Da reagiert halt jeder anders, mir selbst würde das nichts ausmachen, wie ein Tier ausgeschlachtet zu werden.
Und wenn ich wirklich dabei noch Schmerzen empfinden könnte, wie Leiolente meint, wäre das für mich auch nicht tragisch, denn so schlimm wird es nicht sein, wenn ja proprophylaktisch immer anästhesiert wird. .
Das Glück derjenigen, die aufgrund der Organspende weiterleben können, wie der Junge, von dem dasGinger berichtete, wiegt für mich viel mehr.
Und weil ich keine Kinder habe, wäre das für mich toll, wenn aufgrund meiner Organspende ein Kind überleben könnte.
@Migranda,

du wirst doch überhaupt nicht gefragt, wem deine Organe implantiert werden. Es könnte theoretisch auch ein Verbrecher sein...

Das gilt übrigens auch umgekehrt.
Stimmt.
Aber egal, dazu beitragen, daß andere überleben können, finde ich in jedem Fall beglückend.
für eine Implantation sind wir zumeist doch schon viel zu alt :!: Es werden junge Ersatzteile gesucht :!:  
So viel ich weiß, können unsere Augen noch gebraucht werden, und vermutlich noch einige "Kleinigkeiten", aber Du hast natürlich Recht, zum Überleben eines vom Organversagen bedrohten Menschen können wir nicht mehr beitragen.
Also gehe ich recht in der Annahme das unser Organspenderausweis (50+) oder älter in die Tonne gehört, wo meiner schon liegt.
Die Nächstenliebe fängt bei dem Nächsten an.
Meine Nächsten u.a. sind auch meine Organe, meine Zellen. Sie haben mein Leben mit allen
dafür vorgesehenen Talentkernen mit geprägt.
Aus Ihnen und mit Ihnen ist mein ICH entstanden. Sie waren meine Begleiter von Geburt an.
Genauso wie auch mein ICH die physische Welt verläßt, sollten auch meine Organe in diesen
gottgewollten Prozess des Sterbens mit eingebunden sein.
Sie in einer für sie nicht bestimmten, Welt zurückzulassen, in einer Welt der Ängste,
ist der Beginn eines leidvollen Weges für das Organ.
Nach Jahren wird das Organ den Kampf trotz aller med. Hilfestellungen in dem fremden
Universum verloren haben.

Kosmopolit1
Sag das mal einem, der auf der Warteliste für eine Herz- oder Lungentransplantation steht. :roll:
und dem durch die OP vielleicht noch 20 Jahre Weiterleben geschenkt wird.
Was der "Gott" so alles will, das sei mal dahingestellt. Könnt doch sein, dass er pro Organspende eingestellt ist, dieser "Gott".

Auf jeden Fall kommt der Gläubige auch mit einer Niere ins Paradies, glaube ich mal.

Ich verlasse mich auf die Menschen, in diesem Fall die Mediziner. Erstens, was die Feststellung meines Todes betrifft, und zweitens, was die Transplantationsfähigkeit meiner dann noch übrigen Organe betrifft.
Ausgerechnet auf diejenigen, welche - finanziell - am meisten von Organtransplantationen profitieren, verlässt du dich?
Ist das nicht ein wenig blauäugig?
Auch unter Medizinern gibt es vertrauenswürdige und charakterfeste Menschen.
Die kannst Du aber mittlerweile mit der Lupe suchen.
Hawaii.72 hat geschrieben: Sag das mal einem, der auf der Warteliste für eine Herz- oder Lungentransplantation steht. :roll:
und dem durch die OP vielleicht noch 20 Jahre Weiterleben geschenkt wird.

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@Hawaii.
Was ich hier schreibe ist meine Meinung, meine Ansicht zu einem so denke ich, schwierigen
Thema.
Ich würde es dem Menschen, der auf einer Warteliste steht wünschen, dass er eine Spender-
organ erhält.
Es ist jedoch so, dass wir Menschen u. auch Mediziner was die Transplantationsmedizin
anbetrifft sehr unwissend sind. Dies wird auch von einigen Medizinern/ Prof. so gesehen,
allerdings hält man sich aus verständlichen Gründen mit Aussagen in der Öffentlichkeit zurück.
Die Transplantation ist eine lebensverlängernde Maßnahme Die Krankheit selbst ist mit diesem
Eingriff nicht besiegt u. kann nach einem bestimmten Zeitraum wieder zum Ausbruch gelangen.
Die Anwesenheit eines "fremden" Organs in einem physischen Organismus ist immer mit einem
Problem, eine Art Kampf verbunden, um den Körper unter Zuhilfenahme von Medikamenten,
den sogenannten Immunsuppressiva zu zwingen, das fremde Organ anzunehmen, zu akzeptieren.
Ein völlig unnatürlicher Prozess, da jeder Mensch für sich in seiner Schaffung einmalig ist und nur
sein Organismus eine Einheit in der Entwicklungsstufe, in den Talentkernen mit seinen Organen,
(die auch ein eigenes ICH besitzen) garantieren u. bilden kann.

Kosmopolit1
Für mich ist entscheidend, dass der Organempfänger die Chance erhält, weiterleben zu können. Risiken und Nebenwirkungen etc. zu beurteilen und zu behandeln, überlasse ich dem Mediziner.

Wenn ich hirntot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr. Ich bin tot. Ein anderer kann leben. Das ist das Entscheidende.
Wir drehen uns bei dieser Diskussion im Kreise.

Stark verkürzt hast du, @ Gerd, die Meinung derer vertreten, die selbst zum Spender werden würden, im Falle eines Falles:

"Wenn ich hirntot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr. Ich bin tot. Ein anderer kann leben. Das ist das Entscheidende." 

Diejenigen, die dies nach reiflicher Überlegung ablehnen, sehen es so:


Wenn ich hirntot bin, bin ich nicht tot. Das ist das Entscheidende." 


Differenzierter wurden beide Sichtweisen dargestellt, hier in diesem Thread. Es wäre interessant zu erfahren, ob irgend jemand hier seine ursprüngliche Meinung inzwischen geändert hat.  
Ich selbst habe keinen Organspendeausweis, und bin bei dieser Entscheidung  geblieben. 
cron