Habe gestern im TV einen Bericht gesehen über ein Pflegeheim am Plattensee. Der Schlüssel Angestellte - Bewohner ist 1:1. Die Betreuer lernen alle deutsch und sind sehr nett. Der Aufenthalt kostet ca. 1400,00 p.M.. Pflegegeld aus Deutschland wird aber nur im eingeschränkten Ausmaß überwiesen.
Die Lage ist schön, das Haus war früher ein 4 oder 5 Sterne-Hotel.

Ich selbst würde sowas aber nicht wollen, denn man ist dann viel zu weit vom Schuß, es sei denn, man hat keine Angehörigen, dann ist es egal.
Die Mutter meiner Bekannten wurde in einer Senioren-Residenz in Thailand untergebracht. Auf eigenen Wunsch! Die Kinder wollten es nicht. Betreuung und Unterbringung im Gegensatz zu Deutschland purer Luxus. Und das Ganze zu einem Spottpreis. Bis sie dann feststellte .. ich hab meinen eigenen Pool .. aber ich kann meine Kinder nicht mehr sehen.
Sie lebt heute in Deutschland. Es wurde eine andere Lösung gefunden. Familienfreundlich.
Sie beschreibt heute ihre Zeit in Thailand nur mit zwei Worten: einsamer Luxus.
Ein ganz sensibles Thema. Und nicht jeder der über Auslandsaufenthalt nachdenkt als 'Kind' will ein Elternteil abschieben. Die beste Lösung zu finden ist mit Sicherheit nicht leicht
Reiselustige1 hat geschrieben: Und nicht jeder der über Auslandsaufenthalt nachdenkt als 'Kind' will ein Elternteil abschieben. Die beste Lösung zu finden ist mit Sicherheit nicht leicht


Ja. Herbert macht sich ja Gedanken, das tut keiner, der einfach nur "abschieben" will. 

@Herbert: versuche die kritischen Beiträge nicht zu persönlich zu nehmen, wir kennen uns hier ja nicht. Es ist doch klar, daß zu so einem sensiblen Thema jeder seine eigenen Gedanken hat, auch Erfahrungen und begründete Bedenken. Vielleicht kannst du dir manches davon einfach als Gedankenanstoß nehmen und in deine Überlegungen mit einbeziehen.

So lange es noch geht, können unkonventionelle Überlegungen gut sein, sicher auch für deine Mutter. Meine Erfahrungen aus der Pflegezeit sind die, daß wenn es auf's Ende zugeht, Nähe so unendlich viel wichtiger ist als alle "pragmatischen" Lösungen zusammen. Ich wünsch euch, daß ihr den richtigen Weg für euch findet.  
herbert54 hat geschrieben: Vielen Dank für die Tipps bisher!

Es ist faszinierend, was einem hier als Forenneuling alles unterstellt wird. Ich kann euch jedoch versichern, dass ich meine Mutter keineswegs „abschieben“ möchte. Gerne kann das Thema „Wohnen im Ausland“ in einem neuen Foren-Beitrag behandelt werden, falls jemand persönliche Aggressionen gegen mich hegt kann die Person sich gerne bei mir per privater Nachricht melden und seine Wut/ Frust so entladen.
Das Ursprungsthema scheint aber jedoch noch einige andere zu interessieren.
Hat daher jemand Erfahrungen mit Pflegeheimen im Ausland und kann dazu etwas beitragen?


Ich kann nur für mich sprechen und möchte betonen, dass ich Dich und auch andere niemals persönlich angreifen möchte.
Meine Einstellung zum Thema "Pflegeheim im Ausland" ist geprägt durch Erfahrung.
Bis jetzt habe ich noch niemals eine pflegebedürftige Person kennengelent, die aus freiem Willen eine Pflegestelle im Ausland bevorzugt hat. Immer waren es Gründe, den Kindern nicht zur Last zu fallen oder die Beziehung zu den Kindern war sowieso schwierig.
lucy2013 hat geschrieben: Habe gestern im TV einen Bericht gesehen über ein Pflegeheim am Plattensee. Der Schlüssel Angestellte - Bewohner ist 1:1. Die Betreuer lernen alle deutsch und sind sehr nett. Der Aufenthalt kostet ca. 1400,00 p.M.. Pflegegeld aus Deutschland wird aber nur im eingeschränkten Ausmaß überwiesen.
Die Lage ist schön, das Haus war früher ein 4 oder 5 Sterne-Hotel.

Ich selbst würde sowas aber nicht wollen, denn man ist dann viel zu weit vom Schuß, es sei denn, man hat keine Angehörigen, dann ist es egal.


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das habe ich auch gesehen. was mir aufgefallen ist, wenn persl. unterhaltung statt finden sollte---so gut wie nicht´s.
die 1.400.-€ sind netto, enthalten keine (kleine) wünsche. auch wurde nicht davon gesprochen, wenn die pflegende person überwiegend ärztl. versorgt werden muß, wer das bez.
wenn die person kleidung -schuhe ect. braucht....

herbert, irgend etwas passt nicht ganz zus., ich habe dir geschrieben.. ich kenne osnabrück sehr gut. da gibt es wunderbare möglichkeiten....
stell dir mal vor, du müsstest ab sofort und für immer in china leben müssen... toll..??
herbert54 hat geschrieben: Hallo,

ich habe das Forum hier gefunden und bräuchte mal euren Rat.

Kurz zu meiner Situation: Ich bin 54 Jahre alt und wohne seit nunmehr 8 Jahren in Osnabrück. Meine Mutter ist 76 Jahre alt und wohnt in Passau. Mein Vater ist leider schon vor mehreren Jahren verstorben, so dass meine Mutter alleine lebt. Bisher konnte sie sich problemlos um den Haushalt kümmern, es ist aber leider abzusehen, dass sich dieses bald ändern wird, da ihr gesundheitlicher Zustand von Monat zu Monat schlechter wird. Da ihre Rente klein ist und ich selber auch nicht die Kosten für die Pflege zahlen werden kann überlege ich zusammen mit ihr, ob für sie ein Pflegeheim in Osteuropa sinnvoll wäre.

Im TV sieht man ja hin und wieder einen Beitrag zur Pflegeheimen im Ausland. Selber im Bekanntenkreis kenne ich aber wirklich niemanden, der dorthin gegangen ist. Auch die Krankenkasse konnte mir telefonisch erstmal nicht weiterhelfen.
Habt ihr damit Erfahrung oder kennt ihr jemanden, der seine Eltern in ein solches Pflegeheim gebracht hat? Woher bekomme ich Informationen zu ausländischen Pflegeheimen, gibt es irgendwelche Hilfreichen Adressen im Netz und was muss man bei der Auswahl eines Pflegeheimes insbesondere im Ausland beachten?

Bin für jeden Tipp dankbar!

Beste Grüße,
euer Herbert


Ich habe meinen Vater bis zu seinem Tod selbst gepflegt und ich war 14 Jahre alt als ich damit anfangen musste! Abschieben und noch dazu ins Ausland ist für mich keine Lösung und ich glaube niemand würde das für sich wollen. Stell Dir vor DU bist alt und hilflos und man schickt dich weit weg in unvertrautes Land (Umgebung) wo nicht mal Deine Sprache gesprochen wird. Würdest Du das toll finden????? Na ich nicht.
Sicherlich[size=150][/size   kennt ihr den spruch

einen alten baum verpflanzt man nicht ::::::::.::::: 
Hallo Lisa,

ich selbst stand  bei einem Familienmitglied vor einer sehr ähnlichen Entscheidung wie auch du jetzt. Vorab: Ich habe mich gegen ein Pflegeheim im Ausland entschieden. Aber ich erzähle dir hier gerne von meinen Erfahrungen, die ich in diesem Zusammenhang gemacht habe, vielleicht helfen sie dir ja bei deiner Entscheidung.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei der Vermittlung von Pflegeheimplätzen ins Ausland einige schwarze Schafe gibt: Gerade was die Vermittlung nach Polen anging, wurden mir zunächst sehr viele erst einmal gut wirkende Informationen zugesendet und die Heime dort erfüllten am Telefon so ziemlich alle meine Ansprüche. Als ich mir jedoch die polnischen Einrichtungen angesehen habe, war ich etwas geschockt: Die meisten der gemachten Versprechungen stimmten nicht, beispielsweise sprachen viele Pflegekräfte kein deutsch und es waren keine anderen Deutschen da. Sei also aufjedenfall vorsichtig was das angeht und guck dir die Einrichtungen vorher aufjedenfall an - den Anbieter, bei dem ich diese Erfahrung gemacht habe möchte ich hier lieber nicht nennen.

Weiter gibt es dabei einige rechtliche Aspekte zu beachten, wie ich herausgefunden habe: So wird die Rente deiner Mutter nur dann weiterbezahlt, wenn sie in ein Pflegeheim innerhalb der EU ziehen würde - ansonsten erlischt der Anspruch ( wie beispielsweise in Thailand). Das gleiche gilt auch für die Krankenversicherung: Diese kannst du nur bei der Verlagerung des Wohnsitzes in ein EU-Mitgliedsland weiter behalten, dort bekommst du von deiner deutschen Krankenversicherung aber auch nur (!) die Leistungen bezahlt, wie sie alle gesetzlich versicherten im neuen Land bekommen. Hier auf dieser Seite findest du noch einmal detaillierte Informationen dazu: 

http://www.dvka.de/oeffentlicheSeiten/p ... entner.pdf 

 Bei der Auswahl  der Pflegeheime wäre ich wie gesagt vorsichtig: Für mich war es eh schon ein sehr nervenaufreibender und emotionaler Prozess, da einem oft alles erst einmal versprochen wurde aber am Ende dann die Heime wiederum ganz anders waren. Gerade durch bestimmte Vermittlungsagenturen "zieht" sich das ganze echt deutlich. Deswegen meine Empfehlung: Schreib die Heime direkt persönlich per Email an ! So sparst du dir die Gebühren und die Heimleitung vor Ort kann dir direkt alle Fragen aus erster Hand beantworten, die dann auch stimmen.

Hier findest du beispielsweise viele Pflegeheime in verschiedenen Ländern mit Fotos aufgelistet, wo du die Betreiber der Pflegeheime auch direkt anschreiben kannst oder zumindest direkt die Kontaktinformationen siehst, darüber habe ich am Ende auch gesucht http://www.pflegeheime-seniorenresidenz ... land.info/

Liebe Grüße
Daniela  
Hallo Herbert, also ich fände es GANZ SCHLIMM, wenn Deine Mutter allein ins Ausland müsste! Wenn sie dort niemanden hätte, den sie kennt! Das ist ja dann wie ein vorgezogener Tod, eine Reise zwar nicht ins Jenseits, aber so ähnlich...
Also ich würde das gefühlsmäßig nicht empfehlen. Findet sich denn kein anderer, bezahlbarer Weg?Eine Wohngemeinschaft? Eine Teilzeit-Pflege daheim?  
Herbert ist seit fast einem Jahr hier abgemeldet :!: