Verdandi hat geschrieben:
Ich kann Dir versichern: Die meisten Eltern sehen sich nicht nur in der Erziehungs-"Pflicht", sondern lieben ihre Kinder! Und möchten, dass andere Kinder, die nicht geliebt werden, mehr Rechte erhalten. Ich verstehe das gut und empfinde auch so.

Manche Eltern lieben ihre Kinder über alle Maßen und behindern sie dadurch, sich gesund zu entwickeln.
Auch davor sollte man Kinder schützen (können).
Und wer sollte diese überliebten Kinder schützen ?!
Und wie sollte das geschehen ?
Nachbarschaftsanzeige ?
Staatliche Inobhutnahme ?
Sanktionierung der Eltern ?

Also ich find's schön übergriffig, wie bereits zweijährige Kita Kinder in festgelegte Entwicklungsschablonen gepresst werden.
"Das Kind muss in dem Alter dies können
Und in dem Alter das können".
Ansonsten gilt es als verhaltensauffällig und die Eltern werden gerügt.
Ebenso übergriffig empfnde ich den öffentlichen Sexual-und Aufklärungsunterricht.
Inklusive Gründerwahn.
Damit wird es den Eltern legitim aus der Hand genommen, selbst zu entscheiden, wann und wie ihr Kind mit dieser Thematik in Berührung gebracht wird.
Aus meiner Sicht werden die Kinder Mainstream-konform gleichgeschaltet.
Beste Vorraussetzungen für den später leicht dirigierbaren Staatsbürger, Leistungsträger und Steuerzahler.
Genderwahn sollte es oben heissen.
(vermaledeite Textkorrektur)


Ja, das habe ich auch gedacht, Diana. Außerdem kann es ein "zu viel geliebt" eigentlich gar nicht geben, denn wer seine Kinder wirklich sehr liebt, wird nicht damit experimentieren, seine Liebe abzuwägen oder zu portionieren.

Viel schlimmer ist jeder Fall fehlender Liebe - denn die Folge ist seelische Verwahrlosung. Bei den Armen fällt es eher auf als bei den Reichen, wo Kinder mit materiellen Gütern vermeintlich "entschädigt" werden und andere den Eindruck haben, sie hätten es ja gut.



@ Rheinnixe

…..Manche Eltern lieben ihre Kinder über alle Maßen und behindern sie dadurch, sich gesund zu entwickeln. …..

Allein dadurch, dass man Jemanden besonders mag, d.h liebt, weil er Einem als besonders wertvoll erscheint, oder dadurch, dass man Jemanden überhaupt nicht mag, d.h. hasst, weil er Einem zB als zu hässlich erscheint, nützt oder schadet man ihm noch nicht.

Was hingegen schädlich ist, ist zu wenig fürsorgliche Zuwendung, die man auch Denjenigen angedeihen lassen kann, die man nicht lebt, und welche man fälschlicherweise auch mit Liebe bezeichnet, obwohl Letztere lediglich auf einer positiven Bewertung beruht, von der der Bewertete selber noch gar nichts hat.

Ähnlich ist es auch mit der übertriebenen Zuwendung, wobei der Schutzbefohlene etwa für das Kuschelbedürfnis des alleinerziehenden Elternteils missbraucht oder zum Kummerkasten und damit zum Partnerersatz gemacht wird.

…..Auch davor sollte man Kinder schützen (können). …..

Damit würde man von den unfähigen und daher unsozial handelnden Eltern verlangen, dass sie ihr Kind vor ihnen selber zu schützen hätten, was sie nur dadurch erreichen, indem sie - wiederum von sich aus - freiwillig ihrer Informations- und Weiterbildungspflicht nachkommen, anstatt sich eigenmächtig mit ihrem Kind in ihren 4 Wänden zu verbarrekadieren, bis die Nachbarn oder die Lehrer drauf aufmerksam werden.

Das wäre so, als würde man versuchen, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, indem man es den Asozialen überlässt, für soziale Verhältnisse zu sorgen, oder darauf zu hoffen, dass sich der Markt, wo die Rücksichtslosen das Sagen haben, schon von selber auf natürliche Weise – nämlich zum Nachteil der Schwächeren – reguliert.

Hier sind jedoch Strafen der falsche Weg, um die unfähigen Eltern eines Besseren zu belehren, was die Kenntnisnahme und das Befolgen ihre Erziehungs- und Fürsorgepflichten gegenüber ihrem Kinde betrifft, sondern es bedarf öffentlicher Weiterbildungs- und Beratungsstellen, an die sich Jeder wenden kann, wenn er nicht weiß, wie er richtig mit seinem Kind umgehen muss, um es zu einem lebenstüchtigen und damit vollwertigen Mitglied der Gemeinschaft zu erziehen, anstatt zu einem rebellischen Soziopathen, der sein Sozialverhalten nicht an die jeweiligen Umstände anpassen will, weil ers nicht gelernt hat, und daher auch nicht erfolgreich sein kann bei dem, was er jeweils erreichen will.

Für die Vorbereitung auf die Rolle des Erziehungsberechtigten wäre - wie bereits vorgeschlagen - auch eine Elternführerscheinpflicht hilfreich.
Im Sinne der staatlichen Organe ??
Wer sonst würde das Wertesystem ausarbeiten ?
Sinn und Zweck der von erziehungsfähigen Eltern angestrebten Erziehungsziele sollte immer das Kindeswohl sein, denn das Kind muss sich später auch in einer asozialen Gesellschaft erfolgreich behaupten können.

Dazu ist weder die Vermittlung weltfremder Ideale, statt praktischer Überlebensweisheiten förderlich, noch die falsche Vorstellung, sich seine Rechte selber schreiben zu dürfen, solange man nur asozial (partnerschaftsfeindlich) genug ist, um sich rücksichtslos gegen die Interessen Schwächerer durchsetzen bzw straflos über sie hinwegsetzen zu können.

Leider erbt ein Kind nicht nur sozial förderliche Eigenschaften, Denk- und Verhaltensweisen von seinen für es nacheifernswerten Eltern, sondern auch schädliche, die es sich später meist mühselig wieder abgewöhnen muss, um nicht in ihre Fußstapfen treten und ihre Fehler wiederholen zu müssen, weil eine bessere Alternative in der Kindheit nicht zur Verfügung stand.

Das Werte-System ergibt sich aus den notwendigen Erfordernissen, um gegebenenfalls sogar unter Wölfen überleben zu können, obwohl die ja untereinander angeblich noch viel sozialer sein sollen, als die Menschen - falls es tatsächlich mit der sozialen Wirklichkeit übereinstimmt, was die Verhaltensforscher davon zu berichten wissen.
von filofaxi » 24.11.2018

Da die menschliche Beziehungen einerseits aufgrund von wechselseitigen Bedürfnissen (und nicht Gefühlen) und der Erwartung, sie vom Anderen befriedigt zu bekommen, sowie der Art des Umgangs miteinander andererseits oft sogar unbewusst - und demnach scheinbar durch Geisterhand von selber - zustande zu kommen scheinen, ist den Betreffenden nicht nur der Zweck der Beziehung, sondern auch die gemeinsame Vertragsbasis nicht klar, auf der sie sich miteinander vertragen.

Irgendwann fängt dieser Anspruch oder besser, diese Forderung nach Bedürfnisbefriedigung an, da absolute Notwendigkeit ohne Wenn und Aber besteht, sie befriedigt zu bekommen.
Hier in den ersten Lebenswochen gibt es kein gegenseitiges Vertragsverhältnis, hier entsteht ein Vertrag auf einseitiger Basis weil das Kind ein ungleicher Partner ist. Ihm kann daher auch bereitwillig oder eben nur halbherzig begegnet werden, die Gründe sind bekannt.
Funktioniert die Fürsorge nicht nach Bedarf DES KINDES entsteht schon zu diesem Zeitpunkt eine Art „Verfälschung“ und „Irritation“ was persönliche Bedürfnisse und deren Befriedigung betrifft.
Es etablieren sich diffuse Unsicherheiten darüber ob die jeweiligen Bedürfnisse berechtigt und angemessen sind weil das Kind im schlechtesten Fall keine positive Quittierung seiner Begehren, seines Benehmens bekommt.

Dadurch entsteht die von dir erwähnte scheinbare, oder vielleicht besser, unscheinbare Geisterhand die dazu führt, dass einmal eingegangene Verträge „sabotiert“ oder gar vereitelt werden.

Ich meine, dass zwischen den unbewussten, notwendigen aber unerfüllten oder nicht anerkannten Bedürfnissen von damals, und einer Unfähigkeit bewusst zu erkennen was entprechende Verträge in letzter Konsequenz bedeuten, ein Zusammenhang besteht.

Also bedeuten Kinderrechte nicht nur „grosse Worte von Liebe“, denn wie schon erwähnt, mit knutschen und verhätscheln wird ein Mensch noch lange nicht mündig.

Kinderrechte bedeuten in erster Linie für die Kinder da zu sein um ihnen Ruhe, Geborgenheit und Wissen vermitteln zu können, was selten gelingen kann, wenn Einkommen so gering gehalten werden, dass eben die Mutter zusätzlich durch BEZAHLTE Arbeit für das Familieneinkommen beitragen muss und daher nur wenig Zeit, Geduld, von Muse ganz zu schweigen, für die Kinder bleibt.

https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... y/18810101

https://youtu.be/maWzEH1n0qc
Da es keine vertraglich zugestandenen Kinderrechte ohne ebenso vertraglich dafür geforderte Elternpflichten geben kann, sind es nicht die Kinder, die notfalls zur Einhaltung eines von Anderen aufgesetzten Vertrages gezwungen werden müssen, sondern die Eltern.

Insofern ist auch die Armut der Eltern zu bekämpfen, damit sie ihre Kinder ernähren können, wie es ihre Elternpflicht ist, und nicht die der Kinder, die noch gar nicht geschäftsfähig sind, um selber erkennen zu können, wozu die Sozialleistungen verwendet werden müssen, um damit bis zum Monatsende auszukommen.

Dass der Versuch eines Grundschullehrers im Ruhrgebiet, den Kindern beizubringen, wie man mit Hartz IV halbwegs über die Runden kommt, erfolgreich mit der polemischen Behauptung torpediert und zum Scheitern gebracht wurde, er würde damit lauter potenzielle, arbeitsunwillige Sozialschmarotzer heranziehen, zeigt, dass der Zynismus der tatsächlichen Sozialschmarotzer in Nadelstreifenanzügen, die nur noch das Geld für sich arbeiten lassen, sogar bei den Notleidenden als völlig normal und damit auch als akzeptabel gilt.

Der erste Beitrag aus der Zeitung lässt sich leider nicht öffnen, nachdem jetzt die Daten vor den Menschen geschützt werden, anstatt der Mensch vor dem Missbrauch seiner persönlichen Daten durch Andere, was durch die konsequente Aufweichung bisheriger Regelungen mittlerweile ja schon fast erlaubt oder sogar als heilige Pflicht für clevere Unternehmer gilt, wenn man nicht zu den Doofen unter ihnen gehören will.

Also stattdessen zunächst Etwas zur schludrigen Begriffsdefinition bereits in der Vorbemerkung des Videovortrags, um von Vornherein Missverständnisse durch Gleichsetzung von Äpfeln und Birnen zu verhindern:

1. Es gibt nur „Beziehungen mit einem Eitlen (Narzissten)“, aber keine „eitlen Beziehungen“.

2. „Eitelkeit“ ist damit auch kein Attribut von Partnerschaften, wie etwa einer Tennispartnerschaft, sondern nur die Eigenschaft von daran beteiligten Tennispartnern.

Des Weiteren ist es das Wesen einer „Liebesbeziehung“, welche man auch konkret mit „Freundschaft“ bezeichnen kann, dass ein Freund dem anderen gegenüber freundlich, dh. wohlwollend gesonnen ist, und ihm damit Freude anstatt Pein bereitet, um für ihn als liebenswert gelten zu können, und nicht als hassenswert, wie es bei einem „Pheind“ der Fall ist.

Allerdings gibt’s auch einseitige Liebesbeziehungen, wie zB zwischen einem Liebhaber und dem Objekt seiner Vorliebe, welches seinerseits Denjenigen, der es liebt, nicht liebt, weil der nichts Liebliches an sich hat, weswegen er für den Anderen auch liebenswert wäre.

Sofern es sich dabei nicht um ein Lebewesen handelt, sondern um einen - etwa für einen Kunstliebhaber - liebenswerten Gegenstand oder Sachverhalt, ist die Liebesbeziehung einseitig, weil ein Gegenstand nun mal nicht so eitel sein kann, um ein Interesse daran haben zu können, geliebt, oder sogar beachtet und versorgt zu werden mit dem, was er braucht, und sich seinerseits an seinem Besitzer zu erfreuen, auf dass Jenem sein Nutzwert als ein Entgelt dafür möglichst lange erhalten bliebe.

Dieses Interesse kann nur eine Person aufbringen, die daran interessiert ist, selber so lange wie möglich Freude an dem geliebten, weil als lieblich und daher für sich als liebenswert bewerteten Gegenstande zu haben, sodass sie sich sogar besonders drum kümmert, dass es auch so bleibt, indem sie ihren Besitz pflegt und auch vor der Begehrlichkeit anderer potenzielle Liebhaber beschützt, bzw. gegen Diebstahl verteidigt.

Der Irrtum des Eitlen besteht nun einerseits darin, zu meinen, er sei dem Anderen aufgrund seiner für ihn sehr nützlichen und daher positiven Eigenschaften, sowie seiner erbrachten Leistungen eine größere Gegenleistung (zB in Form einer besonderen Bevorzugung gegenüber Dritten) wert und damit auch schuldig, als dies tatsächlich der Fall ist.

Um Anderen zu suggerieren, dass er es dennoch sei, spiegelt er ihnen gerne falsche Tatsachen vor, die ihn besser aussehen lassen, als er es für sie tatsächlich ist. Damit er selber jedoch nicht beim Blick in den Spiegel jedes Mal die eigene Unzulänglichkeit erkennen und daran verzweifeln muss, benützt er gekaufte Schmeichler als Spiegel, die ihm sein geschöntes Selbstbild, welchem er gerne entspräche, als richtig bestätigen, obwohl er in Wirklichkeit ganz anders ist.

Wenn der Eitle nur daran interessiert wäre, für sein Selbstverständnis ganz allgemein als wertvoll zu gelten, hätte er diese Bestätigung durch Andere, die ihn spiegeln, damit er sich erkennen kann, gar nicht nötig, sondern er brauchte nur die soziale Wirklichkeit zu ignorieren, indem er die Augen schließt, um sich mit seiner ganzen Kraft einer Idealvorstellung hinzugeben, die er dann einfach in einem magischen Akt der Täuschung gegen erstere im Geiste austauscht.

Das tun besonders ohnmächtige Kinder gern, die sich damit wenigstens ihrer Macht des Bewertens vergewissern wollen, wenn sie schon keine Macht haben, Jemanden tatsächlich dazu zu bringen, sie für so wertvoll zu halten, wie sie es gar nicht sind, um darauf einen ebenso ungerechtfertigten Anspruch auf positive Zuwendung begründen zu können, mit dem sie ihre Forderungen auch gegen den Willen des Anderen durchsetzen können.

Indem Sigmund Freud den Kindern jedoch dementsprechend sogar eine ganz natürliche Eitelkeit unterstellte, mit der sie sich aus mangelnder sozialer Erfahrung erst mal alle unrealistischerweise selbst überhöhen, bis sie erwachsen sind, und ein realistischeres Selbstbild bekommen haben, übersah er jedoch die Tatsache, dass das Selbstbild auch minderwertiger ausfallen und damit vom Kinde selber gar nicht auf eine ihm passende Weise manipuliert werden kann, solange ihm noch ein Vergleichsmaßstab fehlt, der zur Bewertung unerlässlich ist.

Damit ist das kindliche Selbstbild noch vollständig von dem abhängig, was seine Eltern von ihm halten, bis das Kind unabhängig genug von ihnen geworden ist, um sich eine anderslautende, eigene Meinung überhaupt leisten, geschweige sie auch noch ihnen gegenüber äußern zu können, ohne deswegen sofort in Misskredit zu geraten, und womöglich als wertlos betrachtet und verstoßen zu werden.

Der sogenannte Minderwertigkeitskomplex des Eitlen ist eigentlich ein Überwertigkeitskomplex, weil er seine eigene Minderwertigkeit für Denjenigen, den er begehrt, nicht erträgt, denn die bringt ihm keine Anerkennung durch ihn ein, sodass er versucht, dem Anderen mehr wert zu scheinen, als er es tatsächlich ist, um als Gegenleistung dafür das von ihm zu bekommen, was er von ihm haben will.

Wer hingegen nicht eitel ist, erkennt eher, dass er dem Anderen tatsächlich nicht so viel wert ist, wie er es gern wäre, weil er dessen Anforderungen nicht erfüllt, und kann sich daher auch mit seinem Minderwert besser abfinden, ohne einen falschen Eindruck zu erzeugen, indem er ihm verspricht, was er sowieso nicht halten kann, sondern sucht sich statt dessen einfach Jemanden, der seine Leistungen mehr benötigt, wodurch er selber automatisch für ihn an Seltenheitswert gewinnt, denn der Wert richtet sich immer nach dem tatsächlichen Verhältnis von Angebot und Nachfrage, und nicht nach dem vorgestellten.

Warum nun der Eine eitel wird und ein Anderer nicht, mag an der tiefgreifenden Verunsicherung bezüglich des Wertes liegen, welchen er bisher für Jemanden hatte, der ihm wichtig war, und der ihn plötzlich für seine Leistung nicht mehr erwartungsgemäß mit einer angemessenen Gegenleistung gewürdigt hat, was der biblischen Vertreibung aus der Geborgenheit des Paradieses entspricht.

Wenn er die nicht verkraftet hat, wird er sich nicht noch einmal fremden Bewertungsmaßstäben unterwerfen lassen, sondern von nun an nur noch nach der Vormacht streben, um selber Anderen vorschreiben zu können, ihn zu lieben und vor Allem zu brauchen, um ebenso eigenmächtig selber den Preis bestimmen zu können, den sie dafür zahlen müssen, indem er sich ihnen gegenüber grundsätzlich wertvoller darstellt, als er in Wirklichkeit ist, womit bei ihnen die neuerliche Enttäuschung über ihn natürlich vorprogrammiert ist.

Diese wiederholten Entwertungen und Enttäuschungen übertrieben hoher Erwartungen lassen den scheinbar um den Lohn für seine Leistung Betrogenen irgendwann nur noch nach Entschädigung schreien, und auch seinerseits Andere um den angemessenen Lohn für ihre Leistungen zum Ausgleich betrügen, um Allen die Macht des Wertlosen zu beweisen, der Andere damit notfalls auch dazu zwingen kann, ihn zu lieben, dh ihm einen überaus positiven Wert zuzuerkennen, den er gar nicht für sie hat.

So führt jede Partnerschaft mit Eitlen dazu, dass der Nicht-Eitle immer im Nachteil ist, was Letzterer nur mit einer Milchmädchenrechnung ausgleichen kann, indem er willentlich das Wenige, was positiv ist, überbewertet, um damit das Viele, was negativ ist, mit der Kraft der geistigen Bewertung auszugleichen, wodurch die Gleichwertigkeit, die keine war, für ihn am Ende doch noch eine ist.

Bei zwei eitlen, asozialen (partnerschaftsunfähigen) Egoisten, die nicht teilen wollen, entscheidet der Wettbewerb der Eitelkeiten, wer stärker ist, und für seine Mogelpackung gegenüber Dritten am meisten verlangen darf, nachdem er seinen Konkurrenten erfolgreich aus dem Felde geschlagen hat.

Wenn der Eitle nur daran interessiert wäre, für sein Selbstverständnis ganz allgemein als wertvoll zu gelten, hätte er diese Bestätigung durch Andere, die ihn spiegeln, damit er sich erkennen kann, gar nicht nötig, sondern er brauchte nur die soziale Wirklichkeit zu ignorieren, indem er die Augen schließt, um sich mit seiner ganzen Kraft einer Idealvorstellung hinzugeben, die er dann einfach in einem magischen Akt der Täuschung gegen erstere im Geiste austauscht.


Wo soll diese Hingabe hinführen und woran könnte er denn sonst noch interessiert sein, wenn er sich nicht der Wirklichkeit zu entziehen versucht?

Die Vorstellung von der Welt ist genauso wenig die Welt selber, wie die Vorstellung vom Menschen der Mensch selber ist. Insofern ändert man mit einer anderen Vorstellung auch nur die Vorstellung, und noch nicht das Vorgestellte selber - auch wenn man das noch so gerne können möchte, weil es leichter zu sein scheint, seine Vorstellungen zu ändern, als das, wovon man sich nur eine Vorstellung machen kann, wie es sein sollte, ohne es jedoch tatsächlich dahingehend zu verändern, damit es tatsächlich so ist, wie man es haben will.


Vorbehaltslosigkeit ist angesagt.
Welche Energieverschwendung auch hier! Bevor Menschen aufeinander zugehen ist die gegenseitige Vorstellung da, das sehe ich auch so aber, warum im Anderen etwas vermuten oder nicht erwarten, was wir bei uns selbst nicht für möglich halten und auch nicht vermuten würden?
Wenn der Mensch handelt, kann er nur von sich selbst ausgehen und sich nach seinen Umständen richten, je nachdem wie viel Kraft er investieren will und kann.

Weshalb sich denn überhaupt eine Vorstellung kreieren oder sich irgendwelche Vorstellungen Anderer noch vorgaukeln lassen, wenn doch alles in Veränderung begriffen ist?
Wäre da nicht besser, andere Welten, DIE Welt einfach Welt bleiben zu lassen und die eigene "Welt" in Ordnung zu halten?
Es gelten doch jeweils die Handlungen die man immer in erster Liie für sein eigenes Wohl befriedigen will und hier meine ich nicht Lxusbedürfnisse, sondern Grundbedürfnisse die alle Menschen befriedigen müssen und d i e sollte jeder Mensch würdevoll befriedigen können.

Der Vorstellung, dass Eitle, Geizige und Angstbesetzte gelassen von ihren krampfhaften Besessenheiten ablassen könnten, gebe ich mich allerdings lieber hin, als Vorstellungen über Gleichgültigkeit und Resignation.

Nach nochmaligem praktischem Bezugnehmen, muss ich nun gestehen, dass mit aller mir zur Verfügung stehender geistigen Kraft, das völlige Weglassen von Vor-stellungen nicht zu bewirken ist.
Dennoch bin ich der Meinung, dass der Mensch im Besitze seiner vollen geistigen Fähigkeiten, die Vorstellungen auf ein erträgliches, Schaden vermeidendes Mass reduzieren kann.

Und noch was zum Verrücken. Weshalb sollte es eher notwendig sein sich Dinge, Zustände oder auch Menschen so biegen zu wollen, wie WIR sie gerne hätten?
Hier wäre eine Nabelschau vermutlich ab und zu mal ganz nützlich und würde uns, im besten Falle, von festgefahrenen Vorstellungen entbinden.

https://www.youtube.com/watch?v=i_co8GCGKhI

Vorstellung

Der Mensch kann nicht anders, als sich alles vor-zu-stellen, was er bewusst wahrnimmt und denkt. Nur sinnliche Erfahrungen geschehen ihm scheinbar unmittelbar. Aber sobald er wahrnimmt, dass ein Klang in seine Ohren, ein Geruch in seine Nase, ein Geschmack auf seine Zunge, ein Bild in seine Augen, irgendetwas von außen auf seine Haut gedrungen ist – hat er sich das alles schon vor-gestellt – denn ohne Vorstellung funktioniert Bewusstsein nicht.

Dem Menschen ist alles durch eigene Vorstellung vermittelt. Ohnedem hätte Bewusstsein gar nicht erst entstehen können, denn die Differenz zwischen Berührung und Sich-Berührt-Fühlen, die das Bewusstsein schafft, heißt Vorstellung.




@ mehusae

…..Vorbehaltslosigkeit ist angesagt.
Welche Energieverschwendung auch hier! Bevor Menschen aufeinander zugehen ist die gegenseitige Vorstellung da, das sehe ich auch so aber, warum im Anderen etwas vermuten oder nicht erwarten, was wir bei uns selbst nicht für möglich halten und auch nicht vermuten würden?
Wenn der Mensch handelt, kann er nur von sich selbst ausgehen und sich nach seinen Umständen richten, je nachdem wie viel Kraft er investieren will und kann.....


Es gibt durchaus Menschen, die uns das geben können, was uns fehlt. Wenn das auf Gegenseitigkeit beruht, kann es zu einem fairen, einzelnen Handelsaustausch oder sogar zu einer dauerhaften Handelspartnerschaft (Symbiose) kommen, wie sie auch die Tiere aus ökonomischen Gründen zur Selbsterhaltung miteinander eingehen, auch ohne dass es ihnen dabei um das Gemeinwohl gehen muss.

Den aus der Art der Partnerschaft resultierende optimalen Umgang miteinander definieren Beide dann als Erfolgskonzept, an welches sich die Beteiligten zu halten haben, und womit auch das Verhalten im Ausnahmefall geregelt wird, welches nötig ist, um den durch einseitige Benachteiligung Beleidigten mit einer Schadensausgleichsleistung wieder zu versöhnen.

….Weshalb sich denn überhaupt eine Vorstellung kreieren oder sich irgendwelche Vorstellungen Anderer noch vorgaukeln lassen, wenn doch alles in Veränderung begriffen ist?
Wäre da nicht besser, andere Welten, DIE Welt einfach Welt bleiben zu lassen und die eigene "Welt" in Ordnung zu halten?....


Ohne Idealvorstellungen wüsste man nicht, in welche Richtung man (gemeinsam) gehen muss, und würde ständig orientierungslos im Trüben fischen, wobei sehr viel Kraft, die für eine konzentrierte Tätigkeit notwendig wäre, ungenützt verpuffen würde.

Tatsächlich geht es beim bewussten Handeln oder Nichthandeln immer um einen Abgleich mit dem, was man tun müsste, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, und dem, was man tatsächlich tun kann. Hat man das herausgefunden, kann man das, was man tun muss, tun, und das, was man nicht tun muss, getrost lassen.

Da es keine eigene Welt gibt, sondern nur eigene Vorstellungen davon, wie sie war, gerade sei und in der Zukunft sein soll, kann man sie auch nicht gegen eine andere austauschen, sondern nur die Vorstellungen davon.

…..Es gelten doch jeweils die Handlungen die man immer in erster Liie für sein eigenes Wohl befriedigen will und hier meine ich nicht Lxusbedürfnisse, sondern Grundbedürfnisse die alle Menschen befriedigen müssen und d i e sollte jeder Mensch würdevoll befriedigen können....

Da wir nicht alleine auf der Welt sind und auch nicht allmächtig, müssen wir wohl oder übel auch die Bedürfnisse Anderer berücksichtigen, von denen wir uns zur Gegenleistung verpflichten lassen müssen für das, was wir von ihnen haben wollen, um erfolgreich zu überleben. Das geht am Besten, wenn Beide gleich schwach oder gleich stark sind, und ist genauso ein soziales Prinzip, wie das asoziale, wonach der Stärkere Alles bekommt, und der Schwächere nichts, denn auch der Stärkere, der sich Alles nimmt, ist auf den Schwächeren angewiesen, dem er noch das Wenige wegnehmen kann, was Jener besitzt, um sich daran maßlos zu bereichern.

….Der Vorstellung, dass Eitle, Geizige und Angstbesetzte gelassen von ihren krampfhaften Besessenheiten ablassen könnten, gebe ich mich allerdings lieber hin, als Vorstellungen über Gleichgültigkeit und Resignation.....

Die angstbesetzte Verkrampfung geschieht immer, nachdem man mal den Kürzeren gezogen hat, und nicht bereit ist hinzunehmen, dass man sich nicht dagegen wehren kann, noch einmal benachteiligt zu werden. Dieser Unwille manifestiert sich mit der Zeit in einem kräftezehrenden Dauerkrampf der Gefolgschaftsverweigerung, sodass jeder Schritt immer schwerer wird bis zum totalen Zusammenbruch (burnout), der eine unbewusste, körperlich bedingte Zwangsentspannung bedeutet.

Wer hingegen stoischen Gleichmut praktiziert und von erfolglosem Streben oder Sehnen ablassen kann, erspart sich diesen Weg der schlechten Erfahrung, um auf entspannte und kraftvollere Weise das zu tun, was er sowieso tun muss.

…..Nach nochmaligem praktischem Bezugnehmen, muss ich nun gestehen, dass mit aller mir zur Verfügung stehender geistigen Kraft, das völlige Weglassen von Vor-stellungen nicht zu bewirken ist.
Dennoch bin ich der Meinung, dass der Mensch im Besitze seiner vollen geistigen Fähigkeiten, die Vorstellungen auf ein erträgliches, Schaden vermeidendes Mass reduzieren kann. ….


Die geistigen oder auch sozialen oder körperlichen Fähigkeiten kann er nur dann optimal in Bezug zu dem, was er damit bewirken will, nutzen, wenn er auch die Gelegenheit dazu hat. Und das bestimmt er nur zu einem kleinen Teil selber.

…..Und noch was zum Verrücken. Weshalb sollte es eher notwendig sein sich Dinge, Zustände oder auch Menschen so biegen zu wollen, wie WIR sie gerne hätten?
Hier wäre eine Nabelschau vermutlich ab und zu mal ganz nützlich und würde uns, im besten Falle, von festgefahrenen Vorstellungen entbinden....


Der Verrückte rückt nur geistig - dh in seiner Vorstellung - von dem ab, was als normal gilt, und das sind wiederum die Regeln, die von denen festgelegt wurden, die die Macht dazu hatten. Aber auch Jene waren abhängig von der Zweckmäßigkeit von Regeln, die auch für andere Menschen nützlich sein können, sodass ihre Gültigkeit universell ist, und sie als allgemeine, menschliche Lebensweisheiten gelten.

Diese helfen dem Schwachen dabei, sein Los auch unter erschwerten Bedingungen besser zu ertragen, indem er sich das Leben nicht noch schwerer macht, als es ohnehin schon ist, denn mit seinem krampfhaften Widerstand erzeugt er nur noch mehr Gegendruck, anstatt weniger, sodass er statt dessen besser klugerweise nachgibt und sich entspannt, bis sich die Umstände wieder zu seinen Gunsten verändert haben.


@ Verdandi

….Der Mensch kann nicht anders, als sich alles vor-zu-stellen, was er bewusst wahrnimmt und denkt. Nur sinnliche Erfahrungen geschehen ihm scheinbar unmittelbar. …..

Das heißt, dass der Mensch sich vor Allem dessen bewusst wird, was bei ihm einen Eindruck hinterlassen hat, den er nicht unbewusst und spontan richtig zuordnen kann, sodass er sich davon ein geistiges Abbild erstellt, um es verstehen zu können, bzw sich geistig begreifbar zu machen, und es dann als Vergleichsmaßstab für zukünftige, ähnliche Erfahrungen abzuspeichern, mit dem er es dann später auch automatisch (unbewusst) richtig zuordnen und spontan drauf reagieren kann in der Weise, wie es seinem Zweck entspricht.

…..….Aber sobald er wahrnimmt, dass ein Klang in seine Ohren, ein Geruch in seine Nase, ein Geschmack auf seine Zunge, ein Bild in seine Augen, irgendetwas von außen auf seine Haut gedrungen ist – hat er sich das alles schon vor-gestellt – denn ohne Vorstellung funktioniert Bewusstsein nicht.....

Da die meisten Vorgänge unbewusst sind, dient die einmal bewusst angefertigte Blaupause auch für zukünftige, erfolgreiche Reaktionsstrategien, die solange unbewusst praktiziert werden, bis sie nicht mehr ihren Zweck erfüllen, und gegen neue, besser funktionierende ausgetauscht werden müssen.

…..….Dem Menschen ist alles durch eigene Vorstellung vermittelt. Ohnedem hätte Bewusstsein gar nicht erst entstehen können, denn die Differenz zwischen Berührung und Sich-Berührt-Fühlen, die das Bewusstsein schafft, heißt Vorstellung. …..

Es werden ihm die Vorstellungen nur in jungen Jahren durch Anleitung, dh durch praktische und theoretische Lernerfahrung vermittelt, solange ihm noch keine eigenen Erfahrungen zur Verfügung stehen. Danach verifiziert und falsifiziert er sein Wissen anhand von eigenen Erfahrungen selber.

Nicht begriffene, auswendig und falsch angewendete Verhaltensstrategien, die Jemand aufgrund von gewissen Vorzügen liebgewonnen hat, behält er natürlicherweise gewohnheitsbedingt bei und findet sich im Laufe der Zeit mit deren altbekannten, unseligen Begleiterscheinungen ab, indem er sie als Preis dafür ansieht, den er gerne zu bezahlen bereit ist für das, was er dafür bekommt.

Korrekt gesagt, kann man nur Lust und Schmerz fühlen, denn das Fühlen ist eine körperliche Tätigkeit, während das unbewusst bewertende Empfinden im Sinne eines Mögens oder Nichtmögens einer seelischen Tätigkeit entspricht, und die bewusste Vorstellung, mit der man der daraus resultierenden, spontanen Zu- oder Abneigung eine Ursache zuschreibt, eine geistige Tätigkeit des Menschen darstellt, mit der er sich die Welt über seine Vorstellung erklärt und damit begreifbar und beherrschbar macht.
filofaxi hat geschrieben:

@ Verdandi

Der Mensch kann nicht anders, als sich alles vor-zu-stellen, was er bewusst wahrnimmt und denkt. Nur sinnliche Erfahrungen geschehen ihm scheinbar unmittelbar. …

Das heißt, dass der Mensch sich vor Allem dessen bewusst wird, was bei ihm einen Eindruck hinterlassen hat, den er nicht unbewusst und spontan richtig zuordnen kann, sodass er sich davon ein geistiges Abbild erstellt, um es verstehen zu können, bzw sich geistig begreifbar zu machen, und es dann als Vergleichsmaßstab für zukünftige, ähnliche Erfahrungen abzuspeichern, mit dem er es dann später auch automatisch (unbewusst) richtig zuordnen und spontan drauf reagieren kann in der Weise, wie es seinem Zweck entspricht.

… Aber sobald er wahrnimmt, dass ein Klang in seine Ohren, ein Geruch in seine Nase, ein Geschmack auf seine Zunge, ein Bild in seine Augen, irgendetwas von außen auf seine Haut gedrungen ist – hat er sich das alles schon vor-gestellt – denn ohne Vorstellung funktioniert Bewusstsein nicht. ...

Da die meisten Vorgänge unbewusst sind, dient die einmal bewusst angefertigte Blaupause auch für zukünftige, erfolgreiche Reaktionsstrategien, die solange unbewusst praktiziert werden, bis sie nicht mehr ihren Zweck erfüllen, und gegen neue, besser funktionierende ausgetauscht werden müssen.

... Dem Menschen ist alles durch eigene Vorstellung vermittelt. Ohnedem hätte Bewusstsein gar nicht erst entstehen können, denn die Differenz zwischen Berührung und Sich-Berührt-Fühlen, die das Bewusstsein schafft, heißt Vorstellung.

Es werden ihm die Vorstellungen nur in jungen Jahren durch Anleitung, dh durch praktische und theoretische Lernerfahrung vermittelt, solange ihm noch keine eigenen Erfahrungen zur Verfügung stehen. Danach verifiziert und falsifiziert er sein Wissen anhand von eigenen Erfahrungen selber.

Nicht begriffene, auswendig und falsch angewendete Verhaltensstrategien, die Jemand aufgrund von gewissen Vorzügen liebgewonnen hat, behält er natürlicherweise gewohnheitsbedingt bei und findet sich im Laufe der Zeit mit deren altbekannten, unseligen Begleiterscheinungen ab, indem er sie als Preis dafür ansieht, den er gerne zu bezahlen bereit ist für das, was er dafür bekommt.

Korrekt gesagt, kann man nur Lust und Schmerz fühlen, denn das Fühlen ist eine körperliche Tätigkeit, während das unbewusst bewertende Empfinden im Sinne eines Mögens oder Nichtmögens einer seelischen Tätigkeit entspricht, und die bewusste Vorstellung, mit der man der daraus resultierenden, spontanen Zu- oder Abneigung eine Ursache zuschreibt, eine geistige Tätigkeit des Menschen darstellt, mit der er sich die Welt über seine Vorstellung erklärt und damit begreifbar und beherrschbar macht.


@ filofaxi

Ganz genau, im Detail weiter ausgeführt, was ich oben schon gesagt hatte.

Mit folgenden Einschränkungen zu den Aussagen in Deinen beiden letzten Absätzen:

Du stellst das so dar, als wenn jemand immer ganz freiwillig entscheidet, ob er falsche Verhaltensweisen beibehält, weil er sie „liebgewonnen“ habe – tatsächlich sind die meisten falschen Verhaltensweisen Auswirkungen höchst unfreiwilliger Prägungen durch Vernachlässigung oder Misshandlung oder auch nur neurotischer Verhaltensweisen der Eltern in der frühkindlichen Entwicklungsphase. Der Betreffende kann gar nicht abwägen, ob er das beibehalten und was er dafür „in Kauf nehmen“ will, und ob er „gerne“ dafür einen Preis „zu bezahlen bereit ist“.

Bei vielen Betroffenen kommt es zunächst einmal darauf an, dass sie durch ihr womöglich großes Leiden daran hoffentlich auch irgendwann einmal in ihrem Leben an den Punkt kommen werden, zu erkennen, dass sie solche Probleme allein nicht bewältigen können und Hilfe benötigen. Alles weitere liegt an ihrer Bereitschaft, eine Therapie zu beginnen und diese bis zu deren Ende und hoffentlichen Erfolg aus- und durchzuhalten.

Das seelische Empfinden folgt vielen Wege zwischen und abseits von klar umrissenem Mögen und Nichtmögen. Ich würde es sowieso nicht so nennen, weil es eine Bewertungsbereitschaft impliziert. Affekte und Emotionen erfolgen jedoch im vorbewussten Bereich und werden bewusst zunächst unreflektiert als angenehm oder unangenehm empfunden.

Zwischen seelischer Lust und seelischem Schmerz existieren so viele Nuancen, die sich wohl hauptsächlich eher im nicht extremem Mittelbereich möglicher Stärken zeigen. Manchmal muss man wirklich überlegen: War das jetzt noch neutral oder schon ganz leicht unangenehm? – Da wir ja alle versuchen, unsere Frustrationstoleranz zu erhöhen, kann die Kehrseite des Erfolges darin liegen, bewusst zu viel wegzudrücken, was uns später in der Summe durchaus belasten könnte.



Es ist gut sich gewisse Dinge immer wieder in Erinnerung zu rufen.

Was war dort, wo wir mal angefangen haben?
Wie war das eigentlich damals und wie ist das heute für die Säuglinge und Kleinkinder?

Ich bin in den letzten Tagen in meine Heimatstadt gefahren und sah in der
Innenstadt kein grüner Fleck mehr.
Wie erstaunt war ich, dass mitten in den Baustellen "Mein Kindergarten"
ganz unverrückt, und nicht mal nur vorgestellt, so da stand wie 1959.


https://www.directupload.net/file/d/530 ... 4s_pdf.htm
@ Verdandi

…....Du stellst das so dar, als wenn jemand immer ganz freiwillig entscheidet, ob er falsche Verhaltensweisen beibehält, weil er sie „liebgewonnen“ habe …..

Es besteht ein Unterschied zwischen Entscheidungen, die in einem Zustand der Bewusstheit gefällt werden und unbewusst gefällten Entscheidungen, jedoch beide sind abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen in der Vergangenheit, aufgrund derer eine Bedürfnislage in der Gegenwart entstanden ist, die es unter den jeweiligen förderlichen oder hinderlichen Umständen notwendigerweise zu befriedigen gilt, um zu überleben, wobei das ökonomische Prinzip des minimalen Aufwandes für einen maximalen Ertrag Anwendung findet, damit der Mensch sich dabei nicht überfordert.

Hierzu tragen unbewusste Bewertungen bei, bei denen dem, was man aufgrund von angenehmer Vorerfahrung besonders mag (liebt), und dem der Vorzug gegeben wird gegenüber dem, was man aufgrund von unangenehmer Vorerfahrung weniger mag, bzw dem gegenüber, was man gar nicht mag (hasst).

Diese Entscheidung schlägt sich automatisch in einer positiven seelischen Einstellung des Zuneigens (fälschl. auch Lieben genannt) oder des Abneigens (was man fälschl. auch Hassen nennt), nieder, und wird - genauso unbewusst und spontan - auch mit einer entsprechenden Körperhaltung für Andere sichtbar zum Ausdruck gebracht, an deren positiver oder negativer Reaktion darauf Einem dann die Angemessenheit und damit auch die Richtigkeit, oder Unangemessenheit und damit Falschheit der eigenen Verhaltensweise hinsichtlich des notwendigerweise zu erreichenden Ziels überhaupt erst bewusst wird.

Aufgrund dieser Zwischenmeldung, die eine bewusste Kontrolle des eigenen, unbewussten Verhaltens ermöglicht, kann nun nicht nur – falls nötig – eine bewusste Korrektur erfolgen, sondern das muss sie sogar, um auch erfolgreich damit zu sein.

Hier ist also nicht der geringste Freiraum einer tatsächlichen Alternative gegenüber der unter den jeweiligen Umständen möglichen Entscheidung gegeben, die unweigerlich zur Wirklichkeit führen muss, auch wenn man vorher niemals wissen kann, welche das genau sein wird, sodass man die Richtigkeit seiner Entscheidung auch immer erst nachträglich erkennen kann, nachdem ebendiese einzige, zukünftige Möglichkeit aus der vergangenen Gegenwart - über die jetzigen Gegenwart hinaus – zwangsläufig zur beurteilbaren, aber unabänderlichen Vergangenheit geworden ist.

Vorgestellte Alternativen tragen zwar zur bewussten Wahl der verfügbaren Mittel bei, führen aber – sofern sie nicht der einzigen Möglichkeit entsprechen, die nun vielleicht ganz anders ist, als sonst – unweigerlich am Ziel - nämlich dem der überlebensnotwendigen Bedürfnisbefriedigung, die sonst gewohnheitsbedingterweise automatisch richtig erfolgt - vorbei.

…..– tatsächlich sind die meisten falschen Verhaltensweisen Auswirkungen höchst unfreiwilliger Prägungen durch Vernachlässigung oder Misshandlung oder auch nur neurotischer Verhaltensweisen der Eltern in der frühkindlichen Entwicklungsphase. ….

Dass die Prägungen von gewohnheitsbedingten Verhaltensmustern bereits von Kind auf unbewusst erfolgen, heißt nicht, dass die Erfahrungen, aufgrund derer sie stattfanden, ebenfalls unbewusst gemacht wurden.

Ebenso wenig müssen diese Erfahrungen alle negativ gewesen sein, sodass einzig dasjenige Verhalten eingeübt wird, welches dazu geeignet ist, die Wiederholung einer unangenehmen Erfahrung zu vermeiden, denn der Mensch lernt nicht nur durch schmerzhaften Misserfolg, sondern auch aufgrund von lustbehaftetem Erfolg, was ihn auch für die Stimmung der Freude am Lob und für die der Angst vor Strafen empfänglich macht.

….Der Betreffende kann gar nicht abwägen, ob er das beibehalten und was er dafür „in Kauf nehmen“ will, und ob er „gerne“ dafür einen Preis „zu bezahlen bereit ist“....

Da die richtige Entscheidung notwendig ist, um erfolgreich zu sein, entscheidet der Mensch sich unbewusst für das, was er mal als richtig erkannt hat, und was sich bisher auch immer als richtig bestätigt hat, sodass seitdem kein zwingender Grund bestand, irgend etwas daran zu ändern, bis es aufgrund von anderen Umständen eben nicht mehr erfolgreich und damit falsch ist, und bewusst geändert werden muss, sofern kein passendes Verhaltensmuster zur Verfügung steht.

Wann die Änderung bewusst erfolgen muss, entscheidet der Mensch ebenfalls unbewusst (intuitiv), sobald irgend ein Anzeichen darauf hinweist, dass Etwas anders läuft, als sonst. Insofern kann man die unbewussten Entscheidungen als seelisch bewirkt bezeichnen, während die bewusst getroffenen Entscheidungen von geistiger Natur sind.

….Bei vielen Betroffenen kommt es zunächst einmal darauf an, dass sie durch ihr womöglich großes Leiden daran hoffentlich auch irgendwann einmal in ihrem Leben an den Punkt kommen werden, zu erkennen, dass sie solche Probleme allein nicht bewältigen können und Hilfe benötigen. …..

Auch die soziale Erkenntnis, dass man mit Hilfe Anderer weiter kommt, als alleine, findet bereits als Säugling statt, wo man lernt, der Mutter mit einem Lächeln zu gefallen, damit sie Einem gerne die lebensnotwendige Nahrung spendet – auch ohne dazu vorher besonders unter ihrer Unwilligkeit gelitten haben zu müssen.

Wenn es jedoch tatsächlich der Fall war, dass das Kind um jede Versorgungsleistung kämpfen musste, um die unwillige Mutter zur Erfüllung ihrer Versorgungspflicht mit Geschrei zu zwingen, wird es das möglicherweise auch noch als Erwachsener tun – selbst wenn dazu gar keine Notwendigkeit mehr besteht oder dieses unangemessene Verhalten sogar nachweislich dazu führt dass man ihm das, was er haben will, gerade deswegen verweigert.

…..Alles weitere liegt an ihrer Bereitschaft, eine Therapie zu beginnen und diese bis zu deren Ende und hoffentlichen Erfolg aus- und durchzuhalten. …...

Therapeutisch wertvoll kann bereits eine Partnerschaft mit Jemandem sein, bei dem man im täglichen Leben angemessenes Sozialverhalten lernen kann – auch ohne dass der sich mit einem unverhältnismäßig hohen Entgelt daran bereichert.

Dazu sucht sich der Bedürftige unbewusst meist von selber den passenden Partner aus, selbst wenn er diese unbewusste Entscheidung später als falsch ansieht, nachdem er zwischendurch bewusst seine Ziele und damit auch die Anforderungen, die nötig wären, um diese auch zu erreichen, geändert hat, sodass der ehemals geeignete Partner ihnen nun nicht mehr entsprechen kann.

…..Das seelische Empfinden folgt vielen Wege zwischen und abseits von klar umrissenem Mögen und Nichtmögen. Ich würde es sowieso nicht so nennen, weil es eine Bewertungsbereitschaft impliziert. …..

Natürlich beruht das subjektive Empfinden einer Situation als graduell angenehm oder weniger angenehm auf einer unbewussten Bewertung, die aus dem Vergleich der Situation mit einer ähnlichen, bereits bekannten Situation resultiert, welche zur subjektiven Bewertung der vorliegenden Situation als Maßstab dient, denn ohne Bewertung der Verhältnisse, in denen man sich mit den Dingen des täglichen Lebens befindet, ist keine Orientierung in Zeit und Raum möglich.

Sich dieser Notwendigkeit bewusst zu widersetzen, indem man zB eine negative Bewertung verweigert, weil man meint, eine Situation, die für Einen schlecht ist, würde besser dadurch, dass man sie vorsätzlich falsch bewertet, indem man die schlechten Seiten zugunsten der guten ignoriert, ist nur dann möglich, wenn man den tatsächlichen Sachverhalt bereits unbewusst richtig erkannt hat.

Wozu man also bereit oder nicht bereit sein kann, ist immer nur, der bewussten Bewertung den Vorrang einzuräumen, aber niemals der unbewussten. Insofern kann man sich zwar vornehmen, sich auch einer unangenehmen Person zuzuneigen, um ihr freundlicherweise sein Wohlwollen zu schenken - was dann einem Handeln entspricht, wofür man sich bewusst oder unbewusst entschieden hat - , aber man kann sie nicht sympathisch finden und sie für liebenswert halten, wo nichts Liebenswertes an ihr ist, wofür man sie lieben könnte.

…..Affekte und Emotionen erfolgen jedoch im vorbewussten Bereich und werden bewusst zunächst unreflektiert als angenehm oder unangenehm empfunden. …..

Die eigene seelische Einstellung des Mögens oder Nichtmögens wird Einem durch ein plötzlich auftretendes, körperlich fühlbares Wohlbefinden oder eine Missbefindlichkeit bewusst, was von einer komplexen Stimmung der Freude oder der Wut begleitet wird, und Einen mitunter heftig, wie ein wildes Tier anfällt (affiziert, sodass man diese Stimmungsanwandlung auch Affekt nennt)

Eine Emotion hingegen ist Etwas, was man selber unwillkürlich aus sich herausbewegt, um seiner Befindlichkeit einen besonderen Ausdruck zu verleihen, wie etwa lautes Lachen oder Weinen, und was man auch fälschlich Gefühlsausdruck nennt, welcher angeblich einer körperlich gefühlten Befindlichkeit entspricht, der aber tatsächlich eine seelisch empfundene ist, die man sich selber damit bewusst macht und auch Anderen.

Beide haben mit der Art des seelischen Empfindens selber - nämlich ob Einem Etwas angenehm oder unangenehm ist, und was auf einer unbewussten Bewertung beruht - direkt nichts zu tun, sondern stellen allenfalls durch das Temperament oder sonstige Umstände bedingte Begleiterscheinungen dar.

….Zwischen seelischer Lust und seelischem Schmerz existieren so viele Nuancen, die sich wohl hauptsächlich eher im nicht extremem Mittelbereich möglicher Stärken zeigen. Manchmal muss man wirklich überlegen: War das jetzt noch neutral oder schon ganz leicht unangenehm? – Da wir ja alle versuchen, unsere Frustrationstoleranz zu erhöhen, kann die Kehrseite des Erfolges darin liegen, bewusst zu viel wegzudrücken, was uns später in der Summe durchaus belasten könnte. ….

Die Frustrationstoleranz kann nur soweit bewusst über die Schmerzgrenze hinaus erweitert werden, wie man Letztere durch Betäubung mit Rauschmitteln erhöhen kann - nämlich bis hin zur natürlichen Bewusstlosigkeit, womit das Schmerzempfinden genauso automatisch von selber aufgehoben wird, wie die Möglichkeit, sich selber lebensgefährlich zu schädigen, um ein bewusst angestrebte Ziel zu erreichen, was man unter den jeweiligen Umständen gar nicht erreichen kann.

Hier meldet sich manchmal rechtzeitig die Stimme der eigenen Vernunft, mit der man sich sein falsches Verhalten schon vorher bewusst macht, um den totalen Zusammenbruch zu verhindern - auch wenn Einem die dabei zu erwartende Enttäuschung über den Misserfolg und seine eigene zu geringe Leistungsfähigkeit noch so groß erscheinen mag.

Statt sich ständig selber zu überfordern, um bei Anderen wohlgelitten zu sein und als besonders wertvoll zu gelten, wäre es wesentlich förderlicher, sich der eigenen Gesundheit zuliebe mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben - auch wenn der weniger Machtbefugnisse zur Verwirklichung eigener Ziele mit sich bringt, als der erste, denn dafür braucht man auch weniger von den damit ebenso verbundenen Verpflichtungen zu erfüllen.


@ mehusae

….….Es ist gut sich gewisse Dinge immer wieder in Erinnerung zu rufen.
Was war dort, wo wir mal angefangen haben?.....….


Mit der Erinnerung an die eigene Kindheit tut man sich mit zunehmender zeitlicher Entfernung genauso immer schwerer, wie mit der Erinnerung an die Kindheit der eigenen Kinder als Erwachsener, je öfter man damit gearbeitet hat, um sich mit dem unvermeidlich Gewesenen und daher Unabänderlichen abzufinden, indem man sich bemüht, noch einen tieferen Sinn darin zu entdecken, bzw hineinzuinterpretieren, um wenigsten draus zu lernen, was man nicht tun sollte, wenn man noch einmal in eine ähnliche Situation geraten sollte.

Da man jedoch nie mehr wieder Kind sein wird, und die eigenen, mittlerweile ebenfalls schon erwachsenen Kinder auch nicht, wirken gutgemeinte, ungefragte Verhaltens- und Erziehungsratschläge für deren eigene Kinder immer wie eine bösartige Einmischung in ihre innenpolitische Angelegenheiten und werden bestenfalls als oberlehrerhafte Wichtigtuerei herabgewürdigt, anstatt mit Dank quittiert zu werden - auch wenn man den Rat nicht praktisch verwerten kann, um negative Folgen falschen Verhaltens zu vermeiden, wie es ursprünglich von den weisen Alten beabsichtigt war.

Das nennt man dann ein Autoritätsproblem, wo es darum geht, wer das Sagen hat, und wer gehorchen muss, und nicht darum, wer über mehr Lebenserfahrung verfügt, was ja die größere Fachautorität des Älteren ausmacht, sodass all das erworbene Wissen ungenützt bleibt, nachdem man einmal seine Glaub- und damit auch seine Vertrauenswürdigkeit beim Kinde durch autoritäre Zwangsmaßnahmen, wie das Androhen von Strafen bei Gehorsamsverweigerung, verspielt hat.

….…..Wie war das eigentlich damals und wie ist das heute für die Säuglinge und Kleinkinder?...….

Da man die Situation der heutigen Kinder nur als Erwachsener beurteilen kann, indem man sie mit der eigenen, erinnerten Kindheit vergleicht, sowie mit der daraus gewonnenen Idealvorstellung, kommt jede Generation zu anderen Ergebnissen, weil sie andere Wertvorstellungen hat, sodass es eigentlich nur Sinn macht, sich unter Seinesgleichen auszutauschen über die gute alte Zeit, wo Alles noch aus Holz war, oder über die schlimme Zeit, die man gemeinsam durchgestanden hat, weil es gar keine bessere Alternative gab.

….….Ich bin in den letzten Tagen in meine Heimatstadt gefahren und sah in der Innenstadt kein grüner Fleck mehr. Wie erstaunt war ich, dass mitten in den Baustellen "Mein Kindergarten" ganz unverrückt, und nicht mal nur vorgestellt, so da stand wie 1959. …..….

Sich lediglich anhand von Bildern nostalgisch an eine schöne Zeit zu erinnern, ist allerdings ein noch sichereres Konzept, um unangenehmen Enttäuschungen vorzubeugen, als statt dessen erst direkt vor Ort erleben zu müssen, dass Nichts mehr so ist, wie es mal war, wobei es natürlich auf die Art der Veränderung ankommt, denn eine Verbesserung stellt immer eine angenehmere Enttäuschung dar, weil sich damit die lang gehegte Hoffnung auf Besserung wenigstens im Nachhinein als richtig erweist, statt einer Verschlechterung in Bezug auf eine nachträglich geschönte Erinnerung, was Einem auch erst dann tatsächlich als eine falsche Hoffnung, und damit als Illusion im Nachhinein schmerzhaft bewusst wird, während man bis dahin mit dem Irrtum, den man nicht als solchen erkannte, guter Dinge sein konnte und eine gute Zeit hatte.

Man kann natürlich auch gezielt Elendstourismus betreiben, indem man Orte besucht, wo noch schlimmere Zustände anzutreffen sind, als diejenigen, die man selbst erlebt hat, oder gerade erlebt, um sich bewusst zu werden, wie gut man es damals hatte, oder immer noch hat, und sein Leben auch von seiner positiven Seite her sehen und somit sogar angemessenerweise sagen zu können: „Es war nicht Alles schlecht!“

Dies war nun ein kleiner Ausflug zu dem, was dem Menschen sein eigenes Leben wert war oder ist, wofür er rechtschaffen hat leiden müssen, was jedoch vom Thema des threads etwas wegführt, weil es hier primär darum geht, was den Menschen ihr Mitmensch wert ist, sodass sie auch mal dazu bereit sind, seinem Wohl den Vorrang vor ihrem Eigenwohl zu gewähren, indem sie als die Stärkeren auf einen leicht zu erzielenden Vorteil auf seine Kosten fairerweise verzichten - auch wenn sie nicht dafür bestraft würden, falls sie es nicht täten, weil das als ihr "gutes Recht der Stärkeren" gilt.

..... https://www.directupload.net/file/d/530 ... 4s_pdf.htm …..

In dem entwicklungspsychologischem Abriss von Thomas Fuchs geht es um das Entstehen von sozialem Bewusstsein, bzw. dem Erkennen sozialer Zusammenhänge, die es einem Kind ermöglichen, zu verstehen, was es tun muss, um sich die Zuwendung der Mutter (fälschl. auch „Mutterliebe“ genannt), welche meist in erster Linie auf Sympathie (dh Neigung im Sinne einer Liebhaberei) und erst in zweiter Linie auf Pflichtbewusstsein beruht, nicht nur ab und zu mit Gefälligkeiten zu erkaufen, sondern sie damit regelrecht zu bezaubern und dauerhaft "anzufixen", bis deren Abhängigkeit davon so stark ist, dass es die Mutter notfalls auch mit der Verweigerung dieser Freundlichkeit - zB mit wütendem Schreien - dazu zwingen kann, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Ist es dem Säugling nicht möglich, in den ersten zwei Lebensjahren seine Mutter auf jene machtvolle Weise, die der Autor etwas verharmlosend „gemeinsame Aufmerksamkeit“ nennt, an sich zu binden, bleibt er auf autistische Weise sozial behindert, denn er muss dann stattdessen mit Allmachtsfantasien Vorlieb nehmen, die fernab von jeder sozialen Wirklichkeit sind, weil er nicht gelernt hat, auf echte Machtstrategien zurückzugreifen, um sein Ziel zu erreichen, wobei er sich als Jugendlicher dann oft so weit in eine magische Wunschwelt zurückzieht, um zB Inselbegabungen auszuleben, welche kaum soziale Kompetenzen erfordern, um sein Können unter Beweis zu stellen, und damit anerkannt zu werden bis er eines Tages völlig den Kontakt zur sozialen Wirklichkeit verloren hat.

Nun kann man weder den unfähigen Eltern, die es nicht besser wussten, noch dem autistischen Kinde eine böse Absicht vorwerfen, wenn es seine Menschenpflichten nicht kennt und auch noch als unmündiger Erwachsener vergeblich darauf warten muss, dass ein Wunder geschieht, und der himmlische Vater dieses für ihn erledigt, wenn es schon sein leiblicher nicht tut, wie es eigentlich dessen Pflicht wäre und nicht die seiner sozial behinderten Kinder - ganz gleich ob die Behinderung aufgrund elterlichen Versagens oder genetischer Veranlagung entstand.

Hier wäre die gesetzgebende Instanz im Staate in der Pflicht, Institutionen einzurichten, die nicht die Unfähigen mit Androhung von Strafen dazu nötigen, ihrem Erziehungsauftrag nachzukommen, sondern ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um eine Fehlentwicklung von Vorneherein zu verhindern, die nicht nur auf Vernachlässigung beruht, sondern auch auf übermäßigem Verwöhnen und besonders dm Anerziehen einer elitären und menschenverachtenden Haltung gegenüber Schwächeren, was später zu Asozialität der Wohlhabenden und Herrschenden führt.

Einem gesunden erwachsenen Menschen, dem seine Macht, die er tatsächlichlich hat, schon sehr bewusst ist, ist trotz schwerer Kindheit jedoch durchaus zumutbar, sich selber auf sozial angemessene Weise darum zu bemühen, zB seine Vater-Pflichten zu erledigen, um sich die Würde redlich zu verdienen, dafür auch entsprechende Versorgungs-Rechte im Alter bei seinen Kindern in Anspruch nehmen zu dürfen, wie es der alte Generationenvertrag zur Verhinderung von sozialen Härtefällen früher einmal vorsah, und der in vielen Ländern im Rahmen von altbewährten Familientraditionen auch heute noch den einzigen sozialen Solidarpakt gegen Armut und Ausbeutung durch Stärkere darstellt, den es gibt, mit dem Argument: „Blut ist nun mal dicker als Wasser!“
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