Da ich noch nicht lange alleine lebe, erst seit 2 Jahren, suche ich noch nach einer Lösung für die Organisation, wenn man mal plötzlich krank ist. Ich habe keine Angehörigen mehr und hatte im April plötzlich eine Sprunggelenksdistorsion, weswegen ich an Krücken gehen musste.
- Wer erledigt den Einkauf?
- Wer begleitet mich mal zum Arzt?
- Wer geht die Wäsche vom Speicher abhängen?

Vor 3 Wochen hatte ich eine hypertensive Krise und benötigte den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dieser kam und drückte mir ein Rezept in die Hand:
- Wer geht zur diensthabenden Apotheke und holt mir das Medikament?
- Wer geht mir am Folgetag einkaufen, da mir noch immer schwindlig war?

---> Die Nachbarn um Hilfe zu bitten gleicht im urbanen Umfeld einem Supergau! Schon alleine die Frage zu stellen dauert den Leuten zu lange.

Wie habt Ihr das gelöst?
Wer hilft Euch?
Du bist desorganisiert!
Lass dir alles liefern, was Du brauchts. Auch Apotheken liefern Medikamente aus. Krankenfahrten per Taxi sind Kassenleisung. Und leg Dir einen Wäschetrocknter zu.
Im absolut urbanen Umfeld: .Ich habe Nachbarn , mehrere . junge und gleichaltrige, die mir sofort helfen würden , wenn es nötig ist, ebenso wie ich es tue und schon getan habe .Bei uns ist das so üblich!
das kommt darauf an wo man wohnt.....
In meinem Umfeld könnte ich an jeder Tür klingeln, und es würde mir geholfen. Es beruht aber auf Gegenseitigkeit.
Ich hab irgendwie noch nie was von der BE gelesen, ob und was sie für andere tut
Vielleicht kommt es mehr drauf an, wie man mit seinem Umfeld kommuniziert und bereit ist, auf die Menschen zu zugehen! :D :D
@ translation: 1. Auch Apotheken liefern Medikamente aus. ---> Blödsinn!!! Keine Notdiensthabende Apotheke liefert Medis aus!!! Dies geht nur tagsüber und da liefert meine Hausapotheke auch. 2. "Krankenfahrten per Taxi sind Kassenleisung." Als ehemalige Rettungssanitäterin + ehemalige Arztgattin entging es mir nicht, dass dafür ein Transportschein vonnöten ist!!! ---> Also auch eine völlig falsche Aussage von dir für den Notfall!!! 3. "Und leg Dir einen Wäschetrocknter zu." ---> Spaßvogel Du!!! Ich lebe von Grundsicherung in diesen Monaten, die ich als Zession erhalte bis ich meinen Trennungsunterhalt pfänden kann.

@ darlingcompanion: " [...] Bei uns ist das so üblich!" ---> coole Nummer!!! Hier ist das nicht "so üblich" , leider! ICH half immer: Erteilte den Nachbarskindern Nachhilfe, nahm sie mit zum Hundeplatz, ging für ältere Damen einkaufen. ---> Erst JETZT änderte sich meine Situation und siehe da ---> MIR hilft niemand! Hätte ich sonst diesen Post gemacht???

So ein Quatsch, den ich hier lesen ......... ICH half immer JEDEM und das war wohl mein Fehler!!! MIR hilft niemand!!!
darlingcompanion hat geschrieben: Vielleicht kommt es mehr drauf an, wie man mit seinem Umfeld kommuniziert und bereit ist, auf die Menschen zu zugehen! :D :D


das auch - doch es gibt Wohnanlagen da ist man anonym.....
obwohl ich ein Mensch bin, der sich nicht aufdrängt - habe ich doch ein bißchen Kontakt.....z.B. zu meiner Kätzchenbetreuerin...
als ich kürzlich unten in die Sprechanlage gesprochen habe - von wegen wie es meinem Nachbarn ginge nach der 2. Impfung (ich hatte ihm das Impfzentrum empfohlen), da hat mir der Nachbar gesagt, dass ich aufhören soll, weil gerade Fußball läuft.....
ansonsten nehme ich Pakete für die Nachbarn an, weil ich ja Rentnerin bin.....
man grüßt sich - wechselt vielleicht mal ein paar Worte - mehr nicht...
In einer solchen Situation war ich zum Glück in den über 11 Jahren die ich jetzt Witwe bin noch nicht, bisher bin ich nach dem Motto "nicht zum Arzt, dann werde ich auch nicht krank gut durchgekommen. Vor 2 Jahren bin ich gefallen und hatte eine dicke "Haxe" , die nur in die Gartenclogs passte. Da bin ich dann ganz langsam mit Flocki die Gassirunde verkürzt gelaufen, sie hat schnell begriffen, dass Frauchen nicht lange laufen kann und hat ihr Programm zügig erledigt.
Einkaufen brauchte ich nicht, habe genug Vorräte, die über die Zeit gereicht haben. Da ich ein Waschtrockenautomat habe brauche ich auch keine Wäsche aufhängen.
Im Ernstfall, wenn ich wirklich außer Gefecht währe, würde wohl meine Haushaltshilfe einspringen, die auch Seniorenbetreuerin ist. Das wird den allerdings teuer. Die arbeitet auf Rechnung für 21 Euro die Stunde.
Ich denke aber es ist möglich über die Krankenkasse Hilfe zu bekommen.
Zum Arzt würde ich dann mit einem Taxi fahren.
Vorgesorgt habe ich nicht für diesen Fall, da wird aus der Situation heraus gehandelt.
Amazone ...

Wenn ich richtig verstanden habe, dann bist Du weder chronisch krank noch hast Du einen Pflegegrad oder einen Grad der Behinderung. Von daher wirds ein bisserl schwierig.

Erster Ansprechpartner ist - jedenfalls für mich - immer der Hausarzt. Der kann sicher Auskunft geben über Hilfestellen, die ehrenamtlich arbeiten. Zu nennen wäre hier z.B. Nachbarschaftshilfe. Die gibt es eigentlich überall. Oder auch kirchliche Einrichtungen wären zu nennen.

Wenn ein Notfall ist, so dürfte die Krankenkasse zumindest für einen gewissen Zeitraum einspringen. Hier müsste Kontakt aufgenommen und entsprechendes abgeklärt werden.

Das mit den Transportkosten hast Du bereits richtig gestellt. Die werden in der Tat nicht automatisch übernommen, sondern es muss eben eine Transportverordnung her und die Ärzte geben die nicht leicht aus. Aber auch hier dürfte es Ausnahmen geben. Wobei natürlich auch hier eine "Rezeptgebühr" bis 10 Euro gezahlt werden muss. Also ganz umsonst ist der Transport nicht.

Das ist alles was mir so auf die Schnelle einfällt.

Gutes Gelingen wünsche ich Dir - AK
Ich wohne in einer sehr große Anlage, unmöglich, alle Mieter zu kennen, aber das muß auch gar nicht sein! Mit der Übernehmen von Paketen kann man schon Kontakte knüpfen, Kinder und Hunde sind auch hilfreich, also die Kinder sind von den Nachbarn die Hunde teilweise von mir...und als ich das erste Mal Hilfe brauchte, zum Gassi gehen, weil ich ins Krankenhaus mußte und mein Lebensgefährte das nicht mehr konnte, da hab ich einfach einen Zettel ans schwarze Brett gehängt. Über die Gegensprechanlage würde ich es allerdings nicht probieren, man weiß nie, wobei man grade stört! Prinzipiell glaube ich halt, daß man mit einer positiven Einstellung immer gut weiterkommt und auch ankommt!
Das klingt ja wirklich traurig.
Hast Du denn keinen Menschen, mit dem Du Dich auch in gesunden Tagen triffst?
Ich lebe auch allein, habe aber eine Freundin in der Nähe, mit der ich täglich morgens telefoniere, schon, um zu sehen, ob die andere senkrecht ist.
Wir haben die Schlüssel von einander, und wenn einer was braucht, springt der andere selbstverständlich ein.
Junge Nachbarn gibt es auch, aber da hätte ich schon Hemmungen, sie
zu bitten, weil sie mit Beruf und Familie ausgelastet sind.
Aber zur Not ginge das auch.
Mit Einkauf wäre ich auch für Aktion Eichhörnchen.
Einmal in der Woche reicht, zur Not kann ich auch länger von den Vorräten leben.
Frische Semmeln bringt der Bäcker an die Tür (eine schöne Errungenschaft vom Lockdown).
Warum meldest Du Dich nicht für die Zukunft in einer Regionalgruppe an, gehst zu den Treffen, suchst da Kontakte?
Vielleicht findest Du da Menschen, mit denen Du so eine Hilfe auf Gegenseitigkeit organisieren kannst?
Alles Gute Dir!
[quote="Amazone1964"] 3. "Und leg Dir einen Wäschetrocknter zu." ---> Spaßvogel Du!!! Ich lebe von Grundsicherung in diesen Monaten, die ich als Zession erhalte bis ich meinen Trennungsunterhalt pfänden kann.
/quote]

Shit! Du brauchst keinen Arzt sondern eine*n guten Rechtsanwalt*in,
@ darlingcompanion "Prinzipiell glaube ich halt, daß man mit einer positiven Einstellung immer gut weiterkommt und auch ankommt!" ---> Falscher Gedanke, dachte ICH früher nämlich auch immer. ---> 1. Ich habe einen in der Nachbarschaft sehr beliebten Hund und nehme ab und an die Nachbarskinder mit zum Hundeplatz. ---> Keine Hilfe!!!

Hintergrund ist wohl, dass ich meinen gewalttätigen Ehemann vor 2 Jahren mit der Polizei hier aus der Wohnung holen ließ. Danach führte ich eine Grundrenovierung durch und richtete mich neu ein. Eine Amazone halt eben! Das beängstigt das Umfeld. Und nein, es ist kein Sozialviertel. Hier wohnt die Jurisprudenz im Hause.

@AnneKlatsche : 1. Habe PG 1 beantragt vor 2 Wochen. Doch, ich bin chron krank mit Ptbs, woraufhin ich 100 % EM-Rente dauerhaft bekam, nach 10 Jahren häuslicher Gewalt, 40 GdB. ---> Nachbarschaftshilfe ist nicht kostenlos, sondern kostet € 8,--/Std. . Gem. § 145ff SGB XI kann ich die € 125,-- Entlastungsleistungen , die einem bei PG 1 zustehen, jedoch auch für die Nachbarschaftshilfe ausgeben. Das war so die Idee meiner Hausärztin.

2. Richtig, bei entsprechender Diagnose kann die KK für einen gewissen Zeitraum eine Haushaltshilfe zahlen. Es ging jedoch um die hypertensive Krise + den akuten Meniskus. War also eine akute Sache.

3. "Rezeptgebühr" für Transportschein entfallen für mich in diesen Wochen, da ich mich aufgrund der Leistungen nach SGB XII von Zuzahlungen befreien ließ. Sobald ich meine eA vom FamG habe und meinen Ex pfänden kann, ist dies alles nicht mehr die Frage. Ich wohne in Karlsruhe neben dem Zoo, also sehr zentral. Sobald ich ihn abgepfändet haben werde, würde ich mir einfach ein Taxi nehmen zur notdiensthabenden Apotheke. Und nachdem ich in einigen Jahren geerbt haben werde, so werde ich mir natürlich eine Haushaltshilfe auf eigenes Budget nehmen. Diese wird mir dann auch im Notfall weiterhelfen. Es geht also nur um den akuten Zeitraum.

Du hast wirklich sehr nett geantwortet und nach Lösungen für mich gesucht, wofür ich dir vielmals danke!

@ translation : Über deine falsche Antwort, die von einem sehr hohen Ross aus kommt und auch eine Schuldprojektion enthält, schüttelte ich eben beim Gassi mit einem kleinen Malteser noch den Kopf. Du bist narzisstisch!!!
Amazone1964 hat geschrieben:
@ translation : Über deine falsche Antwort, die von einem sehr hohen Ross aus kommt und auch eine Schuldprojektion enthält, schüttelte ich eben beim Gassi mit einem kleinen Malteser noch den Kopf. Du bist narzisstisch!!!


Echt jetzt? Du sprichst hier über Deine Krankheiten und dass Dir niemand hilft

und hast nichts besseres zu tun, als mich in eine Psycho-Ecke zu stellen?

Wieso tust Du das, Du kennst mich doch nicht? Wenn Du meine Nachbarin wärst würde ich Dir jederzeit helfen. Aus Prinzip. Ich helfe jedem, der der Hilfe bedarf.