Wer geht mit?

Kölner Philharmonie

07.01.2010 Donnerstag 12:30 Uhr
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz Dirigent
Eintritt frei

Anton Bruckner
Sinfonie Nr.. 4 Es-Dur WAB 104 (1878-1880)
2. Fassung
"Romantische"

Auszüge
30 Minuten kostenloser Musikgenuss beim Probenbesuch: Eine halbe Stunde vom Alltag abschalten,
die Mittagspause oder den Stadtbummel unterbrechen und sich für kommende Aufgaben inspirieren lassen.

PhilharmonieLunch wird von der KölnMusik gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem
Gürzenich-Orchester Köln ermöglicht. Medienpartner Kölnische Rundschau.
Gestern beim Philharmonie-Lunch.

Es war wie immer: Ein Genuss! Einfach schön! Käme ich nicht schon gutgelaunt dort an, ich würde es sofort.
Die Stimmung ist heiter, das grauslige Wetter draußen gleich vergessen. Immer wieder fällt mir auf, wie gern
doch das gesamte Orchester inkl. Dirigent diese halbe Stunde Musikgenuss dem breiten Publikum ermöglicht.

Wir hörten den 4.Satz: Finale: Bewegt, doch nicht zu schnell (Es-Dur, alla breve)
Das Finale lebt von einer dramatischen Grundstimmung und bringt nach großangelegter Schlusssteigerung
das Hauptthema des ersten Satzes im vollen Blech. (Alleine fünf Hörner, dazu Trompeten, Posaunen, Tuba ...)
Kraft und Lebendigkeit liegt in dieser Musik. Aufstehen und Taten vollbringen, solch ein Gefühl stellt sich ein. :wink:

In Wikipedia sind sämtliche Blechblasinstrumente aufgelistet:

"¢ Naturhörner
"¢ Klappenhörner
"¢ Waldhörner
"¢ Bügelhornfamilie
"¢ Naturtrompeten
"¢ Barocktrompete
"¢ Ventiltrompeten
"¢ Posaunen

Moderne Bauformen geordnet in aufsteigender Tonhöhe

"¢ Tuba
"¢ Sousaphon
"¢ Horn
"¢ Posaune
"¢ Euphonium
"¢ Bariton
"¢ Tenorhorn
"¢ Althorn
"¢ Flügelhorn
"¢ Kornett
"¢ Trompete

Wie die meisten Musikinstrumente werden Blechblasinstrumente nicht nur von großen Unternehmen hergestellt,
sondern auch von kleinen, handwerklich hoch spezialisierten Fachbetrieben, die mitunter nur aus einem einzigen
Metallblasinstrumentenmachermeister bestehen. Ich habe keine Ahnung, wie ein Blechblasinstrument hergestellt wird.
Vielleicht lässt Meister Anton auf der Bonner Straße uns mal zuschauen.
Fragen könnte man ihn ja mal.
Es ist ja noch nicht zu spät, aber wer will bei diesem elenden Wetter noch vor die Tür? :shock:
Hunde vielleicht, die wollen aber nicht zum Konzert. :wink:

Das wär mein Tipp für heut gewesen:

Sa. 09.01., 23 Uhr im Stadtgarten
Kompott feiert russisch Neujahr


"mit MC Killo Killo (Serbien)
Das neue Jahr war auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen UdSSR DER Feiertag des Jahres und ersetzte Weihnachten,
Karneval und eigentlich alle anderen Feste, die irgendwie mit Religion zu tun haben. Vielleicht auch deswegen feiert man in
Russland den Jahreswechsel zweimal: am 31. Dezember und, nach dem alten orthodoxen Kalender, zwei Wochen später.
Zwischendurch wurden vorsorglich Ferien eingerichtet, damit man den Kater ausschlafen kann.
Wir feiern Jahreswechel in russian Style mit Ded Moroz (der russische Weihnachtsmann), Snegurotschka (die Enkelin vom Ded Moroz),
MC Killo Killo aus Serbien (der coole Bruder von Ded Moroz). Dazu Tannenbaum, Wodka und die Kompott-DJ Crew!"
von Jan Krauthäuser
[center]KÖLNISCHES STADTMUSEUM, auch einfach Zeughaus genannt, zeigt

vom 28. November 2009 bis 7. Februar 2010
die Fotoausstellung von August Sander (1876-1964)

Köln wie es war[/center]
Die Fotos sind ein Zeitdokument der Zeit zwischen den beiden Kriegen. Sander hatte nach dem Ersten Weltkrieg damit begonnen, das Bild der Stadt Köln photographisch festzuhalten. Datierungen hatte er keine vorgenommen, unter den Bildern findet man nur ungefähre Zeitangaben.
Ich war in der Ausstellung und kann sie jedem, Kölnkenner, -liebhaber oder auch nur -Interessenten wärmstens empfehlen. Ein ganz anderes Köln ist dort zu sehen, bunter, vielfältiger, liebevoller gestaltet. So wunderbar nostalgisch, dass man ins Schwärmen kommen könnte. Es muss sehr schön und sehr abwechslungsreich in Köln gewesen sein. Schade, dass ich nun niemanden mehr fragen kann.



Ebenfalls bis zum 7. Februar ist die Fotoausstellung

Eusebius Wirdeier - Köln wie es ist

zu sehen.

http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/ksm_0912_koeln/
[center]Auszug aus dem Programm des

FESTKOMITEE KÖLNER KARNEVAL VON 1823
Donnerstag, 7. Januar 2010, 18.30 Uhr
Gottesdienst im Hohen Dom zu Köln

Freitag, 8. Januar 2010, 18.30 Uhr
Großer Festsaal des Kölner Gürzenich
Proklamation des Kölner Dreigestirns 2010[/center]

Ich bin weit davon entfernt, in irgendeiner Form dem Karneval zu huldigen. Werde hier keine Werbung für Sitzungen oder Umzüge
machen, Tünnes und Schäl-Witze werden auch nicht zum Besten gegeben.

Aber die Eigenart der Kölner, Kirche und Karneval in engen Zusammenhang zu stellen, möchte ich doch nicht unerwähnt lassen.
Manchmal denke ich, der Kölner (an sich, und nur von dem ist hier die Rede), hat sich etwas Kindhaftes bewahrt: Wenn er sich
freuen will, muss der "leeve Herrjott" dabei sein. Der größte Kummer der Kölner während der Session ist die Tatsache, dass der
Kardinal mit Fastelovend nichts am Hut hat und zu keiner Sitzung erscheint. Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, ich hätte im
Hinterkopf an die Fronleichnamsprozession gedacht. :wink: :lol:

Die Haushälterin fragt ihren Arbeitgeber, den Obersten Richter am Landgericht, wieviele Sitzungen er denn noch habe. "Och", meint er,
"man kommt aus dem weißen Hemd nicht mehr raus." Sie hatte an Gerichtssitzungen gedacht, er war total im Karneval.
als echter Kölner kann man sich dem Karneval nicht entziehen und muss ja auch nicht, im Gegenteil.
Ich bin ja "nur" Rheinländer und dazu noch hart an der Grenze zu Westfalen geboren, da hat man schon eine andere Sicht.
1967 war ich zum erstenmal an Weiberfastnacht in Köln. War für mich eher frustrierend, denn man kam noch nicht mal mehr in eine Kneipe rein und das ganze sah aus wie eine geschlossene Veranstaltung für Eingeborene.
In späteren Jahren bin ich dann lieber nach Bad Neuenahr gefahren.
Da merkte man zwar nicht sehr viel von Karneval, aber in der Kasinobar konnte man wunderbar tanzen.
Na dann Kölle alaaf.
Hallo reisekater, ich freue mich über deinen Besuch; bin ich nicht mehr so ganz alleine.
Wenn ich es nicht durch die regelmäßigen Unternehmungen besser wüsste, käme ich
zu dem Schluss, dass die Kölner ausgewandert sind. :wink: :lol:
[center]Am Donnerstag ist der nächste

Philharmonie-Lunch

14.01.2010 ---12:30 Uhr bis 13:00

in der Kölner Philharmonie
Eintritt frei[/center]

[center]Antti Siirala Klavier

WDR Sinfonieorchester Köln
Semyon Bychkov Dirigent

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Klavier und Orchester Nr.. 1 g-Moll Op. 25 (1830-1831)
Molto allegro con fuoco
Andante
Presto[/center]

Da ich ohnehin in der Stadt bin, werde ich mir diesen kleinen Leckerbissen wieder gönnen. Wer geht noch?
Sowas Schönes - aber immer wenn ich arbeiten muss, schade! :( :( :(
Das finde ich auch schade. Wär' schön, wir träfen uns, lauschen der Musik und hinterher gehen
wir ins Cafe Sehnsucht oder ins Cafe Vreiheit und geben uns dort den Gaumenfreuden hin.
Und da wir schon mal da sind, hängen wir noch einen Museumsbesuch dran. 8) :wink: :D
Gestern in der Philharmonie erlebte ich eine halbe Stunde Frühling an einem trüben Tag mitten im Winter.
Ein wunderbares Gefühl. Die ca. 1500 Gäste dachten und fühlten sicher ähnlich wie ich. -

Es ist schon passiert, dass die Türen geschlossen werden mussten, weil nicht ein einziger Platz mehr frei war.
Ob andere Städte ihren Bürgern auch kostenfrei solch schöne Kunst-Häppchen anbieten?

Natürlich habe ich die Decke der Philharmonie fotografiert, bevor das Orchester die Plätze eingenommen hatte.
[center]
Bild[/center]

In meiner Galerie lässt sich dieses Foto auch vergrößern.
Nun muss erneut befunden werden: Darf es bleiben oder wird es fliegen?

Die Rede ist vom Flügelauto auf dem Turm des Kölnischen Stadtmuseums. Seit neunzehn Jahren steht der goldfarbene Ford Fiesta oben, ist ein Blickfang für Touristen und Einheimische und mittlerweile weltbekannt. Der jahrlange Streit zwischen H.A. Schult, dem Künstler, und dem ehemaligen Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes hat man noch in Erinnerung. Die Duldungsfrist ist in diesem Jahr abgelaufen; mit einem neuen Streit ist nicht zu rechnen. Sollte wider Erwarten das Auto entfernt werden müssen, will der Künstler sein Kunstwerk zurückhaben, um es an eine andere Stadt verkaufen zu können. Interessenten gibt es bereits, so wird berichtet. Und genau das wird als letztes Argument die Stadt Köln überzeugen, das Auto auf dem Turm behalten zu wollen.

Das Flügelauto wurde für die Ausstellung "Fetisch Auto" 1989 von H.A. Schult geschaffen.

Bild
Es wird überlegt, den Hauptbahnhof durch eine Seilbahn mit dem Deutzer Bahnhof zu verbinden.
Ein Darmstädter Planungsbüro wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Das Ergebnis war: es ist machbar.
Da man zu dem Ergebnis kam, dass der Hauptbahnhof durch diese Seilbahn deutlich entlastet werden kann und beiden
Bahnhöfen deutliche Vorteile bringt, könnte die Idee schon bald Realität werden.
Kostenmäßig würde die Seilbahn ebenso eine Entlastung des Hauptbahnhofs bringen.

Fünfundzwanzig Personen sollen Platz finden, ein Ausblick auf das Altstadtpanorama bleibt ihnen jedoch verwehrt.
Die Seilbahn soll auf der Nord-Seite der Hohenzollernbrücke verlaufen, um, wie es heißt "besondere städtebauliche und
denkmalpflegerische Belange" zu schützen.

Kann ich verstehen, dass man den Blick von Deutz auf die Brücke und den Dom nicht verbauen will.

Ich bin gespannt, ob wir bald ab Breslauer Platz über den Rhein gondeln können.
rheinnixe hat geschrieben: Gestern in der Philharmonie erlebte ich eine halbe Stunde Frühling an einem trüben Tag mitten im Winter.
Ein wunderbares Gefühl. Die ca. 1500 Gäste dachten und fühlten sicher ähnlich wie ich. -

Es ist schon passiert, dass die Türen geschlossen werden mussten, weil nicht ein einziger Platz mehr frei war.
Ob andere Städte ihren Bürgern auch kostenfrei solch schöne Kunst-Häppchen anbieten?

Natürlich habe ich die Decke der Philharmonie fotografiert, bevor das Orchester die Plätze eingenommen hatte.
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Bild[/center]

In meiner Galerie lässt sich dieses Foto auch vergrößern.


Da können sich die Kölner ja eigentlich glücklich schätzen, wenn so etwas kostenlos angeboten wird. Davon kann ich hier in der norddeutschen Provinz nur träumen. Das höchste der Genüsse war hier schon mal der Sommernachtstraum von einem Laientheater. Open Air mit Gewitterunterbrechung. Na jedenfalls war der Guß von oben für lau.
Ja da wird man bescheiden und singt sich selbst eins, beim Rundgang ums Zwischenahner Meer.
rheinnixe hat geschrieben: Nun muss erneut befunden werden: Darf es bleiben oder wird es fliegen?

Die Rede ist vom Flügelauto auf dem Turm des Kölnischen Stadtmuseums. Seit neunzehn Jahren steht der goldfarbene Ford Fiesta oben, ist ein Blickfang für Touristen und Einheimische und mittlerweile weltbekannt. Der jahrlange Streit zwischen H.A. Schult, dem Künstler, und dem ehemaligen Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes hat man noch in Erinnerung. Die Duldungsfrist ist in diesem Jahr abgelaufen; mit einem neuen Streit ist nicht zu rechnen. Sollte wider Erwarten das Auto entfernt werden müssen, will der Künstler sein Kunstwerk zurückhaben, um es an eine andere Stadt verkaufen zu können. Interessenten gibt es bereits, so wird berichtet. Und genau das wird als letztes Argument die Stadt Köln überzeugen, das Auto auf dem Turm behalten zu wollen.

Das Flügelauto wurde für die Ausstellung "Fetisch Auto" 1989 von H.A. Schult geschaffen.

Bild


von H.A. Schult hört man aber sonst auch nicht mehr viel. Als Antwerpes noch in Amt und Würden war, hat der wenigstens immer für Gesprächsstoff gesorgt.
Man hätte ihn schon fast für einen heimlichen Mäzen für Schult halten können.
Ich meine mal gehört zu haben, das seine Muse Elke Kostka nicht mehr lebt.
Vielleicht hat ihn das von seinem Schaffensdrang zurückgehalten.