Rein routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen ohne Anlass, ohne Beschwerden sind auch ein großes Risiko.
Sowohl was daraus resultierende Verletzungen betrifft wie auch die Fehl-Diagnosen in beide Richtungen = nicht erkannter Krebs und Krebsdiagnosen mit anschließenden OPs, Chemos,
Bestrahlungen, obwohl es kein Krebs war.

Es gibt hierzu von Ärzten genügend Warnungen, Informationsmaterial und statistische Belege für den Sinn/Unsinn solcher Untersuchungen.
Aber nur für den, der sich selbstverantwortlich informieren will und nicht die Verantwortung für sein Leben an der Arzt-Rezeption abgibt.

Und nicht zu vergessen, dass diese angeblichen "Vorsorge"-Untersuchungen ein enormer Umsatzträger für Ärzte, Krankenhäuser und vor allem die Pharma-Industrie sind.

Eigenartig, dass nur die Brust- und Darm-Untersuchungen so hoch gehandelt werden.
Am Menschen wäre doch noch so viel zu verdienen.
z.B. vierteljährliche Magenspiegelungen, Bronchien, Herz-, Venen, Blasen-Katheder, dann die vielfältigste Biopsien (Leber, Rückenmark), um nur einige zu nennen.
Für all dass gäbe es doch genügend Verkaufsargumente.


Man kann sich nicht ständig unter Beobachtung halten. Unbegründete Angst macht auch krank und nimmt Lebensqualität durch Hypochondrie.

Das Leben ist lebensgefährlich. Mit und ohne vermeintliche Vorsorge.

Übrigens der Darm ist meterlang, gespiegelt werden können nur ca. 20 cm.
Was ist mit dem Rest ? Darüber wird diskret hinweggegangen.

Ein Bekannter war auch so naiv-gläubig zur Darmspiegelung.
Ergebnis: Verletzung des Darms, wochenlange Probleme und Schmerzen, dann Entfernung von
20 cm Darm, Künstlicher Darmausgang, Nach 9 Monaten erneute Operation und Rückverlegung des Darmausganges. Heute immer noch kränkelnd.
Es gibt neue, effektivere und vor allem schonende Untersuchungs-Methoden, über die in der Öffentlichkeit kaum geredet wird:
moderne Ultraschallgeräte statt risikoreichen Mammographie, 3-D-Bilder mit Hochleistungs-CT statt
Herzkatheder und bei Krebs und auch für Darmuntersuchungen - und zwar nicht nur die letzten 20 cm, sondern den gesamten Darm.

Es wird allerdings wohl noch Jahrzehnte dauern, bis diese Technik flächendeckend eingesetzt wird - so lange, bis die alte Technik abbezahlt und genügend Gewinne gebracht hat.
Da sind wir in Österreich aber sehr fortschrittlich :roll:
Wegen erblicher Vorbelastung (mehrere Generationen) habe ich schon 4 schonende Darmspiegelungen im Dämmerschlaf gehabt.
Der Darm wird untersucht vom Übergang zum Dünndarm bis zum After, das sind bei normal großen Menschen ca. 80 cm :idea: Wie kommst du auf 20 cm :!:
Du verwechselst die Coloskopie mit der Rektoskopie, was deinen Beitrag nicht glaubwürdiger macht, sorry.
Soisses hat geschrieben: Übrigens der Darm ist meterlang, gespiegelt werden können nur ca. 20 cm.
Was ist mit dem Rest ? Darüber wird diskret hinweggegangen.
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Das Rektum, also der Enddarm ist wahrscheinlich 20cm lang, der gesamte Dickdarm, vom Ende des Dünndarms bis zum After ist lt. Wikipedia ca. 1,5m lang. Genau diese Strecke wird bei der Darmspiegelung untersucht.

Über den Rest wird auch nicht schweigend hinweggegangen. Eine Dünndarmspiegelung von After aus gibt es nicht. Es gibt aber ein Kamera-Kapseluntersuchung. Dabei wird eine Kapsel mit einer Kamera geschluckt, die während der Passage des Dünndarms (oder vielleicht auch des gesamten Verdauungstrakts?) laufend Aufnahmen macht. Man trägt da wohl ein Gerät am Körper, in dem die Aufnahmen gespeichert werden. Die Kapsel wird dann auf dem normalen Weg mit dem Stuhl ausgeschieden.

Die Kapseluntersuchung findet nicht im Rahmen des Darmkrebs-Vorsorgeprogramms statt, wobei Darmkrebs-Vorsorge ja auch immer den Dickdarm betrifft. Die Kapseluntersuchung wird z.B. bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden eingesetzt, wenn sich kein Grund für die Beschwerden befindet.

lg Mambo
Für mich ist das ein Thema, das wirklich JEDER für sich alleine entscheiden muß!

In meinem Leben habe ich drei wichtige Menschen durch Krebs verloren und diese auch überwiegend selbst gepflegt und beim Sterben begleitet!

Mein letzter Lebenspartner verstarb vor genau vier Jahren an Enddickdarmkrebs, die letzten drei Wochen verbrachte er in einem Hospiz.
Monate vorher brach er eine zweite begonnene Chemotherapie ab und beschloß, dass er sterben will.
Zuviele körperliche Probleme trugen dazu bei. Wobei davon wieder einige auf die medizinischen Eingriffe zurück zu führen waren, wie künstlicher Ausgang und schweren Dekubitus von der Intensiv-Station, also nicht alleine durch die wiederholte Chemotherapie...
Er war überglücklich, als ich ihm trotz des Verlustschmerzes zu verstehen gab, dass ich ihn verstehe und selbstverständlich -auch seelisch- begleiten werde.

Und genau aus meinen eigenen Erfahrungen aller Fälle heraus gehe ich nicht zu Vorsorge-Untersuchungen, mag und kann das einer verstehen oder nicht...

Es ist nicht die mögliche Diagnoseangst, sondern die persönliche Entscheidung, wenn ich denn Krebs habe, dass ich mich allen ärztlichen Eingriffen entziehen werde und mein Schicksal annehme.
Das wissen auch meine Kinder!

Anders würde ich reagieren, wäre ich noch jung und hätte womöglich heranwachsende Kinder, aber mit über 60 darf und will ich so denken und entscheiden.
>> Beitragvon Chri51 » 05.02.2016, 7:35 Für mich ist das ein Thema, das wirklich JEDER für sich alleine entscheiden muß! <<

Und ich bewundere Deine Entscheidung, die Vorsorgeuntersuchungen nicht zu nutzen.

Ich sehe es für mich anders, und im besonderen was die Darmkrebsvorsorge betrifft. Diese Untersuchung ist lebensrettend;  und erst  recht bei familiärer Genese.  Unverzichtbar.
allo.
Ich möchte auch gerne etwas zu diesem Thema schreiben.
Ich habe meinen Mann durch Dramkrebs verloren.
ER ist immer zur Vorsorge gegangen . Das letzte Mal hat man Ihm einen Polypen entfernt . Man sagte später, er war bösartig.
Also ganz am Anfang.
Man hat meinen Mann operiert und ihm ein Dickdarmstoma eingesetzt. ER bekam das erste Mal keine Chemo und auch keine Bestrahlung
3 Jare später hatte sich ein Rezidive entwickelt. Mein Mann wurde wieder operiert und bekam dieses Mal ein Dünndarmstoma. Chemo und Strahlentherapie,
Die Strahlentherapie hat meinem Mann sehr zugesetzt.
ER hatte sehr große Schmerzen
ES hat trotzdem nichts genützt.
Es haben sich überall im Körper Metastasen gebildet. 6 Monate später ist er dann gestorben.
Ich wollte nur damit sagen, auch wenn der Darmkrebs sehr früh erkannt wird ist er nicht immer heilbar.
Ich hab mir die Darmspiegelung ohne Narkose machen lassen, es war wunderbar und völlig stressfrei..
Moin , ich war heute auch zur Koloskopie. Da bei uns in der Familie der Darmkrebs schon 3 mal aufgetreten ist, mein Vater ist daran elend krepiert nein es war kein Sterben , sorry aber es war wirklich sehr schlimm. Sicherlich muss jeder selber entscheiden ob Er / Sie die Vorsorge in Anspruch nimmt. 100% Sicherheit bietet auch keine Darmspiegelung, aber ich kann dann sagen ich habe alles unternommen , falls es mich mal erwischt. Ab dem Alter von 55 Jahren beträgt das Risiko in den nächsten 25 Jahren an einem Darmkrebs zu sterben1:33 , also 1 von 33 Personen stirbt daran. Für mich ist es nur ein wenig unangenehm, dieses Abführmittel diesmal 2 Tüten a 1 Liter Moviprep runter zu bekommen. 1 Liter gegen 10 Uhr den zweiten Liter gegen 17 Uhr. Heute hatte ich mir keine Narkose geben lassen, und so konnte ich ca . 25 Minuten meinen Darm sehen, fand ich eigentlich mal Spannend das zu beobachten. Ich kann nur dazu raten es zu machen, denn der Darmkrebs genau wie der Lungenkrebs macht erst Beschwerden wenn es leider meist zu Spät ist .