Diese Einstellung hatte ich auch lange, jetzt hab ich mir aber doch einen zugelegt um sicher zu gehen, dass mein Nein meinem Willen entspricht. Wenn ich keinen Ausweis habe, könnten die Angehörigen anders entscheiden als ich.

Es können auch einfach nur einzelne Organe zur Spende im Ausweis aufgeführt werden.
Meine Organspender-Card der Deutschen Lebenswacht e.V. (übrigens mit Bild) hat keine Nein-Option.

Da steht lediglich:

"Ich spende Organe und Gewebe zur Transplantation".

Dann Name, Geb-Datum, Tel-Nr. und Unterschrift.

AK
Es gibt verschiedene Ausweise.

Nachfolgend ist meiner, der für mich auch ok ist, denn bei mir dürfen sie nehmen, was noch irgendwie zu gebrauchen ist.

http://www.deutsche-lebenswacht.de/organspende.html

AK
Hallo@AnneK, deine Nachfrage bzgl. Prof. Pichlmayer.
Da ich seit mehreren J. Berichte über das für und wieder v. Organverpflanzungen lese,
sind mir u.a. Aussagen von und über Prof. Pichlmayer nicht verborgen geblieben.
Er zeigte ein großes Engagement bei ethischen Fragestellungen und war immer bemüht
Grenzbereiche der Medizin zu hinterfragen.
So gibt es auch die Aussage von ihm, wenn der Hirntod noch nicht Tod , sondern ein
Sterbeprozess ist, dann kann man keine Organe entnehmen.
Da er ja selbst Transplantationsmediziner war, nahm er und musste es annehmen, der
Hirntod sei der wirkliche Tod. Was jedoch inzwischen von vielen Wissenschaftlern u.
Medizinern angezweifelt wird.

Die Aussage von Prof P. , dass solche medizinsche Eingriffe grausam u. unmenschlich
sind, sind aus veröffentlichten Gesprächen u. Interviews entnommen.
Leider habe ich hierzu Quellenangaben nicht vermerkt.

Über die Feststellung das Organentnahme grausam ist, darüber berichten viele
Transplantationsärzte und Op Schwestern .

Kosmopolit1
kosmopolit1 hat geschrieben: Auch wenn man diesen Film gesehen @ Morann, werde ich kein Führsprecher für die
Organspende werden...............

Kosmopolit1



Da hast du was komplett falsch verstanden. Das war nur ein Hinweis, keine Werbeaktion für die Organspende. Jeder soll selbst entscheiden, wem er/ sie vertraut oder was er/ sie glaubt.
Hallo@AnneK,
Quelle: Zeiten Schrift, Ausgabe74/ 2013,
Themen Gesundheit, Medizin, Wissenschaft, hier wird Prof. Pichlmayer zitiert:

Wenn wir die Gesellschaft über Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe
mehr.

Ich denke mit zunehmenden Alter und kurz vor seinem Tod, wird Prof. Pichlmayer
immer mehr seine Bedenken über die Transplantationsmedizin in Gesprächen u.
Interviews zum Ausdruck gebracht haben.


Kosmopolit1
Wann sind Tote wirklich tot?

Kriterium für eine Organentnahme ist der festgestellte Hirntot. Entgegen der weit verbreiteten und auch propagierten Meinung ist Hirntot aber nicht gleich dem Tod des Menschen.
Das wäre auch für die Organspende völlig uninteressant, denn transplantiert werden können immer nur lebende (!) Organe, niemals die Organe einer Leiche.

Es wird uns immer wieder suggeriert, Hirntot und Tod wären ein und dieselbe Sache!
Bei der Explantation von Organen ist der Mensch aber noch nicht Tod!
Es wir nur vermutet, dass er nie wieder Bewusstsein erlangen wird.
Der Hirntod ist deshalb ein kontrovers diskutiertes Kriterium, das von vielen Aerzten und Patientenvereinigungen als völlig unzureichend angesehen wird.
Kosmopolit ...

Danke für Deine Antworten.

AK
Ich selbst habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für das Für und Wider keine ganz klaren Argumente gibt. Letzten Endes ist der Zustand des Hirntodes eine Definition, mit der man sich wohl fühlen kann oder nicht. Ich bin, so wie der wissenschaftliche Stand ist, für mich damit einverstanden und bin Organspenderin. Wenn man eine Meinung dazu hat, halte ich es für wichtig diese schriftlich festzuhalten. Das erspart den Angehörigen im Fall der Fälle einiges.  
Kurz und knapp: Ja,ich spende.

Weil ich sehr froh wäre, im Notall auch eine Spende zu erhalten...

Was ich nehmen würde, sollte ich auch geben können. So einfach ist das.
Mir ist von einer Bekannten erzählt worden, daß Organspenderausweis vor Patientenverfügung Vorrang hat. Das hieße ja im Ernstfalle, daß meine für mich getroffene schriftliche Vorsorge nicht
beachtet würde? Wer weiß darüber Näheres?? Denn ich habe beides.
Vielleicht war das Thema schon mal in dem Thread, habe nicht alle Seiten gelesen.
Danke für eure Antworten.
Grüße aus Berlin
Meine eigenen Organe haben wohl keinen großen Wert mehr - zu alt und wohl zu viele Jahre ungut behandelt ;-)

Ich weiss aber, dass meine Kinder alle einen Organspendeausweis haben. Ich habe das nie angeregt, geschweige denn forciert, aber ich finde das super. Ich denke, wenn keine religiösen Gründe dagegen stehen, dann sollte das jeder machen.

Warum nicht einem anderen ein einfaches / schönes Leben ermöglichen, wenn man das eigene durch einen Unfall verloren hat? Auf diese Art lebt man ja auch noch ein Stückchen weiter.
Genau, so sehe ich es auch!!
Ich bin buddhistisch orientiert, glaube aber nicht an Reinkarnation. Viele Buddhisten sind leider wegen ihres Glaubens gegen Organspende, denn laut Tibetanischem Totenbuch z.Bsp. müßte man 49 Tage (glaube ich) nach dem Tod warten, bis man Organe entnehmen kann.
Buddhisten legen sonst so großen Wert auf Mitgefühl, aber in bezug auf Organspende sind sie leider wegen ihres Glaubens große Egoisten.
Das ist kein Egoismus, wie ich finde.
Fakt ist doch: der Mensch wird, noch lebend , ausgeweidet wie ein Schwein, Rind oder Pferd.
Organe von einem Toten sind unverwertbar, wertlos.

Es hat etwas mit Achtung vor dem Tod und der Totenruhe, und der Würde
des Sterbenden zu tun, und das sollte respektiert werden. Bei einer Organentnahme wird der Sterbevorgang brutal und ziemlich schmerzhaft unterbrochen.