rheinnixe hat geschrieben: Wer isst, sündigt nicht .... oder hieß der Spruch vielleicht anders? :?: :roll: :wink:


wer isst, sündigt später, meinst du sicher, liebe Nixe 8)
wobei sich durchaus auch das angenehme mit dem angenehmen verbinden lässt.
3 Austern mit kleinem Champagner als Gruß aus der Küche

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Carpaccio von sibirischen Jakobsmuscheln mit iranischem Kaviar

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Essenz vom Bresse-Perlhuhn mit frisch geraspeltem Perigord Trüffel

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frisch geräucherter irischer Baliklachs mit parfümiertem Schmand

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Ofenwarme Brioche mit hauchdünn geschnittener israelischer Gänsestopfleber und frisch gemahlenen rosa Beeren

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Sorbet von Kumquats und Lychees im rechten Verhältnis

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Tournedo vom Kobe-Rind an Barologlace, Flan von bretonischem Seetang und wildem Reis

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Rehfilet aus dem Tannenrauch auf confierten Schalotten mit altem Balsamico beträufelt

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Schokolatierte Nocken von dulce de leche mit Zabaglione von Spumante di Castello Mauro mit Tonkabohnen aromatisiert - Vanillekipferl

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Ich wünsche allseits guten Appetit respektive viel Vergnügen beim Nachkochen.

Begleitende Getränke

Pellegrino oder Stilles Wasser aus dem Schwarzwald

Champagner Chateau d'Ay

Duijn Jahrgang 2003

Barolo Jahrgang 1997

Spumante di Castello Mauro

Weißburgunder aus dem Markgräflerland

Eiswein von der Muskateller Traube im Asti

Espresso

Fehlt noch was?

Erlesene Tabakwaren do Havanna

Na Reisekater...........meinste, dass dieses Menü eventuell nicht mitkommende Damen doch zum Mitkommen reizen könnte?

Vorausgesetzt.........man nähme sich in piemontesischer Tradition am ersten Weihnachtstag viel Zeit (13 - 19 Uhr) zum Verspeisen all dieser leckeren Sachen?
Sehr wohl euer Gnaden, fast perfekt.
Fehlt nur noch ein besonderer Sinnenreiz für die Augen.
Verstreute Rosenblätter oder Knospen, vielleicht auch etwas
gewagteres, wie zarte Wickenblüten.
Aphrodisierende Düfte, etwa anregendes geißblatt oder sanfter Jasmin
bereichern die Sinne.
Silberne Kerzenleuchter mit eleganten Duftkerzen verbreiten ein romantisches Licht und dieses lässt uns dazu
noch gut aussehen. Kleine Schnitzer beim Arrangement bleiben dagegen unsichtbar.
Ferner sollten Knabbereien die die geplante Speisenfolge nicht beeinträchtigen, zum Aperitif bereitliegen.
Vielen Arten von Nüssen wird ein aphrodisischer Effekt zugeschrieben, etwa Mandeln und Pinienkernen
Die wirkungsvollsten Nüsse stammen von der Chilgoza-Kiefer, die im nordwestlichen Himalaja rund 3000 m
über dem Meeresspiegel wächst. Sie bildenein Grundnahrungsmittel in diesem Gebiet,
das für seine hohe Geburtenrate bekannt ist.
Aber ich schweife ab.....
Profaner Espresso drückt selbstverständlich nicht aus, womit wir das mahl beschliessen.
Echter Arabica Kaffee mit einem Schuss Lieblingslikör für die Lust und einer Prise Zimt
für die leidenschaft.
Und zum Kaffee? Schokolade, Schokolade und nocheinmal Schokolade.
Manche leute sagen, das sei besser als Sex. Schokolade ist eines der wenigen Aphrodisiaka,
dessen stimulierende Wirkung, auf das gehirn auch wissenschaftlich nachgewiesen wurde.
Dieses lukullisch, baccantische Mahl sollte natürlich nur den Abend bereichern und versüssen.
Ich schlage vor, ab acht Uhr. Irgendwann so gegen zwei, drei sinken wir dann auf einen sinnlichen Diwan
und wer weiss...... da könnte dann auch Herz zum Herzen finden.
Herz zu Herz schon ................aber sonst läuft da nix mehr............ein voller Magen macht einfach nur träge........

Deshalb wäre ich dafür..........dass wir nach guter piemontesischer Sitte gegen 13 Uhr das lukullische Frönen beginnen ...............
Ich fürchte auch, wer isst .......lässt andere sündigen :lol: ,weil voller Bauch .....

Herr Baron, heißt es nicht, Tonka ist gefährlich? Gegessen habe ich es noch
nicht (werde es aber mal versuchen), lediglich meinem Aromaöl beigemischt.
Es hat einen verführerischen Duft und wirkt auch stimulierend auf die Sinne.
ach da hab ich andere Erfahrungen.
Die deutsche Art sich vollzustopfen dient nur dem Magen.
Genuss ist anders.
So ein Menue a la France über sechs bis acht Stunden genossen, mit den Augen begehren, von Düften berauscht, der Musik gelauscht,
macht nur Lust auf mehr, lässt sinnenreiche Pausen einfliessen.
Mit der Zeit und allen Sinnen geniessen, heisst die Devise.
Wir zelebrieren doch Kunst und Kulturerlebnisse.
hallo Reisekater,

wie recht Du hast.
a la francaise oder a la piemontese ........

Du solltest dir Ende November 2009 den letzten Samstag freihalten und das WE in www.talmuehle.de in Sasbachwalden verbringen.

An diesem Abend ist in der Talmühle Küchenfest.

180 Gäste und 90 Personen Personal in einer Küche ,,,,,,nicht nur rund um den Molteni versammelt.

Es beginnt im Souterrain mit Champagner und Austernbuffet, führt dann über einen Plausch in der Lounge hoch in die Küche.
Dort etwa 2 Stunden lang Leckereien im Übermaß, danach sitz und Platz im Restaurant.
Ein Hauch von einem Hauptgang wird serviert.
Danach Dessertbuffet oder Rohmilchkäse.
Danach das Übliche.

Man kann in der Talmühle übernachten oder mit dem Shuttledienst sich nach Hause bringen lassen.

Es wäre Dir sicher eine Freude und mir ein Vergnügen, dich im kommenden Jahr dort begrüßen zu dürfen.

Liebe Grüße Robert
Ja in dieser Region bin ich bisher nur bis Gengenbach "zum Hoppeditz erwachen" vorgedrungen und da auch nur bis an die Küche von irgendeinem "Schwarzen Bären" Aber das sich hier in geographischer Nähe zu Frankreich die Gourmets ein Stelldichein geben, davon habe ich schon gehört.
Da zu wohnen, wo andere hinfahren um fürstlich zu speisen, dazu darf man dich
beglückwünschen, lieber Robert.
Du darfst mir gerne weiterhin den Mund wässrig machen.
Volker
Also mit dem Hinweis auf das nächste Küchenfest wollte ich Dir nicht nur den Mund wässrig machen.

Es würde mich wirklich freuen, wenn wir uns in der Talmühle zu einem kulinarischen Stelldichein verabreden würden.

Deine distinguierte Art zu schreiben zeigt mir, dass ich in Genussangelegenheiten noch eine Menge von Dir lernen könnte.

Dem Genuss zu frönen ist doch eines der Schönsten auf dieser Welt.

Lass die Vorfreude wachsen.

P.s. es gibt natürlich auch ein "Frühlingsfest", das kulinarisch allerdings nicht ganz so anstrengend ist, wie das Küchenfest.
Auf Grund der bisherigen Zuschriften, gehe ich davon aus, dass nur für einen ganz elitären Kreis das Kochen eine Tätigkeit darstellt, die sich vom Allgemeinen zum Besonderen erheben kann.

Für den großen Rest scheint mir Kochen eher ein notwendiges Übel zu sein, das erledigt werden muss, um das Grundbedürfnis der Ernährung zu befriedigen.

Ich wünsche den Burger- und Döner-Köchen viel Zulauf im Jahr 2009, denn sie scheinen die wahren Propheten am Kochtopf zu sein.

Kochkünstler/innen sind eben nun mal keine Lebensmittel-Wärmer.
eines ziehmt sich nicht für alle, lieber Baron,
aber dadurch muss man sich nicht entmutigen lassen.
Heute gibt es daher etwas ganz einfaches, für alle.

Lammfilet auf Olivensauce Vorspeise, oder Zwischengang, Kalt oder warm.
Zutaten für 4 Personen

3 Zweige Thymian, 3 EL Olivenöl, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 2 Lammfilets (à 100-120 g), 1 kleine Zwiebel, 1 kleine Knoblauchzehe, 200 ml heiße Gemüse- oder Hühnerbrühe, 120 g schwarze Oliven ohne Stein, 2 TL getrockneter Oregano, 1/2 Bund glatte Petersilie

Schritt 1
Thymian abspülen und trockenschütteln, die Blättchen abstreifen und fein hacken. Mit 1 EL Olivenöl und etwas Pfeffer mischen. Lammfilets kalt abspülen, mit Küchenpapier trockentupfen und in der Mischung marinieren.

Schritt 2
Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Zwiebel in 1 EL Olivenöl 3-4 Min. andünsten. Knoblauch zugeben, 1 Min. mitdünsten. Mit heißer Brühe ablöschen. 4 Oliven längs halbieren und beiseite legen. Die restlichen Oliven in der Brühe mit dem Pürierstab pürieren. Oregano zwischen den Fingern fein zerreiben und dazugeben. Die Olivensauce 5-10 Min. köcheln lassen, bis sie etwas eindickt.
Schritt 3

Petersilie abspülen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Einige ganz lassen, den Rest fein hacken und unter die Sauce mischen. Lammfilets im restlichen Öl von jeder Seite ca. 2 Min. braten. Herausnehmen, locker in Alufolie einschlagen und 5 Min. ruhen lassen.
Schritt 4

Lammfilets schräg in Scheiben schneiden, auf der Olivensauce anrichten. Mit Petersilienblättchen und den Olivenhälften dekorieren.
Also 2 Lammfilets für 4 Personen .........das reicht ja nicht mal als Vorspeise

oder meintest Du die Lachse?
Also -

mir bereiten ein ehrlicher Rostbraten, Linsen mit Spätzle oder Maultaschen einen hohen Genuss.

Dieser neumodische Snobismus für Gelangweilte ist mir zuwider.

Sinnesfreuden kann ich wo anders erleben.
Und ekelige Austern brauch ich noch lange nich dazu.

Für mich ist der s.g. kulinarische Boom kein Ausdruck eines neuen Kunst- und Genussverständnisses.
Es ist Ausdruck einer Dekadenz.

Hebbe

Der sich auch gerne mal nen Burger reinfeift und übrige Spätzle nachröstet.
Gut, dass wir drüber gesprochen bzw. geschrieben haben!

Wie immer im Leben, ist auch beim Essen der Mittelweg wohl am besten. Und wo steht geschrieben, dass wir nicht manchmal diesen Mittelweg verlassen dürfen, sowohl in Richtung fastfood als auch in ein sündhaft teures Schlemmerparadies.

Aber die wirkliche Kultur des Essens beginnt bei mir immer mit GASTFREUNDSCHAFT.

Wie sagte schon Adolph Freiherr von Knigge:

Es gibt eine Art, Gastfreundschaft zu zeigen, die dem wenigen, was man darreicht, einen höheren Wert gibt als grosse Schmausereien.
Hallo timbuktu,

nun hast Du wieder dem schönen Geist gefrönt.

Wunderbar.

Aber völlig offen gelassen hast Du jedwede Antwort auf Reisekater's und mein Ansinnen auf eine fröhliche Runde zu Dritt um die Kochstelle auf der Jagdhütte.

Schade....................

LG von einem Enttäuschten