Immer wieder werde ich gefragt, bist Du bei Facebook (ich hoffe, ich darf das Portal hier nennen)?
Ja, sage ich. Und was machst Du da? Ich treffe alte Freunde und Bekannte bzw. finde Verschollene aus Schul- und Uni-Zeiten, frühere Kollegen, nette Reisebekanntschaften, Kinderfreunde/innen wieder. Bisher haben sich alle gefreut, gefunden worden zu sein und pflegen diesen Kontakt mal mehr und mal weniger häufig und intensiv.
Oft habe ich den Eindruck, dass insbesondere dann Kontakt zu mir gesucht wird, wenn sich Der- oder Diejenige in einer Lebensschieflage befindet und einfach sein Herz ausschütten möchte.
Ich würde gerne die Beweggründe kennen.
Ist die Einsamkeit allemein so groß, dass Mann/meist aber Frau Rat bei einer oft losen Bekannten wie mir sucht?
Fehlt allgmein das Zuhören oder Zuhören können?
Ist es nicht leichter zu telefonieren als auf einer Plattform zu schreiben?
Sollten nicht lieber einer der Lebensberatungsangebote auf Social Media genutzt werden? Anonymität inclusive. Esoterisch oder psychologisch je nach Überzeugung des Hildesuchenden.
Würdet Ihr eine solche Beratungsplattform im Internet nutzen?
Der Herbstblues steht vor der Tür. Die Feiertage rücken näher.
So bedürftig kann ich gar nicht sein.....
Möchte ich auch nicht :shock: :shock:
Ich verstehe jetzt nicht ganz, wieso du nicht bei Facebook fragst, sondern hier.
Dort wenden sich die Leute doch an dich.
Nun kann ich nichts weiter zu Facebook sagen, weil ich zu den Dinosauriern gehöre, die da immer noch nicht sind. Allein die Vorstellung, daß mich da alte Schuldkameraden oder frühere Arbeitskollegen finden, und dann gibts Blabla, ist eine Horrorvorstellung für mich.


Ich habe - auch durch ganz andere Portale früher - schon einige Menschen im Netz gefunden, mit denen ich intensivst ausgetauscht habe. Manche habe ich nie kennengelernt, andere schon. Ein Gedankenaustausch über das, was einen gerade beschäftigt oder belastet kann sehr hilfreich sein. Und für mich ist es genausoviel wert, wie ein realer Austausch. Aber es funktioniert natürlich nur, wenn beiden die Tücken der Kommunikation über Schreiben bekannt sind und entsprechend vorsichtig reagieren. Aber wie gesagt, bei mir hat es schon öfter funktioniert. Mit verschiedenen Menschen, mit verschiedenen Problemen.


Telefonieren ist etwas eigenes. Ein eigener Vorgang sozusagen.
Da gibts viele Unterschiede. Wenn ich einen festen Freund oder eine gute Freundin habe, die ich nicht oft sehen kann, und es soll ein intensiver Kontakt aufrecht erhalten werden, dann ist es unumgänglich. Reden ist schon noch eine ganz andere Art, miteinander umzugehen. Auch ist Spontanität möglich, was gut oder schlecht sein kann.

Wenn man jemanden gut kennt, dann weiß man eh, wann der andere Zeit und Lust zum Telefonieren hat. Irgendwelche Gespräche ohne Vorankündigung von halb Fremden können ganz nett sein aber auch furchtbar störend wenn sie zum falschen Zeitpunkt erfolgen.


Mit speziellen Foren oder sogenannten Fachforen habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht. Ich rede von Trauerforen, Abnehmforen, Kochforen,
Foren für spezielle Krankheiten...

Da kann man zwar Informationen abgreifen, aber letztendlich waren die, die dort mehr oder öfter geschrieben haben, auch gewissermaßen fixiert auf ihre Themen.
Es war wenig Bewegung drin. Viel Selbstbezogenheit und Selbstdarstellung mit immer demselben. Kaum Fortschritt. Oft ein Gejammer.
Menschen, die sich im Netz Rat und Lebenshilfe holen sind für mich schon,
wie soll ich es sagen, recht armselig.
Wenn ich wirklich Zuspruch brauche, dann habe ich meine wirklichen Freunde.
Hier bin ich, um ein wenig Spaß zu haben,außerhalb meine realen Lebens.
Weder mehr, noch weniger.
Doch jeder, wie es ihm gutttut.....
Na, die Zeiten im Leben sind unterschiedlich.
Mein jetziges Leben ist gewiß nicht armselig.
Was es reich macht, ist auch die Möglichkeit, die Leute ja wirklich treffen zu können, wenn man es will.


Aber die Jahre, in denen mein Mann so krank war und ich oft nur nachts um 12 oder eins draußen im tiefsten Winter spazierengehen konnte, waren die vielleicht armselig ? Da hab ich mich gerne mit anderen übers Internet ausgetauscht.
Echte Gespräche mit dem kranken Mann waren nicht möglich, weg konnte ich nicht und Besuch war schwierig.

Man muß nicht immer alles einseitig sehen. Es gibt viele Wege, die nach Rom führen :-))))
Ja, aber auch viele Umwege. :wink:
Ich stehe nicht auf virtuelles Gequatsche und sich gegenseitiges
Beweihräuchern.
Das Netz hat für mich keinerlei Ernsthaftigkeit, doch ich spreche nur für mich.

50 ist natürlich die Ausnahme :wink: :wink:
:lol:
Gerade nochmal die Kurve gekriegt :wink:
Musste mich ziemlich reinlegen, um nicht rausgetragen zu werden.
Aber wer kann.... :wink: :wink: :wink:
Tja, warum meine Frage nicht an die Facebook-Gemeinde geht?
Diese Gemeinde ist groß, d.h. alle Altersklassen mit den alterstypischen Problemen sind vertreten. Auch spielt hier die Außendarstellung "der schöne Schein" eine herausragende Rolle.
Mich interessiert die Meinung meinesgleichen, also meiner Altergruppe, am Ende des Beruflebens Stehender oder von Rentern bzw. Pensionären.
Das sind auch die (s.o.), die mich ungeahnt um Rat fragen, mir Ihren Kummer schildern wollen.
Also ein typische 50+ Thema?!
Leben die Menschen nur noch virtuell, das macht mir Unbehagen.
Reale Probleme möchte ich hier nicht diskutieren....
Ich würde meine Probleme ganz sicher nicht im world-wide-web ausbreiten.
1. Wäre mir das viel zu umständlich und zeitaufwendig.
2. Wenn ich einen guten Rat brauche, dann sind mir Freunde oder Familienmitglieder lieber.
3. Das Internet "vergisst" nichts.

Umgekehrt hätte ich auch keine Lust, mir die getexteten Nöte von wildfremden Menschen anzutun.
Dagegen habe ich früher mal für einige Jahre ehrenamtlich beim Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche gearbeitet. Das ist aber etwas anderes.
Ich möchte weder für noch wider soziale Medien wie z. B. Facebook hier schreiben, nur so viel dass ich nicht dabei bin. Aber von der oft inflationären Art, wie dieses Medium verwendet wird, erstaunt bin. Da ich viele Menschen kenne, die dieses Medium nutzen und daher informiert bin, wie sie es nutzen, kam ich zu dieser Ansicht. Hier gibt es leider viel zu viele die da, für mich völlig sinnlos, ihr Innerstes und Intimstes preisgeben, sich aber gleichzeitig darüber aufregen, dass wir auf Grund verschiedener Techniken, Einrichtungen und Verordnungen immer mehr zu "gläsernen Menschen" gemacht werden und dabei übersehen, dass sie sich durch ihr gedankenloses Nutzen der sozialen Medien, bereits gläsern gemacht haben.
@Curry55

Ich finde deine Frisur sehr schön, sie passt zu dir

MIT dem neuen Gesetz habe ich mich von FB und co verabschiedet.

Und ja, das Gefühl als Seelenmülleimer benutzt zu werden ist mir nicht fremd.

Es liegt an dir das zu ändern...

Kleiner Tipp... NEIN HILFT

Und für richtige Lebenskrisen gibt es Profis.
@Sommer
Mir wurde erzählt, dass die Wartezeit auf professionelle Hilfe 1-2 Jahre beträgt, z.B. bei Psychologen, Psychatern, Psychotherapeuten (m/w).
Sorgentelefone gehen wohl nie in die Tiefe, obwohl in den Basics ausgebildet.
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