Stimmt, das Rote Kreuz ist beim Smartphone auf der Startseite, ein Druck genügt, keine großen technischen Kenntnisse notwendig. Ich nehme an, dass es diese einfache Art auch in Deutschland gibt. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich die Einsatzzentrale gemeldet hat. (Test nach der Installation, die mir ein Sanitäter
gemacht hat). Auch die Reichweite hat keine Bedeutung, egal wohin man das Handy mitnimmt.
Aquamarin50 hat geschrieben: es gibt übrigens noch ein Problem meiner Meinung nach mit diesen Armbändern.....
nehmen wir doch mal an, die Person hat einen Schlaganfall erlitten, ist rechtsseitig gelähmt, hat am linken Handgelenk das Armband....
und nun?
sie kann mit der rechten Hand nicht den Knopf am linken Arm drücken....
in sofern bevorzuge ich für diese Eventualitäten lieber einen Notknopf am Halsband....


*ich mein ja nur*


Das ist ein sehr guter Punkt, daran habe ich noch gar nicht gedacht..
Melissa56 hat geschrieben: Wenn sie bewußtlos ist, kann sie gar nicht drücken.


Genau deshalb wäre mir ein Notfallarmband mit Sturzerkennung sehr wichtig. Oder meinetwegen auch ein Knopf oder was es auch immer gibt. Der kann dann automatisch den Notruf auslösen so wie es bei der Applewatch der Fall ist. Nur das Applewatch nicht für meine Mutter geeignet ist :|
Ich hab beides, Armband und Halsband, aber ich trage keins von beiden. Ich hab mir dieses Notrufsystem nur zugelegt, um paar Leute in meinem Umfeld zu beruhigen.
bunterStrauss hat geschrieben: Das ist eine sehr gute Option, leider ist meine Mutter nicht ganz so fit mit dem Handy und glaube in einem Notfall würde sich das schon schwierig gestalten..

deine mutter muss darin nicht fit sein. es gibt seniorenhandys mit extrag grossen tasten. du kannst nummern mit kurzwahl einspeichern, die sie dann zwecks einer verbindung nur einmal drücken muss. also auch deine nummer kann eingespeichert werden


Sie besitzt schon etwas länger ein Seniorenhandy. Vergisst es aber gerne mal mitzunehmen und wir müssen sie immer wieder dran erinnern. Deshalb leider auf Dauer keine wirklich gute Lösung.
Tournaline hat geschrieben: Das stimmt Aquamarin,
und wenn man auf dem Bauch landet hilft der Knopf auch nichts.
Es ist eben ein unvollkommenes Hilfsmittel.

Bis im Notfall Hilfe kommt dauert es auch: drücken, warten bis Kontakt zur Einsatzzentrale des Anbieters hergestellt ist, abklären was los ist, die rufen dann den Notarzt und Feuerwehr (gegebenenfalls), Anfahrt, Tür öffnen (aufbrechen) und dann erst ist Hilfe vor Ort.

Es ist eben besser als ganz ohne Hilfsmöglichkeit.


Annette:
eine halbe Stunde ist noch flott. Ich habe von Leuten gehört, die eine Stunde und länger gelegen haben. Klar sind manche Pfleger*Innen ungehalten, sie wurden ja aus ihrem vorgesehenen normalen Einsatz abgerufen.

Auf Unterstützung angewiesen zu sein ist nicht immer ein Zucker schlecken.

Vielleicht magst Du über Alternativen zu diesem System berichten, wenn es sie dann gibt.


Ich stimme dir vollkommen zu! Unvollkommen ist es allemal, aber wie du schon erwähnt hast besser als gar nichts. Aufgrund eigener Verpflichtungen schaffe ich es nicht jeden Tag vorbei zu fahren und habe ständig mit schlechtem Gewissen zu kämpfen.

Ich habe tatsächlich eine Uhr empfohlen bekommen von einer Dame, die Uhr heißt cares watch. Die Bewertungen auf Trustpilot dazu waren eher negativ, die ist ziemlich Preiswert aber der Akku hält nur wenige Stunden. Seit dem ich mich mit dem Thema beschäftige bekomme ich auch einige Werbeanzeigen vorgeschlagen und neulich war da etwas vielversprechendes, kommt allerdings erst demnächst - also gibt es noch keine Erfahrungen und keinen Preis. Es ist ein Armband, das Caera heißt und der Akku bis zu 20 Tagen hält und eben diese automatische Sturzerkennung hat.
Hallo Anette,

da ich kein Premiummitglied bin, kann ich Dir keine PN senden. Meine Partnerin hat dir deshalb meine Tel.-Nr. mitgeteilt, weil das Thema „Notrufarmband“ zu komplex ist, um es in 3 oder 4 Sätzen zu erklären.
Ich versuche es trotzdem.

Grundsätzlich muss man 2 Systeme unterscheiden:
1. Hausnotruf
2. Mobiler Notruf

Der Hausnotruf funktioniert nur innerhalb der Wohnung. Er ist also ideal für Personen, die ihre Wohnung nicht mehr allein verlassen. In der Regel wird für eine mtl. Gebühr ab 23,- € von einem örtl. Rettungsdienst (z.B. Rotes Kreuz, Malteser, ASB etc.) ein Gerät an den Festnetzanschluss des Telefons in der Wohnung angeschlossen, das beim Drücken des Knopfes eine Verbindung zu deren Notrufbereitschaft herstellt, so dass man durch Rufen über das im Gerät verbaute Mikrofon und den Lautsprecher, die Notlage beschreiben kann. Zusätzliche Leistungen, wie eine Schlüsselhinterlegung, können hinzugebucht werden, erhöhen dann aber auch die mtl. Gebühr.
Die gelegentlich „gelobte“ Reichweite bis zum Garten oder bis in den Keller ist wenig sinnvoll. Denn wenn z. B.im Keller ein Notruf abgesetzt wird, kann man mit dem Rettungsdienst nicht kommunizieren(das Gerät steht ja in der Wohnung) z.B. was passiert ist und wo man sich befindet. Wo soll der suchen?

Der Mobile Notruf funktioniert ausschließlich über das Handy-Netz, also überall da, wo man mit einem Handy telefonieren kann. Hierfür muss man sich eine Notrufuhr kaufen, die wie ein Handy oder Smartphone mit Simkarte funktioniert. Die ist entweder bereits in der Uhr festverbaut oder man muss sich selbst eine besorgen. Die Preise für eine Notfalluhr (einmalig) liegen so etwa zwischen 150,- € und 500,- € je nach Ausstattung und Hersteller.
Je nach Modell können in einer solchen Uhr 5 – 10 Handynummern von Verwandten, Freunden, Nachbarn etc. hinterlegt werden. Nach Auslösen des Alarms werden die hinterlegten Nummern nacheinander in der festgelegten Reihenfolge von der Uhr angerufen, bis der Alarm von einer dieser Nummern bestätigt wird. Durch die zwingend notwendige Bestätigung wird vermieden, dass der Notruf in einer Mailbox gefangen wird. Ein Sturz wird von der Uhr erkannt und am Armband akustisch gemeldet. Ein abgehender Alarm kann durch Drücken des Knopfes verhindert werden. Wenn die Uhr nach einem erkannten Sturz innerhalb von einigen Sekunden keine Bewegung feststellt, geht automatisch der Alarm los.
Wurde der Alarm betätigt, wird eine Telefonverbindung zur Uhr hergestellt, so dass sofort und ohne weitere Bedienungsmaßnahmen wie mit einem Handy telefoniert werden kann. Gleichzeitig übersendet die Uhr ihre genaue Position z.B. auf google maps an die Kontaktperson.
Alle hinterlegte Kontaktpersonen können jederzeit den Standort der Uhr abfragen oder die Uhr anrufen, um mit dem Träger zu telefonieren. Umgekehrt geht leider nicht (zumindest bei meiner Uhr).

Im Internet habe ich mir viele Uhren angesehen. Für mich persönlich habe ich Wert daraufgelegt, dass die Uhr

einfach zu bedienen ist,
(Mein Enkelsohn hat kaum eine Viertelstunde gebraucht, um die Uhr komplett für meine Bedürfnisse einzurichten)

Sturzerkennung und Ortungsmöglichkeit hat,
(Wenn ich mich längere Zeit nicht gemeldet habe, kann jeder meiner Kontaktpersonen feststellen, wo ich z.B. im Wald liege oder auf einer Bank eingeschlafen bin)

zu 100 % wasserdicht ist
(Was nutzt mir eine Uhr, die ich beim Duschen oder Baden auf der Ablage über oder auf dem Waschtisch ablege, ausrutsche und mir einen Bruch zuziehe, so dass ich die gerademal 1 oder2 m entfernte Uhr nicht erreiche?)

So wie ich das oben beschrieben habe, gilt das natürlich nur für meine Uhr, die noch einiges mehr kann, was nicht aktualisiert ist, z. B. Weckfunktion, Erinnerung an Medikamenteneinnahme, tägl. OK-Meldung, elektronischer Zaun. Es kann durchaus sein, dass andere Modelle von anderen Herstellern andere Lösungen für das gleiche Problem gefunden haben. Ein Nachteil des mobilen Notrufs möchte ich nicht verschweigen: Die Kontaktperson, die einen Notruf entgegennimmt, muß das Gleiche tun wie die Notrufzentralen der Sozialdienste (Rotes Kreuz u.a.), nämlich selbst helfen oder Bekannte/Nachbarn bitten oder Rettungsdienste bzw. Notarzt informieren, Schlüssel bereitstellen.

Gleich wie eine Rettung organisiert wird, kann man davon ausgehen, dass ein Alarm nur ganz, ganz selten tatsächlich abgesetzt wird - wenn überhaupt.

Anette
Wenn ich das richtig gelesen habe, ist Deine Mutter noch recht mobil. Deshalb solltest Du dich auf jeden Fall für eine Uhr für den mobilen Notruf entscheiden.

Leider ist es mir nicht gelungen festzustellen, ob es eine Notrufzentrale (wie beim Hausnotruf) im Raum Köln gibt, deren Telefonnummer du in einer Uhr hinterlegen kannst bzw. darfst.

Liebe Grüße und viel Erfolg
Juppi
Toll, Juppi, danke für Deine Aufklärung. Stehe auch vor der Anschaffung eines Notrufes, und finde die Variante mit dem Handy prima. Da werde ich mich mal mit einem Techniker meines Vertrauens kurzschließen, um zu entscheiden, für welchen Weg ich mich entscheide.
Herzliche Grüße aus Bad Soden, Ragwurz
Gestern bekam ich den Prospekt eines hiesigen Fotoriesen in die Hände. Da gibt es Geräte, die einen Notruf absetzen, wenn längere Zeit keine Bewegung stattgefunden hat. Juppi hat das gut beschrieben. Für Schlafenszeiten gibt es eine extra Programmierung. Fehlalarme nicht ausgeschlossen.
Der mobile Notruf ist dem Hausnotruf aber auf jeden Fall vorzuziehen.
Ragwurz hat geschrieben: Toll, Juppi, danke für Deine Aufklärung. Stehe auch vor der Anschaffung eines Notrufes, und finde die Variante mit dem Handy prima. Da werde ich mich mal mit einem Techniker meines Vertrauens kurzschließen, um zu entscheiden, für welchen Weg ich mich entscheide.
Herzliche Grüße aus Bad Soden, Ragwurz


Liebe Ragwurz,
ein Handy bietet sicherlich mehr Möglichkeiten als eine Notruf-Armbanduhr. Die Frage ist aber, ob Dein Handy im Notfall genau so gut erreichbar ist, wie eine Armbanduhr, die Du bis auf wenige Stunden alle paar Tage zum Akkuladen am Handgelenk trägst. Kannst Du sicherstellen, dass Dein Handy z.B. auch dann erreichbar ist, wenn Du in der Badewanne oder Dusche ausrutschst und Dich so verletzt, dass Du ohne Hilfe nicht mehr herauskommst? Oder wenn Du unterwegs im Auto oder beim Spaziergang z.B. einen Schwächeanfall erleidest, musst Du dann ersteinmal in Deinen Taschen das Handy suchen, es dann einschalten, das
Programm suchen und den Notruf absetzen?
Vielleicht kannst Du diese Aspekte bei dem „Kurzschluss“ mit Deinem Techniker mit in die Waage werfen.

Liebe Grüße - auch herzlichst von Inge
Juppi
Danke, @Juppi, für Deine Antwort. Dann werde ich nochmal in mich gehen, zu was ich mich aufraffe. :D
Ich habe vor vier Monaten einen Hausnotruf des ASB bei mir einrichten lassen. Mein Nachbar hatte damit gute Erfahrungen gemacht. Bei der telefonischen Erstberatung wurde nach meiner Adresse gefragt. Die zuständige Notrufstelle befindet sich ca. 6 Km von meiner Wohnung entfernt. Der nahe Standort ist von Vorteil. Jedenfalls fühle ich mich sicher. Ich habe mich nicht für ein Armband sondern für einen Clip am Halsband entschieden. Den Clip kann man am Shirt festmachen. Dann baumelt das Teil nicht rum :wink:

Einen mobilen Notruf kann ich dazubuchen in Form eines Schlüsselanhängers oder eines Smartwatchers in Form einer Armbanduhr - beides mit GPS-Ortung. Ich werde mich die Tage dazu informieren, auch über den Preis.
Ich habe mir vor ca. 2 1/2 Jahren einen Hausnotruf von den Johannitern einrichten lassen.

Vorletzte Woche kam er das erste Mal zum Einsatz und es klappte alles sehr gut. Ca. 10 bis 15 Minuten nach Alarm standen die Sanitäterinnen vor mir und ich wurde ins Krankenhaus gebracht. Mein Schlüssel ist hinterlegt, was einen Aufpreis kostet. Bei mir zahlt allerdings die Pflegekasse einen Teil dazu.

Ich fühle mich mit diesem Notruf ziemlich sicher.

Man kann natürlich versuchen, für alles Vorsorge zu treffen, aber DIE Sicherheit gibt es nun mal nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob alte Menschen draußen, die Probleme bekommen und dadurch aufgeregt und zittrig sind, entsprechende Geräte richtig bedienen können oder womöglich dadurch nicht noch gestresster werden?

AK
@AnneKlatsche

Ich habe auch den Service mit Schlüsselhinterlegung gebucht.
Allerdings bin ich Selbstzahler ohne Pflegestufe.
@Tigi ...

Ich hätte die Schlüsselhinterlegung auf jeden Fall gemacht, auch ohne Zuschuss, denn es scheint ja so zu sein, dass ansonsten die Feuerwehr die Tür öffnen muss, was ja auch wieder Zeit kostet und darüber hinaus womöglich teure Schäden verursacht.

Ich meine, dass die paar Euro Aufpreis sinnvoll angelegt sind.

AK