Habe nun ein bisschen gestöbertn und keinen Thread für meine Idee und Bedürfnis gefunden. Somit eröffne ich diesen hier.
Er soll den Überfall von den seltsamen Gedanken auffangen, die einen so bei der Hausarbeit, Duschen, Blumengießen, Spazierengehen und sonstwo so überfallartig durch den Kopf schießen. :D :idea:

Heute, als ich das Geschirr spülte, kam mir plötzlich die Frage in den Sinn ob die älteren Frauen von früher wirklich gezwungenermaßen dunkle unauffällige Kleider trugen. Was wollten sie damit signalisieren und warum? Ein Großteil waren wohl die gesellschaftlichen Zwänge richtungsweisend. Das kann aber nicht der einzige Grund gewesen sein. :?: :!:

Als ich dem Ursprung der Gedanken etwas nachging, fiel mir wieder mein eigener Zwiespalt ein in Bezug auf Kleidung.
Als die langen weiten, luftigen und meist bodenlangen Röcke modern wurden, hatte ich mein Lieblingskleidungsstück gefunden, gleich nach den Jeans. Sie passte gut zu meiner Figur und meinen geliebten langen Flatterhaaren. Ich habe es nie fertig gebracht sie aus meinem Kleiderschrank zu verbannen. Einige aus den ganz jungen Zeiten passen zwar nicht mehr in der Größe. Andere, die ich in der Mode-Wiederholung gekauft hatte, waren, teils etwas abgeändert im Aussehen, noch gut passend.
Voll Freude las ich nun dass sie wieder groß angesagt sind. Aber ich trau mich nicht sie wirklich zu tragen. :!:
Ständig stelle ich mir vor was in den Köpfen der anderen sich abspielen könnte, wenn sie mich kurz taxierend ansehen. Zumal ja auch meine Flatter-Haare wieder kräftig nachgewachsen sind und offen flattern dürfen sollen. :wink:

Zum Teufel damit, das geht ja gar nicht denke ich. Was kümmert mich das :?: :!: Ganz so einfach ist es wohl aber nicht, deshalb will ich erst mal ergründen was die Mode von älteren Menschen so ausmachte im Inneren und Äußeren :!:
Hoffentlich stellt sich dann auch die Traute ein. :)

So, das war's für heute! Wünsche allseits kreative Gedanken! :D
um Mode hab ich mir noch nie große Gedanken gemacht
.........nicht als ich jung war, und auch jetzt nicht, wo ich älter bin :wink:

Aus dem, was die jeweilige Mode so zu bieten hat,
suche ich mir das heraus, was mir gefällt,
und das trage ich, solange es mir gefällt
..........und solang es nicht zerfällt
Cela,
Die Zeit war wohl Auslöser für getragene Kleidung,Lebenserwartung inbegriffen.
Eine Frau geboren vor den Kriegsjahren abhängig ..war froh weniger sichtbar zu sein.
Nachwuchs ein großes Thema,Zeiten der Not..
Schwarz war ein Dauerzustand,da Todesfälle sich häuften. :(
Der Krieg selbst brachte anfangs bunte Farben Musik, es wurde intensiver gelebt,die verbleibende
Zeit gefühlt. 8)
Nun stellt sich keine Frage puncto Kleidung. :shock:
Alles darf sein wenn es passt,niemand denkt sich etwas..Die Menschen sind bereits
zu oberflächlich, Geschmack ist wichtig. :roll:
Trage die Röcke schade sie im Schrank einzusperren.. :wink: :P
Jacaranda, so hielt ich es eigentlich auch immer, aber unangenehm auffallen finde ich auch nicht so prickelnd. Wobei das eher in meinen Augen so sein dürfte. :?

Gertinke, ähnliche Schlüsse habe ich auch aus dem Keidungsstil gezogen. Auch die uralten Kleiderzwänge die Ausdruck in deren Trachten gezeigten, haben mich die Sache näher anschauen lassen.

Jacaranda und Gertinka, Ihr macht mir Mut und ich sehe mich schon damit, also fast :!: :shock:
Cela77 hat geschrieben:
Ständig stelle ich mir vor was in den Köpfen der anderen sich abspielen könnte, wenn sie mich kurz taxierend ansehen. Zumal ja auch meine Flatter-Haare wieder kräftig nachgewachsen sind und offen flattern dürfen sollen. :wink:

Zum Teufel damit, das geht ja gar nicht denke ich. Was kümmert mich das :?: :!: Ganz so einfach ist es wohl aber nicht, deshalb will ich erst mal ergründen was die Mode von älteren Menschen so ausmachte im Inneren und Äußeren :!:



    Na endlich - es ist doch egal was andere über meine Kleidung und daher auch über mich denken.

    Ich trage gerne das, worin ich mich wohlfühle, auch wenn ich damit auffallen könnte - oder auch gar nicht beachtet werde. Mein Wohlfühlgefühl ist mir wichtig.

    Vielleicht lassen eigene Unsicherheit - solche Gedanken zu - was andere denken könnten?
    Oder - vielleicht auch der Gedanken dabei - allen gefallen zu wollen?
    Oder - mache ich mir selbst zuviele Gedanken darüber - was andere anhaben?

    Ich sicherlich nicht - weil mir ist das egal.

    Mir ist viel wichtiger, wie Menschen lächeln und wie sie mit anderen umgehen.
    Unangenehm auffallen - tut mir schlechter Umgang mit anderen Menschen
    - aber was sie anhaben, ist mir egal.
Cela, ich glaube, du würdest toll aussehen in den "Flatterröcken". Gerade in Verbindung mit deinen Haaren.
Wahrscheinlich wird es einige geben, die die Nase rümpfen werden. Aber jedem kann man es nicht recht machen.
Du würdest dich sicher wohltuend von den meisten abheben!
Was bin ich froh, daß ich mich nicht mehr "standesgemäß" verkleiden muß! Ich meine damit die beruflichen Kleidervorschriften, "business-like", immer elegant, Kostümchen, Kleider und enge Gürtel, Stöckelschuhe, lackierte Nägel und die Haare natürlich mit tollem Schnitt. Ein paar der Kostüme hängen noch in meinem Schrank, ich habe den Großteil schon verschenkt, obwohl die Größe noch passen würde. Wie herrlich bequem ich jetzt herumlaufe, das ist Lebensqualität!

:) :) :)
Zu den früheren Kleidungsgewohnheiten:

Ich hörte oft in meiner Kindheit/Jugend von älteren Leuten "ich trage dunkel od. schwarz, das dreckelt nicht so". Na ja, alles von Hand auf der Waschrumpel, die Zeit war einfach anders.
Kundgeba, Du hast es ein bisserle einfacher in Wien. Auf dem Land gehört schon etwas Mut dazu aus der Reihe zu tanzen. Trotzdem werde ich mich nicht zu sehr anpassen. :)

Rotkappe, vielen Dank den Zuspruch werde ich gezielt einsetzen. :)

O weh, Eliane, das verstehe ich nun voll und ganz. Obwohl Du sicherliche ein ganz tolles Bild abgegeben hast in diesen Outfits. :)

Hawaii, jetzt habe ich den Geruch nach muffligen Räumen und Mottenkugeln in der Nase. Ein Glück dass ich das alte Waschsystem nicht berücksichtigen muss. :)

Wie Eliane und viele von Euch das Berufsimage kleidermäßig repräsentieren mussten, so war wohl vor gar nicht allzu langer Zeit das Kleiderbild auch ein Ausdruck des Standes und der Moral.
Aber will ich denn heute in eine Norm der Gestaltung meiner selbst passen :?: Nein, ich werde demnächst testen wie ich mich als Alt-Teenie fühle. :)
Schein und Sein

- und eine andere Sichtweise zu "Kleider machen Leute" :!: Wie oft doch der SCHEIN der (Be-)Kleidung täuscht. Und etwas vorzugeben scheint, was gar nicht IST. Und umso mehr das IST nicht vorhanden ist, umso mehr scheint die Kleidung in den Vordergrund zu stehen (Berufskleidung mal ausgenommen) ?

Ein Extrem auf diesem Gebiet verkörpert für mich Prof. Rolf Schwendter. Ich hatte ihn als Prof. im Bereich "Devianz" (betr. Gruppen, die ein abweichendes Verhalten charakerisiert). So gut wie alles an ihm war ALTERNATIV; seine Seminare hielt er größtenteils im Offenen Wohnzimmer ab (bei uns in Ks).

Schein: Er lief in Klamotten rum, daß, wer ihn nicht kannte, annehmen konnte, er sei obdachlos. Wirklich! ... und war ein schleppendes Etwas von Plastiktüten :mrgreen:. Diese Plastiktüten gehörten einfach zu ihm; es war quasi (s)ein Markenzeichen.

Sein: ... tat er jedoch seinen Mund auf, so bemerkte man ab dem 1. Satz, was für eine intellektuelle Größe man vor sich hatte. Er hatte 3fach promoviert, war als Dr. Dr. Dr ... . Und pendelte zu meinen Zeiten zwischen Kassel und Wien. Es paßte einfach zu ihm, daß sein Forschungs-Schwerpunkt der der Devianz war. Da war er an der Uni Ks in habilitierter Stellung. (Da er eher soziologisch denn psychologisch "dachte"/lehrte - fand ich ihn als Prof. nicht so berauschend. Aber Scheine hat er total locker vergeben.)

PS:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schwendter
Kleidung muss zum Typ passen. Andernfalls wirkt man verkleidet. Das kann aber jeder halten wie der Dachdecker.
Mir geht's wie Jacaranda: Was draußen angeboten wird, ist Mode. Was ich im Schrank hängenhabe, ist mein Geschmack.
Ich möchte aber immer, dass ich anziehend aussehe. ;)

PS. In meinen jüngeren Jahren habe ich sehr viel (fast ausschließlich) Schwarz getragen. Der einzige Farbtupfer bildete ein Schal. Irgendwann wurde mir klar, dass ich mich meiner Gemütsverfassung entsprechend gekleidet habe.
Zu dem Thema fällt mir der lakonische Spruch "Hinten Lyceum, vorne Museum" ein.
In ein mausiges Beige müssen ältere Menschen sich nicht hüllen, aber zum Typ passen sollten Kleidungsstil und Farben schon. Sonst kann das albern oder geschmacklos wirken. Ergo: Figur, Gesicht und Ausdruck bestimmen, ob Frisur und Kleidung stimmig aussehen und den Typ vorteilhaft unterstreichen. Wenn das gegeben ist, darf auch ein "aus der Reihe tanzen" gerne sein. Meine Meinung dazu, ganz allgemein. Mal unabhängig davon, dass jeder für sich selbst entscheidet, wie er oder sie rumläuft, ganz klar.
Die kürzlich verstorbene Jeanne Moreau mit ihrem Charakterkopf könnte ich mir beim besten Willen nicht im pinkfarbenen Jungmädchen-Stil mit Söckchen in Mary-Jane-Schuhen vorstellen. Zu der verstorbenen Künstlerin Lotti Huber passte bis ins Alter ein exaltierter Stil, weil sie ein ebensolches Original war.
Das sind grad meine kunterbunten Gedanken dazu.
Habe mal in deiner Galerie gestöbert, ob du da zu sehen bist, in einem langen Rock von damals. Ich stellte mir dich vor,  Hippie- Flower- Power Look. Der würde auch zu dir passen, glaube ich!
 Würde ich dir irgendwo zufällig so begegnen, würde ich gewiss zweimal hinschauen, und zwar wohlwollend. 

"Was meinst du, was wir so tragen, wenn wir 60 sind?", fragte ich meine beste Freundin von damals, als wir, junge Mütter um die 30, in Jeans und T- Shirt die ersten Sonnenstrahlen im Garten genossen.
60 kam uns bereits sehr alt vor, denn unsere Mütter waren ja jünger.  Nach einigem hin und her Überlegen meinte meine Freundin lapidar:

"Genau so, wie jetzt!"

So ist es tatsächlich gekommen. Die T- Shirts sind ein wenig anders geworden, Träger- Tops trage ich nur bei mir  im Garten, sonst gerne  mit Halbarm....
Aber sonst ist im Alltag alles geblieben, wie es schon früher war.  
(Für besondere Anlässe hängen jedoch auch noch ein paar Kleider im Schrank, viele davon in rot)

 
@ Marge "Genau so, wie jetzt!"

..........nicht so wie jetzt!
ich bin bunter geworden ...........aber immer war es so, wie es mir gerade entsprochen hat :wink:
was andere dazu sagten, hat mich nie groß gekümmert
(ausgenommen die beruflich angeordneten Verkleidungen)
MargeSimpson, ich habe tatsächlich noch ein Foto von mir gefunden mit einem bodenlangen Rock von vor langer Zeit. :)
Da man den Rock darauf nicht ganz sieht und ich auch diesen ja noch im Schrank hängen habe, habe ich den mit dem Hdy. auch schnell noch aufgenommen und in meine Galerie dazu gestellt.
Die Bildqualität ist leider nicht besonders von meiner Abbildung, sozusagen ein Foto vom Foto. :wink:

Hier kann ich ja leider keine Bilder einstellen.