Über die häufigsten Beeinträchtigungen, die ältere Männer haben,
sprechen sie nicht gern. :wink:
Dafür die älteren Damen um so lieber und öfter :D
echt??? :lol:
deJette hat geschrieben: Die Frau soll physisch und psychisch fit wie ein Turnschuh sein, möglichst bis zum ENDE. Oder suchen die meisten eine schicke Pflegekraft fürs Alter?

Ich weiß ja nicht, von wem und bei welchen Gelegenheiten derartige Erwartungen formuliert werden. Ich weiß bloß, dass Männlein und Weiblein sich da (auch beim Bieten) nix nehmen.

Vielleicht hat das auch mit dem Umgang zu tun. Mein Umfeld ist eher rustikal ausgerichtet und kompensiert teilweise das, was manche als Sport bezeichnen, noch durch körperliche Arbeit. Da zeigt sich ganz schnell, was noch geht, und was nicht mehr, und das wird auch ganz offen kommuniziert und nicht verschwiegen. Und wenn einer unbedingt eine Fete im Gelände abhalten will, dann findet sich auch immer ein Weg, dass auch die gebrechlichen Eingeladenen da irgendwie mit hin kommen.
Da macht aber auch niemand dem Anderen einen Vorwurf, er tät ihn nur als Pflegekraft ausnützen. Höxtens im Scherz, aber so etwas nur sehr vorsichtig, weil Hilfsbereitschaft stößt man nicht vor den Kopf.
Hallo de Jette,

Ich versuche, mich der Beantwortung Deiner Frage sehr sachlich und ohne jegliche moralische Bewertung zu nähern:

„Weshalb fehlt bei vielen Männern da die Toleranz, obwohl ja die meisten ebenfalls unter gewissen gesundheitlichen Einschränkungen leiden.“


Vielleicht kann ein Perspektivwechsel hilfreich sein: Warum sollte ein Mann – egal unter welchen Einschränkungen er selbst leidet – sich mit weniger als dem für ihn Bestmöglichen zufriedengeben? Der Mann betrachtet bei der Partnerwahl den zu erwartenden Wert des „Gesamtpakets“, wobei das Gesamtpaket natürlich für jeden unterschiedliche Inhalte haben sollte, die auch noch wertmäßig unterschiedlich gewichtet werden. Jeder bestimmt den Wert der „Teilpakete“ (z.B., Charisma, emotionale Intelligenz, finanzielle Verhältnisse, sozialer Status, Gesundheit, physische Attraktivität…) nach seinen ganz eigenen Kriterien. Sobald der Wert Deines „Gesamtpakets“ den Wert des Gesamtpaketes einer Mitbewerberin übersteigt, kann sich der potentielle Partner durchaus für Dich entscheiden. Da ist die angesprochene physische Einschränkung definitiv nicht mehr das K.o.-Kriterium.

Grundlegend sind vergleichbare „Rankings“ wohl nicht nur auf das männliche Geschlecht begrenzt und ziehen sich wohl durch ziemlich alle Altersklassen. „Körbe“, aus welchen Gründen auch immer, hat wohl fast jede/r schon einmal bekommen.

Es ist auch ziemlich unwahrscheinlich, dass alle Männer so denken/reagieren, wie Du es beschreibst. Mitunter ist da ein Wechsel der Zielgruppe schon hilfreich. Ich kenne in meinem Umfeld einige Männer, deren Partnerinnen teilweise massive physische Einschränkungen haben. Von diesen Männern denkt niemand an Trennung. Hier muss ich aber fairerweise sagen, dass diese physischen Einschränkungen erst im Lauf der Partnerschaft auftraten. Die Kennenlernphase ist nun einmal sehr heikel und der Ausgang kaum vorhersehbar…

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Das hast du m.e. hervorragend beschrieben
Ich lach mich schlapp wie sich hier wieder einmal ältere User darstelllen...,
"der Mann betrachtet bei der Partnerwahl den zu erwartenden Wert des Gesamtpaketes...", oh Gott wenn ich so etwas lese dann weiss ich das ich von derartigen Männern ohne Empathievermögen niemals betrachtet werden möchte..., Danke das muss sich keine Frau antun...! :roll: :shock:
Patriarch hat geschrieben: Der Mann betrachtet bei der Partnerwahl den zu erwartenden Wert des „Gesamtpakets“, wobei das Gesamtpaket natürlich für jeden unterschiedliche Inhalte haben sollte, die auch noch wertmäßig unterschiedlich ge

Das klingt ja richtig biblisch.

Jeder schaut, dass er "sein Sach" zusammenhält. Und soll keinen Neid auf andere haben. So steht das in den göttlichen Geboten:

Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört...
Sein Auto, seine Yacht, würde man heute noch ergänzen.

Ja, unter diesem Aspekt muss das "Gesamtpaket" samt Ochs und Esel einfach stimmen.
ich las hier viele Standpunkte. Keiner gehörte zur Kategorie "Abwegig" .
Eine Freundin hatte ich. Sie schwamm Rekorde. Ich krabelte hinterher. Gelegentlich schwammen wir gemeinsam. Auf jedem nennenswerten Hügel ging ihr die Puste aus. Sie kam gelegentlich mit so gut sie konnte. Wir heirateten. Das war gut. Dann viel später kam der "Sensenmann". Einige Zeit nachher gab es eine Partnerschaft. Zwischen ihr und mir gab eine satte Portion Ungleichheiten und sehr viel Gemeinsames. Leider wurde aus einigen Erwartungen Ansprüche. Das war es dann -Servus Schade. Ohne Risiko geht nichts.
Hallo de Jette,

Du hast Dich Deinem Bericht nach entschieden, mit der Bekanntgabe Deiner Erkrankung (bzw. deren Auswirkungen) offensiv in der Kennenlernphase umzugehen. Die ablehnende Reaktion Deiner potenziellen Partner führst Du u.a. auf „fehlende Toleranz“ der Männer betreffs Deiner speziellen Situation zurück.

Möglicherweise sind der Zeitpunkt bzw. die Art und Weise der Bekanntgabe Deiner gesundheitlichen Einschränkung nicht immer optimal gewählt worden.
Es sollte – aus meiner Sicht – schon der gewisse Funke übergesprungen sein und idealerweise auch schon gezündet haben. Ansonsten bestünde durchaus die Möglichkeit, dass Du selbst Deine Zielgruppe auf eher altruistisch orientierte Männer reduzierst, was allerdings auch an sich kein Nachteil sein muss.

Sind Deine potentiellen Partner eventuell mit der Bezeichnung der Krankheit bzw. der Schilderung der Folgen geschockt oder irritiert? Offensichtlich ist Deine Einschränkung im Alltag nicht erkennbar, so dass Deine Bekanntgabe eventuell sehr überraschend kommt. Wenn Du bereits 2002 krank warst und heute „total gut drauf“ bist (außer in den bestreffenden Phasen) spricht das doch von einer guten Entwicklung und lässt auch eine gute Prognose erwarten. Das kann und sollte man auch so kommunizieren.

Ich denke in dem Zusammenhang an fünf Frauen, die ich im Laufe meines Berufslebens kennenlernte und die an Migräne litten. Damit meine ich nicht Kopfschmerzen oder die oft „bewitzelte“ Migräne, sondern absolute Zusammenbrüche, wo tagelang echt gar nichts mehr ging. Diese Frauen erzählten mir, dass sie ihre Migräneattacken seit ihrer Jugend haben und das ihren jeweiligen Partnern schon sehr zeitig (in der Kennenlernphase!) auch erzählt haben. Im jeweiligen Zeitraum unserer Zusammenarbeit waren alle fünf Frauen verheiratet.

Dieses Beispiel, das natürlich in keiner Weise verallgemeinert werden kann, soll nur zeigen, dass Männer durchaus auch gesundheitliche Beeinträchtigungen ihrer Partnerinnen „tolerieren“ können. „Einfordern“ wird man diese Toleranz allerdings nicht können.
Patriarch hat geschrieben:
Der Mann betrachtet bei der Partnerwahl den zu erwartenden Wert des „Gesamtpakets“, wobei das Gesamtpaket natürlich für jeden unterschiedliche Inhalte haben sollte, die auch noch wertmäßig unterschiedlich gewichtet werden.

Also mir gefällt dieser Satz bzw. der Satzinhalt. Er sagt doch aus, dass bei der Partnerwahl manches höhere Priorität hat als anderes.
Ein einfaches Beispiel: Ein sportlicher Mann möchte sicher eine dem Sport nicht abgeneigte Partnerin, ihm wäre es aber egal, dass sie nicht kochen kann.

Es gibt eben Kriterien, die stuft man "weniger wertig" ein, wenn der Rest stimmt.
Vielleicht ist es aber auch gerade umgekehrt. Ihm ist es nicht so wichtig, dass sie auch eine Sportskanone ist, Sport kann er auch ohne sich machen, hat er bis zum Kennenlernen ja auch getan. Dafür ist ihm vielleicht dann doch wichtig, dass sie gut kochen kann, und freut sich dann auf die kulinarische Belohnung, wenn er vom Sport zurückkommt. Ergibt auch ein passendes Gesamtpaket.
ja - auch das könnte ein passendes Gesamtpaket ergeben.....
Shekinah, du hast recht. Auch diese Konstellation wäre denkbar.
Wir könnten uns jetzt mit Beispielen, die sämtliche Situationen beleuchten, überbieten, aber ob das der TE dienlich wäre?
Der Horizonterweiterung festgefahrerner Vorstellungen könnte es auf jeden Fall dienen.
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