Hanna:

Du hast recht, und ich meine Ruh.
Du willst nicht sachlich diskutieren, sondern Dich zanken, dazu habe ich keine Lust.
Deine Sachkenntnis zum Thema Alkohol scheinen ja nun leider auch begrenzt zu sein.

mach's gut.

Gerd
Gerd1955 hat geschrieben: Hanna:

Du hast recht, und ich meine Ruh.
Du willst nicht sachlich diskutieren, sondern Dich zanken, dazu habe ich keine Lust.
Deine Sachkenntnis zum Thema Alkohol scheinen ja nun leider auch begrenzt zu sein.

mach's gut.

Gerd


Ich beobachte seit geraumer Zeit immer wieder einmal diesen Thread...seit eingen Tagen, dass Wortgefecht, zwischen Gerd und Hanna...
Ich möchte keinen Stress machen...möchte aber schreiben, was ich vom State, den Hanna schrieb halte. Ich finde ihn < ihr Kommentar auf Seite 8 > keinesfalls unsachlich, eben weil er sehr detailiert und sachlich aufgelistet ist, kann Gerd nur so mager reagieren, wie er reagiert hat...SCHADE Gerd...ich hätte gerne gelesen, wie du sachlich dazu Stellung nimmst...
Ich hätte mir auch gewünscht, dass von Gerd eine sachliche Information kommt. Aber - und genau das habe ich mehrfach mit jahrzehntelang trockenen Alkoholikern erlebt - es scheint für diese Menschengruppe sehr schwierig zu sein, Schwächen einzugestehen.

Wer nach so langer Zeit noch immer jeden einzelnen Tag Trockenheit zählen muss, um trocken zu bleiben, der braucht ein ganz starkes Geländer für seine Trockenheit. Wer all den Alkohol immer noch aus dem Haus verbannen muss, wirkt auf mich auch ziemlich unsicher.

Ich habe genau das Umgekehrte erlebt: Trockene Alkoholiker, die mich im Ausgang ermuntert haben, wenn ich Lust hätte, ein Glas Wein zu trinken. Hatte ich damals lange Zeit nicht, bis ich mich ein bisschen von meiner Angehörigenrolle erholt hatte. ICH konnte keinen Alk. mehr sehen. Alkohol der rumstand war nie auch nur eine Versuchung wert für meine alk.kranken Freunde.

Einer meiner Freunde hat immer betont, dass es auf die Einstellung drauf ankommt, mit der Alk. z.B. beim Kochen eingesetzt wird. - Für alle die, die mit dem Thema nicht so vertraut sind z. B. wie wird Fondue gekocht, mit oder ohne Alk., verrauchnet der beim Kochen oder nicht. Selbstverständlich berücksichtigte ich als Angehörige die jeweiligen Wünsche. Sie sind und waren ganz verschieden, je nachdem wie der Kopf des jeweiligen suchtkranken Menschen tickte.

Noch schlimmer an der Diskussion hier finde ich, dass es Gerd nicht möglich ist, die Sicht der Angehörigen verstehen zu lernen. Schade. Ich sage heute für zwischenmenschliche Kontakte: Ich bin gern bereit den halben Weg zu einem Menschen zurückzulegen. Ich bin nicht mehr bereit den ganzen Weg zu gehen. Erfahrungsgemäss bringt dieser Aufwand nämlich nicht das von mir erwünschte Resultat.
Ich will auf gar keinen Fall gegen Gerd wettern...im Zuge der gefühlten 1000 Entgiftungen, meines Exmannes und bestimmt die hälfte der Therapien, waren sicher auch die Gruppen "SCHULD", warum er rückfällig wurde. in 15 Jahren Co-Abhängigkeit habe ich das Blaues Kreuz, Guttempler, die AA's (anonyme Alkoholiker), Kreuzbund/Düsseldorf...JEDE Gruppe glaubt sie sei die BESTE...wöchentlich stellen sie sich in den Klinikken der EntgiftungsStation vor, laden ein und machen Mut...Da ich Angehörige bin, lernte ich JEDEGruppe kennen und mache mir, im laufe der Zeit so meine Gedanken... Jede Gruppe verfolgt so seine Rituale...
bei den AA's zählen die 12 Schritte zum trocken werden...
1. Schritt
Wir gaben zu, dass wir dem gegenüber machtlos sind - und unser Leben meistern konnten.
2. Schritt
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere wiedergeben kann.
3. Schritt
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen.
4. Schritt
Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5. Schritt
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6. Schritt
Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7. Schritt
Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
8. Schritt
Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
9. Schritt
Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut - wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
10. Schritt
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
11. Schritt
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden - zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die zu geben, ihn auszuführen.
12. Schritt
Nachdem wir durch diese Schritte ein erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches diesen Grundsätzen auszurichten. http://www.anonyme-alkoholiker.de/conte ... 1schri.php

bei den AA's sind die Co-Abhängigen ausgegliedert, sie haben eine seperate Gruppe die sich Allanon und oder Allateen (für Kinder) nennt.

Die Guttempler waren schon im Mittelalter bekannt, sie halfen schon damals Kranke und Hilfsbedürftige. Die Guttempler waren für mich so ne Art Sekte, Friede, Brüderlichkeit. Als ich die Guttempler kennen lernt, fühlte ich mich schuldig, denn die Templer stempelten den Angehörigen quasi als Versager ab.Guttempler streben nach Frieden durch die Förderung menschlicher Entwicklung und Würde, Demokratie, Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit. Sie befürworten die friedliche Lösung von Konflikten zwischen einzelnen Menschen oder Gruppen. Die Mitglieder sind aufgefordert, dazu beizutragen, den Frieden zu wahren. ABER bei den Guttempler sind die Alkoholiker GLEICHER... http://www.guttempler.de/index.php/der-grundgedanke

das blaue KreuzDas Blaue Kreuz gliedert sich in zwei große Bereiche: den ehrenamtlichen, der nach dem Konzept der Selbsthilfe arbeitet, und den professionellen mit seinen Facheinrichtungen und hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die enge Vernetzung dieser beiden Arbeitsbereiche, in der sowohl von der Sucht Betroffene als auch nicht Betroffene arbeiten, ist eine der besonderen Stärken.http://www.blaues-kreuz.de/bundeszentra ... uktur.html

Im Kreuzbund Düsseldorf bin ich heute noch Mitglied, weil ich hinter deren Konzept voll und ganz stehe, ich schreibe heute noch ab und zu Artikel für deren Heftchen, welches vierteljährlich erscheint. Im Kreuzbund wird der Zusammenhalt groß geschrieben...der Kreuzbund gestaltet gemeinsame Gruppen, ergo Alkoholiker nebst deren Angehörigen...sie arbeiten eng mit dem Caritas zusammen, bieten Frauen, wie auch Männeergruppen und Seminare, mit speziellen Themen an, organisieren ST.Martins-, Johannisfeuer-, Nikolaus-, Weihnachts- und oder Silvester- Feste...wo Alleinstehende daran teilnehmen können...NICHT müßen... hier setze ich kein link dazu, weil ich dies übern Kreuzbund selbst geschrieben habe...

WAS willl ich mit den Vergleichen der Gruppen aussgagen? Jede Institution hat sein eigenes Konzept, auf welches er schwört...WENN ein Alkoholiker z.B. mit den AA's trocken wurde, geben ihn die 12 Schritte im Leben halt, dass muß nicht heißen, dass dieser Mensch in der Birne noch nass ist...
DAS sollte sich hier auf der SEITE/Thread mal JEDER verinnigen...kein Alkoholiker ist mehr oder weniger wert als der Andere! Jeder Alkoholiker ist ein suchtkranker Mensch, egal welcher Gruppe er angehört. Ich habe kürzlich bei einer Caritas-Feier eine Frau kennen gelernt, die heute keine Gruppe angehörig ist, weil sie diesen Gruppenzwang nicht aushalten konnte, sie ist nun 35 Jahre trocken, hat im Laufe der Zeit Frieden mit ihren Kindern schließen können und hat Freude am Leben UND DARUM GEHT ES DOCH....nicht wahr???
DAS sollte sich hier auf der SEITE/Thread mal JEDER verinnigen...kein Alkoholiker ist mehr oder weniger wert als der Andere! Jeder Alkoholiker ist ein suchtkranker Mensch, egal welcher Gruppe er angehört. Ich habe kürzlich bei einer Caritas-Feier eine Frau kennen gelernt, die heute keine Gruppe angehörig ist, weil sie diesen Gruppenzwang nicht aushalten konnte, sie ist nun 35 Jahre trocken, hat im Laufe der Zeit Frieden mit ihren Kindern schließen können und hat Freude am Leben UND DARUM GEHT ES DOCH....nicht wahr???




Jeder Alkoholiker ist ein suchtkranker Mensch

so sollte es auch gesehen werden, und wie ein jeder trocken wird, und wo ist völlig egal, was zählt ist, er bleibt trocken, ob mit oder ohne Gruppenbesuche. Er sollte jedoch nicht seine "nasse" Zeit vergessen.
Ich gehe aus Dankbarkeit öfters in meinen Verein. Dort wurden mir die "Pampers" hingelegt, anziehen musste ich sie mir alleine. Auch hat mich dieser Verein von der Parkbank geholt und mir eine Unterkunft gegeben, und mir aufgezeigt wie ein "neues" Leben"trocken" möglich ist.
Heute bin ich ein zufriedener Mensch, aber ein Alkoholiker bleibe ich mein Leben lang.
Wer mit dieser, meiner "selbstverschuldeten"Erkrankung nicht umgehen kann, auch gut, ich habe , und werde auch in Zukunft jede Ablehnung akzeptieren.


Hier in Berlin ist es die AKB, gibt es auch nur in Berlin. http://www.akb-ev.de/
Ergänzung zu den Namen:

Anonyme Alkoholiker = AA
"Alkoholiker Anonyme", als ganzer Begriff nicht im Gebrauch, benutzt für die Angehörigen der AA und gebräuchlich als Abkürzung Al-Anon
Ebenso gebildet wird das Wort Alateen

Das Programm der drei Gruppen ist das Gleiche, nämlich die 12 Schritte, die 12 Traditionen und der Gelassenheitsspruch u. a.
Nach meiner Erfahrung sind die Fragen und Probleme der Suchtkranken, der erwachsenen Angehörigen und der Jugendlichen unterschiedlich. Alle drei arbeiten an sich. Es wird nicht über irgendwer hergezogen. In der Mitte steht das Programm. Manchmal gelingt es, wenn alle am gleichen Strick ziehen (können) und manchmal gelingt es auch mit diesem Programm nicht, das Suchtproblem für alle Beteiligten zu entschärfen.
Vor Jahren, als ich als Angehörige regelmässig mitmachte, galt AA, Al-Anon und Alateen als die wirkungsvollste und kostengünstigste Art, Menschen mit diesen Problemen zu helfen, ganz einfach, weil sie die Selbstverantwortung übernehmen, ganz klar eine Selbsthilfegruppe sind.

Ich bedaure es des öftern, wenn Gruppensitzungen in Filmen nachgestellt werden und oft etwas eigenartig wirken. Klar ist, dass jede SHG nur so gut sein kann, wie ihre Mitglieder. Ich hatte damals, als ich Hilfe brauchte für dieses Thema, sehr viel Glück.
froggybln hat geschrieben: DAS sollte sich hier auf der SEITE/Thread mal JEDER verinnigen...kein Alkoholiker ist mehr oder weniger wert als der Andere! Jeder Alkoholiker ist ein suchtkranker Mensch, egal welcher Gruppe er angehört. Ich habe kürzlich bei einer Caritas-Feier eine Frau kennen gelernt, die heute keine Gruppe angehörig ist, weil sie diesen Gruppenzwang nicht aushalten konnte, sie ist nun 35 Jahre trocken, hat im Laufe der Zeit Frieden mit ihren Kindern schließen können und hat Freude am Leben UND DARUM GEHT ES DOCH....nicht wahr???




Jeder Alkoholiker ist ein suchtkranker Mensch

so sollte es auch gesehen werden, und wie ein jeder trocken wird, und wo ist völlig egal, was zählt ist, er bleibt trocken, ob mit oder ohne Gruppenbesuche. Er sollte jedoch nicht seine "nasse" Zeit vergessen.
Ich gehe aus Dankbarkeit öfters in meinen Verein. Dort wurden mir die "Pampers" hingelegt, anziehen musste ich sie mir alleine. Auch hat mich dieser Verein von der Parkbank geholt und mir eine Unterkunft gegeben, und mir aufgezeigt wie ein "neues" Leben"trocken" möglich ist.
Heute bin ich ein zufriedener Mensch, aber ein Alkoholiker bleibe ich mein Leben lang.
Wer mit dieser, meiner "selbstverschuldeten"Erkrankung nicht umgehen kann, auch gut, ich habe , und werde auch in Zukunft jede Ablehnung akzeptieren.


Hier in Berlin ist es die AKB, gibt es auch nur in Berlin. http://www.akb-ev.de/


DANKE Lioness für deine ERgänzung...das passiert, ohne vorher zu googeln und ohne Rechtschreibprüfung...entschuldigt bitte...

Lieber froggy nichts anders habe ich geschrieben, FAKT ist, dass ich im Hinterkopf die Kommentare von Gerd hatte und er vehement auf seine Meinunng pocht und versucht Hanne somit ins AUS zu stellen...UND DAS IST NICHT RICHTIG...Hanne gibt sich die Mühe und setzt sich mit Gerd auseinander und dies wirklich sachlich ohne Anklage und sehr detailiert... um dann nur den Kommentar von Gerd

Gerd1955 hat geschrieben: Hanna:

Du hast recht, und ich meine Ruh.
Du willst nicht sachlich diskutieren, sondern Dich zanken, dazu habe ich keine Lust.
Deine Sachkenntnis zum Thema Alkohol scheinen ja nun leider auch begrenzt zu sein.

mach's gut.

Gerd


zu erhalten.??? froggy ich hätte von dir etwas MEHR Loyalität der Krankheit gegenüber erwartet...
Hier scheint es mir aber, dass du dich eher der Meinung von Gerd neigst...Ich fand die Angaben von Hanne sehr sachlich und fand beim lesen, dass sie sehr wohl wußte wovon sie schrieb...

Gerd1955 hat geschrieben: Hanna:

Du hast recht, und ich meine Ruh.

... es ging um Meinungsaustausch und Erfahrungen
aber nie um Rechthaberei.
Tut mir für dich sehr leid, dass du es so empfindest.



Du willst nicht sachlich diskutieren, sondern Dich zanken, dazu habe ich keine Lust.

... das ist deine Sicht der Dinge und ich lasse sie dir.
Denn Zank, will ich sicher auch keinen.


Deine Sachkenntnis zum Thema Alkohol scheinen ja nun leider auch begrenzt zu sein.

... meine Fach und Sachkenntnisse bezüglich Alkohol sind,
gegenteilig deiner Einschätzung,
sogar sehr vielseitig.
In meiner fast 20jährigen Tätigkeit und der dazugehörigen Ausbildung
(bin staatlich anerkannte Gastronomin)
habe ich das Bier brauen, Wein keltern und Schnaps brennen,
in Theorie und Praxis, gelehrt bekommen.

Vor 15jahren habe ich die Ausbildung zum AFB gemacht
und das Thema Sucht wurde dabei sehr intensiv behandelt.
Sogar im Fach Ernährungslehre/Diätetik, hatten wir das Sucht-Thema Alkohol.

Mit der Suchtproblematik, besonders mit Alkoholabhängigkeit kam ich beruflich bis vor ein paar Monaten ständig in Berührung.

Das Einzige, was mir "gottlob" zum Thema Alkohol fehlt,
ist die primäre Abhängigkeit davon.
Sekundär, hab ich sie ja leider eh 2Jahre miterlebt und dabei,
für mein Empfinden,
genug Erfahrungen gesammelt.


mach's gut.

Gerd


...wünsche auch dir alles Gute
und weitere trockene 24 Std.

l.g.HAnna
Moderatorin
Themengruppe Segeln
zu den Veranstaltungen
zum Forum SegelnBild
[quote="rabea1960"][
Ich fand die Angaben von Hanne sehr sachlich und fand beim lesen, dass sie sehr wohl wußte wovon sie schrieb...

@ Lioness
Noch schlimmer an der Diskussion hier finde ich, dass es Gerd nicht möglich ist, die Sicht der Angehörigen verstehen zu lernen.


...danke euch für eure Beiträge und Stellungnahmen zu diesem doch sehr heiklen Thema.

Ich glaube auch, dass hier der Co-Abhängige,
mit den gemachte Erfahrungen nicht wirklich gehört/gelesen werden möchte.

Der Co-Abhängige
leidet an einer Krankheit mit, die er selber gar nicht hat
und büst mit an einem Vergehen, dass er nie begangen hat.
Warum ?
Aus Liebe zu seinem Partner.

Es zeigt sich hier im Thread auch wieder sehr deutlich,
dass Co-Abhängige viel besser mit der Krankheit umgehen können,
als die Betroffenen es annehmen können.

Und daher rate ich allen Co-Abhängigen, das Weite zu suchen
wenn der Alkoholiker es nach dem Entzug nicht schafft,
seiner Sucht Herr zu werden, bzw. rückfällig wird.


Ein Seiterl Bier zum Gulasch
oder ein Achterl Rotwein zum Käse.
Und jetzt in der kommenden kalten Jahreszeit ab und an einen Punsch.

Klingt doch ganz normal, oder?

Ist es aber für einen Co-Abhängigen nicht,
wenn der trockene Alkoholiker-Partner, dabei JEDES Mal zu kämpfen hat, trocken zu bleiben.

Ich bewundere die Partnerin von Gerd,
ehrlich.
Denn ich könnte und möchte das nicht mehr.
Moderatorin
Themengruppe Segeln
zu den Veranstaltungen
zum Forum SegelnBild
Ich hege keinen Argwohn gegen irgend einen Alkoholiker...im Gegenteil....ich habe Achtung davor...nur würde ich persönlich und ich denke alle Co's die Gleiche Achtung entgegen gebracht bekommen....den ich hier nicht lesen kann...

19Hanna57 hat geschrieben: Der Co-Abhängige
leidet an einer Krankheit mit, die er selber gar nicht hat
und büst mit an einem Vergehen, dass er nie begangen hat.
Warum ?
Aus Liebe zu seinem Partner."


Werte Hanna ich schätze deine Kommentare sehr, doch heute möchte ich dir zum Teil wiedersprechen... Leider kann ich das nicht so detailiert rüberbringen, wie du...doch hoffe ich, dass du mich auch so verstehst..
Ich habe nicht an einem Vergehen gebüst, welches ich nicht begangen habe. Denn ich bin genau so Süchtig als Co, wie der Suchtkranke...so wie du es treffend eine Seite zuvor beschrieben hast, bin ich nicht durch meinen Ex krank geworden, sondern war es schon, als ich mit ihm zusammen kam. So wie ein Alkoholiker saufen will, so will ein Co helfen...DENN solange man(ich) bei anderen hingucken konnte, sah ich mein eigenes Leid nicht und mußte nicht daran arbeiten... In America z.B. werden die Cos genauso behandelt, wie ein Suchtkranker...WARUM?

Helfen kann zur SUCHT werden, wenn man sich selbst vergißt, nur noch mit dem Kopf des Anderen denkt, helfen helfen helfen und dafür ALLE Demütigungen in Kauf nimmt... Ein Alkoholiker hört auf zu Saufen und dieser lernt (meist in einer Klinik) nun freihändig ohne Pampers, wie froggy es schrieb zu gehen...

WAS passiert mit dem Co.? wenn ihm sein "Suchtmittel" (Alkoholiker) genommen wird.? Es ist sicher für welche, die von diesem Thema keine Ahnung haben, sicher schwer zu verstehen, was ich hier schreibe...Als ich endlich erkannt hatte, dass ich mich "aus Liebe" zu meinem Ex, trennen muß. Fiel ich in ein tiefes Loch...NUR aus diesem Grund möchte ich mit keinem Suchtkranken mehr zusammen kommen...aber irgendwie ziehe ich diese magisch an (anderes Thema), obwohl ich heute Abstand vom Helfen habe...
Damals 1990 als mein Ex in Bremen-Sebaldsbrück seine erste Entgiftung hatte, hatte Happag Lloyd dort eine eigene Etage nur für Ihre Mitarbeiter...mir wurden Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben...alkoholfreie Zone, keine Flaschennöffner, keine Wein- Sekt- oder Biergläser, nicht mehr mit Alkohol kochen, keine Medikamente, wie Hustensaft mit Alkohol, Mundwasser mit Alkohol, keine Pralinen mit Alkohol usw usw usf. Da ich eine folgsame Co war, tat ich ALLES was mir aufgetragen wurde...ABER das alles half nicht... Heute fühle ich mich freier, ich koche heute immer noch ohne Alkohol, aber genieße ohne Reue mir mal ein Glas Wein...
rabea

Ich denke es beruht alles auf ein Missverstehen zwischen Hanna und Gerd. Es bleibt unbetritten, ein Alkoholiker muss, wenn er ein Leben ohne Alkohol führen möchte, sich knallhart an die Empfehlungen halten muss. Da gibt es kein wenn und aber.
Hier noch einmal mein Beitrag zum Co-Verhalten.

Co Alkoholikerinnen und Co Abhängigkeit

Niemand kann einen anderen unmittelbar süchtig machen, es sei denn unter Druck und mit Gewalt und unter Einsatz von harten Drogen über lange Zeit. Ein Co-Alkoholiker macht folglich niemanden zum Alkoholiker. Ein Co-Alkoholiker ist auch nicht unbedingt jemand, der zusammen mit dem Alkoholiker trinkt, also kein Trinkkumpan. Aber was dann? Er/Sie ist ein Kompagnon, ein unwissentlich Verbündeter des Abhängigen und ein doppelter Teilhaber an der Krankheit. Er kriegt "seinen Teil ab" und trägt ungewollt dazu bei, dass die Abhängigkeit sich verfestigt Zu Co-Abhängigen können Arbeitskollegen und/ oder Vorgesetzte, Vater und Mutter, Ehefrauen und Ehemänner, Lebenspartner, Freunde und Geschwister, Ärzte und Therapeuten und sogar die eigenen Kinder werden, solange sie Verantwortung für den Abhängigen übernehmen,
• Verhalten entschuldigen oder rechtfertigen, bzw. für ihn/sie lügen,
• ihm/ihr Belastungen abnehmen oder ersparen wollen,
• selber unaufrichtig dem/der Abhängigen, anderen Personen oder sich selbst gegenüber sind, was die Tatsachen und Gefühle bezüglich der Abhängigkeit betrifft
Das der Co-Alkoholiker selber Schwierigkeiten mit sich hat und Hilfe braucht, ist ihm meistens genauso wenig klar wie dem Abhängigen in Bezug auf seine Person. Der Co-Abhängige ist nämlich in seinem Wohlbefinden abhängig von einigen seiner zuvor beschriebenen Verhaltensweisen. Er hat das Gefühl, er könne damit nicht aufhören und hat meist vernünftig klingende Begründungen dafür, warum er sich so verhalten muss, genau wie der Alkoholiker es für sein Trinken tut. Und je mehr Kummer der Alkoholiker dem Co-Abhängigen bereitet, desto mehr kümmert sich dieser um ihn, so dass sich die Spirale der Co-Abhängigkeit immer enger dreht. Auch beim Co-Alkoholiker spricht man von Sucht - "der Sucht helfen zu müssen". Dahinter steckt häufig ein zermürbender und sinnloser Kampf, zwischen Angehörigen und Abhängigen, um das Suchtmittel Alkohol (und Tabletten?). Angehörige - vor allem Frauen - leiden häufig unter massiven Schuld- und Schamgefühlen und tun alles, um den Schein zu wahren. Am Ende haben sich die Angehörigen oft völlig vom Verhalten der Süchtigen abhängig gemacht, und viele brauchen fachliche Hilfe (z.B. Selbsthilfe-Gruppen für Angehörige), um ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Diesen Zustand der Verstrickung und Hilflosigkeit bezeichnet der Begriff Co Abhängigkeit. Wer es etwas feiner mag, kann auch von Beziehungssucht sprechen. Auch Kinder entwickeln häufig co abhängige Verhaltensweisen, mit denen sie ihrer Familie helfen möchten. So wird ein Kind möglicherweise auffallend aggressiv, um (unbewusst) einen Teil der Wut in der Familie auf sich zu ziehen. Andere Kinder übernehmen sehr früh Verantwortung oder strengen sich stets ganz besonders an, um durch auffallend gute Leistungen zu beweisen, dass in der Familie alles in Ordnung ist. Die Kinder suchtkranker Eltern leiden häufig noch als Erwachsene unter Folgen wie tiefem Misstrauen, übersteigertem Hunger nach Anerkennung und einer Vorliebe für problematische Partnerschaften. Schätzungsweise fünf bis sieben Millionen Menschen leben in enger Gemeinschaft mit einem alkohol- und oder tablettenabhängigen Menschen.

froggybln hat geschrieben: rabea

Ich denke es beruht alles auf ein Missverstehen zwischen Hanna und Gerd. Es bleibt unbetritten, ein Alkoholiker muss, wenn er ein Leben ohne Alkohol führen möchte, sich knallhart an die Empfehlungen halten muss. Da gibt es kein wenn und aber.
Hier noch einmal mein Beitrag zum Co-Verhalten.

Co Alkoholikerinnen und Co Abhängigkeit

Niemand kann einen anderen unmittelbar süchtig machen, es sei denn unter Druck und mit Gewalt und unter Einsatz von harten Drogen über lange Zeit. Ein Co-Alkoholiker macht folglich niemanden zum Alkoholiker. Ein Co-Alkoholiker ist auch nicht unbedingt jemand, der zusammen mit dem Alkoholiker trinkt, also kein Trinkkumpan. Aber was dann? Er/Sie ist ein Kompagnon, ein unwissentlich Verbündeter des Abhängigen und ein doppelter Teilhaber an der Krankheit. Er kriegt "seinen Teil ab" und trägt ungewollt dazu bei, dass die Abhängigkeit sich verfestigt Zu Co-Abhängigen können Arbeitskollegen und/ oder Vorgesetzte, Vater und Mutter, Ehefrauen und Ehemänner, Lebenspartner, Freunde und Geschwister, Ärzte und Therapeuten und sogar die eigenen Kinder werden, solange sie Verantwortung für den Abhängigen übernehmen,
• Verhalten entschuldigen oder rechtfertigen, bzw. für ihn/sie lügen,
• ihm/ihr Belastungen abnehmen oder ersparen wollen,
• selber unaufrichtig dem/der Abhängigen, anderen Personen oder sich selbst gegenüber sind, was die Tatsachen und Gefühle bezüglich der Abhängigkeit betrifft
Das der Co-Alkoholiker selber Schwierigkeiten mit sich hat und Hilfe braucht, ist ihm meistens genauso wenig klar wie dem Abhängigen in Bezug auf seine Person. Der Co-Abhängige ist nämlich in seinem Wohlbefinden abhängig von einigen seiner zuvor beschriebenen Verhaltensweisen. Er hat das Gefühl, er könne damit nicht aufhören und hat meist vernünftig klingende Begründungen dafür, warum er sich so verhalten muss, genau wie der Alkoholiker es für sein Trinken tut. Und je mehr Kummer der Alkoholiker dem Co-Abhängigen bereitet, desto mehr kümmert sich dieser um ihn, so dass sich die Spirale der Co-Abhängigkeit immer enger dreht. Auch beim Co-Alkoholiker spricht man von Sucht - "der Sucht helfen zu müssen". Dahinter steckt häufig ein zermürbender und sinnloser Kampf, zwischen Angehörigen und Abhängigen, um das Suchtmittel Alkohol (und Tabletten?). Angehörige - vor allem Frauen - leiden häufig unter massiven Schuld- und Schamgefühlen und tun alles, um den Schein zu wahren. Am Ende haben sich die Angehörigen oft völlig vom Verhalten der Süchtigen abhängig gemacht, und viele brauchen fachliche Hilfe (z.B. Selbsthilfe-Gruppen für Angehörige), um ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Diesen Zustand der Verstrickung und Hilflosigkeit bezeichnet der Begriff Co Abhängigkeit. Wer es etwas feiner mag, kann auch von Beziehungssucht sprechen. Auch Kinder entwickeln häufig co abhängige Verhaltensweisen, mit denen sie ihrer Familie helfen möchten. So wird ein Kind möglicherweise auffallend aggressiv, um (unbewusst) einen Teil der Wut in der Familie auf sich zu ziehen. Andere Kinder übernehmen sehr früh Verantwortung oder strengen sich stets ganz besonders an, um durch auffallend gute Leistungen zu beweisen, dass in der Familie alles in Ordnung ist. Die Kinder suchtkranker Eltern leiden häufig noch als Erwachsene unter Folgen wie tiefem Misstrauen, übersteigertem Hunger nach Anerkennung und einer Vorliebe für problematische Partnerschaften. Schätzungsweise fünf bis sieben Millionen Menschen leben in enger Gemeinschaft mit einem alkohol- und oder tablettenabhängigen Menschen.


Danke Fröschlein...hast du gut ge (be) schrieben
Und wie ich schrieb, wenn ich wegen meiner "Sucht"
abgelehnt werde, habe ich keine Probleme damit.
Ich kann mein Gegenüber verstehen, um es mal flapsig
zu sagen : " Wer legt sich schon eine Zeitbombe ins Bett".
Wenn die Angst des Partners vor dem Ausbrechen der
Sucht so groß ist, dann die Finger davon lassen.
Diese Einstellung wird ein Suchtkranker (Alkohol/Tabletten
usw ) verstehen.
Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr hilfreich einen
Partner zu haben, der meine Trockenheit unterstützt.
Verständnis aufbringt wenn ich, auch nach Jahren der
Trockenheit, noch in eine Gruppe gehe um morgen so
nüchtern zu sein wie heute. Auch geistern so die Begriffe
Waffenstillstand / Kapitulation durch die Gegend.
Wer sein Leben nüchtern weiter leben möchte muss kapititulieren.
Einen Waffenstillstand gibt es nicht.
Ich will es noch hier erwähnen, ich empfehle bei einem
Essen in einem Restaurant meiner Partnerin sogar den passenden
Wein zum Essen, soweit meine Erinnerung noch ausreicht.
Die Jahrgänge nicht mehr.
Denn ich habe das Problem, nicht sie.
Nur wenn der Alkoholgeruch später zu stark ist, na denn
gibt es halt kein Küßchen mehr. Alles kein Problem in
einer guten Partnerschaft.
@ froggy nicht nur ich hatte das Gefühl, dass Gerd Hanna gerne mißversteht! aber egal jetzt... haltet euch gegenseitig weiter die Hand vorm Hintern…lügt euch weiter in die Tasche, erzählt euch, wie gut und toll ihr trocken geworden seid... was für tolle Menschen ihr doch seid, wieviele Jahre/Tage/Stunden ihr trocken seid...und laßt NICHTS zu, was ein nebenstehender Co Abhänginger aus eigener Erfahrung 1 zu 1 dazu zu schreiben hat...

froggy ich brauche heute KEIN Zertifikat über das Verhalten eines Co Alkoholikers… ich weiß, welche Fehler ich habe und hatte…der GRÜNE Text und die Kopie hat mich eben erschlagen... DAS sollte wohl auch so sein!! Heute habe ich erkannt, dass ihr nicht nur Respekt vorm Alkohol habt, sondern auch ANGST habt, vor einem Co Alkoholiker der 1 zu 1 von seinen Erfahrungen schreibt…Das war das letzte Mal, dass ich in eurem heiligen Thread geschrieben habe...
rabea

totaler Unsinn, und Angst habe ich vor niemanden, es sind doch gute Erfahrungen von einem Co ihr Leben zu hören. , es wächst doch das Verständnis für das Verhalten von Co ´s


Nachtrag

...haltet euch gegenseitig weiter die Hand vorm Hintern…
lügt euch weiter in die Tasche,
erzählt euch, wie gut und toll ihr trocken geworden seid...
was für tolle Menschen ihr doch seid,
wieviele Jahre/Tage/Stunden ihr trocken seid...


ich kann nur für mich sprechen.
Ich bin nur dankbar, wem auch immer ( höhere Macht? )das ich
die Chance bekommen habe nüchtern zu werden.
Da sind die Worte "gut und toll" fehl am Platze.
Es hat verdammt viel Kraft gekostet, aber es hat sich
gelohnt wieder ein nützliches Mitglied der
Gesellschaft geworden zu sein.
Und in die Tasche lügen ??? ist mir unverständlich.