medianne hat geschrieben: @Maci, ich sehe es fast genauso wie Du, nur gebe ich zu Bedenken, dass ich vor vielen Jahren Blut spenden wollte und da hieß es, mit meinen damals 60 Jahren wollte man's nicht mehr haben. Meine daraufhin erfolgten Aktivitäten bezüglich anderer Organe verliefen ähnlich.

Den Ausweis habe ich auf dem Tisch liegen, aber aufdrängen will ich mich auch nicht. Vielleicht sollten wir die Organspendeproblematik auch mal unter unseren Altersaspekt sehen.


Das kann aber nicht sein, denn ich spendete Ende Februar zuletzt und alle 3 Monate, so lange, bis noch was fließt :idea:

Dagegen meine Innereien will ich lieber für mich behalten, die sind noch IA, ich muß mal den Ausweis wegschmeißen, zu viele Geschäfte werden damit gemacht, Finger weg :!:

1. / 3
Es war aber so! Vielleicht gibt es regionale Unterschiede oder manchmal hat der Auskunftgebende keine Ahnung. Das soll ja auch vorkommen.
@medianne … es gibt auch gar keinen Grund, Deine Worte anzuzweifeln. Die Informationen können einfach auch unterschiedlich sein. Ich stelle Dir einen Link ein, den ich im Netz gefunden habe – es ist deckungsgleich mit der Information, die ich (auch als Angehörige) erhalten habe.

https://www.organspende-info.de/infothe ... rganspende

Dort steht ebenso etwas zu Alter und Vorerkrankungen, die eine Organspende ausschließen, falls Dich das interessiert.
dasGinger hat geschrieben: Auch ich habe einen Organspendeausweis und selbst ist es mir gleichgültig, wer nach meinem Ableben mit einem Organ von mir weiterleben kann …

Soweit ich weiß, besteht die Altersgrenze von 65 Jahren nicht mehr, die Organe werden auf ihre Funktionstüchtigkeit untersucht, gerade in Bezug auf Nieren. Als ich meinen Bruder verloren habe, war eine der Fragen nach Erklärung Organspende.

Auf meiner Arbeitsstelle habe ich einen 6jährigen Burschen mit einer Stoffwechselerkrankung kennengelernt, seine Großmutter hatte ihm eine ihrer Nieren gespendet, die aufgrund der Erkrankung und vor allem der Medikamente nach einigen Jahren wieder funktionsuntüchtig entnommen werden musste … 3 Jahre Dialyse haben dieses junge Leben sehr eingeschränkt, kaum Freizeit erleben, ein Schulabschluss trotz hoher Intelligenz stand in den Sternen aufgrund der Schwächung durch die Dialyse – es war kaum zu ertragen, wie wenig Qualität ein Kinderleben haben kann, unerträglich zu sehen, wenn ein junger Mensch die Hoffnung verliert.

Vorletztes Jahr dann die Transplantation - die Niere funktioniert und die Prognosen stehen sehr gut und auf lange Haltbarkeit … und ein jugendlicher Mensch schaut voll Zutrauen in eine Zukunft … erfolgreich kämpfend um einen guten Schulabschluss und eine Ausbildung fern des Behindertenausweises …

Selbstverständlich muss jeder selbst entscheiden, ob er/sie Organe Anderen zur Gesundung/ Weiterleben geben möchte … für mich steht außer Frage, einem Menschen vielleicht das Kostbarste zu verlängern, was er hat …


bin ganz deiner meinung!! :) lg
dasGinger hat geschrieben: @medianne … es gibt auch gar keinen Grund, Deine Worte anzuzweifeln. Die Informationen können einfach auch unterschiedlich sein. Ich stelle Dir einen Link ein, den ich im Netz gefunden habe – es ist deckungsgleich mit der Information, die ich (auch als Angehörige) erhalten habe.

https://www.organspende-info.de/infothe ... rganspende

Dort steht ebenso etwas zu Alter und Vorerkrankungen, die eine Organspende ausschließen, falls Dich das interessiert.


Es ging aber um Blutspende, weder ich, noch medianne (schätze ich) möchten die Organe zu früh verteilen, ich schon gar nicht mehr, an mir soll niemand verdienen :idea:

Möglich, daß andere Bundesländer andere Bestimmungen haben, hier ist nun so lange möglich, bis ich bereit bin, oder angezapft werden kann :idea: nicht mehr sehr lange, so leicht ich früher halbe Liter 0, nichts weggesteckt habe, ist es nicht mehr, mein Kreislauf protestiert :wink:

2. / 3
dasGinger hat geschrieben: @medianne … es gibt auch gar keinen Grund, Deine Worte anzuzweifeln. Die Informationen können einfach auch unterschiedlich sein. Ich stelle Dir einen Link ein, den ich im Netz gefunden habe – es ist deckungsgleich mit der Information, die ich (auch als Angehörige) erhalten habe.

https://www.organspende-info.de/infothe ... rganspende

Dort steht ebenso etwas zu Alter und Vorerkrankungen, die eine Organspende ausschließen, falls Dich das interessiert.



Vielen Dank @dasGinger . Der Link ist sehr interessant und aufschlußreich.

@melindaha, Du hast mich irgendwie nicht richtig verstanden und zitiert.
Ich schrieb: " ...mit meinen damals 60 Jahren wollte man's nicht mehr haben. Meine daraufhin erfolgten Aktivitäten bezüglich anderer Organe verliefen ähnlich."

Und natürlich will niemand Organe hergeben, solange er noch lebt. Diese Gedanken hatte ich noch nie :!:
Der Hirntod wurde vom Medizinbetrieb einzig und alleine deswegen definiert, um gerade noch rechtzeitig einem (noch lebenden) Körper die Organe entnehmen zu können.
Man sollte sich schon darüber im klaren sein, dass eine Transplantation zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem der Tod noch nicht eingetreten ist! 

Der Körper reagiert noch, wie man durchaus nachlesen kann:
bei Google "Organspende Kritik".
@roadrun, kann Dir voll u. ganz zustimmen.

Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr, Pionier der Transplantations- Medizin zitiert:
wenn wir die Gesellschaft über das Grausame der Transplantation aufklären,
werden keine Organe mehr gespendet werden.

Kosmopolit1
… man kann mit Sicherheit mit Ängsten beladen sein, was Organspende angeht … und auch dazu mag jeder seine Meinung haben und eigene Entscheidungen – auch durch Angst motiviert treffen.

In der Tat vermittelt eine Herz-Lungen-Maschine bei einem Komapatienten, dass der Mensch trotz Feststellung des Hirntods lebt und ebenso in der Tat vermittelt das Abschalten der Maschinen, dass er nicht mehr gelebt hat bzw. leben konnte …

http://www.n-tv.de/wissen/Organspende-u ... 53861.html
In meinen Augen ist das in erweiterndem Sinne nichts anderes als Leichenfledderei.
Aber der Zweck ( richtig Kohle machen ) heiligt wohl alle Mittel.
@monty1, das verstehe ich jetzt nicht. Schade, dass Du Dir nicht die Mühe gemacht hast, ein wenig nachzulesen.

Magst Du uns erzählen, wer hier im Falle von Organspenden 'Kohle macht' :?:
monty1 hat geschrieben: In meinen Augen ist das in erweiterndem Sinne nichts anderes als Leichenfledderei.
Aber der Zweck ( richtig Kohle machen ) heiligt wohl alle Mittel.


Ich wünsche Dir und Deiner Familie, dass Ihr nie im Leben in die " Verlegenheit " kommt, eine Organspende in Anspruch nehmen zu müssen.

DU WÜRDEST DEINE GANZE " KOHLE " DAFÜR GEBEN :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :evil:
@monty

… es ging um Organspende – wie ein Mensch dazu eingestellt ist, bleibt seine Denkweise … vielleicht auch eine Charaktersache.

Eine Großmutter, die ihrem Enkel eine Niere spendet = Fledderei? Für mich nicht – sie hat meinen vollen Respekt, diesem kleinen Wicht ein Weiterleben ermöglicht zu haben und selbstverständlich konnte sie in dem Fall den Empfänger bestimmen. „Kohle“ geflossen ist nicht außer dem Gehalt der Ärzte, Klinikpersonal und Krankenhauskosten, etc. … Dialyse z.B. gibt es auch nicht umsonst … sie kostet den Steuerzahler Einiges.

Ich hoffe nicht, dass es hier darum geht, ob man Kranke/ Verletzte/ Verunglückte sich selbst überlassen sollte … jeder geht im Krankheitsfalle zum Arzt, ins Krankenhaus und sorgt für seine Gesundheit ... mit dem Begriff „Fledderei“ tue ich mich sehr schwer, sowohl, wenn es um eine OP geht, bei der Erkranktes entnommen wird ebenso wie bei Organentnahme, womit einem anderen Erkrankten ein Weiterleben ermöglicht wird. Die Ärzte selbst verhalten sich nach meiner Erfahrung sehr behutsam, die schwierige, fast unerträgliche Situation für die Angehörigen sehr genau kennend.

„Kohle“ in Form von Bestechung zu Begünstigung von wem auch immer ist in den drei Fällen, die ich beschrieben habe, nicht geflossen … hast Du andere Erfahrungen? Oder sind es Vermutungen?

Das heißt nicht, dass es keine Kritik um Organhandel oder Organspende gibt/ gegeben hat. Für mich bleibt der Unterschied zwischen Spende und Handel – ein notleidender Mensch, der ein Organ aus Armutsgründen „verkauft“ unterscheidet sich von einem Menschen, der ein Organ spendet. Ethisch sehr bedenklich. Ebenso möchte ich eine ethische Einschätzung über den Empfang aus fachlicher Unkenntnis nicht treffen – es wäre eine Vermutung.

Wenn ich jedoch meine Entscheidungen allein aus Angst vor schwarzen Schafen treffen möchte, dann werde ich wohl in völlige Trägheit und Passivität in allen Lebenslagen versinken müssen.
katinka5353 hat geschrieben:
monty1 hat geschrieben: In meinen Augen ist das in erweiterndem Sinne nichts anderes als Leichenfledderei.
Aber der Zweck ( richtig Kohle machen ) heiligt wohl alle Mittel.


Ich wünsche Dir und Deiner Familie, dass Ihr nie im Leben in die " Verlegenheit " kommt, eine Organspende in Anspruch nehmen zu müssen.

DU WÜRDEST DEINE GANZE " KOHLE " DAFÜR GEBEN :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :evil:


Ganz sicher nicht! Wenn es vorbei ist ist es vorbei, und Menschen die Gott spielen sind mir sehr suspekt.

Was die " Kohle " angeht: die Transplantationskliniken verdienen sich damit die goldene Nase, und alle müssen darunter leiden. Die Kassen zahlen immer weniger bei normal Kranken um diese medizinischen Verirrungen zahlen zu können.
Fröhliches Schlachtefest!
Wenn es bei mir so sein wird kann man mich auswaiden, vielleicht ist mein " Müll" für jemand von Nutzen, ich brauche den nicht mehr.!