann 14 Tage später statt. Allerdings wurde mir mitgeteilt, dass an dem Tage meiner Aufnahme Notfallpatienten vorrang haben. Ich wurde mit starken Schmerzen nach Hause geschickt. Somit dann also Aufnahme in einem anderen Krankenhaus 14 Tage später. 5 Tage nach der Op konnte ich ohne Schmerzen entlassen werden.
:D :D
3 Monate Schmerzen, obwohl ich den Ärzten vertraute. Erst als ich ein MRT anforderte, gelangte ich zur Diagnose.
Sie sagen es: ein MRT ist bei entsprechenden Beschwerden zwingend. Das Behandlungstiming war ärgerlich. Manchmal sitzen montags 100 Patienten in der Notaufnahme - Uniklinik. Da heißt es sortieren. Ihr Krankheitsbild entwickelte sich über mehrere Monate. Deshalb rutschten Sie in die zweite Reihe. Das ist sehr ärgerlich und man braucht ein weites Herz. Freuen wir uns, tolles Ergebnis, warum noch klagen?
Felix
@41acul
u. a. Antwort: .... klagen......?

Mein großes und weites Herz bedankt sich besonders für deinen letzten Satz. :roll:
Ui da ist mir in der Eile doch ein gravierender Schreibfehler unterlaufen. Natürlich heisst es Myelographie, die Finger haben wieder mal Wettrennen veranstalt und der falsche war schneller.
Aber Shekinah, wir wissen, dass Sie das richtig können. Außerdem weiß man sofort das Richtige. Den Schreibfehler habe ich glatt unbewusst ignoriert.
Felix
Ja, was die mit uns machen...

Der Arzt, der ca. 6 Wochen nach dem Unfall den 'veränderten' Muskel feststellte, hatte auch ein MRT und CT vorliegen. Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt und er hat seine Diagnose dann wohl nicht anhand der Röntgenbilder erstellt. Es scheint wirklich dieser Teufelsmuskel gewesen zu sein.

Ich bin der Meinung, wenn die Hausärztin seinen Bericht sorgfältig bzw. überhaupt gelesen hätte, wären mir viele schmerzvolle Monate erspart geblieben. Jetzt ist aber alles wieder im grünen Bereich!
Sorry für @Himbeerlady

Ja, was ich ab Sommer 2016 mit (und meinem weiten Herzen)
denen mache:?

Ich lasse mir jetzt alle Berichte/Diagnosen/CDs der "Fachärzte" auch an meine Adresse senden.
So kann ich dann mit meiner Hausärztin und/oder anderen Ärzten auf "Augenhöhe" sprechen.
Hätte ich vor einem Jahr nicht selber vehemend auf ein MRT bestanden, wäre ich möglicherweise
noch einige Monate unnötigerweise starken Schmerzen, oder gar schlimmeren Dingen
(thorakale Myelopathie im Bereich BWK ) ausgesetzt/ausgeliefert gewesen!
Soweit zum Behandlungstimming.

Ach ja, "dumme" Fragen von Patienten gibt es nicht, wenn es um unsere Gesundheit geht.
Mein Vertrauen in Ärzte ist arg zerstört.
barbera hat geschrieben: Ach, medianne, früher hat man gesagt, der Teufel beißt dich in den Hintern....


Jetzt hat es einen schönen Namen bekommen - Birnenmuskelsyndrom.
Dieser Muskel drückt auf den Ischiasnerv und das kann ganz gemein weh tun.

Bleib dran - irgendwann ist der Spuk vorbei !


Tja @barbera, das habe ich auch geglaubt und war zuversichtlich, aber kann es sein, dass dieser Teufel sich auf der einen Seite geschlagen gibt und sich dann auf der anderen Seite austobt?

Am Montag ist meine Physiotherapeutin wieder aus dem Urlaub zurück und ich habe zu ihr mehr Vertrauen als zu den Ärzten!
@medianne, lass dich von diesem Täufelchen nicht unterkriegen, schlag ihn in die Flucht. :evil:
Alles Gute und Kopf hoch.
Danke Dir, @agapos, ja, ich versuch's. Morgen ist meine Physiotherapeutin wieder aus dem Urlaub zurück und ich habe gleich einen Termin für morgen bekommen.

Die hat mein volles Vertrauen!
cron