Ich habe ja auch Einschränkungen bein Laufen,nach Versteifung meines linken Fusses und dadurch eine Fehlstehlung, weil die Fusstelluntg verschoben wurde. Dann kam ich ja durch den Schlaganfall in die Reha und da wurde mir gezeigt, dass es wiel schlimmere Dinge gibt, als nciht mehr perfekt zu laufen. So langsam hat sich das Trauma gelöst und ich kann damit besser umgehen. Ich habe auch hier Zuspruch bekommen und dafür bin ich immer noch dankbar.

Ich hatte zum Glück immer den Mann, der damit klar kam und mir damit die Hemmungen nahm mich damit zu zeigen. Aber ab 60 haben auch viele Männer Probleme und sehen, das nicht so eng. Ich komme ja sonst gut klar nur Wandern oder längere Spaziergänge die gehen halt nicht mehr. Dir geht es bestimmt auch so, dass du mehr zu bieten hast.

Warte einfach ab, irgendwann kommt der Richtige, der damit keine Probleme hat und dann merkst du, dass das Problem gar nicht so gross ist, wie man selber denkt.
@Renan58,
das hast Du ganz wunderbar beschrieben. Jede Zeile ist ein Highlight. Das ist auch Aufgabe von 50+, solche Begegnungen zu ermöglichen. Ich halte von dieser Plattform sehr viel, sie hat ein hohes Niveau und eine begeisternde Vielfalt.
Komm gut ins neue Jahr
Felix
Hallo Shekinah, hallo Rotkappe,

Ganz genau so wollte ich meine erste Analyse des von de Jette geschilderten Sachverhaltes verstanden wissen. Eure Beispiele passen exakt!

Dass der bewusst nüchterne Stil meiner Analyse und die Begriffswahl irritierend und vielleicht für manche(n) abstoßend sein könnten, kann kaum vermieden werden. Deshalb habe ich ja eingangs geschrieben, dass ich mich dem Thema „sehr sachlich“ und völlig „wertefrei“ nähern möchte. Bei meiner Analyse geht es in keiner Weise darum, ob das beschriebene Verhalten „gut“ oder „schlecht“ ist. Das sind eher ethische oder moralische Aspekte, über die man endlos diskutieren kann, die aber kaum zur Lösung der von de Jette gestellten Problematik beitragen können.

Dieses von mir angesprochene individuelle „Rankingsystem“ ist ja übrigens keine Erfindung von mir. Natürlich findet bei einem Kennenlernen des potentiellen Partners eine “Bewertung“ statt. (Im Wort „Bewertung“ steckt übrigens das Wort „Wert“). Es geht – vereinfacht ausgedrückt – um einen Soll-Ist Abgleich der eigenen Erwartungen mit der empfundenen Realität. Diese Bewertung oder Einschätzung muss noch nicht einmal bewusst oder gar mittels einer Checkliste erfolgen – sehr oft erfolgt diese Einschätzung scheinbar intuitiv („erster Eindruck“). Neuere Ergebnisse der Hirnforschung geben eine Richtung an, wie dieses „unbewusste Ranking“ funktionieren könnte. Dieser erste Eindruck muss nicht immer „richtig“ sein, kann allerdings oft prägend und vor allem langlebig sein, auch wenn er später durch Fakten ad absurdum geführt wird.

2/3
Die Partnersuche im Internet ermöglicht es nun mal, klar und nüchtern denkend eine Vorauswahl zu treffen. Gefühle spielen da einfach noch keine Rolle - wie auch!?

Alter, Körpergröße, usw. - irgendwo haben wahrscheinlich viele zunächst ein Wunschbild vor Augen, wie der/die „NEUE“ sein sollte. Auch gemeinsame Hobbys ausüben zu können, ist ein verständliches Anliegen.

Hier mit moralischer Keule zu argumentieren, wäre nicht angebracht.

Irgendwann fangen halt die Zipperlein an, bei 50- Pluslern, und leider auch das ein oder andere Handicap. Als festes Paar werden solche Gegebenheiten dann hoffentlich gemeinsam gestemmt.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist auch so, glücklicherweise!
Es klingt vielleicht hart, aber einen neuen Partner mit körperlichen Einschränkungen möchte ich auch nicht und ich hoffe, Ihr zerreist mich nicht. Wenn sich im Laufe einer Beziehung gesundheitliche Einschränkungen ergeben, finde ich es selbstverständlich, Rücksicht zu nehmen. Aber für den Neubeginn, möchte ich das, was mir Spaß macht teilen. Das gibt mir sehr viel.
Ich musste in den letzten Jahren auf Sport verzichten. Nun habe ich wieder Zeit dazu. Mir tut es gut und ich genieße es. Ich spiele auch nicht Golf, weil es im Trend ist, sondern weil es mir Freude bereitet. Für mich ist es schon wichtig, mit einem künftigen Partner (falls sich einer finden sollte), gemeinsam Sport zu treiben (es muss nicht alles zusammen sein). Für mich sind gemeinsame sportliche und kulturelle Interessen die Basis einer Partnerschaft und eine große Bereicherung.

Anders sieht es bei einer Freundschaft aus. Ich habe einen lieben Freund, der gesundheitlich sehr eingeschränkt ist. Sport ist in keinster Weise möglich. Wenn wir uns treffen, dann zu einem Konzert-oder Restaurantbesuch. Liebe könnte sich bei mir aber nie entwickeln.

Liebe de Jette, ich wünsche Dir sehr, dass Du einen lieben Freund findest, der keine Probleme mit Deiner körperlichen Einschränkung hat.
Diese Einstellungen hat Mensch genau so lange, bis er von jetzt auf sofort oder noch schneller selber in diese missliche Lage gerät. Ein Sekundenbruchteil genügt, und du findest dich auf der andern Seite der Anwärter wieder.
Mir sind körperliche Einschränkungen bei Männern meiner Altersklasse egal, solang sie nicht schwerwiegend sind. Mental und genital sollten sie schon noch funktional sein.
Shekinah hat geschrieben: Diese Einstellungen hat Mensch genau so lange, bis er von jetzt auf sofort oder noch schneller selber in diese missliche Lage gerät. Ein Sekundenbruchteil genügt, und du findest dich auf der andern Seite der Anwärter wieder.


Richtig - gerade deshalb ist die Zeit umso wertvoller, in der es ältern Menschen rundum gut geht. Schon morgen kann die Lage ganz anders sein! Dieses Wissen macht die Jahre umso wertvoller, in der sie alles tun können, was ihnen Spaß macht, so, wie in den Jahren zuvor.

Sollten diese Partnersuchenden tatsächlich darauf verzichten, von Anfang an, wenn sie zu besagten Glücklichen gehören? Wohl wissend, dass mit potentiellen Zukünftigen mit Handicap, vieles davon nicht mehr möglich sein würde?

Für mich eindeutig nein - egal auf welcher „Seite“ ich stehe.
Eine Frau die eine körperliche Behinderung hätte,würde für mich keine Rolle spielen.
Wenn es passt dann passt es eben.
Ich kann auch einer Nichtbehinderten Frau die ich kennenlernen würde, doch auch nicht meine ausgeprägten sportlichen Aktivitäten zumuten.
Passt sie denn nur zu mir,wenn sie mit mir 2 mal die Woche zum Kampfsport gehen würde und jeden zweiten Tag ins Gym, dazu noch täglich 2-3 Stunden mit mir und meiner Borderhündin durch die Wälder und Felder wandern.
Ich kann es,doch verlange ich es niemals auch von ihr.
Nein,jedem was er/sie sich sportlich zumuten kann.
Ausserdem, eine Behinderung zu haben,heißt nicht notwendigerweise,dass man mehr zurückstecken muss.
Noch weniger bedeutet es,dass man weniger zu bieten hat.
Kaschmir hat geschrieben: Eine Frau die eine körperliche Behinderung hätte,würde für mich keine Rolle spielen.

Keine Rolle? Hätte?
Ich versteh's nicht ganz.
Shekinah hat geschrieben: Diese Einstellungen hat Mensch genau so lange, bis er von jetzt auf sofort oder noch schneller selber in diese missliche Lage gerät. Ein Sekundenbruchteil genügt, und du findest dich auf der andern Seite der Anwärter wieder.


So ist es.
Wir sind unter uns, alle, fast alle sind Senioren, die, die unter 50 sind, keine Ahnung, aber irgendein Schaden haben sie auch wenn sie sich hier anmelden, denn es gibt zig andere Foren um in der eigener Altersklasse zu suchen :idea:

Einschränkungen, wer bietet mehr, ich könnte sortieren, wer in Frage käme, aber wie ich immer schreibe, da fehlen eh die Kandidaten, also wird nicht sortiert :roll:

Freude verdoppelt sich, wenn man/Frau zu zweit sind / leben, will ich aber Kummer, Schaden verdoppeln, also ehrlich, mir reichen meine eigene, damit bin ich voll ausgelastet :oops: :wink:
Wer bietet mehr Schaden, raus damit und jaaaaa die Kontonummer bitte mitliefern, Geld mach schön, wenn nicht, alles kann Frau von einem Mann auch nicht erwarten :idea:

1.
Ist es nicht wirklich eher die Frage, ob die physische Einschränkung bereits in der Kennenlernphase vorhanden ist bzw. thematisiert wird oder erst in einer bereits halbwegs gefestigten Partnerschaft auftritt?

Eine andere wichtige Frage, die nur jeder für sich selbst ganz ehrlich beantworten kann ist doch, welcher Art die körperliche Behinderung ist und in welchem Ausmaß sie ausgeprägt sein kann, um wenigstens gewisse Erfolgsaussichten für eine dauerhafte und erfüllende Partnerschaft zu haben.

Dabei spielt sicherlich auch die Prognose zur Krankheitsentwicklung eine Rolle.

Ich finde die Beiträge von der Neugierigen Stierfrau (02.01.2019, 7:29) und MargeSimpson (28.12.2018, 15:53) recht interessant, wenn ich auch nicht alles genau so sehen möchte. Aber an der erwähnten „Vor-Auswahl“ kann ich nichts grundlegend „Falsches“ erkennen – jeder hat da seine eigenen Auswahlkriterien.

Übrigens, wie ich eben Dank des Beitrages von Translation (02.01.2019, 16:10) gelernt habe, ist das bei Frauen offensichtlich ja auch so (Cooler Beitrag mit echt krasser Wortwahl – gefällt mir in der Deutlichkeit sehr gut ;-) ).

Einen anderen Punkt, den ich hier bisher noch gefunden oder vielleicht nur übersehen habe, möchte ich noch ansprechen:

Kann nicht auch der physisch eingeschränkte Partner in zunehmendem Maß zur Depression oder Frustration neigen, wenn er an gewissen Aktivitäten nicht teilnehmen kann? Wie sieht es aus hinsichtlich Eifersucht/Misstrauen bei Abwesenheit des nicht-eingeschränkten Partners?

Und für mich wäre ein ganz wichtiger Punkt: Wie kann man denn vermeiden, dass der physisch beeinträchtigte Partner nicht irgendwann das Gefühl hat, dass die Partnerschaft auf Mitleid basiert? Da wäre der Crash wohl vorprogrammiert.

Dazu vielleicht eine kleine Episode, die auch schon um die 40 Jahre zurückliegt: Als Student hatte ich ein Auge auf eine Mitstudentin mit ausgeprägten Sommersprossen geworfen. Sie muss unter den Sommersprossen sehr gelitten haben, was ich aber nicht wusste; ich fand sie als Person (vielleicht gerade wegen der Sommersprossen) sehr niedlich und anziehend. In besagter Kennenlernphase muss ich wohl so etwas gesagt haben wie „Deine Sommersprossen stören mich überhaupt nicht!“.

Was ich als Kompliment fortführen wollte, ging total nach hinten los. Sie schrie mich an, ich Sch…kerl solle verschwinden und sie bräuche mein Sch…mitleid nicht.

Ich tendiere mittlerweile dazu, dass es für all diese Fragen keine Antworten geben kann, die sich an starren „Regeln“ orientieren. Es wird wohl immer auf eine situationsbedingte „Einzelfallentscheidung“ hinauslaufen, die man auch nicht immer rational begründen muss.

Meine eigene Entscheidung würde allerdings nicht von dem zweifelsfrei wahren Statement beeinflusst, dass man sich selber jederzeit auf der anderen Seite, nämlich auf der Seite der Personen mit gewissen physischen Einschränkungen, wiederfinden kann. Welchen Zusammenhang seht Ihr denn dabei - es wird ja ziemlich oft angesprochen?
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Es hängt ja auch vom gesamten Rahmen ab. Wenn beide zu viele Einschränkungen haben und auch Äußerlichkeiten wie Geld etc. nicht stimmen,

dann wäre das für mich schon ein Grund, Abstand von so einer Beziehung zu nehmen. Manchmal kommt einfach zuviel zusammen.
BilderBerger hat geschrieben:
Kaschmir hat geschrieben: Eine Frau die eine körperliche Behinderung hätte,würde für mich keine Rolle spielen.

Keine Rolle? Hätte?
Ich versteh's nicht ganz.


Es ist mir wurscht, ob du es verstehst oder auch nicht. :roll:
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