Moin zusammen.

Über das Gerangel quer durch die Medien bin ich (erst) auf obige Kunstfigur gestoßen.

Und ja, bei manchen Ihrer Äußerungen war ich schon ein wenig perplex.

Aber wie ist Eure Meinung zum Umgang der Veranstalter mit unliebsamen Inhalten bzw. Künstlern?
Eine heikle Frage.

Ich persönlich finde die Auftritte Lisa Eckart schwach bis geschmacklos.
Bestenfalls makaber, aber nie witzig oder besonders intelligent.
Naja, persönlicher Geschmack halt.

Auf jeden Fall bin ich aber dafür, dass sie ihr Programm zeigen darf.
Ich plädiere aber auch dafür, dass ein Veranstalter sich seine Künstler auswählen darf.

Andreas Gabalier wollte im ehrwürdigen Konzerthaus auftreten - Ballermann im Mozartsaal - lach!
Der Veranstalter hat ihm den Saal nicht gegeben.

Gabalier hat geklagt und verloren.

Nachdem der Veranstalter das gesamte Risiko zu tragen hat, darf er meiner Meinung nach auch ablehenen.
Auch wenn ich mit der Begründung nicht immer einverstanden bin.
Ich kenn sie nicht, bzw. nichts von ihr, aber sie ist mir ein Begriff, weil des öfteren in den Printmedien von ihr zu lesen ist.

Was ich lese, haut mich nicht vom Hocker, bzw. lockt mich nicht. Ich muss nicht mehr irgendwas Angesagtes nur deshalb besuchen, um die Belastbarkeit meiner Geschmacksnerven zu testen.

Offenbar bringt sie die Journaille dazu, über sie zu berichten. Das lässt auf gewisse Qualitäten schließen, und wirft auch ein Schlaglicht auf die Schreiber*, die offenbar eine Heidenangst haben, sie könnten etwas verpasst zu haben von irgendwem* vorgeworfen kriegen.
Oder so.
Solange Lisa Eckhart nicht mehr bei "Ladys Night" auftritt, lasse ich sie mir egal sein. Schon ihre seltsam gequetschte Aussprache lässt bei mir keine Freude aufkommen.
barbera hat geschrieben: Eine heikle Frage.

Ich persönlich finde die Auftritte Lisa Eckart schwach bis geschmacklos.
Bestenfalls makaber, aber nie witzig oder besonders intelligent.
Naja, persönlicher Geschmack halt.

Auf jeden Fall bin ich aber dafür, dass sie ihr Programm zeigen darf.
Ich plädiere aber auch dafür, dass ein Veranstalter sich seine Künstler auswählen darf.

Andreas Gabalier wollte im ehrwürdigen Konzerthaus auftreten - Ballermann im Mozartsaal - lach!
Der Veranstalter hat ihm den Saal nicht gegeben.

Gabalier hat geklagt und verloren.

Nachdem der Veranstalter das gesamte Risiko zu tragen hat, darf er meiner Meinung nach auch ablehenen.
Auch wenn ich mit der Begründung nicht immer einverstanden bin.


Danke für Deine reflektierte Antwort.
Du hast in Beidem Recht. Frau Lasselsbergers Auftritte sind absolut Geschmackssache. Und ein Veranstalter soll auch ablehnen können und dürfen.

Aber in diesem Fall war sie ja erst eingeladen, dann ausgeladen, dann doch wieder eingeladen. Und ausgerechnet ein sich ständig tolerant gerierendes Umfeld hat die eigene Lieblingsanschauung über die Kunst gestellt.

Das haben z.B. die Veranstalter von Querdenken in Stuttgart mit dem Auftritt von Florian Schröder wesentlich souveräner gehandhabt.
BilderBerger hat geschrieben: Ich kenn sie nicht, bzw. nichts von ihr, aber sie ist mir ein Begriff, weil des öfteren in den Printmedien von ihr zu lesen ist.

Was ich lese, haut mich nicht vom Hocker, bzw. lockt mich nicht. Ich muss nicht mehr irgendwas Angesagtes nur deshalb besuchen, um die Belastbarkeit meiner Geschmacksnerven zu testen.

Offenbar bringt sie die Journaille dazu, über sie zu berichten. Das lässt auf gewisse Qualitäten schließen, und wirft auch ein Schlaglicht auf die Schreiber*, die offenbar eine Heidenangst haben, sie könnten etwas verpasst zu haben von irgendwem* vorgeworfen kriegen.
Oder so.


Ja, aber die Relevanz Ihrer Inhalte war nicht Kern meiner Frage.
Und dass sich nun alle Feuilletons mit Ihr beschäftigen, ist unbezahlbares Marketing.

Ich finde es halt nur bedenklich, dass die scheinbar so toleranten St. Paulianer nun durch Drohungen (die dann nachträglich zu Bedenken relativiert wurden) bestimmen wollen, was Kunst sein darf, und was nicht. Und das ein Veranstalter sich über die Nominierung der Jury hinweg setzt, und eigenmächtig auslädt.
Sorry, Freunde der hohen Kultur, aber ich bin ein absoluter Fan von Lisa Eckhart und jeder Ihrer Auftritte bereitet mir sehr viel Vergnügen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie die Texte selber schreibt nachdem sie aus einem Poetry-Slam-Wettbewerb als Siegerin hervorgegangen ist. Ja, ich bewundere die Frau um ihre Sprachgewandtheit, Geistesblitz und Intelligenz. Die Querelen im Hintergrund (Ein-/Ausladen) habe ich nicht mitbekommen
Oh Gott! Weder Form noch Inhalt ihrer Auftritte muss ich weiter haben.

Ich denke, ein Veranstalter, der das Risiko trägt, darf auch entscheiden.
Allerdings wäre eine klare Ansage erforderlich und die fehlte offenbar.

Überhaupt wird sehr vielem Schwachsinn ein öffentlicher Auftritt gewährt, nur um ein Zeichen gegen Corona zu setzen. Niveau ist wohl Auslegungssache geworden.
Nieveau war schon immer Auslegungssache. Nichts und niemand muss jedem gefallen und jedem darf das gefallen, was andern nicht gefällt.
Kunst ist ein knallharter Markt,, der vom Dreiecksverhältnis aus Künstler (Kunstschaffender), Publikum (Konsument) und Veranstalter aufgespannt wird. Kein Künstler hat Anspruch auf einen bestimmten Veranstalter (solange er keinen Vertrag hat) und schlimmstenfalls muss er sich in Eigenregie oder als Straßenkünstler verdingen.

Über "die scheinbar so toleranten St. Paulianer" weiß ich nichts, ebenso wenig über die Animositäten der Lisa Eckard und ihres Umfeldes. Wer provoziert, muss immer damit rechnen, dass sich jemand gepieckst fühlt.
Ich bin ganz bei BilderBerger: Kunst ist auch eine Gratwanderung. Und sie lotet es ziemlich aus. Da überschreitet sie wohl für Manche die Grenzen. Aber um die Ecke denken, war schon immer unbequem und für das Gros zu kompliziert.
Herkunft und Ausbildung

Ich liebe Lisa Eckhard , Vince Ebert, von Hirschhausen, Carolin Kebekus, Dieter Nuhr, bei denen oft live selber als Zuschauerin war ! Ich habe CDs von denen, ein Stau , im Auto, macht mir nichts ,denn ich vergnüge mich mit kluge und scharfsinnige , tolle stand ups , von Lisa Eckhart ! Natürlich , verstehe ich, dass nicht alle dabei sind, politisches Cabaret wird manchmal von Akademiker gemacht, Gymnasiasten, Menschen die mehr lesen als kochen , und privaten TV schauen , - ich persönlich lerne etwas dabei von denen .

Wer ist Lisa Eckhart ?

Lisa Lasselsbergers Mutter, eine Lehrerin, studierte, als sie ihre Tochter Lisa bekam. Lisa wuchs in Sankt Peter-Freienstein bei Leoben in der Steiermark bei ihren Großeltern auf. Mit sechs zog sie zu ihren Eltern nach Graz. Nach dem Besuch des Gymnasiums am Grazer Liebenau maturierte die Österreicherin im Jahr 2009. Danach studierte sie an der Universität Paris Germanistik und Slawistik. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London, wo sie unterrichtete, weil sie wie ihre Mutter Lehrerin werden wollte, zog sie nach Berlin. Lisa Lasselsberger absolvierte ein Masterstudium an der Freien Universität Berlin. Die erste Masterarbeit zum Thema Weiblichkeit und Nationalsozialismus, ausgehend von Joseph Goebbels’ Tagebüchern wurde abgelehnt; ihre angenommene zweite Masterarbeit befasst sich mit der Figur des Teufels in der deutschen Literatur. Nach dem Studium absolvierte sie über zwanzig Vorsprechen an Schauspielschulen und begann mit Poetry-Slams. Ihre Texte trägt Lisa Eckhart, bevor sie damit an die Öffentlichkeit geht, telefonisch ihrer Mutter vor. Neben ihrer deutschen Muttersprache spricht sie Englisch, Französisch und Russisch.
Ein Komplimment an Manaba, dass du ein so tollen Geschmack hast ! du liest viel, bist intelligent, - solche Frauen übrigens finden selten weder ein Mann noch Gleichgesinnten :-) ....... lach ....
Gern gehen wir zusammen mal hin !

...bei diesen verflixte Pandemie, geht viel Qualität der Kultur kaputt , man muss es unterstützen !
Ich kannte die Dame gar nicht, so wenig wie vermutlich 90% der anderen berühmten Kabarettisten und Comedians. Ihr assoziativer Witz ist recht intelligent. Ob man drüber lacht, ist eine andere Frage. Ansonsten finde ich diese ganze aufgeregte Selbstbeschäftigung des Kulturbetriebes so produktiv wie Selbstbefriedigung, also völlig uninteressant. Meine Lebenszeit ist mir zu wertvoll, um die Kulturschaffenden beim onanieren zu beobachten.

Dafür, dass Du die Dame gar nicht kennst, reagierst Du ziemlich geharnischt und unflätig. Was hat Dich denn gestochen? Nebenbei auch noch die für einige Menschen sicher segensreiche "Selbstbefriedigung" so zu verunglimpfen, als hättest Du noch nie in Deinem Leben damit etwas zu tun gehabt, ist - sorry! - einfach arrogant und gewiss nicht glaubhaft.