Der Thread heißt "Patientenverfügung", hier geht es um medizinische Anweisung und nicht um Vermögen.
Dafür ist, zumindest bei uns in Österreich, ein anderer Akt "Vorsorgevollmacht" auszufüllen, der viel umfangreicher ist.
Bei der Patientenverfügung ist die Erbfolge uninteressant. :wink:
da hast Du natürlich recht....
leider sind bei mir alle DREI Positionen gefragt:

Betreuungsverfügung - UND - Patientenverfügung - UND Vorsorgevollmacht....

wobei es bei der Patientenverfügung eine gute Internetseite gibt ....
spatzihasi hat geschrieben: Eine sehr gute Möglichkeit die ich selber nutze ist

DIPAT

dort kann man alles selber Ausfüllen online,es wird alles ganz genau erklärt,sollte man nicht weiter wissen kann man sofort Anrufen und es wird einem alles wirklich so erklärt das wir es auch verstehen.

Es wird immer mit den neusten Gesetzen angeglichen oder Urteilen.

Ich Persöhnlich habe ganz schön lange gebraucht es auszufüllen da man ja sein eigenes Ende plant.

Es ist Vorsorge und Betreungsverfügung .

Wenn man alles ausgefüllt hat bekommt man Post darin ist ein Aufkleber der auf die Krankenkarte kommt.
Ab diesen Zeitpunkt weiß jeder Arzt oder Gericht das etwas hinterlegt ist und an was Sie sich halten müssen.

Es kostet zwar etwas aber man ist immer auf der sicheren Seite.


diese Seite wurde mir ebenfalls empfohlen....
zarteFee54 hat geschrieben:
DieGesellschafterin hat geschrieben: @Gundu
als kleiner Tipp nur so am Rande erwähnt.

Gebe es aus.
Auf gut deutsch,
hau es uffn Kopp.

Genau dafür wurde Geld erschaffen. :wink:

das würde ich mir sehr genau überlegen...denn man braucht das Geld für die Pflege im Alter, Medikamente sind teuer!


Hallo ZarteFee,

mit Deiner Aussage gehe ich konform.

Meine Mutter z.B. war schwer krank und brauchte ein teures Medikament, das nicht von der Krankenkasse gezahlt wurde. Oft sagte sie, wie froh sie sei, gespart zu haben und sich so das Medikament leisten zu können, ohne das sie Dauerschmerzen gehabt hätte.

Also ein bisserl vorausschauend darf man schon agieren. Ich jedenfalls tue es auch.

AK
@AK, so sehe ich es auch.
Ich möchte mir ein Polster aufheben für den Fall, daß ich mal Hilfe brauche, im Haushalt, im Garten, pflegerisch, vielleicht Treppenlift oder andere Hilfsmittel, denn ich möchte so lange wie möglich in meinem Zuhause bleiben.
Das ist mir wichtig.
das sehe ich genauso....
Liebe Ahthisha,
ich verstehe, dass du mitleidest, dass Du für die alte Dame das absolut Beste
wolltest.
Aber, frage Dich, ob Du nicht ein wenig übers Ziel hinausgeschossen bist.
Ob du Deinen Gefühlen, Deinem Misstrauen Oberhand gegebenen hast.

Wir können die Situation von außen natürlich nicht beurteilen. Aber Du kannst Dich fragen, ob Du Dir sicher bist, objektiv und nicht aus überbordenden Gefühlen die Lage so siehst.

Mir fiel auf, dass Du einerseits von Patientenverfügung so schreibst, als würdest Du sie genauestens kennen. eine Zeit später schreibst du jedoch,
dass das nicht der Fall ist, ja die Patientenverfügung nicht ohne weiteres mehr greifbar ist.
Das deutet darauf hin, dass die PV schon vor längerer Zeit verfasst wurde
und vielleicht sogar nach damaligem allgemeinen Wissenstands sehr vage formuliert wurden.
Woher willst Du also wissen, was die alte Dame in der letzten Zeit mit ihrem Sohne besprochen hatte und trotzdem -warum auch immer-, die Patientenverfügung nicht auf ihren neuesten Willensstand gebracht wurde.

Da gehst Du mit Deiner Meinung, was Kinder und Ärzte hätten tun/nicht tun sollen, über Deine Position hinaus. Du weißt es nicht, (ver-) urteilst aber aufgrund vom Hörensagen und Mutmaßungen.

Und auch das gefiel mir nicht :
Ahthisha hat geschrieben: Es wird angenommen, daß der Sohn mit dem Arzt vereinbart hat, Muttern noch so lange am Leben zu halten, bis seine Schwester aus dem Urlaub zurück ist. (Und das sind noch ca. vier Wochen), um dann gemeinsam Abschied nehmen zu können


und auch dies :
Ahthisha hat geschrieben: Freunde, Nachbarn durften nur nach Rücksprache mit dem Sohn die alte Dame besuchen. Der Sohn schirmte seine Mutter ab. Anscheinend durfte keiner das langsame Sterben dieser Frau sehen


Ein bisschen viel "Annahme" und auch Unterstellungen.
Insgesamt zähle ich in Deinen Beiträgen rd. ein halbes Dutzenden davon.

Es kann so sein, aber Du w e i ß t es nicht. Deshalb frage dich selbst, ob Du
da in bester Absicht und viel Gefühl nicht doch zu schnell und oberflächlich
verurteilst.

Auf jeden Fall aber ist es gut, dass hier durch Dich das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmachte erörtert werden konnte.


Ahthisha hat geschrieben: Es bleibt aber die Frage ... wozu eine Patientenverfügung?

Damit Angehörige und Ärzte wissen, was man sich für seine Behandlung und für sein Sterben wünscht.
Voraussetzung : sie ist auch wirklich deutlich und nicht schwammig
UND ! man überprüft selber alle paar Jahre, ob man das Festgelegte immer noch genau so haben möchte
UND dokumentiert dies durch ein neueres Datum und seine Unterschrift.
(uralte PV und Vorsorgevollmachten lassen Zweifel aufkommen)
Grundsätzlich muss man bei den diversen Verfügungen berücksichtigen, dass diese länderspezifisch unterschiedlich zu betrachten sind.

In Deutschland muss eine Patientenverfügung nicht notariell beglaubigt und nicht amtlich hinterlegt werden. Wichtig ist nur, dass die dort eingetragenen Personen ebenfalls im Besitz der handschriftlich unterschriebenen Verfügung sind bzw. darauf umgehend zugreifen können.

Kliniken fragen in aller Regel vor einer stationären Aufnahme danach, wenn nicht, kann man eine Kopie zu der Patientenakte geben, der man am besten gleich entsprechende Telefonnummern bei legt.


zarteFee54 hat geschrieben:
DieGesellschafterin hat geschrieben: @Gundu
als kleiner Tipp nur so am Rande erwähnt.

Gebe es aus.
Auf gut deutsch,
hau es uffn Kopp.

Genau dafür wurde Geld erschaffen. :wink:

das würde ich mir sehr genau überlegen...denn man braucht das Geld für die Pflege im Alter, Medikamente sind teuer!


Verschreibungspflichtige Medikamente werden in Deutschland im allgemeinen von den Versicherungen übernommen.

Wer in Deutschland aufgrund eigenen Vermögens für die Pflege selbst aufkommen muss, wird im worstcase sehr schnell mausearm. Zumindest habe ich das so im realen Leben schon mit bekommen, da reichten weder Angespartes noch das eigene Haus aus.

Und da Gundulabella keine Kinder hat, können diese nicht, wie in vielleicht anderen Fällen, zur Kasse gebeten werden.

Selbst ein großes Vermögen kann u.U. nicht helfen, aktuell im Bekanntenkreis der Fall, da der Betroffene den Flug in die USA, wo eine letzte Chance einer privat zu bezahlenden Behandlung angeboten wird , laut Auskunft der Ärzte nicht überleben würde.
da kann ich nur hoffen, rel. schnell abzunippeln und nicht zuuuu lange pflegebedürftig zu sein......trotz meines selber geschaffenen "Polsters"..... :shock:

von der Familie abhängig zu sein, finde ich nicht so gut - denn gerade die Jungen haben ja selber Probleme mit ihren Finanzen !
Ein interessanter, aktueller Beitrag bzgl. Vorsorgevollmacht u.ä.:

Die Fürsorgefalle

Zu finden unter:
https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Exclusiv-im-Ersten-Die-F%C3%BCrsorgefalle/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=56915234

Und ich finde, dieser Beitrag stellt die Frage zu Recht, ob es nicht auch in Deutschland eines Gesetzes bedarf, das alte Menschen und deren Familie vor finanziellen Abzockern schützt.

Allerdings hatte ich auch stellenweise das Gefühl, dass Familienmitglieder erst dann großes Interesse zeigen und alle Hebel in Bewegung setzen, wenn es um ihr (verlorenes) Erbe geht.
Nachfolgend ein interessanter Artikel wie ich finde, der auch die Patientenverfügung betrifft:

" Zu viel Therapie am Lebensende?

Übertherapie – Das Leben vieler Todkranker wird mit Maximalmedizin verlängert, obwohl sie keine Chance auf Besserung haben. Nun bahnt sich eine Wende an

............................. "


https://www.apotheken-umschau.de/Therap ... 53443.html

AK