Es ist nicht einfach, eine Sucht zu besiegen. Es ist eine große Leistung – nicht nur des Betroffenen,
sondern auch der ganzen Familie, der Freunde und Angehörigen.
Es war ein langer Weg, der allen Beteiligten viel Energie und Mühen gekostet hat.
Nun ist es Zeit, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen und nach vorne zu blicken.
Es ist jedoch nicht zu erwarten , dass sich alle familiären Schwierigkeiten mit der Abstinenz in Luft auflösen.
Es ist aber wichtig die Probleme der Vergangenheit nicht nochmal hervorzuholen.
Das wird nicht immer einfach sein. Viele Dinge werden erst jetzt langsam an die Oberfläche treten.
Nicht alle werden für eine gemeinsame Zukunft von Bedeutung sein.
Wichtig ist, sich auf jene zu konzentrieren, welche ein persönliches Anliegen sind.
Verzichten, alte Enttäuschungen und Vorwürfe hervorzuholen,
die für eine gemeinsame Zukunft womöglich gar nicht so viel Bedeutung haben.
Der Lebensalltag muss neu gestaltet werden.
Der Raum, der früher vom Alkohol eingenommen wurde, mit neuen, sinnvollen Inhalten zu füllen.
Helfen, bei einer gemeinsamen Lebensplanung ohne Alkohol, beispielsweise mit neuen Hobbies und gemeinsamer Beschäftigung.
Aber auch im Klaren sein, dass es sich bei einer Alkoholsucht um eine chronische Krankheit handelt und es keine hundertprozentige Sicherheit gibt,
diese überwunden zu haben.
Selbst nach Jahren sind Rückfälle in alte Trink- und Verhaltensmuster möglich.