Du schreibst u.a.:
Diese Dinge notariell zu regeln, halte ich für nicht notwendig und zu unflexibel, aber auf jeden Fall besser, als gar nichts zu tun.


das ist richtig, wenn man mit jemand befreundet ist, der die Vorsorgevollmacht übernehmen kann/will....

das ist jedoch nicht so bei mir, denn meine Freundin ist bereits seit Jahren tot - außerdem braucht man jemand, der dann als zweiter einspringen kann !
(vor allem wenn der angegebene Bevollmächtigte ebenfalls nicht mehr jung ist)

jedes Mal wenn ich gesagt/gefragt habe:
ich möchte eine/n Bevollmächtigten (incl. Vertretung) gestellt bekommen - wurde ich abgewimmelt....
deshalb bin ich froh, dass das jetzt endlich geklappt hat...

mit der Patientenverfügung hast Du recht - das muss immer wieder ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht werden.....
wenn ich beim Notar bin, soll der da eine Klausel reinsetzen....
(bei Demenz kann man das nicht mehr selber machen)
??? Bist du jetzt dement ?
Ich habe gerade erst erlebt wie wichtig es ist eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu haben, weil wir beides für meinen jetzt verstorbenen Lebensgefährten gemacht hatten. Der Palliativarzt hat uns sogar eine Vollmacht über den Tod hinaus empfohlen und auch das war sehr richtig, weil wir nicht verheiratet waren. Nur für mich selber schiebe ich dieses immer wieder auf. Warum? Ich weiß es nicht genau, vielleicht mag ich mich einfach nicht damit befassen.
Die Frage ob Pflegeheim oder Pflegedienst hat sich uns nicht gestellt, weil mein Partner in den letzten 2 Jahren mehr in Kliniken war als zu Hause und er keine ständig wechselnden Pflegekräfte mehr ertragen konnte. So war es für mich selbstverständlich dass ich ihn gepflegt habe. Es war nicht einfach, aber Liebe macht alles möglich, solange man selber gesundheitlich noch dazu in der Lage ist. Ist das nicht der Fall, sollte man sich helfen lassen, in welcher Form aber, kann nur jeder selbst für sich und seinen Partner herausfinden.
Oh Melissa, gut dass nicht ich das gefragt habe, da würden wieder so einige aus ihren Verstecken kriechen und mich des Gundubashings bezichtigen.
Melissa56 hat geschrieben: ??? Bist du jetzt dement ?


noch nicht....
bei meinem Vater hat es schleichend angefangen.....

es geht um die Jahre danach - wenn man bei Demenz nicht mehr fähig ist, seine Patientenverfügung zu erneuern.....

die Frage ist:
kann das dann der Vorsorge-Bevollmächtigte veranlassen ?

diese Frage habe ich mir für meinen nächsten Nortar-Termin notiert, denn ich bin wild entschlossen, das alles JETZT über die Bühne zu kriegen....
(obwohl ich diesen ganzen Kram hasse wie die Pest)
Liebe Gundulabella,

gut, daß Du diese Dinge jetzt angehst!

Es muß keine schleichende Demenz sein, ein plötzlicher Schlaganfall, und man kann nicht mehr kommunizieren. Das kann sich auch wieder ändern, aber erst einmal muß Vielerlei organisiert werden, Anträge an die Pflegekasse gestellt werden usw.
Während Klinikaufenthalt und Reha müssen die alltäglichen Rechnungen überwiesen werden, vielleicht die Wohnung umgebaut werden...
Dafür muß sofort jemand einsatzfähig sein und von den Vertragspartners akzeptiert werden, Zugang zum Konto haben. Man kann das auch einschränken. Im besten Fall hat man einen Partner oder Kinder, wem wirklich niemand einfällt, sollte sich selbst einen professionellen Betreuer suchen, den er beizeiten kennt und vertraut. Einen Anwalt halte ich da für nicht so geeignet, welcher ist schon am Wochenende und in den Ferien verfügbar, außerdem sind die Kosten saftig.

Ich habe es auch schon erlebt, daß in einer der teuersten Altenheime ein inkontinenter, begüteter Bewohner keine waschbaren Hosen und nicht einmal eine brauchbare Bettdecke hatte, weil sich der Betreuer nicht kümmerte und sonst keiner an sein Konto kam.

Und die Vollmacht über den Tod hinaus ist auch wichtig, Stichworte:
Beerdigungskosten, Kündigung von Wohnung und allerlei Mitgliedschaften, Versicherungen...
Ich finde es gut, daß du jetzt regelst, was möglich ist.
Neue Situationen werden immer eintreten. Man kann nicht alles hundertprozentig abdecken.

Der Notar wird dich sicher gut beraten.

Sinnvoll im Hinblick auf eine mögliche kommende Demenz wäre, es allen Leuten zu sagen, mit denen du im Alltag so zu tun hast. Selbst merkst du es vielleicht nicht, wenn es einsetzt und dann versäumst du vielleicht wichtige Entscheidungen oder Erledigungen und schadest dir im Endeffekt selbst. Auch finanziell.


Grundgedanke müsste auch sein, ob du so lange wie möglich in deiner Wohnung bleiben möchtest oder einen Heimplatz bevorzugst. Es braucht ja alles finanzieren. Dazu wäre wichtig, ob du jemanden kennst, der sich mit deinen Aktien auskennt, oder du sie rechtzeitig in eine andere, einfacher zu verwaltende Geldanlage umwandelst.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, daß du noch lange verschont bleibst.
ihr habt ja recht.....
dennoch ist es ein nicht so ganz prickelndes Thema..... :wink:

nur muss es halt einmal gemacht werden .....punkt....

@Melissa
meine Aktien-Aktivitäten brauche ich - für das, was für mich übrig bleiben soll - und auch für den spendenmäßigen Rest - und ich glaube, da funktioniert mein Hirn (noch).....und das muss ich ausnutzen so lange es geht .... :wink:
jetzt schon, ist klar,

aber wenn man mal nicht mehr weiß, welcher Tag gerade ist oder welche Uhrzeit ........
Tag oder Uhrzeit ?

ich lese nicht nur morgens und nachmittags die Nachrichten - sondern auch mal am WE.....
"Und die Vollmacht über den Tod hinaus ist auch wichtig, Stichworte:
Beerdigungskosten, Kündigung von Wohnung und allerlei Mitgliedschaften, Versicherungen... "


Letztes Jahr im Sommer habe ich meine "Bestattungs-Vorsorge" gemacht. D.h., es ist alles geregelt was meine Bestattung anbelangt und bezahlt ist sie auch.

Als Service dazu hat sich das Bestattungsunternehmen bereit erklärt, alle für Wohnung, Versicherungen usw. anfallenden Schreibarbeiten wie z.B. Kündigungen zu übernehmen. Sie brauchen dazu nur eine entsprechende Liste mit Adressen und entsprechenden Versicherungs- oder welchen Nummern auch immer. Man kann wahlweise aber auch einen Link erhalten, über den das alles gemacht werden kann, d.h., es ist ein vorbereitetes Schreiben, in das nur noch die entsprechenden Daten eingesetzt werden müssen und die Sterbeurkunde wird überall automatisch beigefügt.

Das finde ich einen guten Service, denn das bedeutet viel weniger Aufwand für den/die Hinterbliebenen.

AK
Kann den Kommentaren nur bepflichten und sich mit einer Rechtsberatung
dem sensiblen Thema stellen.
Habe vor kurzem eine notarielle Generalvollmacht erstellen lassen,darin ist alles
enthalten,wie Vorsorge und Patientenverfügung.
Da ich Eigentum habe,ist es besonders wichtig,wenn zu Lebzeiten es verkauft werden muss,wenn ich allein nicht mehr zurechtkomme.t
Da ich zu meiner Tochter keinen Kontakt habe,ist die Bevollmächtigte meine Nachbarin,die bald Anwältin ist und sich durchsetzen kann.

Wir kennen uns 20 Jahre und haben ein sehr herzl.Verhältnis und sie sagte sofort zu,es für mich regeln zu dürfen.
Habe alles in Listen verfasst und die Akten sind Top,worüber sie Besched weiss und nicht aus allen Wolken fällt.
Mit einer evtl.Heimunterbringung haben wir auch gesprochen und habe ihr Heim 1,2 oder 3 aufgeschrieben die ich gut kenne .
ich kann nur jedem empfehlen es in trockene Tücher zu bringen,damit die Angehörigen oder wer auch immer nicht in Unwissenheit falsche Entscheidungen treffen.Denn oft muss eine Zeitnahe Lösung gefunden werden.
Da ich Eigentum habe,ist es besonders wichtig,wenn zu Lebzeiten es verkauft werden muss,wenn ich allein nicht mehr zurechtkomme.t

diese Frage will ich dem Notar ebenfalls stellen:
wenn man pflegebedürftig wird, kann/darf der Bevollmächtigte dann die Wohnung verkaufen ?
Gundulabella Nur wenn er eine "Generalvollmacht"hat !

Damit hat er Zugriff auf alle Konten und Geldanlagen,
kann alles regeln,deshalb eine Vertrauensperson auswählen.
Habe es bei einer Alleinstehenden Tante schon mal so abgewickelt.
danke - hab mir's notiert.....