@filofaxi

Bekanntlich stellt jedoch die Genialität in irgendeinem Bereiche alleine noch keinen Nachweis sozialer Kompetenz dar, mit der man auch dazu fähig ist, den Posten eines Anführers oder Organisators zu bekleiden, ohne seine damit verbundene Macht zum Nachteil seiner Schutzbefohlenen zu missbrauchen.

Müsste da nicht in erster Linie das Bewusstsein geweckt werden, dass es bei solchen Positionen, und nicht nur dort, nicht darum geht, selbst im Vordergrund zu stehen, sowie darauf bedacht zu sein den Heiligenschein nicht zu verlieren, sondern eben eine Aufgabe zugeteilt bekommen und auch angenommen zu haben, im Auftrag der ebenso arbeitenden und Dienste leistendenden Bevölkerung, in deren Gemeinschaft man lebt?

https://m.youtube.com/watch?v=QGCv7A5NPJQ

Wo ein solches Bewusstsein entstehen müsste, wissen wir doch längst, doch schon da ist ein Miteinander nicht gefragt und das Gegeneinander wird tüchtig geschürt, damit die "Konkurrenz" ja nicht besser sein möge als jeder Andere.
Wie traurig und unkooperativ in einer solchen Welt heranwachsen und bestehen zu müssen!

Dennoch, allen Lesern und Leserinnen ein gutes Sein in diesen Tagen mit vielen, vielen aufhellenden Geistesblitzen.
Die Ehrwürde ist nicht die Würde der Ehre, weil die Ehre ja keine Person ist, sondern die Würde, die eine Person sich durch ihr Verhalten gegenüber einer anderen Person oder einer Personengruppe, die einen Nutzen davon hatte, erworben hat.

Diese Würde berechtigt den Würdigen, zum Zwecke der Entlohnung seiner Leistung einen Gegenwert dafür bei den Nutznießern in Anspruch nehmen zu dürfen, der z.B. beim Arbeiter darin besteht, dass er einen vereinbarten Lohn von seinem Auftraggeber verlangen kann, mit dem er für seine Arbeit finanziell oder auf andere Weise entschädigt bzw. entlohnt wird, was man auch etwas missverständlich „würdigen“ nennt, weil das den Eindruck vermittelt, dass es der Würdigende sei, der für das Erlangen der Würde zuständig ist, und nicht der Würdige selber.

Insofern kann Jemand, der die Würde des Würdigen nicht anerkennen will, indem er ihm den vereinbarten Gegenwert seiner Leistung verweigert, nicht dessen Würde antasten oder gar zerstören, sondern das kann nur der bislang Würdige selber, indem er sich Etwas zuschulden kommen lässt, wodurch er den Anspruch auf den vereinbarten Lohn verwirkt, sodass er dessen auch nicht mehr würdig ist.

Das Problem bei der Ehrwürde, die z.B. mit einem Ehrenplatz innerhalb der Gemeinschaft vergütet wird - wie etwa mit einem Ehrenamt, welches mit besonderen Rechten aber auch Pflichten gegenüber Demjenigen einhergeht, bei dem sich der Würdige diese Würde irgendwann und irgendwo einmal redlich erworben hat – ist, dass der darauf begründete gute Ruf im Grunde genommen nicht bei Allen in gleicher Weise dazu ausreicht, um auch gleichzeitig als vertrauenswürdig zu gelten, und damit die Würde zu haben, dafür eine Vertrauensposition in der jeweiligen Gemeinschaft bekleiden zu dürfen, wie es beispielsweise bei der Ganovenehre der Fall ist, die dem Ganoven mit seinem schändlichen Verhalten der Allgemeinheit gegenüber lediglich unter Seinesgleichen zur Ehrwürde gereicht, wo andere Maßstäbe und Gesetze gelten, und nirgendwo anders.

Die Würde ist also nicht nur personenbezogen, was die Person betrifft, die sich der Ehre würdig erweist, sondern bezieht auch die Person mit ein, die einen Nutzen davon hatte, und dadurch verpflichtet ist, den Würdigen für seine Verdienste so zu belohnen, wie es vereinbart wurde, um sich ihn nicht zum Feind zu machen, und damit gegen das "Gebot zur Einhaltung des sozialen Friedens" zu verstoßen.

Wenn die Vereinbarung einen speziellen Zeitraum betrifft, kann er auch erwarten dass der Würdige sich solange als würdig erweist, indem er Gutes mit Gutem vergilt - und nicht etwa mit Schlechtem, wodurch er seiner Würde verlustig ginge -, bis die vereinbarte Zeit abgelaufen ist.

Da es Nichts gibt, was ewig andauert, kann man auch nicht erwarten, dass das auch auf die erworbene Würde gilt, die man dem Würdigen ein Leben lang vergelten müsste, wenn diese in keinem Verhältnis zu erbrachten Leistung steht, was beim zukünftigen Nutzwert einer Person und ihrer mutmaßlichen Leistungsfähigkeit in der Zukunft anders ist, weil der auf reiner Spekulation beruht.

Hier scheint es unangemessen, wenn ein Personalchef die bislang erworbene Würde eines Bewerbers, die ihm mit einem Ehrendoktortitel für seine Forschungsarbeiten vergolten wurde, als Rechtfertigung für seine Entscheidung anführt, ihm dafür eine Stelle als ordentlichem Professor zuzubilligen, obwohl er gar nicht die dafür nötige Qualifikation hat.

Wenn nun z.B. als Würdigung seiner erbrachten Lebensarbeitsleistung dem Würdigen eine Rente zur Altersversorgung ausgeschrieben wird, dann gilt die Verpflichtung der Gemeinschaft, ihm diese Leistung damit zu vergelten, auch nur für diese spezielle Gemeinschaft, und nicht für eine andere, die Garnichts von dieser Leistung hatte.

Wenn man diese Pflicht des Würdigens nun auf eine ganze Generation bezieht, indem junge Menschen in eine Rentenkasse einzahlen müssen, um die Alten mit einer Rente für ihre früheren Arbeitsleistungen würdigen zu können, so erwerben sie sich rein rechnerisch bereits einen eigenen Rentenanspruch durch die Sozialabgaben, die von der Höhe ihres Arbeitslohnes abhängen.

Damit erwirbt ein Überbezahlter oder ein Vollbeschäftigter jedoch ein Anrecht auf eine höhere Rente, als ein Unterbezahlter, oder Jemand, der gar keinen Fulltime-Job ausüben kann, wenn er sich nebenbei noch um seine Familie kümmern muss, was als Arbeitsleistung bei Hausfrauen immer noch nicht angemessen gewürdigt wird und damit auf krasseste Weise sowohl gegen das Gesetz zur Gleichberechtigung beim Anspruch auf „gleichen Lohn für dieselbe Leistung“, sowie das der „arbeitsrechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau“ verstößt, bei der einem Mann mit denselben Qualifikationen, die eine Frau vorweist, nicht der Vorzug gegeben werden darf“.

In einem Sozialstaat wie dem unsrigen gilt jedoch schon Derjenige als würdig, der sich an die Gesetze hält, und damit seiner Gehorsamspflicht dem Gesetzgeber gegenüber genügt, der eigentlich dazu verpflichtet ist, die Gesetze für das Wohl der Gemeinschaft zu gestalten, und nicht nur zum Wohle von Lobbyisten, was einen Verstoß gegen das Grundgesetz darstellt – auch wenn mans ihm nicht nachweisen kann.

Wo kein Kläger ist, da sieht sich auch kein Richter oder Henker in der Pflicht, den Übeltäter zu bestrafen, was aber nicht heißen muss, dass es deshalb gar keinen Schuldigen geben kann, der seine Anvertrauten um ihr gutes Recht auf Würdigung ihrer Verdienste betrügt, und sein Handeln damit rechtfertigt, indem er sagt: „Das Übel ist erst da, wo man es laut verkündigt – der sündigt nicht, der im Geheimen sündigt!“ (Verfasser unbekannt).

Ansonsten geht eher ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass zu Pfingsten den Gewohnheitsverbrecher der heilige Geist der Erleuchtung heimsucht, denn der handelt ja nicht aus Unwissenheit, sondern er weiß ganz genau, wie er sich gegenüber Schwächeren einen Vorteil verschaffen kann, der im Rahmen eines "Rechts auf (vorschrifts-)freien Wettbewerb für Asoziale" sogar straffrei bleibt, sodass er auch zu Recht sagen kann: "Was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt!"
https://www.zaoerv.de/78_2018/78_2018_3_a_635_669.pdf

„Derogare“ komme vom Lateinischen (laut Wiki) und hiesse "abschaffen".
Und, simsalabim, zu Deutsch heisst es dann „Ausnahmeregelung“.
Ich stelle folgende Frage zur angeblichen ursprünglichen Wortbedeutung:
Was will denn da abgeschafft werden, wenn nicht eine gewisse bestehende „Ordnung“, die wir landläufig Demokratie nennen?

Schon zu Beginn des Auszuges voller Widersprüchlichkeit, also
ich lese dennoch mal weiter.......

https://www.derstandard.at/story/200011 ... -zu-denken
„De-rogare“ heißt eigentlich sinngemäß übersetzt: „wieder infrage stellen“, womit das Widerrufen Dessen gemeint ist, was vorher beschlossen wurde.

Wenn Gesetze bereits von Vorneherein nicht nur widerspruchsfrei formuliert würden, sondern auch ausreichend begründet, sodass klar ist, dass sie nicht pauschal, sondern immer nur für spezielle Fälle gelten, gäbe es keine Gesetzeslücken, die man notdürftig stopfen müsste, sobald der vorher nicht berücksichtigte Ausnahmefall eintritt.

Wenn es aber doch solche Lücken gibt, stellt sich nicht nur die Frage, ob diese versehentlich von unfähigen Politikern verabschiedet wurden, oder aber vorsätzlich, um speziell einem von ihnen bestimmten Bevölkerungsteil einen Vorteil gegenüber allen anderen zu verschaffen, was diese Politiker untauglich für das Amt eines Gesetzgebers macht, dessen Gesetze Jedermann gerne einhält, weil sie dem Allgemeinwohl dienen, und nicht nur dem von Privilegierten.

So ist die Bevorzugung von Interessen im Falle eines Rechtsstreites immer da gegeben, wo die Hilfsbedürftigkeit eine Bevorzugung notwendig macht, was nicht heißt, dass die Bedürftigen bei der verteilenden Gerechtigkeit etwa würdiger seien, als die Nicht-Bedürftigen, und ihnen gegenüber deshalb bevorzugt werden müssten, sondern es geht dabei um das Prinzip des sozialen Ausgleichs, um der Rechte, die man bekommt, durch die Erfüllung von Pflichten würdig zu werden.

Das bedeutet für die Schwachen sowohl das Recht auf eine maximal zumutbare Belastbarkeit bei gleichzeitiger Pflicht, ein Minimum an Toleranz gegenüber den Bessergestellten zu gewähren, während den Starken eine Obergrenze bei ihrem grenzenloses Streben nach maximaler Freiheit und Sicherheit auf Kosten der Schwachen gesetzt wird, bei gleichzeitiger Gewährung einer zumutbaren Untergrenze bei ihrer Abgabepflicht gegenüber Schlechtergestellten.

Da es in einer Partnerschaft (Sozietät) natürlich auch ungleich Starke gibt - wobei nach dem „Vorrecht des Stärkeren“ dieser über mehr Rechte verfügen kann, als der Schwächere, und damit in der Lage ist, ihn nach Belieben zu beherrschen -, ist bei der "Gleichstellung beider Parteien oder Partner vor dem Gesetz" auch eine Angleichung der Machtverhältnisse durch ungleiche gesetzliche Verteilung von Machtbefugnissen notwendig, um wenigstens zu verhindern, dass der Stärkere seine Vormacht LEGAL zum Nachteil des Schwächeren missbrauchen kann.

Die Prävention von Machtmissbrauch durch Menschen in Positionen mit größeren Einflussmöglichkeiten kann nur dadurch erfolgen, indem diesem Personenkreis auch besondere Pflichten auferlegt wird, mit denen Derjenige, der sie befolgt, auch würdig wird, die als Würdigung dafür vorgesehenen Privilegien in Form von Sonderrechten zur Ausübung von Macht in Anspruch nehmen zu dürfen.

Dieses kann natürlich nicht geschehen, wenn der Adelstitel vererbbar ist, um die Macht der Alleinherrschaft in der Familie zu behalten, sodass man bereits schon von Geburt an als edel gilt und damit würdig wird, eine Führungsposition in der Gemeinschaft einzunehmen, wie es etwa bei der lächerlichen Inthronisierung des minderjährigen Kindes eines zu früh verstorbenen Anführers der Fall ist, sodass nun dessen gesetzlicher Vormund das Recht überschrieben bekommt, an seiner Stelle über das Wohl und Weh des Volkes bestimmen zu dürfen, bis es das Mindestalter dafür erreicht hat.

Ebenso ungeeignet für das Amt für die Verwaltung eines Staates sind Richterkönige, die sich gleichzeitig als Gesetzgeber im Geiste der Güte (Gottes) anmaßen, über das Wohl des Volkes zu bestimmen, während sie selber jenseits des Gesetzes stehen, und nicht legal zu belangen sind für Entscheidungen, die nicht dem Wohl des Volkes dienen, sondern nur ihrem eigenen und ihren Gefolgsleuten, deren Vertrauen sie sich mit großzügigen Geschenken erkauft haben.

Sobald sich mit einem Gesetzeswerk die Willkür von Seiten hochrangiger Staatsbediensteter legitimieren lässt, ist dieses nicht mehr als sozial angemessen zu bezeichnen, und bedarf im Namen der Allgemeinheit (und nicht etwa im Namen der personifizierten Güte namens Gott) einer Korrektur, um zu verhindern, dass Jemand seine Macht dazu missbrauchen kann, ein Ausnahmezustand zum Anlass zu nehmen, um auf ganz legale Weise eine Diktatur zu errichten.

Die Verordnung einer „Gehorsamspflicht der Schwächeren gegenüber Stärkeren“, welche vor der „Pflicht der Rücksichtnahme der Stärkeren auf Schwächere“ rangiert, wie es nicht nur bei den mosaischen Gesetzen der Fall ist, sondern auch in allen von einem Alleinherrscher und seinen Gefolgsleuten eigenmächtig regierten Staaten trägt keineswegs zur Vertrauenswürde Dessen bei, dem das Volk zu treuen Händen anvertraut ist, sondern gibt – ganz im Gegenteil - allen Grund zum Misstrauen.

Das fördert auch die unterschwellige Bereitschaft der Rebellion durch Gehorsamsverweigerung, indem die Gesetze vorsätzlich missachtet werden – nicht, um sich selber auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern, sondern um es - wie der Räuberhauptmann Robin Hood – dem Eigenmächtigen - wie dem Sheriff von Nottingham - heimzuzahlen, indem man ihn ebenfalls gegen seinen Willen schädigt, und sich damit die Genugtuung verschafft, ihn zumindest als genauso sterblichen und keineswegs allmächtigen, menschlichen Tyrannen entlarvt zu haben, wie es jeder andere Kleinkriminelle im Staat auch ist.

So muss sich der Gesetzgeber sowohl in demokratischen als auch nicht-demokratischen Staaten erst durch Treue gegenüber dem Volk als vertrauenswürdig erweisen, damit seine Gesetze überhaupt freiwillig befolgt werden – und das notfalls auch, ohne zu wissen, warum sie erlassen worden sind, und wieso sie für unterschiedliche Personengruppen gelten, bzw. nur im Normalfall und nicht im Ausnahmefall Gültigkeit haben.
Wenn es aber doch solche Lücken gibt, stellt sich nicht nur die Frage, ob diese versehentlich von unfähigen Politikern verabschiedet wurden, oder aber vorsätzlich, um speziell einem von ihnen bestimmten Bevölkerungsteil einen Vorteil gegenüber allen anderen zu verschaffen, was diese Politiker untauglich für das Amt eines Gesetzgebers macht, dessen Gesetze Jedermann gerne einhält, weil sie dem Allgemeinwohl dienen, und nicht nur dem von Privilegierten.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/d ... 9-100.html

Meine Frage zu Menschen die in solche Machenschaften verwickelt sind, die dazu beitragen, dass diese Gesetzeslücken nicht geschlossen werden, nicht geschlossen werden können, ist, ob die überhaupt noch irgendeinen Wert haben.
Weshalb kann DIESEM Virus nicht von höchster Stelle her, per Sondererlass, Einhalt geboten werden?

Da, wo man es vorzüglich versteht, die Erlasse zu verzögern und zu umgehen, und wo man ungeniert und völlig bewusst einen Teil der Bevölkerung hintergeht und schädigt, sollte man von einer "Verschwörung der Nutznießer gegen die Bevölkerung" reden, und nicht nur da, wo deren Machenschaften ans Licht gebracht werden, um sie im Interesse der Gesamtbevölkerung gemeinschaftlich daran zu hindern.
….. https://www.zdf.de/politik/frontal-21/d ... 9-100.html

Meine Frage zu Menschen die in solche Machenschaften verwickelt sind, die dazu beitragen, dass diese Gesetzeslücken nicht geschlossen werden, nicht geschlossen werden können, ist, ob die überhaupt noch irgendeinen Wert haben.
Weshalb kann DIESEM Virus nicht von höchster Stelle her, per Sondererlass, Einhalt geboten werden?.....


Wenn die Kontrolleure dieser wirtschaftlichen Vorgänge selber korrupt sind, und sie sich von Wirtschaftsverbrechern als Lobbyisten im Parlament kaufen lassen, sind ihre Entscheidungen natürlich nicht mehr im Sinne des Gemeinwohls, sondern in dem des Eigenwohls.

Da eine Gemeinschaft immer aus zwei verschiedene Interessengruppen besteht – nämlich aus denen der Stärkeren und denen der Schwächeren, wobei die Stärkeren sich Rechte herausnehmen können, die sie den Schwachen nicht zuzugestehen brauchen, weil die sie ihnen aufgrund ihrer Unterlegenheit auch nicht streitig machen können – , ist die Definition eines „gemeinschaftsbezogenen Handelns als Leitlinie, die für Alle gleichermaßen gilt“, eigentlich unmöglich, ohne gleichzeitig einen sozialen (gemeinschaftsbezogenen) Ausgleich zu schaffen, womit Alle gleich stark oder schwach gemacht werden.

Eine freiwillige, einseitige Teilungsbereitschaft des Stärkeren mit dem Schwächeren ist daher für ihn nicht vernünftig, sodass es auch illusorisch, ist, das von ihm zu verlangen, solange es sich für ihn nicht lohnt.

Daher wird bereits bei der Besteuerung hoher Einkünfte „dem Kaiser gegeben, was des Kaisers ist“, denn da man ihm eh nicht beikommen kann, wenn er dazu nicht freiwillig bereit ist, bleibt immerhin die Hoffnung, dass er sich mit einem Steuergeschenk dazu bereit erklären möge, wenn man ihm schon nicht mit einer Strafe dazu zwingen kann, seine Einkünfte preiszugeben.

Von Seiten der Ganoven hingegen wird bereits die „Solidarität mit Gleichgesinnten“ als gemeinschaftsförderlich angesehen, wofür sie der Ganovenehre würdig werden, sobald sie sich demokratisch miteinander gegen Andere solidarisieren, um jene gemeinschaftlich auszurauben, sodass sie auch kein schlechtes Gewissen dabei plagt.

Ebenso illusorisch ist es zu meinen, dass einen Gesetzesbrecher sein schlechtes Gewissen bereits schon an seinem gemeinschaftsschädlichen Verhalten hindere, weil man ihn ja gesetzlich „zum allgemeinen Wohlwollen Anderen gegenüber“ verpflichtet hat, wenn dieses überhaupt nicht schlecht ist, nachdem er seiner Teilungspflicht gegenüber seinen Kumpanen gewissenhaft nachgekommen ist.

...Da, wo man es vorzüglich versteht, die Erlasse zu verzögern und zu umgehen, und wo man ungeniert und völlig bewusst einen Teil der Bevölkerung hintergeht und schädigt, sollte man von einer "Verschwörung der Nutznießer gegen die Bevölkerung" reden, und nicht nur da, wo deren Machenschaften ans Licht gebracht werden, um sie im Interesse der Gesamtbevölkerung gemeinschaftlich daran zu hindern. ….


Ganz recht! Die begriffliche Vereinfachung eines Zusammenhangs in dem ein Gesetz Gültigkeit hat, dient natürlich genauso dazu, von der asozialen Gesinnung der Gesetzesbrecher abzulenken, wie die verzerrte Darstellung dieses Sachverhaltes dazu dient, von den Verursachern der Misere abzulenken, die durch deren Befolgen entsprechender Gesetze vielleicht verhindert worden wäre, sodass am Ende die Kritiker an den Missständen genauso gehenkt werden, wie die Überbringer der Hiobsbotschaft – mit der Begründung, dass man ja dem Verursacher der von ihnen mitgeteilten Katastrophe nicht habhaft werden könne, um ihn dafür zu bestrafen, wie es eigentlich strafrechtlich der Fall sein sollte.

Diese Belohnungs- und Bestrafungsmaßnahmen dienen jedoch in erster Linie dazu, die Herrschaftsverhältnisse im Staate aufrecht zu erhalten, wobei weder „das Recht und die Ordnung an sich“ bereits einen „Wert für Jedermann darstellt“ - wie gerne behauptet wird, um von den wirklichen Nutznießern abzulenken - , noch die bloße „Eigenschaft der Menschlichkeit, die ja für jeden Menschen zutrifft“ – ganz gleich, welche Art gemeinschaftsbezogener Gesinnung er auch immer pflegen mag.

Die Nutznießer einer gesetzlich festgelegten Ordnung sind nicht nur die Schriftgelehrten, die sie im Auftrag einflussreicher Potentaten entworfen und verabschiedet haben, sondern vor Allem die Mächtigen selber, die entweder lieber unbekannterweise im Hintergrund bleiben, um nicht ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten, oder aber sogar ganz offen (im Namen irgendeiner Ideologie) scheinheilig an den Fäden der politischen Macht ziehen, während sie - für die Allgemeinheit unerreichbar - scheinbar allmächtige „Götter“ (Wohltäter der Menschheit) bleiben, welche über jedem Gesetz stehen.

Nachdem sie sich selber durch großzügige Spenden als dieser höchsten Herrschaftsposition innerhalb einer Gemeinschaft für würdig ausgegeben haben, brauchen sie sich nur noch durch ihre Propheten (Fürsprecher) mit Hilfe eines Personenkultes immer wieder aufs Neue als Götter verherrlichen lassen, um nicht in Vergessenheit zu geraten, was dazu führt, dass ihre Gesetze auch dann noch zum Segen für ihre Nachfolger (Gottessöhne) gelten, nachdem sie selber bereits schon längst tot sind.
Der Titel der Sternstunde Philosophie SF, in der Wiederholung der Sendung am Sonntag vom 15.3.20,
Achtung Mensch! Vom Versagen der Vernunft (Gespräch zw. Yves Bossart und Frank Urbaniok)
hat mich vorab noch etwas zum Nachdenken bewogen.
Vorsicht Mensch, oder Achtung im Sinne von Ehrerbietung und Würdigung?
Dann, wie kann Vernunft versagen, wie kann der Mensch im Zusammenhang mit dem Vernünftigsein scheitern?

Die gefährlichste Eigenschaft des Menschen sei bei all seinem Tun, die Mitmenschen nicht zu berücksichtigen.

Fälschlicherweise nehme der Mensch an, der Verstand sei dazu da die Wirklichkeit differenziert zu erkennen.
Er geht in der Einführung des Gespräches anhand eines Beispieles,
„das Rascheln im Busch“, näher darauf ein, indem er den paranoid „verpeilten Menschen“, der nur den Löwen dahinter sieht und den scheinbar vernünftigeren Menschen, der das Rascheln als Wind oder das Bewegen von Vögeln dahinter vermutet, darstellt.

Die Gesellschaft biegt sich die Welt zurecht, vereinfacht komplizierte Sachverhalte und blendet unbequeme Wahrheiten aus.
Das habe evolutionäre Gründe und gefährliche gesellschaftliche Auswirkungen, meint Frank Urbaniok und noch Einiges zum Strafvollzug.

https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde- ... 4753f2db6a
Ich möchte meine Überlegungen in Anlehnung an das verlinkte Gespräch anstellen, ohne dabei jeden Satz dazu wörtlich zu zitieren, weil das sonst zuviel würde. Außerdem geht es mir dabei nicht um die Verherrlichung des Interviewten, sondern ausschließlich um die von ihm angesprochenen Punkte.

Der „Egoismus der Vernunft“, bei der auf utilitaristische Weise „der Zweck die Mittel heiligt“, wird im vorliegenden Gespräch als „dem Menschen zwar wesenhaft, aber dennoch für seine Mitmenschen gefährlich“ bezeichnet.

Der Verstand dient jedoch lediglich dazu, um zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, während es letztlich die subjektive Erfahrung und die daraus gezogenen Schlussfolgerung des Menschen ist, die ihn zur übertriebenen Vorsicht zwingen, sobald Gefahr droht, wobei es nicht vorrangig um Welterkenntnis geht, sondern um eine „spontane, richtige Entscheidung zum Zwecke des Selbstschutzes“.

Dazu wird das, was sich das eigene Leben lang - und nicht Millionen Jahre lang, wie behauptet wird - als richtig bewährt hat, auch weiterhin als richtig angesehen, um in ähnlichen Situationen auf konventionelle, altbewährte Art und Weise handeln zu können, ohne jedes Mal Alles in Frage stellen zu müssen, indem man es erst formaljuristisch abklärt, um ganz sicher zu gehen, nicht gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen.

Der Ankereffekt bei der „Werbung um Zustimmung“ beruht darauf, dass allgemein übliche Vorurteile, wie zB: „Ein teureres Auto muss auch besser und damit wertvoller sein, als ein billigeres!“ als richtig gelten, sodass man sich als Werbender zuerst einmal nur darauf zu beziehen braucht, um danach die Befürworter dieser Konventionen durch die Konfrontation mit einer ganz anderen, als alternativlos dargestellten Situation erfolgreich von der eigenen Absicht abzulenken und auf diese manipulative Weise ihr Einverständnis zu erlangen.

Um diese kognitiven Dissonanzen zu vermeiden, die Einen bei seiner Entscheidung in einen unauflösbaren Zwiespalt stürzen könnten, folgt man lieber der „Stimmigkeit eines Gesamtbildes von der Realität“, sodass auch durch eine falsche Ursachenzuschreibung eine scheinbare Sicherheit erzeugt wird, mit der man sich das Treffen einer schwierigen Entscheidung erleichtert – selbst auf die Gefahr hin, falsch zu entscheiden.

Insofern biegen wir uns auch nicht die Welt zurecht, wie behauptet, sondern lediglich unsere Vorstellung davon, indem wir einen Sachverhalt registrieren, subjektivieren und generalisieren, wobei das Registrieren (Zur-Kenntnis-Nehmen) selber bereits einen subjektiven oder intersubjektiven Interpretationsprozess des „als real existent Registrierten“ (und nicht etwa des „Für-wahr-Genommenen“) darstellt.

Dementsprechend sind wir uns nicht nur nicht bewusst, dass wir es „nur mit oberflächlichen Erscheinungen der Realität“, sondern auch nicht, dass wir es „lediglich mit selbstbewirkten Vorstellungen von der Realität auf der Basis intersubjektiver Vereinbarungen“ zu tun haben, denn „subjektivieren“ heißt, Etwas als Objekt zu sich selber als Subjekt unter Zuhilfenahme von bewährten Vorurteilen, die Einem als Bewertungsmaßstab dienen, in Bezug zu setzen, um nicht nur dessen Wesen erkennen zu können, sondern vor Allem, ob es FÜR EINEN SELBER nützlich oder unnütz ist.

Generalisieren bedeutet dann die Reduktion aller Erfahrungen auf eine einfache Formel oder einen Leitspruch für die Zukunft, um sich nicht in langwierigen Bewertungsprozessen zu verlieren, wenn schnelles Entscheiden vonnöten ist.

Was nun die Paranoiker betrifft, so sind das keine Verschwörungstheoretiker, sondern sie befürchten lediglich generell auch da eine Gefahr, wo Garnichts darauf hinweist, um nachträglich bereits schon alleine ihre Befürchtung als notwendige Ursache dafür darzustellen, sich rechtzeitig ohne Rücksicht auf Andere in Sicherheit gebracht zu haben, wobei der prophylaktische Angriff immer noch als die beste Verteidigung gerechtfertigt wird.

Ein „künstlicher Altruismus zum Nutzen Anderer“ widerspricht dann einem „natürlichen Egoismus zum eigenen Nutzen“ als dem „Willen zur Macht, mit der man seine Sicherheit selber bestimmen kann“, sodass ersterer nicht erst dann subjektiv als unvernünftig und damit als falsch gelten muss, wenn es einen VORTEIL für Andere bedeutet, womit sich der Altruist unnatürlicherweise zum eigenen Nachteil selber schädigen würde, sondern schon bereits dann, wenn dies AUCH einen Nutzen für Andere und einen entsprechenden Schaden zum Ausgleich für ihn selber bedeutet.

Da soziale Kooperationsbereitschaft alleine jedoch noch kein Zeichen für Altruismus ist, sondern lediglich einen „Akt der Solidarität mit Gleichgesinnten zur Durchsetzung der eigenen Interessen“ - beispielsweise im Rahmen eines nationalen Egoismusses – darstellt, wäre ein Gesetz, mit dem man „selbstloses Handeln im Interesse der Allgemeinheit“ zur höchsten Tugend erhebt, nicht nur deshalb unrealistisch, weils kein Handeln ohne Selbstbezug gibt, sondern weil es auch kein Handeln gibt, bei dem NICHT Irgendjemand geschädigt wird, sodass man die Definition für sozial angemessenes und damit auch moralisch vertretbaren Handelns auf die „Pflicht des Verzichtes auf Vorteilnahme zum Nachteil Anderer“ reduzieren muss, was – dialektisch gesehen – gleichzeitig auch das „Recht auf Schutz vor Benachteiligung zum Vorteil Anderer“ bedeutet.

So neu ist die sogenannte „Neuausrichtung der Justiz und des Strafvollzugs“, von dem die Rede ist, übrigens gar nicht, wenn man davon ausgeht, dass die Gesellschaft vor Allem vor Wiederholungstätern geschützt werden muss, die nicht eines Besseren belehrbar sind, indem man sie alle lebenslänglich wegsperrt oder nach guter alter Kolonialherren-Sitte die Ungehorsamen nach Australien in die Verbannung schickt - mit der Begründung, dass das Sicherheitsrecht der Gemeinschaft nun mal vor dem Freiheitsrecht des Kriminellen rangiere, und das allemal besser sei, als ihn einfach umzubringen.

Die Ursache einer kontinuierlichen Bereitschaft, Andere zu schädigen, könnte natürlich anstatt in einer grundsätzlichen Boshaftigkeit auch in einer falschen Sichtweise bestehen, die man lediglich zu korrigieren braucht, um die "geisteskranken Verbrecher" zu heilen.

Der zwanghaft Ordentliche etwa stellt seine „Neigung zur Ordnungsliebe als Akt der Selbstverpflichtung“ gerne eigenmächtig über seine „Pflichten der Rücksichtnahme oder Fürsorge gegenüber Anderen“, sodass er als eigens dafür bestallter Ordnungs- oder Gesetzeshüter sogar noch einen sehr guten Ruf genießt, wenn er am Ende das Gesetz vor den Menschen schützt, anstatt die Menschen vor Denjenigen, die ihre eigene Ordnung als das Maß aller Dinge betrachten, und ihre eigenen, daraus abgeleiteten Gesetze für allgemeingültig erklären.

Da – wie es in der Diskussion angesprochen wird - ein Pädophiler eine Neigung zur Zielgruppe der Kinder hat, liegt die Vermutung nahe, dass er sich eher an Kindern vergehen wird, als an Erwachsenen, sobald sich ihm die Gelegenheit dazu bietet, sodass man angeblich allein aufgrund dessen schon voraussagen kann, wie er in welcher Situation handeln wird, und ihn dementsprechend theoretisch schon vorher dran hindern könnte, diese Tat überhaupt zu begehen.

Diese Erkenntnisse beruhen zwar auf Vorurteilen, die sich bislang als richtig erwiesen haben mögen, sind jedoch von der genauen Kenntnis eines „unabänderlichen Wesens eines potenziellen Verbrechers“ abhängig, die man erst dann als zutreffend rektifizieren kann, nachdem er die Tat begangen hat, und nicht schon bereits vorher, und schon gar nicht, wenn er sie - entgegen der Voraussage - überhaupt nicht begangen hat.

Die Erkenntnis der Abhängigkeit zwischen Ursachen und ihren unabwendbaren Folgen führt leicht zur Vorstellung der zwingenden Notwendigkeit eines Verbrechens in einer dazu passenden Situation, was natürlich noch Nichts mit Vorbestimmung zu tun hat.

Diese falsche Ursachenzuschreibung von Seiten der Deterministen, die es für die rechtmäßige Strafe eines göttlichen Bestimmers halten, wenn ein Größenwahnsinniger einen Weltkrieg vom Zaun bricht, kann man auch selber als solche erkennen, sofern man über einen gesunden Menschenverstand verfügt, und diese Erkenntnis dann mutig als eigene Mutmaßung zur Sprache bringt, um zu verhindern, dass der Falsche zur Verantwortung gezogen oder gar schuldig gesprochen wird.

Eine Freiheit, selber zur eigenen Besserung beitragen zu können, indem man das zweite Mal anders entscheidet, als vorher, erlangt der Mensch jedoch ebenso wenig allein aufgrund seiner Erfahrungen, wie er durch seine Erfahrungen ein Anderer wird, sondern er ist danach immer noch Derselbe, bis auf die Tatsache, dass er sich seiner Beschaffenheit etwas bewusster geworden ist, sodass er mit seinem darauf beruhendem Erfahrungswissen auch entsprechend bewusster umgeht - selbst wenn er sich immer wieder auf dieselbe Weise falsch entscheidet.

Man kann zwar immer Etwas für oder gegen seine eigene Asozialität tun, aber die Frage dabei bleibt, ob man es auch ohne den Zwang der Notwendigkeit vermag?

Asozialität als Schwäche der Vernunft anzusehen, ist genauso falsch, wie die Vorstellung, dass das, was für einen selber richtig ist, auch für Anderen richtig sei, die auf negative Weise davon betroffen sind.

Der Erfolg populistischer Propaganda besteht – wie bei jeder anderen Wissensvermittlung auch - in der vereinfachten Darstellung von Sachverhalten, um die Information für die Adressaten der jeweiligen Zielgruppe nicht nur verständlich zu machen, sondern bei Jenen auch eine Verständnisbereitschaft zu erzeugen, indem man sie entweder für die Sache oder aber auch – gegen jede Vernunft - nur für die Person des Verkünders begeistert, denn der Verstand ist nicht dasselbe, wie die Vernunft, die darin besteht, aus der Information diejenigen Inhalte herauszufiltern, die Einem selber nützlich sind.

Trump wirkt also deshalb so populär und auch vermeintlicherweise gut für alle amerikanische Nationalisten, weil er zum Einen nicht lügt, wenn er selber der Meinung ist, dass es richtig sei, was er sagt, und daher authentisch ist, sodass man ihm keine Lüge vorwerfen kann, und zum Anderen weil er die Meinung der Nationalisten vertritt und sich damit als ihr von ihnen mehrheitlich gewähltes Sprachrohr betätigt.

Daher verzeiht man ihm einen Fehler auch eher als versehentlichen Irrtum, ohne ihm gleich bösartige Irreführung zu unterstellt, die darin besteht, die andere Hälfte der Wähler zu ignorieren, denn das Unterschlagen von Informationen gilt ja noch nicht als Falschaussage.

Die bösartige Täuschungsabsicht besteht dabei, ein Thema, was Alle angeht, dazu zu missbrauchen, um sich als ehrenwert auszugeben, wobei das Motiv dazu nicht ehrenhaft ist.

Da man beim Populismus nicht in der Lage ist, die reale Absicht des Populisten zu erkennen, ist eine Verhinderung von Fremdenfeindlichkeit im Volke (die fälschl. als Rassismus bezeichnet wird), an die er erfolgreich appelliert, auch mit Hilfe von Aufklärung nicht möglich, sofern sie vorrangig auf einem übersteigerten Sicherheitsbedürfnis von Seiten der Fremdenhasser beruht, welches diese unter allen Umständen befriedigen müssen, um nicht bereits schon in ihrer Vorstellung sang und klanglos unterzugehen.

Das Praktizieren der Feindlichkeit gegenüber seinen Gegnern im Kampf um die Vormacht ist zwischen Gleichstarken auf Dauer weniger erfolgreich, als die Kooperation mit Hilfe von Freundlichkeit, bei der man sich die Macht mit dem Partner solange teilt, wie dieser Zustand des Kräftegleichgewichts anhält.

Durch die Formulierung von Regeln als Orientierungspunkte für sozial angemessenes Handeln alleine lässt sich jedoch deshalb noch kein soziales Bewusstsein erzeugen, weil damit die Regeln höchstens nach dem Buchstaben des Gesetzes angewendet oder befolgt werden können, aber nicht auf eine der komplexen Gesamtsituation angemessene Weise.

Regeln oder Vorschriften werden immer dann gemacht, wenn sich Niemand freiwillig auf angemessene Weise verhalten WILL – ganz egal, ob er entweder aus Übermut oder aber aufgrund von Unfähigkeit nicht dazu bereit ist, und es daher auch nicht tun KANN.

Vereinfachte Regeln bleiben jedoch dann unverständlich, wenn die Erklärung kleingedruckt wird, was den Verdacht der böswilligen Täuschung erzeugt.

Das vorgeschlagene Würfeln um die Schuldzuweisung stellt dabei genauso einen Willkürakt von Seiten eines Richters dar, wie die Außerachtlassung von triftigen Gründen zugunsten des Einen zulasten eines Anderen.

Die wirtschaftliche Seite der Inkaufnahme einer Strafe, um sich langwierige Verhandlungskosten zu ersparen, kann jedoch nicht maßgeblich für das Bemessen einer Schuld sein, die der Täter dem Opfer zum Zwecke des Schadensausgleich schuldet.

Ebenso wenig kann das „Ableisten einer Strafe im Namen des Volkes“ zur Tilgung der Schuld führen, die man als Schädiger dem Geschädigten schuldet, um sich wieder mit ihm zu versöhnen.

Es ist zwar der VERSTAND (wozu auch das soziale Empfinden gehört, welches man fälschl. als Mitgefühl bezeichnet), mit dem man einsehen kann, dass es auch noch Andere auf der Welt gibt, deren Belange man bei seinen Entscheidungen Rechnung tragen muss, um es nicht mit ihnen zu verderben, aber es ist ein Gebot der höheren VERNUNFT, dass man sich besser mit Stärkeren, wie dem Gesetzgeber, oder mit Gleichstarken, die man dominieren will, indem man sie zu ihrem Nachteil schädigt, auf einen Kompromiss einigt, um nicht langfristig den Kürzeren zu ziehen.

Ein Paranoiker, der zwanghaft nach der Vormacht strebt, um selber für seine Sicherheit sorgen zu können, MUSS Schwächere schikanieren, während er sie beherrscht, um immer wieder aufs Neue die Bestätigung zu erhalten, dass er noch der Stärkere von Beiden ist.

Dies erscheint ihm nicht nur vernünftig, sondern ist es auch, wenn man den Zweck der "totalen Sicherheit" als Maßgabe betrachtet, wonach das schädigende Verhalten gegenüber Anderen gerechtfertigt wird – auch wenn Letztere dabei ihrerseits auf die "Sicherheit vor willkürlichem Machtmissbrauch des Stärkeren" verzichten müssen.

Das einzige, was dabei hilft, machtpolitisch motivierte Verbrechen zu verhindern, wäre es, die Paranoiker in Sicherheit zu wiegen, sodass sie davon ausgehen, dass es keinen Grund mehr gibt, Andere zu deren Nachteil zu dominieren, was u.a. damit versucht wird, dass man alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt.

Ist jedoch der Gesetzgeber selber gar nicht am gleichwertigen Frieden interessiert, weil er meint, er würde die Oberherrschaft verlieren, sobald er SICH SELBER ebenfalls der „ausgleichenden Gerechtigkeit gegenüber den Stärkeren zum Vorteil des Schwächeren“ unterwirft, sodass es für ihn selber besser ist, mit den Stärkeren zu paktieren, ist es klar, warum er Gesetze verabschiedet, die einseitig zu Lasten des Schwächeren gehen, sodass letztlich der Stärkere das „Freiheitsrecht auf Kosten der Freiheit Anderer“ legal zugestanden bekommt, was er sich aufgrund seiner Vormachtstellung auch illegalerweise herausnehmen könnte, ohne dafür durch Androhung von Strafen gehindert werden zu können.

Jemanden, der das weiß, und diese Eigenmächtigkeiten auch seiner Vormachtstellung entsprechend erfolgreich praktiziert, kann man nicht als verrückt bezeichnen, sondern – ganz im Gegenteil – als vollkommen vernünftig, selbst wenn er sich dabei noch so asozial gegenüber Denen aufführt, die sich nicht gegen ihn wehren können, weil sie nun mal die Schwächeren sind.

Insofern taugen internationale Menschenrechte nur insoweit, wie man sie mit Hilfe eines Gesetzgebers, der die sozial ausgleichende Gerechtigkeit praktiziert, auch gegen den Willen Stärkerer einklagen kann, wie es noch am ehesten in Staaten mit einer sozialen Gesetzgebung der Fall ist, und nicht in einer Diktatur durch Stärkere, die es gar nicht nötig haben, sich danach zu richten, sondern ihre eigenen asozialen Gesetze machen können, um immer auch das Recht auf ihrer Seite zu haben, tun und lassen zu dürfen, was ihnen gerade beliebt.
Dementsprechend sind wir uns nicht nur nicht bewusst, dass wir es „nur mit oberflächlichen Erscheinungen der Realität“, sondern auch nicht, dass wir es „lediglich mit selbstbewirkten Vorstellungen von der Realität auf der Basis intersubjektiver Vereinbarungen“ zu tun haben, denn „subjektivieren“ heißt, Etwas als Objekt zu sich selber als Subjekt unter Zuhilfenahme von bewährten Vorurteilen, die Einem als Bewertungsmaßstab dienen, in Bezug zu setzen, um nicht nur dessen Wesen erkennen zu können, sondern vor Allem, ob es FÜR EINEN SELBER nützlich oder unnütz ist.

Vor allem auch, ob uns Etwas schadet oder zum Beispiel auch aus einer Not hilft.
Ist der Notstand jedoch akut, ist da mit Sicherheit kein Platz für Vorstellungen, unbewussten Vergleichungen und Wiederholungen.
In solchen Momenten eines abrupten Unterbruches der oberflächlichen Erscheinungen zur unbeabsichtigten Realität, sind wir uns zumindest bewusst, dass in diesem Moment etwas geschehen ist, was kein Aufschub zum Handeln duldet und wissen glasklar was Sache in Bezug zu uns ist. Da handeln wir unverzüglich situationsbedingt, sofern uns dies, z B nach einem Unfall, noch möglich ist.

Dazu wird das, was sich das eigene Leben lang - und nicht Millionen Jahre lang, wie behauptet wird - als richtig bewährt hat, auch weiterhin als richtig angesehen, um in ähnlichen Situationen auf konventionelle, altbewährte Art und Weise handeln zu können, ohne jedes Mal Alles in Frage stellen zu müssen, indem man es erst formaljuristisch abklärt, um ganz sicher zu gehen, nicht gegen irgendwelche Gesetze zu verstoßen.

Es geht hier vor Allem um Schutzmechanismen und Reflexe, welche heute kaum noch durch die gleichen Situationen ausgelöst werden, wie durch die vor Millionen von Jahren.
Während einiger hundert Jahren ist der Löwe zum Kuscheltierchen geworden und der Mensch dem Menschen zum Raubtier.
Nicht umsonst existieren hunderte von Vereinen und Organisationen zum Schutze von Mensch, Tier und Pflanzenwelt.
Der ursprüngliche Jagdtrieb aus Not zum Überleben hat sich permanent in einen der puren Lust zum krankhaften Horten und Töten gewandelt.
Die meisten Wildtiere tun dies nur, wenn sie gewisse Anzeichen in ihrem natürlichen Umfeld erkennen und „ahnen“, dass ein langanhaltender kalter Winter bevorsteht.

Dennoch ist das Verhalten, was beim Menschen von Generation zu Generation gelebt wird, nicht zu unterschätzen.
Kommt Zeit, kommt die Gewohnheit die zur Normalität erklärt wird, auch dann, wenn ein Verhalten und Zugeständnisse bei näherer Betrachtung völlig absurd sind.

Die Ursache einer kontinuierlichen Bereitschaft, Andere zu schädigen, könnte natürlich auch in einer falschen Sichtweise bestehen, die man lediglich korrigieren muss, um die kranken Verbrecher geistig zu heilen.


Ob ein durch Umstände seines Werdegangs oder durch seine weibliche Erzieherin „vermurkster“ Mensch, – im genannten Fall ein Mann (seine Opfer sind mündig, bis über 70 und weiblich) - nun, nur durch eine Korrektur der Sichtweise als geheilt eingestuft werden kann, bezweifle ich sehr.
Der Mensch kann sich geistig zwar „umpolen“, aber, ob sich da ein weibliches Wesen in der praktisch gelebten Realität, zwecks Neuerfahrungswert des Täters, finden lässt, wird, so denke ich, kaum der Fall sein.
Dazu kann dabei die regelmässige Begegnung mit d e n Menschen, wie das im vorliegenden Fall gewesen war, die ihn zu dem haben werden lassen, was er geworden ist, und es ja in seinen Taten auch zum Ausdruck brachte, kaum zur Genesung beitragen.

Dazu noch von dir wie folgt dargelegt:
Durch die Formulierung von Regeln als Orientierungspunkte für sozial angemessenes Handeln alleine lässt sich noch kein soziales Bewusstsein erzeugen, weil damit die Regeln höchstens nach dem Buchstaben des Gesetzes angewendet oder befolgt werden können, aber nicht auf eine der komplexen Gesamtsituation angemessene Weise.
….Vor allem auch, ob uns Etwas schadet oder zum Beispiel auch aus einer Not hilft.
Ist der Notstand jedoch akut, ist da mit Sicherheit kein Platz für Vorstellungen, unbewussten Vergleichungen und Wiederholungen. …..


Der Nützlichkeitsgedanke beinhaltet – dialektisch gesehen – natürlich auch den Schädlichkeitsgedanken, und die Notwendigkeit eines Handelns betrifft auch die des Nicht-Handelns.

Das spontane Verhalten in einem scheinbar lebensbedrohlichen Ausnahmezustand, wird mittels der drei rudimentären Verteidigungsstrategien praktiziert, nämlich 1. dem Fluchtreflex, 2. der rücksichtslosen Notwehr und 3. dem Totstellreflex, der einer Unterwerfungsgeste entspricht, sofern es sich um die Beendigung eines Kampfes mit einem Stärkeren handelt, oder aber eine Art spontane Flucht in eine schockbedingte, entspannte Bewusstlosigkeit, bei der die Aufmerksamkeit von der Gefahrensituation abgezogen wird, damit der angstbedingte Verkrampfungszustand nicht noch zusätzlich lebensbedrohliche Folgen hat.

Letztere Strategie erfolgt dann nicht mehr bewusst, sondern automatisch und unbewusst, wobei man nicht weiß, wann die gelernt wurde. Möglicherweise ist dies auch so Etwas, wie die spontane Flucht in den Schlaf, von dem man ja weiß, dass man irgendwann wieder aufwacht, sodass er nicht tödlich endet.

Diese Handlungen haben natürlich auch juristische Konsequenzen bei der Bewertung der Schuldfähigkeit und des zu leistenden Schadensausgleichs für Andere, die man entweder bei der kopflosen Flucht im Stich ließ, oder die man auf unverhältnismäßige Weise schädigte, indem man mit Kanonen auf Spatzen schoss, wo die vorgestellte Bedrohung auf einer Illusion (falsche Vorstellung von der Notlage) beruhte, oder aber wo die Vorstellung von der Realität gegen eine schönere Illusion ausgetauscht und damit verdrängt wurde, sodass man die eigentlich notwendigen Maßnahmen - etwa zum Schutze der Einem Anvertrauten - nicht ergriffen hat, weil man meinte, die Gefahr existierte gar nicht.

…...In solchen Momenten eines abrupten Unterbruches der oberflächlichen Erscheinungen zur unbeabsichtigten Realität, sind wir uns zumindest bewusst, dass in diesem Moment etwas geschehen ist, was kein Aufschub zum Handeln duldet und wissen glasklar was Sache in Bezug zu uns ist. Da handeln wir unverzüglich situationsbedingt, sofern uns dies, z B nach einem Unfall, noch möglich ist. …...

Man hat zwar den Eindruck, dass im Zentrum eines Zyklons Ruhe herrsche, sodass man in der Lage sei, seine Situation glasklar zu sehen und nüchtern zu überdenken, um dann automatisch die richtigen Maßnahmen treffen zu können, aber dies ist natürlich ein Irrtum, weil man sich da bereits schon im Schockzustand der Angstfreiheit befindet, in welchem sich auch Größenwahnsinnige befinden, die sich dermaßen mit ihren Wahnvorstellungen selber betäuben, dass sie aus Übermut ganz bewusst bereit sind, Kopf und Kragen zu riskieren, um an die Vormacht zu gelangen.

Was man hier als vermeidbar und notwendigerweise unvermeidbar ansehen muss, um zu einer angemessenen Beurteilung zu gelangen, kann sich nur auf gesunde Menschen beziehen, die lediglich im Ausnahmezustand ganz natürlicherweise die Selbstrettung zum Eigenwohl bei gleichzeitiger Vernachlässigung des Gemeinwohls praktizieren, aber nicht im Normalfall.

Schwieriger wird die Beurteilung des Verhaltens von Süchtigen, die sich aufgrund einer Abhängigkeit von einem Rauschmittel in einem Dauerzustand der Betäubtheit und damit einer partiellen Bewusstlosigkeit befinden, ohne die sie ihre Schmerzen gar nicht aushalten könnten, sondern sich umbringen müssten.

Hier kann man keine (herrschafts-)freie Willensentscheidung unterstellen, für die der Eigenmächtige bestraft werden könnte, um in Zukunft davon abzulassen, Andere zum eigenen Vorteil zu schädigen, sondern es liegt tatsächlich eine lebensbedrohliche Notlage vor, in der der Betreffende gar nicht anders handeln kann, als rücksichtslos um sein Leben zu kämpfen.

Da jedoch Jeder ständig für das Gleichgewicht von Lust und Schmerz sorgt, indem er sich entweder betäubt oder sensibilisiert, um funktionsfähig zu bleiben, und dafür mitsorgen zu können, dass seine Situation gar nicht erst lebensbedrohlich wird, sollte man Junkees – ganz gleich welcher Art - nicht grundsätzlich für bösartig erklären, weil sie ständig mit der Aufrechterhaltung des „inneren Gleichgewichts der Stimmungen“ zu Lasten des „äußeren Gleichgewichtes ihrer Beziehungen zu Anderen“ beschäftigt sind, sondern den Notleidenden besser die Hilfe zur Selbsthilfe zukommen lassen, indem man sie lehrt, wie sie am besten dieses Gleichgewicht auf beiden Gebieten in sozial angemessener Weise aufrechterhalten können.

Durch die Kriminalisierung des Konsums von Drogen – anstatt des Schwarzhandels mit Drogen, bei dem es vor Allem um Unterschlagung von Steuergeldern geht, welchen man leicht durch die Legalisierung des „Drogenhandels ausschließlich für Apotheken“ unterbinden könnte, wie es ja bei den meisten Arzneien bei uns bereits der Fall ist – wird eine Bevölkerungsgruppe als Verbrecher diskriminiert, die gar keine Alternative hat, als die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, um straffrei zu bleiben, ohne sich selber damit in schwerwiegender und damit unzumutbarer Weise zu schädigen.

Dass sie als dauerhaft Behinderte, welche das soziale Gesundheitssystem in nicht unerheblichem Maße wirtschaftlich belasten, auch ein Recht auf ein möglichst schmerzbefreites Leben haben, wird hier viel zu wenig berücksichtigt, indem man zynischerweise davon ausgeht, dass sie es angeblich ja selber so gewollt hätten, um sich – so, wie auch die Sozialhilfeempfänger - als Parasiten des Sozialstaates vorsätzlich auf fremder Leuts Kosten ein schönes Leben zu machen.

….Es geht hier vor Allem um Schutzmechanismen und Reflexe, welche heute kaum noch durch die gleichen Situationen ausgelöst werden, wie durch die vor Millionen von Jahren.
Während einiger hundert Jahren ist der Löwe zum Kuscheltierchen geworden und der Mensch dem Menschen zum Raubtier.
Nicht umsonst existieren hunderte von Vereinen und Organisationen zum Schutze von Mensch, Tier und Pflanzenwelt.
Der ursprüngliche Jagdtrieb aus Not zum Überleben hat sich permanent in einen der puren Lust zum krankhaften Horten und Töten gewandelt.
Die meisten Wildtiere tun dies nur, wenn sie gewisse Anzeichen in ihrem natürlichen Umfeld erkennen und „ahnen“, dass ein langanhaltender kalter Winter bevorsteht. …..


Dass der Mensch sich heute nicht mehr gegen Angriffe von Löwen oder Wölfen zur Wehr setzen muss, nachdem er sie mittlerweile fast ausgerottet hat, weil er meinte, sie seien die Hauptursachen für seine Nöte, ändert natürlich nicht das Geringste an seinen „Ängsten vor Wiederholung zuvor erlittener Schmerzes“, die er ganz bewusst pflegt, um rechtzeitig der Bedrohung, die durch sie angezeigt wird, entgegentreten zu können.

So tötet der Mensch, der sich beispielsweise in einer Zeit, in der die Ernte durch Unwetter vernichtet wurde, vorwiegend von Tieren ernähren muss, nicht aus Mordlust, sondern aus Überlebensnotwendigkeit, und das Gebot zur Achtsamkeit gegenüber allen Lebewesen, wie es im Buddhismus gepredigt wird, bezieht sich vor Allem auf den Umgang mit den Tieren, die man nicht unnötig quälen soll, was nicht heißt, dass man sie nicht töten darf.

Desgleichen tötet der Mensch - genauso wie ein Tier - seine Gegner im Kampf um die Vormacht nur dann, wenn der Unterlegene nicht bereit ist, sich freiwillig zu unterwerfen, sodass die Gefahr besteht, dass er ihm nach der Beendigung des Kampfes heimtückisch in den Rücken fällt, um ihn dennoch zu besiegen.

Dass man scheinbar verrückt gewordene Menschen, die sich nicht heilen lassen, notfalls auch gewaltsam zur Rücksichtnahme auf Schwächere zwingen muss, wozu auch Tiere und Pflanzen gehören, damit sie nicht die Lebensgrundlage der eigenen Spezies gefährden, ist ein Grundsatz, auf dem jedes Strafrecht beruht, mit Hilfe dessen man diese Individuen aus dem Verkehr zieht, sofern sie sich nicht durch Strafen eines Besseren belehren lassen wollen.

Die lebenslängliche Internierung etwa von Kriegsverbrechern, die Millionen Tote auf dem Gewissen haben, scheint für die Leidtragenden, die ihre Familienmitglieder dadurch verloren haben, eine viel zu milde Strafe darzustellen, sodass sie vehement deren Tod fordern – jedoch nicht als Strafe, weil sie als Tote unter der Strafe ja gar nicht mehr leiden können – sondern als Beseitigung der Ursache des Übels, damit sie – zumindest von ihnen selber – nicht noch einmal in dieser Weise geschädigt werden können.

…..Dennoch ist das Verhalten, was beim Menschen von Generation zu Generation gelebt wird, nicht zu unterschätzen.
Kommt Zeit, kommt die Gewohnheit die zur Normalität erklärt wird, auch dann, wenn ein Verhalten und Zugeständnisse bei näherer Betrachtung völlig absurd sind. …...


Der Zwang der Gewohnheit spielt vor Allem beim Gewohnheitsrecht eine große Rolle, wenn keine ausreichenden Bedingungen genannt wurden, unter denen es gilt, wie etwa ein befristeter Zeitraum oder – z.B. im Falle der Kündigung einer gemieteten Wohnung - der Fall des personenbezogenen Eigenbedarfs, in welcher der Mieter meint, ein lebenslanges Wohnrecht zu haben, nachdem ihm dieses zwar vom Vorbesitzer zugestanden worden ist, aber vom späteren Besitzer eben nicht.

Das selbe gilt für internationale Verträge, die von nachfolgenden Regierungen für nichtig erklärt werden, weil sie nicht von ihnen selber unterschrieben wurden, womit die Funktion der Vertragspartner in ihrer Eigenschaft als „Vertreter des Volksinteresses am internationalen Frieden“ mit Füßen getreten wird, was im Grunde einen Anlass darstellt, diese Vertragsbrecher aufgrund der Missachtung des vertraglich garantierten Gewohnheitsrechtes auf Frieden zwischen beiden Völkern, die damit in einen neuen Krieg gestürzt werden, mit Hilfe der dafür vorgesehenen Gerichte sofort aus ihrem Amt entfernen und durch Geeignetere ersetzen zu lassen.

…..Ob ein durch Umstände seines Werdegangs oder durch seine weibliche Erzieherin „vermurkster“ Mensch, – im genannten Fall ein Mann (seine Opfer sind mündig, bis über 70 und weiblich) - nun, nur durch eine Korrektur der Sichtweise als geheilt eingestuft werden kann, bezweifle ich sehr.
Der Mensch kann sich geistig zwar „umpolen“, aber, ob sich da ein weibliches Wesen in der praktisch gelebten Realität, zwecks Neuerfahrungswert des Täters, finden lässt, wird, so denke ich, kaum der Fall sein.
Dazu kann dabei die regelmässige Begegnung mit d e n Menschen, wie das im vorliegenden Fall gewesen war, die ihn zu dem haben werden lassen, was er geworden ist, und es ja in seinen Taten auch zum Ausdruck brachte, kaum zur Genesung beitragen. ….


Eine gewohnheitsbedingte Mordlust kann man Jemandem wohl genauso wenig abtrainieren, wie seine Lust auf die Befriedigung von Luxusbedürfnissen, nachdem seine Grundbedürfnisse bereits befriedigt worden sind, sodass das menschliche Streben nach immer mehr Macht, um sich seine echten oder auch nur eingebildeten Bedürfnisse notfalls auch gegen den Willen seiner Mitmenschen selber befriedigen zu können, ganz natürlich ist.

Nicht nur dennoch, sondern gerade deswegen muss es in einer zivilisierten Gesellschaft soziale Gesetze geben, die dieses auch notfalls mit Gewalt verhindern, damit nicht der Stärkere anstatt des Geeigneteren in die Machtposition gelangt, wo er nicht nur das Recht hat, über das Wohl und Weh der Schwächeren mitzubestimmen, sondern auch die Fürsorgepflicht, die Schwächeren vor der Willkür der Stärkeren – und damit auch vor sich selber - zu beschützen.

Das fängt bereits in der Familie an, wo der wirtschaftlich Schwächere ein Anrecht darauf hat, vom wirtschaftlich Stärkeren mitversorgt zu werden, und umgekehrt der wirtschaftlich Stärkere die Pflicht hat, den Schwächeren mitzuversorgen. Zum Ausgleich dafür schulden beide Ehepartner einander auf anderen Gebieten, wie etwa dem der Kindererziehung oder der Verwaltung der finanziellen Angelegenheiten oder der Aufrechterhaltung der Ordnung im Hause einen Ausgleich, damit nicht Alles zu Lasten Dessen geht, der für das wirtschaftliche Wohl der Familie zuständig ist.

Eine Erziehung zur Vorbereitung auf diese später auszuübenden Rollen erfordert nicht nur das mehr schlechte als rechte Vorbild der eigenen Eltern, sondern auch eine schulische Bewusstmachung der tatsächlichen Rechte und vor Allem Pflichten, die damit verbunden sind, wenn man gemeinsame Nachkommen in die Welt setzen und sie zu vollwertigen Mitgliedern einer menschlichen Gemeinschaft erziehen will, was sie natürlicherweise eben NICHT von alleine würden, wenn man sie gewähren ließe, wie die Erfahrung zeigt.

Dazu gehört auch das Wissen, dass ein menschlicher Partner kein Besitz ist, mit dem man tun und lassen darf, was Einem beliebt – auch wenn diese falsche Vorstellung zur lieben Gewohnheit Derer geworden ist, die sich dieses Recht schon immer einfach herausnahmen, indem sie dem Partner mit Repressalien drohten, sofern der sich nicht mit der totalen Versklavung einverstanden erklärte, die ihm als das - mit dem Zustand der totalen Unversorgtheit verglichen - kleinere Übel vor Augen gehalten wurde.

Zur Inanspruchnahme von Rechten als der Schwächere der jeweiligen Vertragspartner gehört auch das Wissen, wie man dieses notfalls auch mit Gewalt durchsetzen kann, indem man den Vertragsbrecher notfalls gerichtlich dazu zwingt, den Vertrag einzuhalten, und nicht nur Genugtuung zu erlangen, dass man selber doch nicht so schwach war, wie man dachte, sodass man ihn wenigstens ebenfalls schädigen konnte, denn durch Rache alleine zerstört man jede Partnerschaft und macht sich den vormaligen Partner unweigerlich zum Gegner, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Rache sinnt, nachdem er nach dem Verlust der Partnerschaft meint, er habe sowieso Nichts mehr zu verlieren.

….Dazu noch von dir wie folgt dargelegt:
Durch die Formulierung von Regeln als Orientierungspunkte für sozial angemessenes Handeln alleine lässt sich noch kein soziales Bewusstsein erzeugen, weil damit die Regeln höchstens nach dem Buchstaben des Gesetzes angewendet oder befolgt werden können, aber nicht auf eine der komplexen Gesamtsituation angemessene Weise. …..


Ich meinte damit, dass es auch immer einer plausiblen Begründung bedarf, um den Sinn einer Vorschrift zu verstehen. Dient diese jedoch nur dem Nutzen einer speziellen, privilegierten Schicht in der Gesellschaft, ist es logisch, dass sie von allen Anderen nicht anerkannt wird, und auch nur so lange befolgt wird, wie man nicht überwacht und zum Einhalten der Vorschrift gewaltsam gezwungen wird.

Dass selbst eine Ordnungsmacht, die das Gesetz, bzw. die Nutznießer des Gesetzes, vor den dadurch Benachteiligten schützt, anstatt umgekehrt, die Benachteiligten vor der Willkür korrupter Gesetzeshüter, nicht so weit reicht, jeglichen Gesetzesbruch zu verhindern, zeigt, dass auch der Schwächste noch über genügend Macht verfügt, um sich der totalen Kontrolle zu entziehen - selbst wenn er sich nicht mit Seinesgleichen gegen Andere solidarisiert, um gemeinsam stärker zu sein als alleine.

Dem sollte jeder Gesetzesgeber Rechnung tragen, denn mit der sanften Gewalt der „Verführung durch Gewährung von Gnade und Barmherzigkeit“ kann man die Menschen eher dazu bewegen, achtsamer miteinander umzugehen, als wenn man sie mit roher Gewalt dazu zwingt, und sie sich damit zu Feinden macht, die nur Eines im Sinne haben: wenigstens den verhassten Gegner zu schädigen, wo es nur geht, wenn sie ihn schon nicht vernichten können – selbst wenn sie selber dabei auf Dauer den Kürzeren ziehen.
.... weil dies lediglich einen Racheakt an Stellvertretern darstellt, mit dem man sich keine Freunde macht – selbst wenn man eine Anhängerschaft dabei um sich schart, die sich zunächst gerne davon blenden lässt, aber später genauso hinter Jemand Anderem hinterherläuft, der sich mit derselben Taktik der Negativ-Werbung in ein besseres Licht zu stellen weiß, um seine offensichtlichen Mankos zu verbergen, wie man selber.

Natürlich gibt solches Verhalten reingarnix Aufbauendes her, könnte aber auch bloss den Anschein erwecken als würde man sich rächen.
Jeder hat seine Gründe, weshalb er sich in einer gewissen Situation so und nicht anders verhält, ist dies nun für Beteiligte noch so unverständlich und für Jene aus ihrer Perspektive eben das Naheliegendste, weil es eben für sie selbst in dieser Situation so wäre.

Dazu kommt noch, dass keiner für sich immer mit seinem Verstand nachvollziehen kann, weshalb er sich in gewissen Situation so und nicht anders verhält, was ja unabhängig von Anderen auch noch unbewusst abläuft.
Da hilft in der Regel nur, ganz nach Kästner, „... geh in dich, besinn dich!

Freunde kann man sich weder kaufen, noch machen,​ ​Freundschaft kann entstehen, was vorwiegend auf dem beidseitigen Verhalten zueinander beruht.
Ist aber nur einer von Beiden nicht mehr in der Lage oder überfällt ihn ein Gebrechen (z B Demenz), wird das, was wir gemeinhin Freundschaft nennen, ziemlich schnell zu einem Nichts oder allerhöchstens noch zu absoluter Befremdung und einem masslosen Bedauern.

https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... anken.html

Es ist gar nicht so einfach, Wertschätzung weiterhin zum Ausdruck bringen zu können, wo der Mensch an sich und bei Anderen keinen Wert mehr sieht, wo weder was aufrichtig gespiegelt werden kann, noch irgend sonst ein Austausch, aus was für Gründen auch immer, offenbart und erfahren werden kann.

Abgesehen vom Minderwert den die Menschen weltweit durch ihre Machthaber und Despoten hinnehmen müssen, sich auch nicht dagegen zur Wehr setzen können​, kann man kaum noch von verbindlichen Menschenrechten reden, sondern nur noch von abgründig verächtlichem Verhalten und Täuschungsmanövern Einzelner, die ihre Machtpositionen in „menschenschändlicher“ Art und Weise dazu nutzen, um die Menschenrechte zu untergraben und als Spottbilder vor unseren Augen tanzen zu lassen.
….Natürlich gibt solches Verhalten reingarnix Aufbauendes her, könnte aber auch bloss den Anschein erwecken als würde man sich rächen. …...

Na die Rache findet ja schon real statt – auch wenn sie selbstherrlicherweise mit dem Argument des erzwungenen negativen Ausgleichs gerechtfertigt wird, wo ein positiver bislang nicht möglich war.

Das Argument, dass der Rächer damit das vormals gute Verhältnis mit dem Anderen zerstört, ist insofern nicht stichhaltig, weil das ja bereits von dem selber zerstört worden ist, denn sonst bestünde bei dem Geschädigten auch kein Bedürfnis nach einem Ausgleich dieser Schädigung – selbst wenn sie nur darin besteht, sein beschädigtes Selbstbild eines „nicht ungestraft zu Schädigenden“ wieder zu reparieren.

Da das der Gesetzgeber selber genauso macht, um seine uneingeschränkte Macht zu demonstrieren, die es im Rechtsstreit von den Kontrahenden vor Gericht anzuerkennen gilt, sodass sein Urteil bindend ist, kann man dem eigenmächtigen Rächer, der sich nicht genügend vom Gesetzgeber vertreten wähnt, und daher die Bestrafung des Täters zur Abschreckung selber vornimmt, um sich vor weiterer Schädigung zu schützen, lediglich Selbstjustiz vorwerfen.

…..Jeder hat seine Gründe, weshalb er sich in einer gewissen Situation so und nicht anders verhält, ist dies nun für Beteiligte noch so unverständlich und für Jene aus ihrer Perspektive eben das Naheliegendste, weil es eben für sie selbst in dieser Situation so wäre. ….


Es geht bei einer sozialen Gesetzgebung nicht darum, einen Einzelnen darin zu unterstützen, seine Ziele zum Eigenwohl auf Kosten des Gemeinwohls durchzusetzen, sondern ihn daran zu hindern, indem das Gemeinwohl, in dessen Interesse der Gesetzgeber in sein Amt berufen wurde, im Zweifelsfalle vor dem Wohle eines Einzelnen rangiert, soweit Jenem diese Einschränkung seiner Freiheit zugunsten der Freiheit Anderer zuzumuten ist.

Das Verständnis für die Motive Dessen, der Andere zu ihrem Nachteil schädigt, mögen strafmildernd sein, wenns um die versehentliche Schädigung Anderer geht, oder aber um lebenserhaltende Maßnahmen wie Mundraub, bei dem dem Hungrigen die lebenserhaltenden Maßnahmen verweigert werden, sodass er das Recht hat, sie auch gewaltsam, d.h. ohne die Zustimmung des Verweigerers der Hilfeleistung, zu der er gesetzlich verpflichtet ist, durchzusetzen, indem er ihn bestiehlt.

Das Strafgesetz ist jedoch vorrangig dafür da, um dem bösartigen Vorsatz der Vorteilnahme bei der Schädigung Anderer entgegenzuwirken, bei dem der Schädiger die Strafe dafür womöglich auch noch bereitwillig in Kauf nimmt, weil er unterm Strich immer noch davon profitiert. Hier sollen die Strafen so hoch bemessen sein, dass sich die Schädigung für den Schädiger nicht mehr lohnt.

…...Dazu kommt noch, dass keiner für sich immer mit seinem Verstand nachvollziehen kann, weshalb er sich in gewissen Situation so und nicht anders verhält, was ja unabhängig von Anderen auch noch unbewusst abläuft.
Da hilft in der Regel nur, ganz nach Kästner, „... geh in dich, besinn dich!…..


Nun – dafür gibt es ja die nachträgliche Rechtsbelehrung für die, die bislang nicht begriffen haben, dass man Andere nicht zu deren Nachteil schädigen darf – und zwar weder aus Vorsatz, noch aus Fahrlässigkeit, mit der die Schädigung Anderer billigend in Kauf genommen wird.

Solange zu warten, bis der Groschen von selber fällt, wäre grob fahrlässig Denen gegenüber, auf Kosten Derer der Uneinsichtige seine – vor Allem für Andere – schlechten Erfahrungen selber machen darf, ohne sich dabei eines Besseren belehren lassen zu müssen.

Hier führt eine Strafe oft schneller zur Einsicht, dass Etwas verboten ist, sodass mans nicht noch einmal tut, um nicht wieder bestraft zu werden, als zu der Einsicht in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge, bei denen ein Idealzustand angestrebt wird, den es in der Natur möglicherweise gar nicht gibt, sodass das eigene asoziale Verhalten dem Verbrecher als ganz natürlich erscheint.

…..Freunde kann man sich weder kaufen, noch machen,​ ​Freundschaft kann entstehen, was vorwiegend auf dem beidseitigen Verhalten zueinander beruht.....

Der Kauf im sozialen Sinne beruht nicht darauf, dass man sich den Freund kauft, als eine Art veräußerlichen Besitz, den man auch wieder weiterverkaufen kann, wenn er Einem nicht mehr gefällt, sondern man kauft sich sozusagen bei ihm ein, indem man die Bedingungen erfüllt, die Einen selber für ihn zu einem wertvollen Freund machen.

Dieses Freundschaftsverhältnis beruht auf einer Konvention, die die vorsätzliche Schädigung des Andern zum eigenen Vorteil ausschließt, wodurch man automatisch zu dessen Feind wird, wenn man diese Konvention missachtet.

Da die Befolgung der konventionellen Freundespflichten auch einseitig praktiziert werden kann, gibt’s auch unilaterale Freundschaften, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen, wie etwa die Freundschaft (und nicht Liebe) einer freundlichen (wohlwollenden) Mutter zu ihrem noch unverständigen, unfreundlichen und daher auch nicht liebenswerten Kinde, dem es auch dann seine launenabhängigen Bösartigkeiten nachsieht, wenn es sich nicht dafür entschuldigt, weil es die maßregelnde Mutter als seinen Feind ansieht, ohne sich ihrerseits dafür an ihm zu rächen.

Das geschieht nicht selbstlos, sondern die Mutter steht klugerweise solange dem Kind als verlässlicher Freund zur Seite, bis es in der Lage ist, diese Freundesleistung (an-) zu erkennen und dadurch zu würdigen, dass es sie ihrerseits mit Freundlichkeit erwidert, sodass daraus eine Freundschaft zum gegenseitigen Nutzen entstehen kann.

…...Ist aber nur einer von Beiden nicht mehr in der Lage oder überfällt ihn ein Gebrechen (z B Demenz), wird das, was wir gemeinhin Freundschaft nennen, ziemlich schnell zu einem Nichts oder allerhöchstens noch zu absoluter Befremdung und einem masslosen Bedauern. ….


Da das Kriterium der „Freundschaft als einer Partnerschaft des Wohlwollens“ ein anderes ist, als das einer sonstigen, tätigkeitsgebundenen Partnerschaft, für die ein weitergehendes Wohlwollen nicht mehr erforderlich ist, nachdem sie ihren vereinbarten Zweck erfüllt hat, dauert die Freundschaft maximal ein Leben lang, sofern man Jemandem wohlgesonnen ist – ganz egal, in welchem Zustande er sich befindet, und auch, in welchem Zustande man sich selber befindet, denn nicht die Liebe, sondern die Freundlichkeit währet ewiglich!

Leider ist diese Freundlichkeit durch Wohlwollen von Seiten seines unfreundlichen und damit übelwollenden Partners, auf den man vielleicht angewiesen ist, sodass man ihn nicht einfach ignorieren kann, genauso wenig gerichtlich einklagbar, wie das Geliebtwerden, wenn die Voraussetzungen der eigenen Liebenswürdigkeit gar nicht gegeben sind, sodass die eigene Freundlichkeit lediglich ein Indiz dafür ist, ob man selber ein guter Freund ist, wenn man sie denn praktiziert, oder eben nicht.

….. https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... anken.html

Es ist gar nicht so einfach, Wertschätzung weiterhin zum Ausdruck bringen zu können, wo der Mensch an sich und bei Anderen keinen Wert mehr sieht, wo weder was aufrichtig gespiegelt werden kann, noch irgend sonst ein Austausch, aus was für Gründen auch immer, offenbart und erfahren werden kann.....


Nun, es kann natürlich nicht Jeder seine Wertschätzung für Andere auf eine ihnen genehme Weise zum Ausdruck bringen, wenn er es nicht gelernt hat, aber entscheidend ist immer die Einstellung aus der heraus er dieses tut, denn es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man Jemanden, den man aufgrund seiner Nützlichkeit liebt und ihn dennoch im Namen der Freundschaft schamlos ausbeutet, indem man ihm die angemessene Würdigung seiner Verdienste schuldig bleibt, oder aber ob man nur Hemmungen hat, ihm um den Hals zu fallen und ihn in aller Welt wegen seiner Großzügigkeit zu lobpreisen, und ihm daher stattdessen etwas weniger emotional die Hände drückt und ihn damit seiner weiteren Unterstützung in Freud und Leid versichert – auch wenn man keine Berge mehr versetzen kann, weil Einem die Kraft dafür fehlt.

So empfindet natürlich auch noch Jemand, der aufgrund einer Krankheit mit nachfolgendem Gedächtnisschwund seinen Freund nicht mehr wieder erkennt, ob der ihm freundlich entgegentritt oder nicht.

…..Abgesehen vom Minderwert den die Menschen weltweit durch ihre Machthaber und Despoten hinnehmen müssen, sich auch nicht dagegen zur Wehr setzen können​, kann man kaum noch von verbindlichen Menschenrechten reden, sondern nur noch von abgründig verächtlichem Verhalten und Täuschungsmanövern Einzelner, die ihre Machtpositionen in „menschenschändlicher“ Art und Weise dazu nutzen, um die Menschenrechte zu untergraben und als Spottbilder vor unseren Augen tanzen zu lassen. ….

Der Minderwert, den man für Jemandem hat, kann ja auf ganz unterschiedlichen eigenen Unfähigkeiten beruhen, die für den Anderen bei seiner Bewertung ausschlaggebend sind, sodass es oft eine Frage der Auswahl ist, in die man zufällig gerät, und dem Bewertenden dann mehr oder weniger gut gefällt, als all die Anderen, mit denen man verglichen wird.

Die Wertschätzung, welche noch keine Würdigung von Verdiensten darstellt, wozu man ein einklagbares Recht hat, hängt auch von dem jeweiligen Maßstab ab, den der Bewertende anlegt, selbst wenn sonst Niemand als Konkurrent dasteht, gegen den man um mehr Geltung bei dem Bewertenden kämpfen könnte, indem man ihn entweder übertrumpft, oder indem man ihn niedermacht, sodass man selber als der einzig halbwegs geeignete Kandidat übrig bleibt, mit dem der Bewertende dann in Ermangelung einer besseren Alternative vorlieb nehmen muss.

So ist es ratsam für Jemanden, der nicht gebraucht wird, weil er einem Anderen zu wertlos erscheint, sich möglichst dorthin zu begeben, wo man seine Qualitäten nicht nur zu schätzen weiß, weil man ihrer bedarf, sondern wo man sie auch würdigt, indem man sie auf angemessene Weise entlohnt, um eine Partnerschaft miteinander zu gestalten, die nicht auf betrügerischer Vorteilnahme beruht.
Ein angebliches Naturrecht des Stärkeren auf „grenzenlose Freiheit ohne die Pflicht, es auch Schwächeren zu gewähren“, gibt es nur in der Fantasie Größenwahnsinniger, die meinen, ihr Genie sei von so überragender Bedeutung für die Gesellschaft, dass sie dafür eines Ehrenplatzes würdig seien, der mit entsprechenden besonderen Machtbefugnissen verbunden ist, über Schwächere nach Belieben herrschen zu dürfen.

https://www.humanrights.ch/de/medien/ng ... rorgesetze

«Der Polizei zu erlauben, Zwangsmassnahmen gegen 12-jährige Kinder zu ergreifen, ist eine Verletzung der Verpflichtungen der Schweiz gegenüber ihren Kindern», halten der frühere Schweizer Präsident und das jetzige Schweizer Mitglied des UNO-Ausschusses für die Rechte des Kindes fest. Die Schweiz sei «an die Konvention über die Rechte des Kindes von 1989 gebunden, in der die Verpflichtungen der Staaten in Bezug auf die Jugendgerichtsbarkeit sehr klar festgelegt sind.» Sie ziehen das Fazit: «Die Politik muss noch einmal über die Bücher!»
Aus NGO-Plattform Schweiz

Woher der Terror bei einem solchen Gesetz käme liegt auf der Hand.
Das „Sich-terrorisiert-WÄHNEN“ (statt fühlen) muss mit dem „tatsächlichen Terrorisiert-WERDEN“ ja noch Garnichts zu tun haben.

Andererseits gibt es auch kein Gesetz, welches Jemandem gestattet, Andere zu terrorisieren – ganz gleich, in wessen Auftrag oder Namen oder mit welcher Rechtfertigung auch immer.

So gehört in jedes ordentlich formulierte Gesetz eine Definition, ab wann ein Gefährder das friedliche Koexistieren Anderer gefährdet, und wessen friedliche Koexistenz mit wem dadurch zu schützen ist?

Die gewaltsame und damit kriegerische Maßnahme, welche notwendig ist, um Schwächere nicht nur im Regel- sondern auch im Ausnahmefall vor der Willkür der Stärkeren zu schützen, und damit überhaupt zu verhindern, dass es zu einer unangemessenen Schädigung des Einen zum Vorteil des Anderen kommt, zieht unweigerlich eine klare Positionierung gegen die jeweilige „soziologische Gruppe von mutmaßlichen Gefährdern“ nach sich, welche sich - machtpolitisch gesehen – am besten als Sündenbock für Diejenigen eignet, die von ihren eigenen Missetaten ablenken wollen.

Hier beginnt man aus Interesse am Eigenwohl, welches immer vor dem Allgemeinwohl rangiert, wenn die Entscheidung dem Gewissen des Abgeordneten überlassen wird, von Vorneherein bereits mit verschiedenerlei Maß zu messen, was verständlicherweise für Diejenigen, die den Gleichheitsgrundsatz wörtlich nehmen, eine soziale Ungerechtigkeit darstellt.

Ist der gemeinsame Feind jedoch z.B. ein Virus oder andere Aliens, welche drohen, die Menschheit zu vernichten oder zu versklaven und auszubeuten - wie es in der Geschichte auch die sogenannten Gottkönige taten, indem sie vorgaben, nicht von dieser Welt zu sein - , scheint sofort die Todesstrafe wieder das richtige Mittel zu sein, um das eigene Leben zu retten, und vorher möglichst noch die öffentliche Kreuzigung zu praktizieren, als Warnung für alle potenziellen Nachahmer, denen es dann ganz genauso ergeht, wenn sie den Frieden stören, der von den priesterlichen Gesetzgebern zum Schutz der Herren vor den ungehorsamen Dienern verordnet worden ist.

Dass die allgemeine Hysterie dabei nicht mal vor internationalen Grenzen Halt macht, zeigt die aktuelle Corona-Krise mit dem umfangreichsten Maßnahmenkatalog, den man bisher gegen Infektionskrankheiten aufgestellt hat, wobei man bereits schon sehr früh den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen konnte.

Am Ende geht’s auch nicht mehr um die Sache an sich – nämlich um die „Verhinderung der Infizierung Anderer durch eigene Nachlässigkeit“, bei der man nicht mal eine bösartige Absicht verfolgt -, sondern nur noch darum, die eigene politische Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, um den Eindruck zu hinterlassen, man habe Alles im Griff.

Dabei ist eine Strafandrohung nebst Strafausführung völlig unwirksam, wenn es um die Verhinderung einer Schädigung geht – ganz gleich, ob sie aus Versehen oder aus Absicht bewirkt wurde.

Im Mittelalter, als in Europa durch die Pest ein Drittel aller Menschen ausgerottet wurde, war z.B. das Schicksal der Infizierten nach 3 Tagen besiegelt, sodass jede Maßnahme nach Auftreten der Symptome zu spät kam.

So wenig, wie man Viren oder Bakterien durch Strafandrohung zur Vernunft bringen kann - was bedeuten würde, dass sie ihren eigenen Überlebensinteressen zuwider handeln müssten - , so wenig kann man Berufsverbrecher durch Strafandrohung daran hindern, weiterhin ihr Unwesen zu treiben, wenn sie sich jederzeit mit Hilfe eines guten Anwaltes, der dem Gericht Formfehler in der Anklageschrift nachweist, freikaufen können, oder aber die Strafe bereitwillig aus der Portokasse bezahlen.

Was macht man also mit 12-Jährigen, die sich in kriminellen Banden zusammenschließen, um Einzelpersonen auf offener Straße zu überfallen und auszurauben, nachdem sie noch nicht das Alter erreicht haben, wo sie als „straffähig“ gelten (und nicht etwa „strafmündig“, denn man kann ja sogar einen Tisch bestrafen, ohne dass der weiß, wie ihm geschieht)?

Man tut das selbe, wie die Guardien Angels in der U-Bahn, die dafür sorgen, dass die Passagiere auch noch nach 22 Uhr sicher am Zielort ankommen, oder wie Jemand, der an der Eingangstüre des Supermarktes steht und kontrolliert, ob auch jeder Kunde einen Mund- und Nasenschutz trägt, und ihn sonst gar nicht erst reinlässt.

Das selbe könnte man auch den Abgeordneten im Parlament abverlangen, damit sie Denjenigen, für die sie zuständig sind, als leuchtendes Vorbild vorangehen, denn Abgeordnete, die sich an die eigenen Gesetze nicht halten wollen, werden auch Gesetze verabschieden, die genügend Lücken aufweisen, damit sie jederzeit genauso unbehelligt hindurchschlüpfen können, wie Diejenigen, die sie bestochen haben, falls sie bei ihren kriminellen Machenschaften erwischt werden sollten.

Damit beweisen sie schlicht und einfach, dass sie beruflich nicht qualifiziert sind, und folglich in dieser Machtposition Nichts zu suchen haben, was auch durch eigens dafür eingesetzte Aufpasser zu verhindern wäre, wenn die nicht die Ordnung hüteten, sondern das Volk vor der Willkür von Diktatoren beschützen täten, indem sie sie bei ihrer Arbeit kontrollieren, um zu verhindern, dass es überhaupt zum Schlimmsten kommt.

Das Argument, dass der Gesetzgeber damit ja automatisch seine „Autorität als Vater des Volkes“ verlöre, sodass ihm seine Kinder keinen Glauben oder Vertrauen mehr schenken könnten, nachdem er sie einmal belogen hat, und er daher schon aus dem Grunde kein Interesse haben könne, sich solche „Fehler zu erlauben“, hat Nichts mit der Glaubwürdigkeit eines Wahrhaftigen zu tun, weil es da nicht um ein Bezeugen vor Gericht geht, sondern ausschließlich um die Akzeptanz wohlbegründeter Maßnahmen zum Wohle Aller.

Die haben jedoch Nichts zu tun mit der Ausstrahlung eines leuchtenden, charismatischen Anführers, der SEIN Volk über alles Maßen „great“ zu machen versprochen hat, und sein Versprechen dann deshalb nicht halten kann, weil er gar nicht über die dafür nötige Macht verfügt, was ihm wiederum als bestes Argument dient, sich noch mehr davon zu verschaffen, um am Ende jenseits von „gütig und böse“ bzw. von „gut und schlecht“ alleine regieren zu können.

Insofern ist die Politik nicht per se ein moralisch schmutziges Geschäft, sondern wird erst von einflussreichen Verbrechern dazu gemacht - und das leider obendrein auch noch ganz legal.
"Würde ist die konditionale Form, von den was einer ist. "( K.K.)
Ich hoffe, es war K.K. und ich habe ihn richtig zitiert-